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Begleitet mich auf meinem Weg, einen neuen Job zu finden!

Letzte Nachricht: 2. Mai um 12:50
flocke90
flocke90
29.09.21 um 21:21

Hallo in die Runde.
Als ich mir nun kurzfristig eine Überschrift überlegen musste, und sie dann da stand, kribbelte es schon etwas in meinen Fingern. 

Seit einiger Zeit schon verdränge ich das Gefühl, dass ich mit meiner Arbeit unglücklich bin. Das zieht sich mittlerweile nicht nur durch meinen Arbeitstag, sondern auch ins Privat und Familienleben. Die Arbeitszeit habe ich reduziert um mehr Zeit für Familie und Haushalt zu haben aber so wirklich erflogreich fühlt es sich doch nicht an, denn Kraft für mehr bringe ich nicht wirklich auf.

Ich bin 31, verheiratet und Mutter, mit Haus und dementsprechend auch einer Verantwortung, mit meinem Mann zusammen, das ganze finanziell abzudecken. Und naja, wer weiß. Vielleicht ist Kind Nummer 2 garnicht so unrealistisch und weit weg. Dennoch wäre die Problematik ja auch nach Kind 2 weiterhin vorhanden und würde die ganze Zeit mitschwingen. Daher brauche ich etwas Inspiration.

Vorab, ich habe hier und da einen Test gemacht aber die Vorschläge waren leider eher im Bereich IT, Bürokauffrau, Vertrieb oder Key Account Manager, Coach und Trainer nach einer Weiterbildung. Mein Bauchgefühl sagt mir aber eher nein zu den Vorschlägen.

Vielleicht habe ich einfach Scheuklappen auf und suche durch euch nun noch ein paar Gedanken zu neuen Wegen.

Ich habe ursprünglich Gestaltungstechnische Assistentin gelernt und war dann kurzzeitig in einer Werbefirma angestellt. An sich hat mir die Arbeit, etwas mit den Händen zu erschaffen Spaß gemacht. Kurzzeitige digitale Arbeiten auch. Jedoch lag mir das: Du musst auf Knopfdruck hier was kreatives und hübsches Zaubern! nicht so sehr. Die Firma sah sich (trotz vorher 7 monatigen Praktikum) nach meiner Einstellung plötzlich nach einem besseren Mitarbeiter um und ich saß wieder ohne alles da. Unzählige Bewerbungen in Werbefirmen scheiterten.

Ich bekam dann, vor etwas mehr als 10 Jahren, einen Job bei einem Telekommunikationsanbieter als Call Center Agent. Ich mag den Begriff Kundenberater lieber.
Vertrieb lag mir nicht. Eher den Kunden zufrieden zu stellen und so zu erklären, dass er/sie es auch versteht. Daher wechselte ich Firmenintern in den Reklamationsbereich. Ich habe also täglich mit Menschen zu tun, um Ihnen telefonisch zu helfen mit Störungen, Rechnungen, Mitarbeitern, Vertragsangelegenheiten und sonstigen Unstimmigkeiten.

Eine absolute Schwäche sind bei mir Zahlen. Also Rechnen, Buchhaltung, kalkulieren ist bei mir gerade so für unseren Hausgebrauch ausreichend. Auch auf Arbeit rechne ich da eher mit dem Taschenrechner. Aber wenn ich es einmal geschnallt habe, kann ich es dann jedem Kunden erklären, wieso eine Rechnung so und so aussieht. 

Außerdem habe ich manchmal ein Helfersyndrom und versuche Freunde und Verwandte, in Ihnen unangenehmen Situationen (Geldnot, Chaos zu Hause, Motivationsproblemen, Zurückgezogenheit, Sorgen) mögliche Lösungen zu finden durch Motivation, Zuhören, Dinge aus anderem aber auch positiven Licht zu sehen, Auszumisten oder sich die Fragen zu stellen: Was ist mein Ziel? Wo bringt mich mein Handeln hin? Möchte ich das überhaupt, macht mir das Spaß?
Interessant finde ich leicht die psychologische Richtung zur Persönlichkeitsentwicklung. Mal so ganz vorsichtig ausgedrückt.

Mit der Zeit stelle ich fest, dass ich nicht mehr, weder 30, 38 oder 40 Stunden die Woche, die ganze Zeit nur am PC arbeiten möchte. Ich brauche etwas für meine Hände zu tun. Hier und da bastel ich etwas mit Holz, Papier, Stoff. Einfach unterschiedlichste Materialien.

Vom Gesamtpaket her, möchte ich weg von der überwiegenden Arbeit am PC. Weg von ständiger Kundenberatung. Klar ist, dass der digitale Teil mittlerweile überall mit dazu gehört und in einem gewissen Maß ist das weiterhin okay. Auch Kontakt mit anderen Menschen ist hier und da okay. Aber so wirklich den ganzen Arbeitag lang, muss es nicht zwingend sein. 

Schichten möchte ich durch unser Familienleben nicht. Das ging wunderbar, als wir nur zu zweit und jeder das für sich selbst bestimmen konnte. Aber mit Kind möchte man ja schon eher was voneinander haben und ist an gewisse Zeiten gebunden. Leider bin ich ab Januar 2022 gezwungen wieder in Schichten zu arbeiten. Bisher durfte ich so Arbeiten, dass ich am frühen Nachmittag Feierabend hatte.

Nun spiele ich den Ball an euch. 
Habt ihr Ideen, Vorschläge, Inspirationen? Lasst uns etwas brainstormen!

Ich bin schon sehr gespannt, ob euch vielleicht aus eigener Erfahrung einfach etwas einfällt. Auf jeden Fall bin ich furchtbar Dankbar für alle Ratschläge.  

Liebe Grüße
Flocke90










 

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flocke90
flocke90
07.10.21 um 15:20

Schade, dass noch keiner eine Idee an mich gesandt hat
ielleicht kommt aber noch etwas. Ich würde mich wirklich freuen.

Ich hatte mich mittlerweile bei einer Firma, einer internen Poststelle, beworben. Hier scheint man etwas Abwechslung zu haben mit PC Arbeiten, Einscannen, Post sortieren, Kurrierfahrten (mal sehen, was mein Orientierungssinn dazu sagt) Kommunikation, Teamfähigkeit aber auch Eigenständigkeit. 
Hier fehlt zwar ein klein wenig Eigenkreativität, jedoch wirbt man mit familienfreundlichen Arbeitszeiten und evtl. auch ein klein wenig mehr Verdienst, als bisher.
Und auch wenn das vielleicht nicht "der" Traumjob ist, vielleicht einfach nur ein kleines Stück auf meinem Weg dahin und etwas Abwechslung.

Drückt mir die Daumen.

LG Flocke90

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schnuckweidev
schnuckweidev
09.10.21 um 11:25

So wirklich was schreiben kann ich dir nicht.
Als Mutti hat man nur begrenzte Möglichkeiten und ich slebst finde es unrealistisch, dass es in allen Bereichen toll läuft.

Ich kenn mich in deiner Sparte so gar nicht aus. Deswegen hab ich leider keinen Tipp.

Ich würde das Problem aber trotzdem auf nach dem nächsten Kind vertagen, wenn das jetzt direkt ansteht.
Denn nach Elternzeit und bla sieht die Welt schon wieder anders aus und alles ändert sich. Selbst wenn du jetzt noch DEN Job in Festanstellung findest, weiß man nicht, ob das so nach einem weiteren Kind und ner Auszeit so weitergehen kann.

Ich würd das fleißige Gehelfe in deiner Freizeit aber lassen. Wenn jemand konkret nach HIlfe fragt kann man gucken, ob es reinpasst. Aber wenn es dir in deiner Situation nicht gut geht, musst du zuerst nach dir und deiner Familie schauen. Udn das ist schon genug Arbeit. Du musst nicht noch die Probleme deines Umfelds lösen.

LG

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flocke90
flocke90
02.05.22 um 12:50

Danke für die Gedanken dazu.

So lange habe ich nichts von mir hören lassen. Es war alles etwas viel und vage.

Leider habe ich eine Ablehnung zu einer erhofften Bewerbung erhalten.

Aber tatsächlich ist nun Kind Nummer zwei in diesem Jahr unterwegs. Es hat sich eben so ergeben. Daher war es dann sinnvoll noch keine weitere Bewerbung zu tätigen.
Umso näher der Termin kommt, umso weniger Motivation ist bei der Arbeit vorhanden und zugegeben lässt auch die Kraft nach. Mit Kind, Schwangerschaft, Arbeit, Renovierungen (welche wir noch vor der Geburt, als Sinnvoll auf lange Sicht, machen) und Haushalt ist es recht viel, was bei mir zusammen kommt.

Daher kann ich für mich gerade nicht mehr so recht abgrenzen, ob ich die Arbeit an sich leid bin, oder die Hormone und Überlast meiner aktuellen Situation die Arbeit als unattraktiv sehen lassen.
Zudem steht leider immer noch im Raum, dass Arbeitszeit und Familienleben nach der Elternzeit nicht zusammen passen.
Ich bin so sehr am straucheln, ob ich wegen der Arbeitszeit am Ball bleibe und diese auf meine Familie abstimmen lasse oder ob ich mir die Kraft spare und gleich umorientiere, was der ursprüngliche Plan war.

Dem muss ich mir wohl oder übel mit der Zeit wieder stellen. Wenn ich etwas Abstand habe, wird sich die Entscheidung sicher Klarer zeigen.

Fest steht jedoch, umso weniger ich mit der Arbeit zufrieden bin, umso weniger bin ich motiviert. Dadurch schaffe ich weniger. Am Ende ist das ja auch dem Arbeitgeber gegenüber nicht fair. Natürlich macht Arbeit nicht immer Spaß, das wäre unrealistisch. Das ist mir bewusst. Dauernd unglücklich sein über einen langen Zeitraum kann aber auch nicht gesund sein. Augen zu und durch funktioniert nicht bei allen Menschen gleichermaßen.

Mal sehen was die Zeit bringt. Die eigenen Ansichten und Bedürfnisse ändern sich schließelich immer wieder.
Nun noch eine schöne Woche

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