Forum / Job & Karriere

Arbeiten vs Zuhause bleiben

Letzte Nachricht: 19. Mai um 8:57
T
tiffany1983
28.04.21 um 20:01

Hallo liebe Forenmitglieder,
ich hätte mal eine generelle Frage an Familien bei denen ein Elternteil Arbeiten geht und das andere Elternteil Kinder und Haushalt großzieht btw. versorgt.
Wie geht es euch damit? Seid ihr oft neidisch (oder unzufrieden) auf den Partner, weil dieser arbeiten gehen bzw in die andere Richtung immer zu Hause bleiben darf, um die Kinder groß zu ziehen?
Ich stelle mir die Frage recht oft, da man ja nicht ständig die Rollen drehen kann.
Würde mich freuen ein paar Erfahrungen zu hören.
Viele Grüße

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A
avarrassterne3
29.04.21 um 7:39

wir Menschen neigen dazu, das zu wollen, was wir gerade nicht haben

Dennoch, es hält und hielt sich bei uns im Rahmen. Mein Mann war sicher öfter neidisch darauf, dass ich arbeiten gehe, ich eigentlich nur an den Tagen wo das aufstehen früh mal wieder zäääääääääääääääääääähhhhhhhhhhh war. Aber alles in allem passt das schon so.

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K
karladel
05.05.21 um 13:47

Man kann auch von zu Hause aus arbeiten!

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avarrassterne3
05.05.21 um 19:04
In Antwort auf karladel

Man kann auch von zu Hause aus arbeiten!

klar. Aber mit Kleinkindern nicht.

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tiffany1983
05.05.21 um 20:48

Darum habe ich die Frage extra so formuliert, dass ein Elternteil zu Hause ist und Kinder großzieht und Haushalt übernimmt. Da steht nichts von zu Hause aus arbeiten 

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B
bruichladdich
05.05.21 um 23:30

Ich melde mich mal zu Wort, obwohl ich Single bin. Ich kenne die Thematik aber aus meiner Familie bzw. rückblickend aus einer Kindheit.

Es war damals noch üblich, dass der Mann arbeiten ging und die Frau für Haushalt und Kinder zuständig war. Und ehrlich gesagt, ganz so schlecht war das nicht!

Wir hatten nicht alles und mußten auf vieles verzichten, was heute undenkbar wäre, aber man hat sich nichts dabei gedacht. Wir hatten z.B. kein Auto, es gab nur ein Waschbecken in der Küche, weder Badewanne noch Dusche. Aktuelle Modetrends waren kein Thema und und und...aber meine Mutter hatte mit Haushalt, Garten ud Kind mehr zu tun als in einem 38-Stunden-Job...Noch heute bin ich dankbar für die Zeit, die sie für mich hatte und jetzt mit 92 als Pflegefall bin ich für sie da und schiebe sie nicht in ein Heim ab!

Die Zeiten haben sich geändert, aber ich finde dass der "Beruf" Hausfrau und Mutter heute zu gering geschätzt wird. Niemand sollte sich dafür schämen müssen, auch wenn es finanziell nichts einbringt...aber es war nicht so schlecht, auf finanzielle Dinge verzichten zu müssen, aber Wärme zu spüren!

Alle meine Freunde und ich waren nie in einem Kindergarten, unsere Mütter hatten Zeit für uns! Wir konnten lesen und schreiben, bevor wir in die Schule kamen...neulich habe ich gehört, dass viele Kinder nicht mehr schwimmen können...Auch Werte wurden uns beigebracht, Pflanzen und Tiere und zu achten, Mobbing war ein Fremdwort und psychologische Betreuung brauchten wir nicht!

Es war nicht alles schlecht an der guten alten Zeit

Was ich im Grunde genommen sagen will: Niemand (ob Frau oder Mann) soll sich irgendwie schlecht fühlen, weil er nicht Geld verdient...Geld ist zu einem gewissen Maß nötig, aber es ist nicht alles! 

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M
mikesch07
06.05.21 um 9:07

Also ich bin Hausfrau und Mutter und mein Mann und ich haben uns ganz bewusst dafür entschieden. Wir bereuen die Entscheidung nicht, doch mein Mann hätte gerne mehr Zeit mit den Kindern, vor allem mit dem Großen. Der findet es auch nach mehr als einem Jahr Homeoffice immer noch total blöd, dass Papi zwar da ist, aber nicht immer mit ihm spielen kann. An Tagen, an denen die Kinder zu Hause sind, nimmt sich mein Mann jetzt immer extra Spielzeit z. B. nach dem Mittagessen und das kommt sehr gut an.
Ich bereue die Entscheidung zu Hause zu bleiben nicht. Wir waren so ziemlich die letzten im Freundeskreis und bei den Kollegen, die Kinder bekommen haben. Wir haben es bei anderen gesehen, was für ein Extrastress es mit sich bringt, wenn beide Eltern nach einem Jahr oder auch teilweise wesentlich früher wieder arbeiten. In unserem Fall gab es auch keine finanziellen Einschränkungen, da mein Mann sehr gut verdient und wir uns somit wirklich frei entscheiden konnten, was wir für unsere Familie wollten. Diesen Luxus haben nicht viele Familien, auch wenn die Politik und Gesellschaft gerne von angeblicher Wahlfreiheit spricht. Die Realität sieht leider anders aus. Wir kennen sogar 2 Fälle, wo die Väter die Firmen gewechselt haben, weil sie von ihren Chefs so runtergeputzt wurden, nur weil sie sich die "Frechheit" rausgekommen haben, mehr als die 2 Monate Elternzeit zu nehmen! 
Persönlich finde ich ja gerade die Zeit zwischen dem 1. und 2. Geburtstag am interessantesten, weil die Kinder da laufen und sprechen anfangen. Das alles habe ich live miterlebt und habe es dann auch immer meinem Mann erzählen können. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Eltern beim Abholen von der Kita auch so viele Informationen über den Tag ihres Kindes bekommen.
Für uns ist es immer noch eine gute Entscheidung gewesen und wir bereuen es nicht, auch weil mein Mann sehr flexibel und lange Elternzeit nehmen konnte und wir auch da wirklich unsere Vorstellungen und Wünsche umsetzen konnten. Wir haben da einfach richtig Glück, dass wir so viele Möglichkeiten haben und fast keine Einschränkungen. 

 

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hapath020510
hapath020510
16.05.21 um 16:44
In Antwort auf avarrassterne3

klar. Aber mit Kleinkindern nicht.

Doch, das geht! 👍🏻😊

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tiffany1983
17.05.21 um 14:51
In Antwort auf mikesch07

Also ich bin Hausfrau und Mutter und mein Mann und ich haben uns ganz bewusst dafür entschieden. Wir bereuen die Entscheidung nicht, doch mein Mann hätte gerne mehr Zeit mit den Kindern, vor allem mit dem Großen. Der findet es auch nach mehr als einem Jahr Homeoffice immer noch total blöd, dass Papi zwar da ist, aber nicht immer mit ihm spielen kann. An Tagen, an denen die Kinder zu Hause sind, nimmt sich mein Mann jetzt immer extra Spielzeit z. B. nach dem Mittagessen und das kommt sehr gut an.
Ich bereue die Entscheidung zu Hause zu bleiben nicht. Wir waren so ziemlich die letzten im Freundeskreis und bei den Kollegen, die Kinder bekommen haben. Wir haben es bei anderen gesehen, was für ein Extrastress es mit sich bringt, wenn beide Eltern nach einem Jahr oder auch teilweise wesentlich früher wieder arbeiten. In unserem Fall gab es auch keine finanziellen Einschränkungen, da mein Mann sehr gut verdient und wir uns somit wirklich frei entscheiden konnten, was wir für unsere Familie wollten. Diesen Luxus haben nicht viele Familien, auch wenn die Politik und Gesellschaft gerne von angeblicher Wahlfreiheit spricht. Die Realität sieht leider anders aus. Wir kennen sogar 2 Fälle, wo die Väter die Firmen gewechselt haben, weil sie von ihren Chefs so runtergeputzt wurden, nur weil sie sich die "Frechheit" rausgekommen haben, mehr als die 2 Monate Elternzeit zu nehmen! 
Persönlich finde ich ja gerade die Zeit zwischen dem 1. und 2. Geburtstag am interessantesten, weil die Kinder da laufen und sprechen anfangen. Das alles habe ich live miterlebt und habe es dann auch immer meinem Mann erzählen können. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Eltern beim Abholen von der Kita auch so viele Informationen über den Tag ihres Kindes bekommen.
Für uns ist es immer noch eine gute Entscheidung gewesen und wir bereuen es nicht, auch weil mein Mann sehr flexibel und lange Elternzeit nehmen konnte und wir auch da wirklich unsere Vorstellungen und Wünsche umsetzen konnten. Wir haben da einfach richtig Glück, dass wir so viele Möglichkeiten haben und fast keine Einschränkungen. 

 

Erstmal finde ich es super wenn für euch der Lebensentwurf so passt. Das ist doch die schönste Situation die man haben kann. Auch sehr gut wenn ihr mit einem Einkommen um die Runden kommt und es euch tatsächlich "aussuchen" könnt 
Witzigerweise kam bei den Beiträgen , wenn dann, eher raus, auf den Partner neidisch zu sein, der arbeiten geht. 
Ich würde es ja komplett anderst rum sehen und denke mir, dass es doch viel schöner ist seine Kinder aufwachsen zu sehen anstatt arbeiten zu gehen. Was gibt's schöneres als das tagtäglich mitzukriegen? Mal abgesehen, dass da natürlich nicht alles immer Friede, Freude,  Eierkuchen ist  Mein Mann und ich haben oft diskutiert, wer zuhause bleiben dürfte. Ich muss sagen wir sind kinderlos, weswegen wir nur theoretisch darüber sprechen können. Bei uns ging es vollkommen in die Richtung, dass beide bei den Kindern bleiben wollen würden und keiner arbeiten gehen möchte. Wir verdienen beide sehr ähnlich, weswegen es vom Gehalt auch eher egal wäre. Und da wir beide sehr gut verdienen könnte einer auch zuhause bleiben. Da kam dann die Frage, ob das wohl mehreren Familien so geht oder sich dort jeder gleich einig wird. Wir hätten hier definitiv eine schwere Entscheidung zu treffen. 

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avarrassterne3
17.05.21 um 15:08
In Antwort auf tiffany1983

Erstmal finde ich es super wenn für euch der Lebensentwurf so passt. Das ist doch die schönste Situation die man haben kann. Auch sehr gut wenn ihr mit einem Einkommen um die Runden kommt und es euch tatsächlich "aussuchen" könnt 
Witzigerweise kam bei den Beiträgen , wenn dann, eher raus, auf den Partner neidisch zu sein, der arbeiten geht. 
Ich würde es ja komplett anderst rum sehen und denke mir, dass es doch viel schöner ist seine Kinder aufwachsen zu sehen anstatt arbeiten zu gehen. Was gibt's schöneres als das tagtäglich mitzukriegen? Mal abgesehen, dass da natürlich nicht alles immer Friede, Freude,  Eierkuchen ist  Mein Mann und ich haben oft diskutiert, wer zuhause bleiben dürfte. Ich muss sagen wir sind kinderlos, weswegen wir nur theoretisch darüber sprechen können. Bei uns ging es vollkommen in die Richtung, dass beide bei den Kindern bleiben wollen würden und keiner arbeiten gehen möchte. Wir verdienen beide sehr ähnlich, weswegen es vom Gehalt auch eher egal wäre. Und da wir beide sehr gut verdienen könnte einer auch zuhause bleiben. Da kam dann die Frage, ob das wohl mehreren Familien so geht oder sich dort jeder gleich einig wird. Wir hätten hier definitiv eine schwere Entscheidung zu treffen. 

ganz einfach: mein Job ist mehr für mich als Geld verdienen. Für meinen Mann war es das auch. Und ja, das fehlt und kann eben nicht völlig damit ausgeglichen werden, dass man etwas anderes bekommt.

Und sorry, aber ich gehe tatsächlich GERN arbeiten, ich habe das nicht vor unserem Kind und auch danach nie als "einer MUSS arbeiten gehen" gesehen. Das trifft sicher nicht auf diejenigen zu, die die Arbeit als schlimmes, aber irgendwie notwendiges Übel sehen. Mein Beruf ist echt kein Übel, ich würde den wahrscheinlich auch dann weiter ausüben, wenn ich xx Millionen im Lotto gewinnen würde und damit finanziell wohl ausgesorgt hätte für mein Leben - und das ist wohl der Unterschied.
Dass das nicht bei allen so ist - schon klar. Aber die absolute Ausnahme bin ich damit eben auch nicht.

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tiffany1983
17.05.21 um 15:41
In Antwort auf avarrassterne3

ganz einfach: mein Job ist mehr für mich als Geld verdienen. Für meinen Mann war es das auch. Und ja, das fehlt und kann eben nicht völlig damit ausgeglichen werden, dass man etwas anderes bekommt.

Und sorry, aber ich gehe tatsächlich GERN arbeiten, ich habe das nicht vor unserem Kind und auch danach nie als "einer MUSS arbeiten gehen" gesehen. Das trifft sicher nicht auf diejenigen zu, die die Arbeit als schlimmes, aber irgendwie notwendiges Übel sehen. Mein Beruf ist echt kein Übel, ich würde den wahrscheinlich auch dann weiter ausüben, wenn ich xx Millionen im Lotto gewinnen würde und damit finanziell wohl ausgesorgt hätte für mein Leben - und das ist wohl der Unterschied.
Dass das nicht bei allen so ist - schon klar. Aber die absolute Ausnahme bin ich damit eben auch nicht.

Du brauchst dich nicht dafür zu entschuldigen, weil du gern arbeiten gehst. Ganz im Gegenteil. Ich finde das klasse wenn dir das so geht. Nebenbei bemerkt, mir macht mein Beruf auch Spaß. Ich sehe ihn auch nicht als schlimm an. Aber ja, ich würde kündigen wenn ich xx Millionen gewinnen würde und mich um Dinge kümmern die mir persönlich mehr Spaß machen. Es gibt soviel auf der Welt was mich bereichert, da hat Arbeiten halt einfach einen niedrigeren Stellenwert, ohne dass es ein Übel ist oder ich tagtäglich leide. Das kam irgendwie falsch rüber.
Du hast vollkommen Recht, ich glaube auch nicht (mehr), dass du eine Ausnahme damit bist. Vermutlich wird das 50/50 sein. Offen gestanden glaube ich eher, dass ich eine Ausnahme bin. Zumindest habe ich noch nie jemanden getroffen, dem Arbeiten Spaß macht, der aber soviele Ideen im Leben hat, die er anstatt dessen auch machen könnte ohne mit der aktuellen Situation unzufrieden zu sein. 
Aber ich denke, wenn man sich für Kinder entscheidet ist es schon schwierig so wenig Zeit mit ihnen verbringen zu können. Man verpasst soviel beim Aufwachsen der Kinder und in meinem Beruf würde ich die Kinder unter der Woche wohl kaum sehen. Daher kam mein Gedanke bzw. ist das eher der Punkt, warum mein Mann und ich dann gerne zu Hause bleiben wollen würden. Das hat absolut nichts mit "ich finde meinen Job fürchterlich" zu tun. 
 

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avarrassterne3
17.05.21 um 19:19
In Antwort auf tiffany1983

Du brauchst dich nicht dafür zu entschuldigen, weil du gern arbeiten gehst. Ganz im Gegenteil. Ich finde das klasse wenn dir das so geht. Nebenbei bemerkt, mir macht mein Beruf auch Spaß. Ich sehe ihn auch nicht als schlimm an. Aber ja, ich würde kündigen wenn ich xx Millionen gewinnen würde und mich um Dinge kümmern die mir persönlich mehr Spaß machen. Es gibt soviel auf der Welt was mich bereichert, da hat Arbeiten halt einfach einen niedrigeren Stellenwert, ohne dass es ein Übel ist oder ich tagtäglich leide. Das kam irgendwie falsch rüber.
Du hast vollkommen Recht, ich glaube auch nicht (mehr), dass du eine Ausnahme damit bist. Vermutlich wird das 50/50 sein. Offen gestanden glaube ich eher, dass ich eine Ausnahme bin. Zumindest habe ich noch nie jemanden getroffen, dem Arbeiten Spaß macht, der aber soviele Ideen im Leben hat, die er anstatt dessen auch machen könnte ohne mit der aktuellen Situation unzufrieden zu sein. 
Aber ich denke, wenn man sich für Kinder entscheidet ist es schon schwierig so wenig Zeit mit ihnen verbringen zu können. Man verpasst soviel beim Aufwachsen der Kinder und in meinem Beruf würde ich die Kinder unter der Woche wohl kaum sehen. Daher kam mein Gedanke bzw. ist das eher der Punkt, warum mein Mann und ich dann gerne zu Hause bleiben wollen würden. Das hat absolut nichts mit "ich finde meinen Job fürchterlich" zu tun. 
 

interessant, Deine Sichtweise zu lesen...

So viele Ideen? Habe ich. Viel mehr als Zeit, ich glaube das letzte Mal langweilig war mir als Kleinkind - also in den letzten 40 Jahren nicht...
Das was mir am meisten fehlen würde, wären wohl die Herausforderungen. Das kann ich nicht kompensieren, indem ich Kreuzworträtsel löse. Mag auch eine Herausforderung sein und Wissen erfordern - nur es ist herzlich egal, ob ich die löse oder nicht. 
Also ... ich bin Informatiker, keine Ärztin in der Notaufnahme, die tgl. 5 Leben rettet oder 10. Aber was ich tue macht für meine Kollegen, für die Firma schon einen Unterschied, auch wenn sich die Welt ganz sicher weiterdreht, wenn es diese Firma nicht geben würde.

Außerdem bin ich als Hausfrau ein Totalausfall und in der Mutterrolle aufgehen? Ich müsste mir viel, viel einfallen lassen, damit ich nicht nach paar Wochen völlig am Sender drehe, egal wie sehr ich meinen Sohn auch liebe - mir würde die sprichwörtliche Decke auf den Kopf fallen, wenn ich nicht sehr aufpasse. So passe ich seit gut 16 Jahren auf, dass sie es nicht bei meinem Mann tut... 

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tiffany1983
17.05.21 um 20:43
In Antwort auf avarrassterne3

interessant, Deine Sichtweise zu lesen...

So viele Ideen? Habe ich. Viel mehr als Zeit, ich glaube das letzte Mal langweilig war mir als Kleinkind - also in den letzten 40 Jahren nicht...
Das was mir am meisten fehlen würde, wären wohl die Herausforderungen. Das kann ich nicht kompensieren, indem ich Kreuzworträtsel löse. Mag auch eine Herausforderung sein und Wissen erfordern - nur es ist herzlich egal, ob ich die löse oder nicht. 
Also ... ich bin Informatiker, keine Ärztin in der Notaufnahme, die tgl. 5 Leben rettet oder 10. Aber was ich tue macht für meine Kollegen, für die Firma schon einen Unterschied, auch wenn sich die Welt ganz sicher weiterdreht, wenn es diese Firma nicht geben würde.

Außerdem bin ich als Hausfrau ein Totalausfall und in der Mutterrolle aufgehen? Ich müsste mir viel, viel einfallen lassen, damit ich nicht nach paar Wochen völlig am Sender drehe, egal wie sehr ich meinen Sohn auch liebe - mir würde die sprichwörtliche Decke auf den Kopf fallen, wenn ich nicht sehr aufpasse. So passe ich seit gut 16 Jahren auf, dass sie es nicht bei meinem Mann tut... 

Es ist tatsächlich interessant. Ich kann vollkommen nachvollziehen und verstehen wie du das meinst. Mir geht es in vielerlei Hinsicht ähnlich wie dir. Es ist immer wieder schön die Meinungen und Ansichten anderer Leute zu bekommen. Das hilft immer weiter Dinge besser zu verstehen. 
Wir Zwei definieren das Wort Herausforderung anderst. Ich verstehe was du als Informatikerin damit meinst. Geht mir ähnlich in meinem Job, allerdings bin ich im Rahmen Projekte, Business Excellence mit Controllinganteilen tätig. Aber für mich gehen Herausforderungen auch in eine ganz andere Richtung als den Kopf herauszufordern. Beispiele: Ich würde gerne mehr bei Entwicklungshilfe vor Ort machen, dort Leuten helfen. Das geht halt so nur im Urlaub und mit etwas Unterstützung von hier aus. Mich mehr um Tiere kümmern, dafür kämpfen das Bewusstsein der Menschen gegenüber Tieren zu ändern. Mich selbst sportlich noch weiter an meine Grenzen bringen. Alten Leuten im Altersheim was zurückgeben, auch wenn man sie nicht kennt. Und, und, und....Die Liste ist unglaublich lang und für mich alles Herausforderungen, aber halt vollkommen anderer Art. Aufgrund wenig Zeit halt nur manchmal bzw zu wenig intensiv genug ausführbar. Und wenn ich genug Geld hätte wären meine Prioritäten erstmal nicht mehr beim Job. Wobei es durchaus sein könnte, dass ich nach x Jahren auch wieder arbeiten würde. 
Ich finde deine Eindtellung und Worte auf jeden Fall super und bin froh, dass du das so offen schreibst. Danke hierfür.

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avarrassterne3
18.05.21 um 8:02
In Antwort auf tiffany1983

Es ist tatsächlich interessant. Ich kann vollkommen nachvollziehen und verstehen wie du das meinst. Mir geht es in vielerlei Hinsicht ähnlich wie dir. Es ist immer wieder schön die Meinungen und Ansichten anderer Leute zu bekommen. Das hilft immer weiter Dinge besser zu verstehen. 
Wir Zwei definieren das Wort Herausforderung anderst. Ich verstehe was du als Informatikerin damit meinst. Geht mir ähnlich in meinem Job, allerdings bin ich im Rahmen Projekte, Business Excellence mit Controllinganteilen tätig. Aber für mich gehen Herausforderungen auch in eine ganz andere Richtung als den Kopf herauszufordern. Beispiele: Ich würde gerne mehr bei Entwicklungshilfe vor Ort machen, dort Leuten helfen. Das geht halt so nur im Urlaub und mit etwas Unterstützung von hier aus. Mich mehr um Tiere kümmern, dafür kämpfen das Bewusstsein der Menschen gegenüber Tieren zu ändern. Mich selbst sportlich noch weiter an meine Grenzen bringen. Alten Leuten im Altersheim was zurückgeben, auch wenn man sie nicht kennt. Und, und, und....Die Liste ist unglaublich lang und für mich alles Herausforderungen, aber halt vollkommen anderer Art. Aufgrund wenig Zeit halt nur manchmal bzw zu wenig intensiv genug ausführbar. Und wenn ich genug Geld hätte wären meine Prioritäten erstmal nicht mehr beim Job. Wobei es durchaus sein könnte, dass ich nach x Jahren auch wieder arbeiten würde. 
Ich finde deine Eindtellung und Worte auf jeden Fall super und bin froh, dass du das so offen schreibst. Danke hierfür.

defintiv, dafür liebe ich solche Foren echt, das eigene Umfeld hat naturgemäß zu selten Menschen, die eben ganz anders "ticken" als man selbst.

Wobei ... soooo anders vielleicht doch nicht. Also Sport ist nicht meins. Ich gehe viel Spazieren (zumindest Dank unseres Hundes, ohne würde ich nicht darauf wetten, dass nicht der "innere Schweinehund" mehrheitlich Oberwasser hat) - das war's aber auch.
Altersheime auch nicht... Aber zu Studentenzeiten war ich oft 20 oder 30 h / Woche ehrenamtlich im Tierheim, später wurde das weniger und dann mit Familie und Job ... bleiben mir nur noch Spenden Würde ich gern wieder machen.
"Bewußtsein der Menschenändern"... hätte ich auch ein paar Projekte... ach ja: Controlling war einer meiner Studienschwerpunkte - aber in der IT bin ich um ein vieles glücklicher
Aber all das fordert mich geistig eher wenig. Organisation, ist auch herausfordernd, keine Frage, all die Tätigkeiten sind sinnvoll und brauchen auch genug Kraft, auch keine Frage. Aber der reine, nackte "Denksport", das "Tüfteln" und "Knobeln" würde mir trotzdem fehlen.
Die intellektuelle, geistige Herausforderung (bzw. vielmehr ihr Fehlen) wäre es auch, die mich nach wenigen Wochen als "Vollzeitmama" hätte die Wände hochgehen lassen.

Anyway zum Thema zurück: bei uns ist ungeplant eine Entscheidung für immer aus der Teilung Zuhause / Arbeiten geworden, da unser Sohn als Kleinkind schwer erkrankte (Hirnhautentzündung), in Folge dessen vollständig taub ist - unheilbar, aber er hört mit Implantaten, kleine Gleichgewichtsorgane mehr hat u.a.m. - da war viele Jahre an Arbeiten für beide nicht zu denken und inzwischen ist mein Mann so lange aus seinem Beruf raus, dass er im Grunde keine Chance hat, da jemals wieder zu arbeiten - und ihn jetzt in irgend eine "Hiwi"-Tätigkeit zu schicken - ommt nicht in Frage.

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mikesch07
19.05.21 um 8:57
In Antwort auf tiffany1983

Erstmal finde ich es super wenn für euch der Lebensentwurf so passt. Das ist doch die schönste Situation die man haben kann. Auch sehr gut wenn ihr mit einem Einkommen um die Runden kommt und es euch tatsächlich "aussuchen" könnt 
Witzigerweise kam bei den Beiträgen , wenn dann, eher raus, auf den Partner neidisch zu sein, der arbeiten geht. 
Ich würde es ja komplett anderst rum sehen und denke mir, dass es doch viel schöner ist seine Kinder aufwachsen zu sehen anstatt arbeiten zu gehen. Was gibt's schöneres als das tagtäglich mitzukriegen? Mal abgesehen, dass da natürlich nicht alles immer Friede, Freude,  Eierkuchen ist  Mein Mann und ich haben oft diskutiert, wer zuhause bleiben dürfte. Ich muss sagen wir sind kinderlos, weswegen wir nur theoretisch darüber sprechen können. Bei uns ging es vollkommen in die Richtung, dass beide bei den Kindern bleiben wollen würden und keiner arbeiten gehen möchte. Wir verdienen beide sehr ähnlich, weswegen es vom Gehalt auch eher egal wäre. Und da wir beide sehr gut verdienen könnte einer auch zuhause bleiben. Da kam dann die Frage, ob das wohl mehreren Familien so geht oder sich dort jeder gleich einig wird. Wir hätten hier definitiv eine schwere Entscheidung zu treffen. 

Wir kennen auch Paare, die beide etwa gleich gut verdienen und dann eben auch beide Stunden reduzieren. In Summe haben sie etwas mehr als ein Einzelgehalt und beide haben Zeit für die Kinder. Geht natürlich auch wieder nur, wenn die AG da auch mitspielen. Aber dieses Model kennen wir auch aus dem Freundeskreis. 

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