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Arbeit wechseln oder unglücklich bleiben???

5. Februar 2013 um 8:52

Hallo zusammen,

ich brauche dringend einen Rat
Zum Hintergrund:

Ich bin 25 Jahre alt und habe bereits 2 Ausbildungen absolviert.
Erste als Informatikkauffrau, zweite als Metzger.
Bei der Firma, bei der ich die erste Ausbildung absolviert habe, wollte mich der Chef übernehmen. Da ich mich aber bereits dazu entschlossen hatte, eine Metzgerausbildung zu machen, konnte er mich nicht umstimmen in der Firma zu bleiben.
Die Metzgerausbildung wollte ich machen, da meine Eltern ein Familienunternehmen führen, das schon lange lange besteht und ich mich nicht in ein paar Jahren ärgern würde, irgendwas verpasst zu haben
Im Jahr meiner Abschlussprüfung von der Metzgerausbildung nahm mein ehemaliger Chef wieder Kontakt zu mir auf und bot mir eine Stelle an.
Ich wollte jedoch sofort nach meiner Ausbildung meinen Metzgermeister (Vollzeit für 3 Monate) machen, war aber trotzdem an der Stelle, die mir angeboten wurde interessiert
Schließlich, dachte ich mir, wäre es nicht schlecht, nochmal in diesem Beruf ein bisschen Erfahrung zu sammeln, denn mein Leben lang als Metzger zu schuften (falls das Familienunternehmen den Bach runterginge), konnte und kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen
Also schlug ich meinem ehemaligen Chef einen Deal vor: Ich würde wieder anfangen bei ihm zu arbeiten, dafür ginge ich aber noch 3 Monate in unbezahlten Urlaub und mache meinen Meister.
Er stimmte tatsächlich zu! Ich hab mich irre gefreut: keine so anstrengende Arbeit mehr, nicht mehr so früh aufstehen, Gleitzeit, 5 Wochenstunden weniger, viel mehr Urlaub und einfach Unabhängigkeit. Und natürlich kannte ich alle Kollegen bereits von früher und mag sie auch recht gern.
Ab 1.08. 2012 fing mein Arbeitsvertrag an zu laufen! Und ab 01.09. war ich schon wieder weg bis zum 10.12.2012. Im Dezember arbeitete ich dann ca. 2 Wochen bevor ich in bezahlten Urlaub über Weihnachten geschickt wurde.
Und seit 07. Januar sitze ich jetzt wieder in der IT und bin nur noch genervt Der Umgang unter den Kollegen ist schlecht geworden, keiner hat Zeit für mich und auf Anfrage wegen Schulungen meinerseits werde ich nur abgewiesen sie hätten keine Zeit und Besseres zu tun
Ist ja schön, wenn man keine Einweisung bekommt und dann eigentlich nie wirklich was machen kann Ab und zu hab ich schon zu tun, aber die Welt ist das nicht. Es nervt mich eigentlich nur Die Arbeit ist langweilig und als Metzger war ich ständig beschäftigt und der Tag verging wie im Flug
Und die Kollegen ziehen auch den ganzen Tag ein Gesicht und sind schlecht gelaunt, was ich nicht vertragen kann! Ich bin ein gut gelaunter Mensch, der morgens eigentlich aufsteht und nicht sagt ich hab heut keinen Bock auf Arbeit Aber seit ich hier bin gehts mir so!
Ist ja schön, viel Geld für wenig tun zu bekommen, aber es macht mich echt fertig.
Abends hab ich dann richtig schlechte Laune und lass das alles an den Leuten aus, die am Wenigsten für meine ganze Misere können.
Ich sitz da und mir kommen teilweise schon in der Arbeit die Tränen. Dabei bin ich nicht wirklich auf den Mund gefallen bzw. ultra-hoch-sensibel!!!!
Ich habe meinen Vater auch schon gefragt, ob er mich wieder einstellen würde. Er würde sich natürlich wahnsinnig darüber freuen!
Aber was soll ich machen? Die Leute hier denken ich arbeite hier fest und bleibe hier! Aber ich hab einfach keine Lust mehr ständig nachzufragen, was ich tun kann etc.!
Meine Probezeit ist natürlich seit Januar auch vorbei
Soll ich kündigen? Wieder bei meinem Vater einsteigen??
Da ist das Geld natürlich nicht so locker verdient, aber ich hätte was zu tun und könnte nachts schlafen (schlaflose Nächte sind bei mir momentan Standard!)
Ich bin nur noch genervt, schlecht gelaunt und weinerisch.
Meinem Vater springen Mitte dieses Jahres wahrs. Auch noch 2 Metzger aufgrund von Fortbildungsmaßnahmen weg und es ist wirklich schwer gute Mitarbeiter in diesem Bereich zu finden.
Unglücklich würde mich wohl bei der Metzger-Arbeit z.B. Urlaubsangelegenheiten machen: Ich kann mir nicht einfach mal schnell nen Tag frei nehmen und mit meinem Freund z.B. über Weihnachten wegfliegen. Das ist unmöglich
Was würdet ihr an meiner Stelle tun?
Kündigung wäre sogar schon verfasst.

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6. Februar 2013 um 10:02

Naja...
Mein Problem ist, dass ich eigentlich nicht der Typ bin, etwas anzufangen und dann nicht zu machen. Mein Chef in der IT zählt eigentlich auf mich, da ich eine Stelle besetzen werde, bei der jemand in Rente geht..
aber ich kann mich einfach nicht damit identifizieren.
Zudem will ich meine Kollegen nicht enttäuschen, mit denen ich mich privat eigentlich wunderbar verstehe, aber hier hab ich das Gefühl, dass ich der Fußabtreter schlechthin bin und immer weggeschoben werde, wenn ich was lernen will, und darauf hab ich keine Lust mehr!!

Verstehst Du, was ich meine? Auch wenn ich keinem zu irgendwas verpflichtet bin, kann ich einfach nicht aus meiner Haut. Ich fühle mich schlecht...
Ich werde hier ein bisschen angelernt, dann hab ich einen "Schreibtisch" bekommen, der mehr oder weniger am Gang steht (schrecklich beschissener Sitzplatz - wie ein Vollhorst), aber die Verkabelung ein schrecklicher Aufwand war und da schon zu mir gesagt wurde "Dir ist ja wohl klar, dass Du nie wieder kündigen darfst"... und diese Woche wurde dann auch noch Büromaterial für mich bestellt und ein Schreibtischstuhl etc....

Ich weiß, dass ich in solchen Sachen richtig richtig feige bin, aber ich fühle mich trotzdem irgendwie verpflichtet....
Komme mir so wahnsinnig blöd vor...

Aber was tun, wenn's einfach nicht passt?!

Nur ob dann nicht auch noch die Freundschaften flöten gehen, weiß ich nicht..

Was meint ihr, wie ich vorgehen sollte, wenn ich kündige: Sollte ich das meinen Kollegen sagen? Wenn ja, wann und wie?? Bzw. wie "übersteht" man dann noch den einen Monat nach der Kündigung??
Und das Dumme ist, wenn ich im Februar kündigen würde, müsste ich das genau in der Woche tun, in der mein Vorgesetzter Urlaub hat...

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6. Februar 2013 um 12:25

Die Stelle angenommen...
hatte ich aus dem Grund, dass ich Berufserfahrung sammeln kann, um nicht vollkommen vom metzgern abhängig zu sein - was, wenn der Betrieb mal nicht mehr läuft?! man weiß sowas ja in der heutigen Zeit nie?!

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26. April 2013 um 7:19

Eine sehr hilfreiche Antwort
auch deine Schuhe hatten mal ein Gesicht. Oder läufst du das ganze Jahr barfuß?

Metzger ist ein sehr ehrenwerter beruf. Und eine Schweinshaxe ziehe ich jedem Müsli oder Salatteller vor.

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28. April 2013 um 11:20

Lieber...
bin ich selbst der Schlächter, als in den Supermarkt zu rennen, in denen was weiß ich wie viele Tonnen an Pferdefleisch oder sonst was verarbeitet werden und die Tiere geschlagen und schlecht behandelt werden!

Gleich mit so einer feindlichen Ansicht gegen "normale" Menschen vorzugehen finde ich ehrlich gesagt abnormal!

Lieber pubaer 85: Du solltest Dir mal Gedanken über Dich selbst machen, wenn Du Deine Leute um Dich herum nur ausmachst nach dem, was sie zB. essen.

Jeder Mensch ist anders und was mich betrifft: Hör einfach auf Dir das von mir durchzulesen und behalte solche Kommentare für Dich, denn auf sowas kann ich sicher verzichten, weil ich mich nicht als "Mörder" betrachte!!!

Ich mag Tiere sehr und bei uns werden sie jeder zeit nur gut behandelt im Gegensatz zu irgendwelchen anderen Organisationen!

Und die Leute, die hier schon mit Steinen um sich werfen sind im normalen Leben keinen Deut besser!

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28. April 2013 um 15:32

Wie du
Sicher nicht in meinem text lesen kannst sage ich "dass es sooo positiv" ist-also was soll das? Ursprünglich ging es in dieser diskussion nicht darum "ist es gut oder schlecht metzger zu sein" sondern lediglich um eine arbeitsstelle.

Deswegen sind die kommentare auch schier unpassend

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25. Mai 2013 um 0:19
In Antwort auf lance_11953864

Naja...
Mein Problem ist, dass ich eigentlich nicht der Typ bin, etwas anzufangen und dann nicht zu machen. Mein Chef in der IT zählt eigentlich auf mich, da ich eine Stelle besetzen werde, bei der jemand in Rente geht..
aber ich kann mich einfach nicht damit identifizieren.
Zudem will ich meine Kollegen nicht enttäuschen, mit denen ich mich privat eigentlich wunderbar verstehe, aber hier hab ich das Gefühl, dass ich der Fußabtreter schlechthin bin und immer weggeschoben werde, wenn ich was lernen will, und darauf hab ich keine Lust mehr!!

Verstehst Du, was ich meine? Auch wenn ich keinem zu irgendwas verpflichtet bin, kann ich einfach nicht aus meiner Haut. Ich fühle mich schlecht...
Ich werde hier ein bisschen angelernt, dann hab ich einen "Schreibtisch" bekommen, der mehr oder weniger am Gang steht (schrecklich beschissener Sitzplatz - wie ein Vollhorst), aber die Verkabelung ein schrecklicher Aufwand war und da schon zu mir gesagt wurde "Dir ist ja wohl klar, dass Du nie wieder kündigen darfst"... und diese Woche wurde dann auch noch Büromaterial für mich bestellt und ein Schreibtischstuhl etc....

Ich weiß, dass ich in solchen Sachen richtig richtig feige bin, aber ich fühle mich trotzdem irgendwie verpflichtet....
Komme mir so wahnsinnig blöd vor...

Aber was tun, wenn's einfach nicht passt?!

Nur ob dann nicht auch noch die Freundschaften flöten gehen, weiß ich nicht..

Was meint ihr, wie ich vorgehen sollte, wenn ich kündige: Sollte ich das meinen Kollegen sagen? Wenn ja, wann und wie?? Bzw. wie "übersteht" man dann noch den einen Monat nach der Kündigung??
Und das Dumme ist, wenn ich im Februar kündigen würde, müsste ich das genau in der Woche tun, in der mein Vorgesetzter Urlaub hat...

Kündige!!
Ganz ehrlich: Kündige!! Du erinnerst mich irgendwie ein bisschen an mich und ich denke, dass dein "Problem" ganz einfach jenes ist, dass du ein zuverlässiger und pflichtbewusster Mensch bist und andere nicht enttäuschen willst. Tatsache ist aber, dass der Arbeitsplatz (nicht mehr) deinen Vorstellungen entspricht. Ich würde das deinem Chef höflich aber klar sagen und kündigen. Es ist dein Leben und DU musst dich wohl fühlen. Denkst du, dass es besser wäre, wenn du bleibst, es dir schlecht geht und du das alles in ein paar Jahren bereust? Sei nicht feig! Ich weiß, dass so etwas immer unangenehm ist. Ich war selbst schonmal in einer ähnlichen Lage und hab gedacht wie du. Es ist aber so, dass gerade im Job jeder irgendwie ersetzbar ist (sorry). Du hast ja eine Kündigungsfrist und er kann jemand neuen suchen. Du richtest, denke ich, auch in der Firma mehr schaden an, je länger du bleibst und dann gehst.

Ich würd deinem Chef sagen, dass du ihm dankbar bist für die Chance, aber dass es für dich einfach nicht passt. Wird viell. ein etwas unangenehmes Gespräch, aber alles im Leben geht vorbei. Im Nachhinein wirst du erleichtert sein!

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