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Beruflich wg Meinung des Freundes zurückstecken?

3. Juni 2014 um 23:57

Hallo liebe Leute,

ich bin neu hier und stelle mich kurz vor: Ich bin 29, komme aus Niedersachsen, bin Polizistin und lebe mit meinem Freund und seit fast 2 Jahren zusammen.

Nun zu meinem Problem, dass ich mir gerne von der Seele schreiben möchte und zu dem mich unvoreingenommene fremde Sichtweisen interessieren:

Ich bin z.Z im Beruf sehr unzufrieden, gelangweilt, unterfordert. Auf der Dienststelle, wo ich gerade seit 2 Jahren bin (nicht freiwillig, sondern weil mein Freund und ich auf einer Dienststelle arbeiteten und somit einer wechseln musste, hinzu kam noch, dass mein Vater vor 2 Jahren plötzlich starb, ich deswegen nur noch schlecht arbeiten konnte und versetzt wurde...) ist nur sehr wenig los, meistens sitze ich meine Zeit nur ab und langweile mich. Die Arbeit die hier anfällt ist immer gleich und nicht geistig fordernd.
Mittlerweile ist es so schlimm, dass ich zu Hause oft genervt und unzufrieden bin, was natürlich auch mein Freund abbekommt....

Nun hätte ich theoretisch die Möglichkeit, meine größte Leidenschaft zum Beruf zu machen und in die Diensthundestaffel zu wechseln, ABER:
Dazu müssten wir umziehen, da man einen Zwinger aufbauen muss und dafür braucht es eben einen Garten bzw Grundstück.

Wir wollen eigentlich kaufen/bauen, gucken auch schon fleißig, aber das dauert ja alles recht lange und sollte vor allem nicht überstürzt werden. Was für mich aber bedeutet, dass ich noch mindestens ein Jahr, vermutlich eher noch bis Oktober 2015 einen Job machen muss, in dem ich mich wirklich schlecht fühle.

Bis dahin noch einmal etwas anderes mieten (für ca 1 Jahr, bis man was bauen könnte, also passendes Grundstück usw gefunden hat...) wäre denkbar einfach, aber das will mein Freund partout aus finanziellen Gründen nicht (das Geld hätten wir, er will es nur nicht ausgeben), denn das kostet ja wieder (Umzug, einrichten, Provision...). Er sagt, er zieht nur nochmal um, wenn wir was kaufen... Da waren wir uns auch eigentlich einig, aber nun geht es mir mit der Jobsituation zunehmend schlechter und da sehe ich das mittlerweile anders.

Jetzt frage ich mich natürlich, ob ich nicht von meinem Freund erwarten kann, dass er, wenn ich so unzufrieden bin und das sich auch langsam auf die Beziehung auswirkt, von seiner festen Meinung gegen das Mieten abweicht. Oder ist das zuviel verlangt? Muss ich auf die Einstellung meines Freundes Rücksicht nehmen und dafür mindestens ein Jahr berufliche und damit verbundene private Unzufriedenheit hinnehmen? Wie sehr muss man in einer Beziehung auf den anderen Rücksicht nehmen, sich selbst zurücknehmen, wo ist da die Grenze?

Wäre ich alleine, hätte ich schon lange nach nem Haus zur Miete geschaut und könnte bereits in 4 Monaten wechseln, aber nun kann ich das ja nicht alleine entscheiden. NIcht falsch verstehen, ich bin glücklich in dieser Beziehung und kann die Ansicht meines Freundes auch verstehen, nur leide ich im Moment still vor mich hin und befürchte, ich kann und will das nicht noch ein Jahr aushalten.

Bin gespannt auf die Antworten, auch allgemein zum Thema, "wieviel Rücksicht und Zurückstecken muss man in einer Beziehung"...

LG, Kieselchen


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