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2 Ausbildungen abgebrochen - wie schätzt ihr das ein?

20. Januar 2013 um 16:15

Hallo ihr,
ich denke, ich stelle mich zuerst einmal kurz vor. Ich bin 22 Jahre alt, habe vor 2 Jahren mein allgemeines Abitur gemacht und bis dahin lief auch immer reibungslos. (Zumindest würde ich eine ausgeprägte Matheschwäche und infolgedessen etliche Probleme damit in allen Jahrgangsstufen nicht als "Reibung" bezeichnen.. Ich habe mein Abitur trotz dieser Problemchen mit 2,3 bestanden und war erstmal auch ganz glücklich damit. Ich muss sagen, meine Schulzeit war rückblickend wirklich die schönste Zeit meines Lebens - auch wenn ich das nie jemanden geglaubt habe!
Dann allerdings war alles nicht mehr ganz so einfach, ohne meine Alltagswelt bestehend aus Schule, meinen Mädls und meinem gewohnten Leben.
Ich habe dann, ganz geradlinig wie ich eigentlich auch sonst bin, erstmal eine Ausbildung angefangen und musste diese aber nach einem Vierteljahr beenden, da ich festgestellt habe, dass es einfach gar nichts für mich ist, darin nicht meine Stärken liegen. Das stellte eigentlich schon den ersten Einschnitt in mein bis dahin so normal verlaufendes Leben dar. Ich kenne es einfach nicht, dass ich etwas abbreche, bisher ist doch bzgl. meiner schulischen Laufbahn immer alles gut gelaufen.
Ich habe das dann irgendwann akzeptiert und versucht, mich wieder neu zu orientieren, das war kein einfaches Jahr zuhause, denn immer hatte ich den mir selbst auferlegten Druck auf meinen Schultern, doch jetzt auch endlich einmal etwas zu finden, was für mich richtig ist.
Versuch Nummer 2 begann dann 2012 im September, mit einer, wie ich fand besser zu mir passenden, diesmal nur schulischen Ausbildung. Kurz gesagt, vor Weihnachten fing es dann damit an, dass ich krank wurde, nicht körperlich, aber psychisch. Dieser ständige Druck, endlich das Richtige finden zu müssen, war meinem Körper einfach zu viel, Ich bin zusammengebrochen und seitdem wieder zuhause, nehme leichte Psychopharmaka und versuche, mein Leben iwie neu zu ordnen. Ich schaffe es einfach nicht mehr, diese Schule zu Ende zu bringen. Ich denke, ich werde mich dort abmelden und spiele im Moment mit dem Gedanken, mich durch ein Fernstudium weiterzubilden um einfach endlich mal, ohne äußere Einflüsse, die mich durcheinanderbringen könnten, eine Ausbildung zu machen und damit nicht einfach nur dumm zuhause rumzusitzen.
Es tut mir Leid, dass es ein so langer Text geworden ist, aber iwie musste ich mich einfach mal "ausschreiben" und ohne diese Erklärungen wäre es wahrscheinlich auch total unverständlich gewesen..ist es jetzt vielleicht auch...
Ich weiß auch gar nicht so recht, was ich eigentlich damit bezwecken will...vielleicht möchte das ja einfach jemand kommentieren, der so etwas Ähnliches bereits hinter sich hat, mir Rat geben kann oder einfach nur ein bisschen Aufmunterung.
Ich danke auf jeden Fall denjenigen, die es bis hierher geschafft haben und mir einen kleinen Kommentar hinterlassen!
<3
Strawcherry007

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21. Januar 2013 um 7:27

Das seh ich genauso wie Glyzinie
Dein zweimaliges Abbrechen zeugt von 'Stehvermögen' und 'Durchhaltewillen'. Du scheinst noch nicht zu wissen was du willst, das sollte dir aber mit 22 Jahren langsam klar werden.

gerde die beiden oben genannten Eigenschaften sind bei einem Fernstudium esentiell wichtig. Es ist da nämlich keiner vorhanden der dich bei Bedarf in den A...h triit.

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21. Januar 2013 um 8:54


Du scheinst generell ein Typ zu sein der wohl bei ein bisschen Stress die ganzen Sachen hinschmeisst ... Ich mach ne Vollzeitausbildung mit nem Kind und bin alleinerziehend, ich schmeiß das alles nicht einfach hin, weil ka - ich mich selber unter Druck setze. Zieh doch einfach was durch .

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24. Januar 2013 um 19:57

Ich seh das etwas anders...
Bin zur Zeit in einer ähnlichen Situation. Bin auch 22 und habe im August eine Ausbildung zu Groß-und Außenhandelskauffrau angefangen.
Der Beruf macht mir überhaupt keinen Spaß, Kollegen und Chef sind auch "schwierig". Ich habe sehr viel Verantwortung und wenn was schief geht werde ich verantwortlich gemacht...
Lassen mich aber komplett alleine im Lager usw...

Ich fühle mich durch die Arbeit und Schule völlig überfordert und habe das Gefühl ich stehe vor einem Berg und komme nicht hoch...

Hatte mehrere Zusammenbrüche, aber es immer wieder versucht arbeiten zu gehen...
Jetzt geht nichts mehr. Bin auch krank geschrieben und muss Psychopharmaka nehmen...
Werde bald auch in eine Klinik gehen und mir helfen lassen!
Dazu kommt noch das meine Beziehung in die Brüche gegangen ist.

Therapeuten und Ärzte sagen zu mir, da ich in meinem jungen Leben schon sehr viel mitmachen musste, habe ich zur Zeit einfach keine Kraft mehr, muss raus, mich selber finden.
So würde ich die Aubildung auf keinen Fall schaffen & auch keine Andere!!

Ich bin so spät mit der Arbeit, da ich schlimm krank an meinem Knie war und mir zweieinhalb Jahre meines Leben dadurch gestohlen wurde.. Oft operiert usw...


Habe durch den Stress auch eine Magenschleimhautentzündung bekommen und kann seit Wochen kaum etwas zu mir nehmen..

Ich würde dir auch raten eine Therpie zu machen. So wirst du das nie schaffen. Es wird nur schlimmer werden.
Ich habe Gott sei Dank viele Menschen in meinem Umfeld die sowas auch schon durch hatten und daher Verständnis haben!
Aber wenn jemand sowas noch nicht hatte, kann man das natürlich schwer nachvollziehen...


Du musst raus aus deinem Alltag, zu dir selbst finden und wissen was du willst! Kraft sammeln!
Anders gehts nicht ....

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18. Dezember 2016 um 5:57
In Antwort auf miriams19


Du scheinst generell ein Typ zu sein der wohl bei ein bisschen Stress die ganzen Sachen hinschmeisst ... Ich mach ne Vollzeitausbildung mit nem Kind und bin alleinerziehend, ich schmeiß das alles nicht einfach hin, weil ka - ich mich selber unter Druck setze. Zieh doch einfach was durch .

Ich finde es schrecklich jemanden zu sagen , dass er etwas durchziehen soll. Zumal es fast alle sagen und keiner Empathie dafür aufbringt oder Verständnis zeigt. Klar ist es nicht schön zwei Ausbildungen abzubrechen.
Ich bin 25 und weiß noch nicht was ich will und hab schon eine Ausbildung abgebrochen und stehe jetzt kurz vor der Prüfung in 5 Monaten und möchte wieder abrechen , dumm vielleicht ja , aber manches ist vielleicht im früheren Lebensabschnitt schief gelaufen , wie z. B. schlimme Kindheit usw. Klar kann man das nicht immer als Ausrede nehmen , aber wenn die Psyche nicht mehr kann , kann der Körper auch nicht mehr und man meldet sich dadurch oft krank. So verliert man so oder so etwas. Soll jetzt nicht heißen , das es ein freifahrtsschein zum abrechen sein soll, aber ein wenig Weitblick in die Psyche des Menschen ist ratsam. 
Mich macht der ständige Druck eine Ausbildung zu schaffen oder zu machen auch fertig , weil man sonst von vielen in der Gesellschaft abgestempelt wird und ausgestoßen. Selbst von den eigenen Eltern. Sie hätten mir oder anderen Kindern Durchhaltevermögen , Selbstvertrauen usw. zeigen/beibringen müssen, nicht ständig sagen , das das Kind nix kann , geistig behindert ist oder so. Ich wurde mit 9 erst richtig eingeschult , vorher 3 Jahre in der Vorschule , da man mich für schulunfähig gehalten hat, ( hatte aber keine tolle Kindheit , Heim, Pflegeeltern , kenne meinen Vater nicht , psychische Probleme usw.) na prost auf das Ergebnis , das ich durch so viele Einflüsse nichts schaffe. Klar liegt eine Teilschuld an mir selbst und auch an andere.

Wenn sich andre Menschen als intelligenter darstellen , sollten sie sich mal überlegen einen IQ Test zu machen, anstatt zu erzählen sie seien unterfordert. Und das permanent. Da stimmt was nicht. Ich fühle mich in der Praxis komplett überfordert als Kinderpflegerin in der Ausbildung. Hab auch Altenpflege gemacht , wegen meines Rückens abgebrochen und meine Eltern wollten , das ich den Beruf ausübe. Kinderpflege war meine Idee und mein Wunsch ist es eigentlich in einer Grundschule als Betreuerin oder so zu arbeiten. Nun bin ich wieder kurz davor abzubrechen , da ich auch dauernd denke ich bringe Mindestleistung , also weniger Leistung als andre in meinem Alter. 

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18. Dezember 2016 um 6:02
In Antwort auf jasmin1193

Ich finde es schrecklich jemanden zu sagen , dass er etwas durchziehen soll. Zumal es fast alle sagen und keiner Empathie dafür aufbringt oder Verständnis zeigt. Klar ist es nicht schön zwei Ausbildungen abzubrechen.
Ich bin 25 und weiß noch nicht was ich will und hab schon eine Ausbildung abgebrochen und stehe jetzt kurz vor der Prüfung in 5 Monaten und möchte wieder abrechen , dumm vielleicht ja , aber manches ist vielleicht im früheren Lebensabschnitt schief gelaufen , wie z. B. schlimme Kindheit usw. Klar kann man das nicht immer als Ausrede nehmen , aber wenn die Psyche nicht mehr kann , kann der Körper auch nicht mehr und man meldet sich dadurch oft krank. So verliert man so oder so etwas. Soll jetzt nicht heißen , das es ein freifahrtsschein zum abrechen sein soll, aber ein wenig Weitblick in die Psyche des Menschen ist ratsam. 
Mich macht der ständige Druck eine Ausbildung zu schaffen oder zu machen auch fertig , weil man sonst von vielen in der Gesellschaft abgestempelt wird und ausgestoßen. Selbst von den eigenen Eltern. Sie hätten mir oder anderen Kindern Durchhaltevermögen , Selbstvertrauen usw. zeigen/beibringen müssen, nicht ständig sagen , das das Kind nix kann , geistig behindert ist oder so. Ich wurde mit 9 erst richtig eingeschult , vorher 3 Jahre in der Vorschule , da man mich für schulunfähig gehalten hat, ( hatte aber keine tolle Kindheit , Heim, Pflegeeltern , kenne meinen Vater nicht , psychische Probleme usw.) na prost auf das Ergebnis , das ich durch so viele Einflüsse nichts schaffe. Klar liegt eine Teilschuld an mir selbst und auch an andere.

Wenn sich andre Menschen als intelligenter darstellen , sollten sie sich mal überlegen einen IQ Test zu machen, anstatt zu erzählen sie seien unterfordert. Und das permanent. Da stimmt was nicht. Ich fühle mich in der Praxis komplett überfordert als Kinderpflegerin in der Ausbildung. Hab auch Altenpflege gemacht , wegen meines Rückens abgebrochen und meine Eltern wollten , das ich den Beruf ausübe. Kinderpflege war meine Idee und mein Wunsch ist es eigentlich in einer Grundschule als Betreuerin oder so zu arbeiten. Nun bin ich wieder kurz davor abzubrechen , da ich auch dauernd denke ich bringe Mindestleistung , also weniger Leistung als andre in meinem Alter. 

Dann scheinst du viel Gutes mit auf den Weg bekommen zu haben oder bist einfach ein fleißiger , durchbeißender Mensch , der wie meine Schwester sehr stark ist. 

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20. Dezember 2016 um 17:44

Ich bin psychisch selbst erkrankt und habe Verständnis für dein Empfinden. Dennoch hast du gefragt, wie zwei Abbrüche wirken... Sie bewirken genau das gegenteilige Denken von dem, wie du offensichtlich bist. Wenn du die schulische Ausbildung 2012 begonnen hast, dann müsste sie doch regulär bald beendet sein? Ich finde, dass du die Ausbildung erfolgreich beenden solltest. Ein Fernstudium würdest du vermutlich nicht packen, wenn du die schulische Ausbildung abbrechen solltest.

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