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Arbeit frisst mich innerlich auf

31. Januar um 22:23 Letzte Antwort: 4. Februar um 2:34

Guten Abend liebe Community!

Mir ist bewusst, dass es schon etwas spät ist, jedoch brauche ich dringend euren Rat:

Wie ihr dem Titel entnehmen könnt, geht es um mein Berufsleben. Vorab sei gleich erwähnt, dass ich 22 Jahre alt (jung) bin. Dies scheint mir erwähnenswert zu sein, da mein Problem eventuell manchen sauer aufstoßen wird. Nun meine Geschichte vorab;

Wie gesagt bin ich 22, bin mit meinem Freund seit 4 Jahren zusammen und seit 1 Jahr leben wir gemeinsam in einer Wohnung. Privat könnte es nicht besser laufen - von daher gibt es keine Probleme. Mein Partner und ich führen in Anbetracht der heitigen Zeit einen etwas "altmodischen" Lebensstil. Das heißt, ich schmeiße den Haushalt + jeden Tag Kochen (wobei ich das natürlich auch für mich mache) und er zahlt hingegen sämtliche Rechnungen und spendiert mir Sachen. Dabei spreche ich nicht von irgendwelchem Krempel sondern Kleidung, Friseur ect.. 

Wahrscheinlich wider der meisten Erwartungen eurerseits mache ich das alles wirklich verdammt gern. Ich liebe es mich auf diese Art und Weise mich um ihn zu kümmern und es schön zu haben. Genau dass ist auch mein "Problem." Zur Zeit arbeite ich Vollzeit im Büro und hasse es wie die Pest. Es mag sich dumm anhören, aber ich habe Angst bzw. inzwischen wahrlich den Anschein, als wäre ich für Arbeit nicht geschaffen. Ich sitze wie auf Kohlen, weil ich enorme Angst vor Fehlern habe. Es vergeht kein Tag wo ich nicht angemeckert werde eben weil mir ein Fehler passiert. Die meisten werden mir raten, einen anderen Job zu suchen doch ist dies mein 3. in zwei Jahren. Diese extreme Nervosität verspüre ich absolut immer und habe aus diesem Grund immer nach ein paar Monaten die Flucht ergriffen, sobald die morgendlichen Bauchschmerzen bezüglich der Arbeit begannen.

Nun werden mich die meisten als zurückgeblieben oder verweichlicht sehen aber am liebsten würde ich in den 60ern leben wo man als Frau diese Art von Sorgen selten kannte, weil sie zu Hause war. (Ich bin mir durchaus aus ALLEN Facetten des damaligem Lebens bekannt und romantisiere diese nicht) 

Jeden Tag von 8 bis 17:00 im Büro zu versauern macht mich fertig. Ich habe mit meinem Partner schon darüber gesprochen doch meinte dieser dass er mir gerne ermöglchen würde, zu Hause zu bleiben, allerdings muss er dazu erst Befördert werden. Er ist Polizist und in 2 Jahren wird er dort aufsteigen. Ich weiß nicht mehr weiter. Mit meiner Mutter habe ich auch schon darüber gesprochen doch hat diese nicht wirklich eine Meinung dazu. Wohlgemerkt ist sie insgesamt 4 jahre Arbeiten gegangen - dann kam ich und musste nie wieder arbeiten gehen. Mein Partner und ich wollen ab nächstes Jahr auch ein Kind, jedoch wissen wir natürlich nicht was in einem Jahr sein wird und ein Kind unterjubeln steht absolut nicht zur Debatte!

Für euren Rat und bitte keine Beleidigungen wäre ich wirklich sehr dankbar

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31. Januar um 22:45

Deine Gedankengänge sind dein Untergang. Du rennst vor der Arbeit weg. Schnell ein Kind, um einen Mann kümmern, bloß nicht arbeiten gehen. Was machst du wenn dein Partner nicht mehr ist? Ihr euch trennt? Was dann? Du kannst nichts! Bitte denke weiter! Unbedingt!!!!!! Der Aufprall wird unglaublich hart. Besonders um das Kind. Unverantwortlich! Arbeite an dir und der Einstellung. Jeder Arbeitnehmer macht Fehler. Jeder bekommt Ärger. Ganz normal! Herzlich willkommen in der Realität 

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4. Februar um 2:26

Ich bin auch der Meinung, dass du unbedingt an deiner Arbeitseinstellung was ändern musst. Ich selbst bin 28 und kann dir vom Leben einer meiner Freundinnen berichten, mit der ich studiert habe. Sie hat den Master mit 1,1 abgeschlossen und wird niemals richtig arbeiten. Direkt nach dem Studium haben ihr Freund und sie geheiratet, es war auch ein Kind geplant. Niemand hätte gedacht, dass sie schon 3 Wochen nach Absetzen der Pille schwanger wird, doch genau das ist passiert. Dann ging alles rasend schnell, sie haben geheiratet, ein Haus in einem kleinen Ort gekauft (für das der Vater ihres Mannes bei der Bank gebürgt hat, weil beide kein Geld hatten) und 9 Monate später kam das Kind.

Bis dahin hatte sie ab und zu noch kleine Nebenjobs, seit dem ersten Kind ist sie komplett zuhause. Nur 1 Jahr später war sie erneut schwanger. Jetzt ist an Arbeit ohnehin nicht mehr zu denken, sie ist nur zuhause und kümmert sich um Mann und die 2 Kinder.

ihr Mann macht gerade eine Fortbildung, verdient ein bisschen Geld. Wenn sein Vater nicht alle paar Monate eine großzügige finanzielle "Spende" überweisen würde, würden sie kaum über die Runden kommen. Über jede Anschaffung denken sie 10x nach.

Sie ist von ihrem Mann vollkommen abhängig, vor allem finanziell. Sie bekommt etwas Elterngeld und Kindergeld, mehr nicht.

Vor kurzem hatte ihr Mann nach nur 2,5 Jahren Ehe fast eine Affäre mit einer Kollegin. Meine Freundin kann sich nicht einmal trennen, weil sie das wegen der 2 kleinen Kinder und dem Haus nicht kann. Gearbeitet hat sie bisher eigentlich nie und wird sie vermutlich auch nicht mehr. Zumindest wird es sehr schwer, noch einen Job zu finden, wenn man direkt nach dem Studium schwanger geworden ist und seitdem nur Hausfrau und Mutter war.

Ich weiß, dass sie gerne Mutter ist und ihr Haus mag. Aber ich bin sehr froh, dass ich mein eigenes Geld verdiene, mir auch mal etwas gönnen kann und nicht von meinem Partner abhängig bin. Meine Freundin wiederum zahlt nicht einmal Beiträge in die Rentenversicherung ein, sie wird es auch im Alter schwer haben.

überleg dir bitte, ob du sowas willst. Ich möchte mit meiner Freundin nicht tauschen. 

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4. Februar um 2:34

Was meiner Freundin übrigens auch fehlt, sind soziale Kontakte. Das unterschätzt man vermutlich auch oft, denn mit Kindern trifft man maximal Mütter aus der Krippe und dann wird auch nur über die Kinder geredet, weil sonst ja nichts anderes passiert. Meine Freundin hockt den ganzen Tag mit den 2 Kindern zuhause und wartet auf ihren Mann, der abends kommt. Sie erlebt da nichts, trifft maximal vllt eine andere Mutter aus der Krippe, aber lebt irgendwie vollkommen isoliert vom richtigen Leben. Wenn ich ihr erzähle, wie es im Büro so ist, dann kennt sie das gar nicht, sie ist da leider echt weltfremd. Das solltest du auch mal bedenken... ob das was für dich ist, dich nur über deine Kinder auszutauschen, weil du sonst nichts anderes erlebst. 

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