Forum / Job & Karriere

Arbeiten vs Zuhause bleiben

Letzte Nachricht: 6. Mai um 9:07
28.04.21 um 20:01

Hallo liebe Forenmitglieder,
ich hätte mal eine generelle Frage an Familien bei denen ein Elternteil Arbeiten geht und das andere Elternteil Kinder und Haushalt großzieht btw. versorgt.
Wie geht es euch damit? Seid ihr oft neidisch (oder unzufrieden) auf den Partner, weil dieser arbeiten gehen bzw in die andere Richtung immer zu Hause bleiben darf, um die Kinder groß zu ziehen?
Ich stelle mir die Frage recht oft, da man ja nicht ständig die Rollen drehen kann.
Würde mich freuen ein paar Erfahrungen zu hören.
Viele Grüße

Mehr lesen

29.04.21 um 7:39

wir Menschen neigen dazu, das zu wollen, was wir gerade nicht haben

Dennoch, es hält und hielt sich bei uns im Rahmen. Mein Mann war sicher öfter neidisch darauf, dass ich arbeiten gehe, ich eigentlich nur an den Tagen wo das aufstehen früh mal wieder zäääääääääääääääääääähhhhhhhhhhh war. Aber alles in allem passt das schon so.

Gefällt mir

05.05.21 um 13:47

Man kann auch von zu Hause aus arbeiten!

Gefällt mir

05.05.21 um 19:04
In Antwort auf

Man kann auch von zu Hause aus arbeiten!

klar. Aber mit Kleinkindern nicht.

Gefällt mir

Kannst du deine Antwort nicht finden?

05.05.21 um 20:48

Darum habe ich die Frage extra so formuliert, dass ein Elternteil zu Hause ist und Kinder großzieht und Haushalt übernimmt. Da steht nichts von zu Hause aus arbeiten 

Gefällt mir

05.05.21 um 23:30

Ich melde mich mal zu Wort, obwohl ich Single bin. Ich kenne die Thematik aber aus meiner Familie bzw. rückblickend aus einer Kindheit.

Es war damals noch üblich, dass der Mann arbeiten ging und die Frau für Haushalt und Kinder zuständig war. Und ehrlich gesagt, ganz so schlecht war das nicht!

Wir hatten nicht alles und mußten auf vieles verzichten, was heute undenkbar wäre, aber man hat sich nichts dabei gedacht. Wir hatten z.B. kein Auto, es gab nur ein Waschbecken in der Küche, weder Badewanne noch Dusche. Aktuelle Modetrends waren kein Thema und und und...aber meine Mutter hatte mit Haushalt, Garten ud Kind mehr zu tun als in einem 38-Stunden-Job...Noch heute bin ich dankbar für die Zeit, die sie für mich hatte und jetzt mit 92 als Pflegefall bin ich für sie da und schiebe sie nicht in ein Heim ab!

Die Zeiten haben sich geändert, aber ich finde dass der "Beruf" Hausfrau und Mutter heute zu gering geschätzt wird. Niemand sollte sich dafür schämen müssen, auch wenn es finanziell nichts einbringt...aber es war nicht so schlecht, auf finanzielle Dinge verzichten zu müssen, aber Wärme zu spüren!

Alle meine Freunde und ich waren nie in einem Kindergarten, unsere Mütter hatten Zeit für uns! Wir konnten lesen und schreiben, bevor wir in die Schule kamen...neulich habe ich gehört, dass viele Kinder nicht mehr schwimmen können...Auch Werte wurden uns beigebracht, Pflanzen und Tiere und zu achten, Mobbing war ein Fremdwort und psychologische Betreuung brauchten wir nicht!

Es war nicht alles schlecht an der guten alten Zeit

Was ich im Grunde genommen sagen will: Niemand (ob Frau oder Mann) soll sich irgendwie schlecht fühlen, weil er nicht Geld verdient...Geld ist zu einem gewissen Maß nötig, aber es ist nicht alles! 

Gefällt mir

06.05.21 um 9:07

Also ich bin Hausfrau und Mutter und mein Mann und ich haben uns ganz bewusst dafür entschieden. Wir bereuen die Entscheidung nicht, doch mein Mann hätte gerne mehr Zeit mit den Kindern, vor allem mit dem Großen. Der findet es auch nach mehr als einem Jahr Homeoffice immer noch total blöd, dass Papi zwar da ist, aber nicht immer mit ihm spielen kann. An Tagen, an denen die Kinder zu Hause sind, nimmt sich mein Mann jetzt immer extra Spielzeit z. B. nach dem Mittagessen und das kommt sehr gut an.
Ich bereue die Entscheidung zu Hause zu bleiben nicht. Wir waren so ziemlich die letzten im Freundeskreis und bei den Kollegen, die Kinder bekommen haben. Wir haben es bei anderen gesehen, was für ein Extrastress es mit sich bringt, wenn beide Eltern nach einem Jahr oder auch teilweise wesentlich früher wieder arbeiten. In unserem Fall gab es auch keine finanziellen Einschränkungen, da mein Mann sehr gut verdient und wir uns somit wirklich frei entscheiden konnten, was wir für unsere Familie wollten. Diesen Luxus haben nicht viele Familien, auch wenn die Politik und Gesellschaft gerne von angeblicher Wahlfreiheit spricht. Die Realität sieht leider anders aus. Wir kennen sogar 2 Fälle, wo die Väter die Firmen gewechselt haben, weil sie von ihren Chefs so runtergeputzt wurden, nur weil sie sich die "Frechheit" rausgekommen haben, mehr als die 2 Monate Elternzeit zu nehmen! 
Persönlich finde ich ja gerade die Zeit zwischen dem 1. und 2. Geburtstag am interessantesten, weil die Kinder da laufen und sprechen anfangen. Das alles habe ich live miterlebt und habe es dann auch immer meinem Mann erzählen können. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Eltern beim Abholen von der Kita auch so viele Informationen über den Tag ihres Kindes bekommen.
Für uns ist es immer noch eine gute Entscheidung gewesen und wir bereuen es nicht, auch weil mein Mann sehr flexibel und lange Elternzeit nehmen konnte und wir auch da wirklich unsere Vorstellungen und Wünsche umsetzen konnten. Wir haben da einfach richtig Glück, dass wir so viele Möglichkeiten haben und fast keine Einschränkungen. 

 

Gefällt mir