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Altenpflegerin werden?

10. September 2006 um 12:42

Ist das wirklich so anstrengend ?Alle raten mir davon ab ,bereut ihr auch schon diesen Beruf gewählt zu haben?Ab wann sollte man sich für den beruf bewerben?
lg mondfee88

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11. September 2006 um 22:55

Altenpflegerin werden?
Ich kann dir nur sagen,das die Arbeit in den Altenheimen und Pflegediensten sehr viel Spaß macht, aber andersrum auch ein Knochenharter Job ist. Jenachdem, in welcher Einrichtung du bist. Du kannst Glück haben und in ein super organisiertes Haus kommen, wo auch noch genügend Personal da ist, du kannst aber auch Pech haben und Personalmangel und nichtorganisierte Abläufe sind an der Tagesordnung. Dann kannst du fast im Akkord arbeiten. Vor allem die Bürokratie ist mittlerweile immer wichtiger, das ist das A und das O.
Bin selber gelernte Krankenschwester und habe 18 Jahre in dem Job gearbeitet, die letzten 8 Jahre in der Altenpflege. Bei mir ist es mittlerweile so, ich hasse und ich liebe diesen Job. Möchte eigentlich schon seit Jahren da raus, lande aber immer wieder dort.

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12. September 2006 um 18:36

Ich bin Altenpflegerin mit Herz und Seele
Ich habe nach meinem Schulabschluss zunächst eine Ausbildung zur Rechtsanwaltsfachangestellten gemacht, da ich keinen anderen Ausbildungsplatz bekommen habe.
Ein Beruf in der Pflege hat mich eigentlich schon immer interessiert, da ich gerne mit Menschen zutun habe. Da ich aber nicht wusste, ob mir das alles wirklich so gut gefällt- immerhin geht man ja mit nicht immer angenehmen Dingen wie zb. menschlichen Ausscheidungen, Tod und Sterben sowie Krankheit um- habe ich zunächst ein freiwilliges soziales Jahr gemacht. Hierbei konnte ich Schritt für Schritt die Bewohner kennen lernen und mich mit den Aufgaben die in der Altenpflege so anfallen vertraut machen.
2002 habe ich dann meine Ausbildung angefangen, und sie 2005 mit einem Durchschnitt von 1,2 abgeschnitten
Seit einem Jahr arbeite ich nun schon in einem Seniorenzentrum und ich bin absolut glücklich mit meiner Berufswahl.
Vielleicht wäre ein freiwilliges soziales Jahr oder ein Praktikum eine Möglichkeit für Dich zu schauen, ob Du wirklich eine Ausbildung machen möchtest.
Die drei Jahre sind schon hart, und wenn man nicht von Anfang an lernt und den Stoff immer wieder wiederholt, hat man eigentlich schlechte Karten. Auch die verschiedenen Praktikumseinsätze sind teilweise sehr anstrengend. (Einsatz in der Psychiatrie und im Krankenhaus)
Trotz allem ist es interessant und man lernt wirklich viel.
Natürlich ist der Beruf manchmal anstrengend, aber welcher Beruf ist das nicht ??
Du solltest Dir auf jeden Fall darüber im Klaren sein, das Du als examinierte Pflegekraft sehr viel Verantwortung zu tragen hast, Du bist im Schichtdienst tätig, arbeitest jedes zweite Wochenende sowie auch an Sonn- und Feiertagen,Du musst in der Lage sein in Notsituationen einen kühlen Kopf zu bewahren und manchmal auch in Sekunden die richtige Entscheidung zu treffen, die zum Wohle des Bewohners ist.

Falls Du noch irgendwelche Fragen hast, kannst Du Dich jederzeit gern melden.
Ich bereue es auf keinen Fall meine Ausbildung zur Altenpflegerin gemacht zu haben- trotz all dem Stress und der immer größer werdenden Bürokratie

Liebe Grüße Nicole

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12. September 2006 um 21:26

Hey
danke für eure beiden einträge!
Also ich habe gerade ein soziales Jahr in einem Seniorenzentrum angefangen wo ich allerdings im Betreuungsdienst bin.Das hat ja nicht sehr viel mit Pflege zu tun.das einzigste was ich mache ist das ich das Essen mittags anreiche.Bis jetzt macht mir die Arbeit viel Spaß .Oft bin ich zwar noch unsicher und weiß nicht genau wie ich mich bei bestimmten Personen verhalten soll aber ich denke da brauch man einfach nen bisschen übung.
Da wo ich bin ist ziemlich personalmangel auf einigen wohngruppen und die sind schon stark überfordert.Das ist echt unglaublich was die alles leisten müssen.
Na ja ich guck mal wies bei mir noch so wird ...und vielleicht gehöre ich dann auch mal zu den altenpflegerinnen weil im grunde könnte ich mir das schon vorstellen !
lg mondfee88

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16. September 2006 um 18:00
In Antwort auf dollie_11840555

Hey
danke für eure beiden einträge!
Also ich habe gerade ein soziales Jahr in einem Seniorenzentrum angefangen wo ich allerdings im Betreuungsdienst bin.Das hat ja nicht sehr viel mit Pflege zu tun.das einzigste was ich mache ist das ich das Essen mittags anreiche.Bis jetzt macht mir die Arbeit viel Spaß .Oft bin ich zwar noch unsicher und weiß nicht genau wie ich mich bei bestimmten Personen verhalten soll aber ich denke da brauch man einfach nen bisschen übung.
Da wo ich bin ist ziemlich personalmangel auf einigen wohngruppen und die sind schon stark überfordert.Das ist echt unglaublich was die alles leisten müssen.
Na ja ich guck mal wies bei mir noch so wird ...und vielleicht gehöre ich dann auch mal zu den altenpflegerinnen weil im grunde könnte ich mir das schon vorstellen !
lg mondfee88

Hört sich doch gut an !!
Ich hoffe das Du noch einen Einblick in die Pflege bekommst, fürs erste ist das mit dem Essen anreichen schon eine gute Sache, denn so kommst Du mit den Bewohnern in Kontakt.

Ich hoffe das Du ein erfolgreiches und auch schönes freiwilliges soziales Jahr haben wirst.

Wenn Du magst schreib mir doch, wie es bei Dir so weitergeht- ich würd mich freuen.

Liebe Grüße

Nicole

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21. Januar 2007 um 0:33
In Antwort auf roma_12382019

Altenpflegerin werden?
Ich kann dir nur sagen,das die Arbeit in den Altenheimen und Pflegediensten sehr viel Spaß macht, aber andersrum auch ein Knochenharter Job ist. Jenachdem, in welcher Einrichtung du bist. Du kannst Glück haben und in ein super organisiertes Haus kommen, wo auch noch genügend Personal da ist, du kannst aber auch Pech haben und Personalmangel und nichtorganisierte Abläufe sind an der Tagesordnung. Dann kannst du fast im Akkord arbeiten. Vor allem die Bürokratie ist mittlerweile immer wichtiger, das ist das A und das O.
Bin selber gelernte Krankenschwester und habe 18 Jahre in dem Job gearbeitet, die letzten 8 Jahre in der Altenpflege. Bei mir ist es mittlerweile so, ich hasse und ich liebe diesen Job. Möchte eigentlich schon seit Jahren da raus, lande aber immer wieder dort.

Hahaha
Neujahr: Alle deine Freunde und Familie feiern - du arbeitst
Weihnachten: Alle deine Freunde und Familie feiern - du arbeitst
Oster: Alle deine Freunde und Familie feiern - du arbeitst
Wochenende: Alle deine Freunde feiern - du arbeitst
Sommerferien: Alle machen Urlaub doch du musst arbeiten.
und auch andere Feiertage: du musst arbeiten!


Wenn du jung bist ist es scheisse ausser du hast ne Familie denn dann wirst du vorgezogen.Am Anfang macht es dir vielleicht nicht viel aus aber ich glaube mit der Zeit dann schon. Immer fragst du dich ob du dann frei bekommst und kannst auch nie wirklich planen.

Der Gehalt ist nicht dementsprechend Gross und hast wirklich vieles zu zun..und es ist nicht nur körperlich streng sondern auch psychisch!!!

Wenn ein Bewohner die ganze Toilette vollscheisst und dann mit den Händen den ganzen Boden und die Wände noch einschmiert und du dass alles noch putzen musst und dann noch den Bewohner und dann gehst du nach Hause und riechst nur noch die scheisse und nach scheisse..... kommt dir irgendwann das kotzen...

Oder du kommst Morgends und hast 6 - 8 Bewohner zu pflegen...und 2-3 davon zu duschen... ( was für mich keine pflege ist)

das sind nur ein paar sachen..die ich aufgelistet habe..aber ich schreibe aus erfahrung da ich in mehreren altersheimen gearbeitet habe..und die Zustände sind fast überall katastrophal aber das merkt man nicht überall sofort sondern erst nach einiger Zeit........ soooooooooooooo toll ist es nämlich nicht!




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23. Januar 2007 um 18:20
In Antwort auf cynthia936

Hahaha
Neujahr: Alle deine Freunde und Familie feiern - du arbeitst
Weihnachten: Alle deine Freunde und Familie feiern - du arbeitst
Oster: Alle deine Freunde und Familie feiern - du arbeitst
Wochenende: Alle deine Freunde feiern - du arbeitst
Sommerferien: Alle machen Urlaub doch du musst arbeiten.
und auch andere Feiertage: du musst arbeiten!


Wenn du jung bist ist es scheisse ausser du hast ne Familie denn dann wirst du vorgezogen.Am Anfang macht es dir vielleicht nicht viel aus aber ich glaube mit der Zeit dann schon. Immer fragst du dich ob du dann frei bekommst und kannst auch nie wirklich planen.

Der Gehalt ist nicht dementsprechend Gross und hast wirklich vieles zu zun..und es ist nicht nur körperlich streng sondern auch psychisch!!!

Wenn ein Bewohner die ganze Toilette vollscheisst und dann mit den Händen den ganzen Boden und die Wände noch einschmiert und du dass alles noch putzen musst und dann noch den Bewohner und dann gehst du nach Hause und riechst nur noch die scheisse und nach scheisse..... kommt dir irgendwann das kotzen...

Oder du kommst Morgends und hast 6 - 8 Bewohner zu pflegen...und 2-3 davon zu duschen... ( was für mich keine pflege ist)

das sind nur ein paar sachen..die ich aufgelistet habe..aber ich schreibe aus erfahrung da ich in mehreren altersheimen gearbeitet habe..und die Zustände sind fast überall katastrophal aber das merkt man nicht überall sofort sondern erst nach einiger Zeit........ soooooooooooooo toll ist es nämlich nicht!




@Cynthia
Kann man erfahren warum du Überhaupt in einem Altenheim gearbeitet hast.
Ehrlich gesagt ich hatte viele solche Kollegen und Innen die das gleiche Denken aufweisen wie du.
Meiner Ansicht waren diese fehl am Platz.

Natürlich Stressig.
Keine Frage. Aber dieser Beruf hat auch seine guten Seiten. Ich hatte viele Lieblingsopis und Omis. Die Arbeit mit "denen" hat mir zum grössten Teil Spass gemacht.
Auch wenn Sie mal die Toilette vollkackten.
Aber so schlimm wie du es beschreibst ists sicher nicht.

Auch du kommst mal rein, keine Sorge

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24. Januar 2007 um 11:02
In Antwort auf cynthia936

Hahaha
Neujahr: Alle deine Freunde und Familie feiern - du arbeitst
Weihnachten: Alle deine Freunde und Familie feiern - du arbeitst
Oster: Alle deine Freunde und Familie feiern - du arbeitst
Wochenende: Alle deine Freunde feiern - du arbeitst
Sommerferien: Alle machen Urlaub doch du musst arbeiten.
und auch andere Feiertage: du musst arbeiten!


Wenn du jung bist ist es scheisse ausser du hast ne Familie denn dann wirst du vorgezogen.Am Anfang macht es dir vielleicht nicht viel aus aber ich glaube mit der Zeit dann schon. Immer fragst du dich ob du dann frei bekommst und kannst auch nie wirklich planen.

Der Gehalt ist nicht dementsprechend Gross und hast wirklich vieles zu zun..und es ist nicht nur körperlich streng sondern auch psychisch!!!

Wenn ein Bewohner die ganze Toilette vollscheisst und dann mit den Händen den ganzen Boden und die Wände noch einschmiert und du dass alles noch putzen musst und dann noch den Bewohner und dann gehst du nach Hause und riechst nur noch die scheisse und nach scheisse..... kommt dir irgendwann das kotzen...

Oder du kommst Morgends und hast 6 - 8 Bewohner zu pflegen...und 2-3 davon zu duschen... ( was für mich keine pflege ist)

das sind nur ein paar sachen..die ich aufgelistet habe..aber ich schreibe aus erfahrung da ich in mehreren altersheimen gearbeitet habe..und die Zustände sind fast überall katastrophal aber das merkt man nicht überall sofort sondern erst nach einiger Zeit........ soooooooooooooo toll ist es nämlich nicht!




@Cynthia
Da kann man nur hoffen, dass du inzwischen eine andere Beschäftigung gefunden hast.

Gerade Leute mit der Einstellung führen nämlich zu kathastrophalen Bedingungen in den Altenheimen.

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24. Januar 2007 um 17:17
In Antwort auf avril_12237917

@Cynthia
Da kann man nur hoffen, dass du inzwischen eine andere Beschäftigung gefunden hast.

Gerade Leute mit der Einstellung führen nämlich zu kathastrophalen Bedingungen in den Altenheimen.

Man kann nur hoffen
@Kleene
Richtig. Diese Mitarbeiterinnen werden meist nach kurzer Zeit erkannt und ins Abseits geschoben
Denke auch das für Sie dieser Beruf nichts ist bzw evtl hat Sie Ihn aus der Not gewählt. Halt falsch gewählt.

Man kann nur hoffen das Sie den Alten erspart bleibt

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29. Januar 2007 um 6:50
In Antwort auf istvan_12240700

@Cynthia
Kann man erfahren warum du Überhaupt in einem Altenheim gearbeitet hast.
Ehrlich gesagt ich hatte viele solche Kollegen und Innen die das gleiche Denken aufweisen wie du.
Meiner Ansicht waren diese fehl am Platz.

Natürlich Stressig.
Keine Frage. Aber dieser Beruf hat auch seine guten Seiten. Ich hatte viele Lieblingsopis und Omis. Die Arbeit mit "denen" hat mir zum grössten Teil Spass gemacht.
Auch wenn Sie mal die Toilette vollkackten.
Aber so schlimm wie du es beschreibst ists sicher nicht.

Auch du kommst mal rein, keine Sorge

Ähhmm..
Ich sage nur die Wahrheit..ich habe mit 15 Jahre angefangen in Pflegeheimen zu arbeiten und als "junges Mädel" hast du es einfach schwierig weil es viele Nachteile gibt und Mütter mit Kindern vorgezogen werden.

Was ich schreibe ist REALITÄT!
Ich habe nicht gesagt dass es nur schlechtes gibt, es gibt auch schöne Sachen..aber ich wollte damit deutliche machen dass es nicht so easy ist wie manche denken: Man guckt tv, singt einwenig,macht noch nen spaziergang... Neeeee so ist es nicht!


Es ist streng und es wird immer schlimmer......

Viele pflegebedürftige Bewohner - viel zu wenig Personal!
Nur weil ich offen meine Meinung dazu sage bin ich nicht schlecht und tue solchen Menschen nichts an (will ich klar stellen)

Aber man wird ausgenützt und dies behaupte ich nicht weil ich gerade mal in einem Pflegeheim gearbeitet habe sondern weil ich viel umgezogen bin (berufe der Eltern) und somit in vielen Pflegehimen gearbeitet habe!

Viele Mitarbeiter sind gestresst und man wird öfters Krank und ausserdem hat man fast keine Zeit mehr für die Pflegebedürftigen Menschen..in der schule heisst es immer wieder pro Bewohner ca. 45 min..dass ich mich nicht tot lache.Man muss es manchmal auch in 10 min schaffen!!!
Und ich sage es nochmals..dass ist für mich keine Pflege!!!!

Ihr könnt einem unterstellen was ihr wollt - aber ich sage die Wahrheit!

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29. Januar 2007 um 10:37
In Antwort auf cynthia936

Ähhmm..
Ich sage nur die Wahrheit..ich habe mit 15 Jahre angefangen in Pflegeheimen zu arbeiten und als "junges Mädel" hast du es einfach schwierig weil es viele Nachteile gibt und Mütter mit Kindern vorgezogen werden.

Was ich schreibe ist REALITÄT!
Ich habe nicht gesagt dass es nur schlechtes gibt, es gibt auch schöne Sachen..aber ich wollte damit deutliche machen dass es nicht so easy ist wie manche denken: Man guckt tv, singt einwenig,macht noch nen spaziergang... Neeeee so ist es nicht!


Es ist streng und es wird immer schlimmer......

Viele pflegebedürftige Bewohner - viel zu wenig Personal!
Nur weil ich offen meine Meinung dazu sage bin ich nicht schlecht und tue solchen Menschen nichts an (will ich klar stellen)

Aber man wird ausgenützt und dies behaupte ich nicht weil ich gerade mal in einem Pflegeheim gearbeitet habe sondern weil ich viel umgezogen bin (berufe der Eltern) und somit in vielen Pflegehimen gearbeitet habe!

Viele Mitarbeiter sind gestresst und man wird öfters Krank und ausserdem hat man fast keine Zeit mehr für die Pflegebedürftigen Menschen..in der schule heisst es immer wieder pro Bewohner ca. 45 min..dass ich mich nicht tot lache.Man muss es manchmal auch in 10 min schaffen!!!
Und ich sage es nochmals..dass ist für mich keine Pflege!!!!

Ihr könnt einem unterstellen was ihr wollt - aber ich sage die Wahrheit!

Habe nach langer Zeit mal wieder reingeschaut...
und ich bin überrascht wie sich die Diskussion hier entwickelt hat.

Klar hat Cynthia936 in manchen Dingen schon recht. Ich stimme ihr vollkommen zu, wenn sie sagt, das ein absoluter Personalmangel herrscht, und man nicht die Zeit für die Bewohner hat, die angemessen ist.
Häufig ist es so, das die Einrichtungen sich mit Schülern, Praktikanten und Hartz IV- Kräften behelfen, statt qualifiziertes Personal einzustellen. In diesem Zusammenhang braucht man sich nicht wundern, wenn der Pflegeberuf in der Öffentlichkeit so negativ angesehen wird.

Aber andererseits ist das auch von Haus zu Haus verschieden, und man sollte nicht alle über einen Kamm scheren.

Das wir in der Altenpflege auch an Sonn- und Feiertagen arbeiten müssen, wenn andere frei haben, haben wir aber auch vorher gewussst. Und wenn das etwas ist, was nicht zu meinem Lebensstil oder meiner Lebenserwartung passt, dann sollte man den Beruf erst gar nicht ergreifen.

Ich bin der Meinung es liegt viel an uns Pflegekräften. WIR sind diejenigen die ganz nah am Bewohner dran sind, und nur wir allein können GEMEINSAM vielleicht etwas verändern.
Damit meine ich zunächst einmal kleine Veränderungen im Stationsalltag und Ablauf. Es gibt immer Zeitnischen die man nutzen kann, um etwas schönes mit den Bewohnern zu machen. Und sei es halt nur ein Lied singen, oder die tägliche Zehn-Minuten-Aktivierung.
Wenn man als Team den Wunsch hat, seinen Bewohnern gerecht zu werden, und sich gemeinsam dafür einsetzt, hat man auch gute Chancen, das es klappt.

Unsere Wohnbereichsleitung steht da voll und ganz hinter uns. Sie kämpft für uns um Personal, da können wir uns ganz sicher nicht beklagen. Wir arbeiten im Frühdienst oft zu 5- 6 und im Spätdienst zu 3-4. Da bleibt genug Zeit für einen Besuch auf dem Markt, ein Brettspiel, einen Sing- oder Gymnastikkreis, oder einen Ausflug.

Aber letztendlich sollten wir nicht vergessen, das primär die pflegerische Versorgung der Bewohner im Vordergrund steht.

Trotzdem ist meine Meinung zu Cynthia936- auch wenn sie vielleicht sauer ist, wenn sie das liest- das sie einen anderen Beruf ausüben sollte. Da wäre ihr, und ganz sicher auch den Bewohnern mit geholfen. Denn so eine negative Einstellung färbt ganz sicher ab, und kann ganz leicht ein ganzes Team herunterziehen.
Und zum Thema Ausnutzen: es gibt immer einen der ausnutzt und einen anderen der sich ausnutzen läßt.

Gruß, Billy1012

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