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Berufswunsch Hebamme, aber ich bin 55

3. Mai 2018 um 21:46

Ich habe eine qualifizierte kaufmännische Ausbildung, in der ich bis vor ein paar Monaten gearbeitet habe. Leider wurde ich zum 01.01.18 arbeitslos . Auf der Suche nach einer neuen Stelle stolperte ich nun mehrfach über Hebammenstellenangebote, denn es herrscht in Deutschland Hebammenmangel. Seit 22 Jahren, seit ich meinen ersten Sohn geboren habe, habe ich den Wunsch diesen Beruf zu erlernen. Leider war das damals nicht möglich, wegen Kinder, Haushalt, kranken Schwiegereltern und der Selbstständigkeit meines ExMannes. Nach der Trennung habe ich auch wieder im kaufm. Bereich gearbeitet, auch gewissenhaft und zuverlässig , aber es erfüllte mich nicht mehr. Eine Ausbildung zur Hebamme konnte ich mir damals nicht leisten, da ich meine Familie fast alleine ernähren musste. So nahm ich es hin in einem Beruf zu arbeiten, der mir keine Freude machte.
Seit Jahren verfolge ich jedoch alles, was mit dem Beruf der Hebamme zu tun hat und der Wunsch wird immer stärker.
Ich muss noch 12 Jahre arbeiten... aber 12 Jahre in einem ungeliebten Beruf? Was soll ich tun? Mit 55 noch mal eine Ausbildung machen? Geht das überhaupt?
lle Stellen im kaufm. Bereich widern mich schon an, wenn ich die nur lese, mal davon abgesehen, dass man keine Chance bekommt sich vorzustellen in meinem Alter.
Was soll ich tun?

LG Maggie

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7. Mai 2018 um 12:10
In Antwort auf maggi07

Ich habe eine qualifizierte kaufmännische Ausbildung, in der ich bis vor ein paar Monaten gearbeitet habe. Leider wurde ich zum 01.01.18 arbeitslos . Auf der Suche nach einer neuen Stelle stolperte ich nun mehrfach über Hebammenstellenangebote, denn es herrscht in Deutschland Hebammenmangel. Seit 22 Jahren, seit ich meinen ersten Sohn geboren habe, habe ich den Wunsch diesen Beruf zu erlernen. Leider war das damals nicht möglich, wegen Kinder, Haushalt, kranken Schwiegereltern und der Selbstständigkeit meines ExMannes. Nach der Trennung habe ich auch wieder im kaufm. Bereich gearbeitet, auch gewissenhaft und zuverlässig ,  aber es erfüllte mich nicht mehr. Eine Ausbildung zur Hebamme konnte ich mir damals nicht leisten, da ich meine Familie fast alleine ernähren musste. So nahm ich es hin in einem Beruf zu arbeiten, der mir keine Freude machte. 
Seit Jahren verfolge ich jedoch alles, was mit dem Beruf der Hebamme zu tun hat und der Wunsch wird immer stärker. 
Ich muss noch 12 Jahre arbeiten... aber 12 Jahre in einem ungeliebten Beruf? Was soll ich tun? Mit 55 noch mal eine Ausbildung machen? Geht das überhaupt? 
lle Stellen im kaufm. Bereich widern mich schon an, wenn ich die nur lese, mal davon abgesehen, dass man keine Chance bekommt sich vorzustellen in meinem Alter.
Was soll ich tun?

LG Maggie

Prinzipiell geht das sicherlich. Allerdings wirst du dich selber finanzieren müssen. Vom Arbeitsamt oder vom Rentenversicherer wirst du sicher keine Unterstützung bekommen, weil die eine Umschulung wegen Nichtgefallens nicht unterstützen. Dafür ist einfach kein Geld da. 
Aber fragen kostet bei den Ämtern auch nichts, nur würde ich nicht allzu viel Unterstützung erwarten. 

Könntest du dich denn mit dem Ausbildungsgehalt über Wasser halten für 3 Jahre? 

Ich glaube, der Beruf der Hebamme ist schön, aber körperlich auch hart, insbesondere in der Selbständigkeit. 
Gibt es bei euch in der Nähe Hebammenschulen oder müsstest du dafür umziehen?

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10. Juni 2018 um 14:27
In Antwort auf maggi07

Ich habe eine qualifizierte kaufmännische Ausbildung, in der ich bis vor ein paar Monaten gearbeitet habe. Leider wurde ich zum 01.01.18 arbeitslos . Auf der Suche nach einer neuen Stelle stolperte ich nun mehrfach über Hebammenstellenangebote, denn es herrscht in Deutschland Hebammenmangel. Seit 22 Jahren, seit ich meinen ersten Sohn geboren habe, habe ich den Wunsch diesen Beruf zu erlernen. Leider war das damals nicht möglich, wegen Kinder, Haushalt, kranken Schwiegereltern und der Selbstständigkeit meines ExMannes. Nach der Trennung habe ich auch wieder im kaufm. Bereich gearbeitet, auch gewissenhaft und zuverlässig ,  aber es erfüllte mich nicht mehr. Eine Ausbildung zur Hebamme konnte ich mir damals nicht leisten, da ich meine Familie fast alleine ernähren musste. So nahm ich es hin in einem Beruf zu arbeiten, der mir keine Freude machte. 
Seit Jahren verfolge ich jedoch alles, was mit dem Beruf der Hebamme zu tun hat und der Wunsch wird immer stärker. 
Ich muss noch 12 Jahre arbeiten... aber 12 Jahre in einem ungeliebten Beruf? Was soll ich tun? Mit 55 noch mal eine Ausbildung machen? Geht das überhaupt? 
lle Stellen im kaufm. Bereich widern mich schon an, wenn ich die nur lese, mal davon abgesehen, dass man keine Chance bekommt sich vorzustellen in meinem Alter.
Was soll ich tun?

LG Maggie

Meine Tochter (18) fängt im August als Hebammenschülerin an. Über eine Facebookgruppe hat sie bereits eine Mitschülerin kennengelernt die um die 40 ist. Beim Einstellungstest waren einige Frauen "älter".
Bei einem Info-Gespräch àn einer Hebammenschule wurde uns erzählt das ein Teil der Bewerber sehr früh gewusst hätten das sie Hebamme werden wollen, andere jedoch spät - halt oft durch die Erfahrungen die sie selbst gemacht haben.

Es gibt zwar einen Hebammenmangel, aber es gibt auch wenige Plätze. Zudem soll es wohl auch Änderungen in der Ausbildung geben (Bachelor, also Studium soll wohl Pflicht werden...). Von daher solltest du dich vielleicht erstmal informieren, ob du die allgemeinen Vorraussetzungen erfüllst.

Zudem solltest du schon schauen ob das wirklich was für dich ist. Also Praktika machen. Der Beruf Hebamme ist ja schon sehr vielschichtig und man muss halt schauen ob man persönlich mit div. Situationen klarkommt (nicht jede Geburt endet mit einer glücklichen Familie ....) . Zudem sind die Arbeitszeiten oft kein Zuckerschlecken (Schichtarbeit). Wie fit und belastbar du bist kannst nur du für dich einschätzen - und das geht am besten über Praktika (viele Kliniken haben übrigens mind. 3-4 Wochen / oft viel längere als Bewerbungsvorraussetzung). Übrigens Bewerbungsvorraussetzungen ist auch so ein Stichwort... die würde ich mir bei den Schulen auch mal genau ansehen.

Dann müsstet du natürlich schauen, wo ist die nächste Hebammenschule und wann ist dort der nächste Ausbildungsstart (einige bilden z.B. nur alle 3 Jahre, andere alle 1,5 Jahre aus...) .Du müsstet dir im klaren darüber sein, dass es durchaus sein kann das du dort nicht angenommen wirst. Uns hat man damals gesagt "Deutschlandweit bewerben" und  "auf einen Platz kommen teilweise bis zu 200 Bewerbungen" (wobei, es Wartelisten gibt - halt weil sich Deutschlandweit beworben wird - es also die Chance gibt das man "nachrücken" kann ). Wärest du so flexibel?

Wie das ganze finanziell ist, kann ich jetzt nicht genau sagen - es gibt ja ein Ausbildungsgehalt. Lass dich am besten beim Amt beraten. Auch für alternative Berufe. Sollte es als Hebamme nicht klappen, gibt es vielleicht etwas ähnlich angesiedeltes.
 

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