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Ausbildung im Einzelhandel, keine Lust mehr auf Einzelhandel. Welche Möglichkeiten?

Letzte Nachricht: 2. Februar um 9:42
06.12.20 um 10:28

Einen schönen 2. Advent und Nikolaus.
ich bin gerade Azubi im 3. Jahr zur einzelhandelskauffrau. Ich weiß aber jetzt schon, dass ich diesen Beruf nicht mein Leben lang ausüben möchte. Dieser Beruf ist undankbar. Man arbeitet den ganzen Tag für undankbare Kunden. Am Wochenende, wo Freunde sich treffen, musst du arbeiten. Zur Weihnachtszeit noch mehr, wo man eigentlich Zeit mit der Familie verbringen möchte. Zudem kriege ich nichtmal eine Vollzeitstelle nach der Ausbildung, wenn ich da bleiben sollte. Hallo? Ich mache doch keine Ausbildung, um danach auf Teilzeit zu arbeiten und noch weniger zu bekommen als in der Ausbildung. Im Dezember kannst du nicht mal über Weihnachten und Silvester wegfahren, weil man da urlaubssperre hat und somit auch arbeiten muss. Dabei ist mir diese Zeit, gerade zum Jahresende so wichtig bei meiner Familie zu sein. 
Meine Schulnoten sind top. Bin Einser Schülerin..
Ich habe Fachabitur gemacht davor, aber trotz meinen guten Noten hatte ich keine andere Ausbildungsstelle gefunden und hab somit das genommen, was ich bekommen könnte. Größter Fehler.
Ich hätte lieber geregelte Arbeitszeiten. Ebenfalls hab ich gemerkt, dass ich keinen großartigen Kundenkontakt haben möchte, man lernt die schlimmsten Leute im Einzelhandel kennen. Da ist man ziemlich genervt von Kunden. 
Am liebsten würde ich ins Büro gehen oder Ähnliches. Hab mich vor der Ausbildung auch überwiegend zur industriekauffrau beworben, was ja leider nicht geklappt hat durch ständige absagen. 
Das Problem ist einfach auch, dass ich keine weiter Ausbildung machen möchte. Ich habe eine eigene Wohnung mit meinem Freund, würde auch so langsam gerne mehr verdienen, dass wir mehr Geld zur verfügung haben. Zudem bin ich in dem Alter, wo man so langsam gerne Kinder bekommen möchte. 
Das ist alles blöd. Was gibt es da für Möglichkeiten? Wie lange dauern Umschulungen und wie würde das ganze funktionieren? 
lg

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06.12.20 um 11:43
In Antwort auf

Einen schönen 2. Advent und Nikolaus.
ich bin gerade Azubi im 3. Jahr zur einzelhandelskauffrau. Ich weiß aber jetzt schon, dass ich diesen Beruf nicht mein Leben lang ausüben möchte. Dieser Beruf ist undankbar. Man arbeitet den ganzen Tag für undankbare Kunden. Am Wochenende, wo Freunde sich treffen, musst du arbeiten. Zur Weihnachtszeit noch mehr, wo man eigentlich Zeit mit der Familie verbringen möchte. Zudem kriege ich nichtmal eine Vollzeitstelle nach der Ausbildung, wenn ich da bleiben sollte. Hallo? Ich mache doch keine Ausbildung, um danach auf Teilzeit zu arbeiten und noch weniger zu bekommen als in der Ausbildung. Im Dezember kannst du nicht mal über Weihnachten und Silvester wegfahren, weil man da urlaubssperre hat und somit auch arbeiten muss. Dabei ist mir diese Zeit, gerade zum Jahresende so wichtig bei meiner Familie zu sein. 
Meine Schulnoten sind top. Bin Einser Schülerin..
Ich habe Fachabitur gemacht davor, aber trotz meinen guten Noten hatte ich keine andere Ausbildungsstelle gefunden und hab somit das genommen, was ich bekommen könnte. Größter Fehler.
Ich hätte lieber geregelte Arbeitszeiten. Ebenfalls hab ich gemerkt, dass ich keinen großartigen Kundenkontakt haben möchte, man lernt die schlimmsten Leute im Einzelhandel kennen. Da ist man ziemlich genervt von Kunden. 
Am liebsten würde ich ins Büro gehen oder Ähnliches. Hab mich vor der Ausbildung auch überwiegend zur industriekauffrau beworben, was ja leider nicht geklappt hat durch ständige absagen. 
Das Problem ist einfach auch, dass ich keine weiter Ausbildung machen möchte. Ich habe eine eigene Wohnung mit meinem Freund, würde auch so langsam gerne mehr verdienen, dass wir mehr Geld zur verfügung haben. Zudem bin ich in dem Alter, wo man so langsam gerne Kinder bekommen möchte. 
Das ist alles blöd. Was gibt es da für Möglichkeiten? Wie lange dauern Umschulungen und wie würde das ganze funktionieren? 
lg

Mach erstmal deine Ausbildung in aller Ruhe zu Ende, mit einem vernünftigen Berufschulzeugnis. Danach stehen dir alle Wege offen. Manchmal gehört aber auch etwas Glück dazu. Ich habe damals leider auch die Ausbildung gekommen, wo ich sofort eine Zusage hatte, als Fachkraft für Lagerlogistik. Größter Fehler meines Lebens. Habe aber einen sehr guten Abschluss gelangt und hatte das Glück , das ich mathematisch sehr gut veranlagt bin. Dafür habe ich eine staatliche Auszeichnung bekommen , die mir den Arsch gerettet hat, nun arbeite ich seit einiger Zeit in der Finanzbuchhaltung / Abrechnung um Büro / Home Office.  Was ich damit sagen will, mach die Ausbildung zu Ende, dann hast du erstmal eine kaufmännische Ausbildung in der Tasche. Mit dem richtigen Timing und Glück kannst du dann auch ein Büro Job kriegen oder darauf hin arbeiten. Lern dich gut zu verkaufen in Vorstellungsgesprächen , dann wird es schon. Von Umschulungen etc. halte ich dem Fall nicht viel, weil du halt schon eine kaufmännische Ausbildung hast. Sowas hängt hinterher auch stark von den Vorlieben des Personalers ab.

Lieben Gruß und viel Glück

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09.12.20 um 15:00

hast du schon mal überlegt auf die andere Seite zu gehen und zum Industriekaufmann zu wechseln? Unternehmen haben da Stellenausschreibungen, da kann man mit Sicherheit auch was machen. Da hast du auch nicht so viel Kundenkontakt.
Ansonsten würde mir nur einfallen, dass du wo arbeitest wo hochwertige Produkte verkauft werden, da hat man auch nicht so viel Laufkundschaft. Ich finde es aber auch absolut keine Schande sich komplett neu zu orientieren. Es mag sich vielleicht nicht so anfühlen, aber du hast Zeit und bist noch jung genug. Dir stehen da wirklich alle Türen offen. Es ist heute nicht mehr so wie früher, dass man beim ersten mal gleich den Jackpot hat oder genau weiß, was man will. Wirklich nicht. Also Kopf hoch

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02.02.21 um 9:42

Würde jetzt erst mal in Ruhe und mit einem möglichst guten Abschluss die Ausbildung fertig machen. Danach kannst du schauen, welche Weiterbildungsmöglichkeiten es gibt, um später in einem Job zu arbeiten, der dir besser zusagt. Viele Weiterbildungsangebote kann man parallel zum Beruf machen. Ich drücke dir die Daumen!

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