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Ärger - weil ich beim Betriebsrat war!

20. Juni 2008 um 10:24

Ich brauche dringend Euren Rat und zwar habe ich vor 2 Wochen erfahren, dass ich am 01.07.08 plötzlich auf der Strasse stehen werde. Ich habe einen befristeten Arbeitsvertrag und vor ca. 3 Monaten habe ich die Information bekommen zwar nur mündlich, dass sich der Vertrag auf jeden Fall verlängern wird, alles andere wäre nur noch eine Formsache. Nun heisst es plötzlich nein und ich stehe ohne alles da. Ich hatte daher ein Gespräch mit dem Betriebsrat, ob es da nicht irgendeine Möglichkeit gäbe noch etwas daran zu ändern oder mir wenigstens zur Überbrückung mir noch 3 Monate zu geben etc., damit ich wenigstens Zeit habe zu reagieren um mich rechtzeitig arbeitslos zu melden und mich nach einem anderen Job umzusehen. Jedenfalls habe ich dadurch nun Ärger mit meiner Vorgesetzten, dass sie darüber sehr enttäuscht wäre, dass ich mich nicht nochmals an sie gewandt habe und dass ein Gang zum Betriebsrat auf jeden Fall nicht gut aussehen würde. Für mich war das einfach die einzigste Lösung - sozusagen eine Verzweiflungstat. Wofür ist denn bitte ein Betriebsrat da???? Er ist doch dafür da, um die Interessen der Mitarbeiter zu vertreten - oder sehe ich das falsch????? Hat jemand Erfahrung damit???

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21. Juni 2008 um 12:55

Vorgesetzte und Chefs...
...sehen es gar nicht gerne, wenn man zum Betriebsrat rennt, ohne sich vorher nochmal an sie gewandt zu haben. Wir hatten vor kurzem auch so eine Situation, wo die Stimmung in der Abteilung nicht mehr zum Aushalten war. Ein Kollege ist nach einem weiteren miesen Vorfall mit unserem Vorgesetzten wutschnaubend zum Betriebsrat gegangen. Im Nachhinein wurde dieser Kollege dann auch ermahnt, dass er sich in Zukunft lieber erstmal an den Chef wenden soll (der war mehr als überrascht, als auf einmal ein wütendes Betriebsratsmitglied in seinem Büro stand...).

Ich persönlich kann beide Seiten gut verstehen.
Du fühlst Dich verraten und verschaukelt: erst die (mündliche) Zusage seitens der Vorgesetzten und dann aus heiterem Himmel das Gegenteil.
Andererseits die Vorgesetzte, die sich wohl gewünscht hätte, Du hättest sie persönlich darauf angesprochen, statt "petzen" zu gehen (ich denke, so sehen das Vorgesetzte und Chefs). Sie ist sauer darüber, dass sie nun beim Betriebsrat auffällig geworden ist (wer hat das schon gerne?).

Der Gang zum Betriebsrat ist zwar richtig, allerdings sollte man sich vorher ein Herz fassen und nochmal auf die Leute zugehen und versuchen, es "so" zu klären. Erst, wenn das nichts bringt: Ab zum Betriebsrat.

Allerdings denke ich auch, dass Deine Vorgesetzte mal nachdenken sollte, immerhin hat man Dir sehr vor den Kopf gestoßen - da hätte ich wohl auch Bammel gehabt, mich nochmal mit ihr zusammenzusetzen!

Vielleicht gehst Du doch nochmal zu ihr und versuchst, sie zu "besänftigen" und die Sache mit Deinem Vertrag aufzuklären.

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