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Besondere Herausforderung - wie verhindere ich Born Out?

17. Juni 2018 um 13:17

Meine Kollegin und Mitstreiterin ist vor 2 Wochen plötzlich für mindestens 1 Jahr ausgefallen. Ich nehme für die Firma Aufträge an und bearbeite diese. Die erste Kontaktaufnahme erfolgt meist telefonisch. Später kommen per Fax und per Post die zu dazu gehörigen Unterlagen, die ich bearbeiten muss. Die Geschäftsleitung hat bisher nur Notlösungen für wenige Stunden. Aushilfen, Auszubildende, Mitarbeiter aus anderen Bereichen, die am Telefon keinerlei Auskünfte geben und nur mit einfachen Handreichungen helfen können.
Am Ende des Tages habe ich fast ausschließlich telefoniert und alle Unterlagen sind noch zu bearbeiten. Jeden Tag steigt die Anzal der Anrufe, weil jemand nachfragt, wann seine Unterlagen bearbeitet sind.

Wie entgehe ich einem Born-Out?

Verzweifelt
Mary


 

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17. Juni 2018 um 19:15

Erstmal heißt das Ding Burnout. Nicht Bornout. Burnout heißt ausgebrannt sein. Was wiederum bedeutet, dass man für etwas brennt, sich rein knie, bis man nicht mehr kann.  
Verhindern kann man es, indem man die Flamme klein hält. Du brauchst entsprechende Entlastung. Entweder muss dir z.B. eine echte Assistenz zugeteilt werden oder die Verantwortung muss auf mehrere Kollegen noch verteilt werden. 
Es klingt, als würde der Chef nicht in die Gänge kommen. Wenn ein Gespräch nichts bewirkt, dann solltest du handeln: keine üppigen Überstunden mehr, nicht mehr so durch den Tag hetzen, dass du abends völlig im Eimer bist. Solange du es irgendwie möglich machst, dass es auch so funktioniert, dann sehen viele Chefs leider keine Veranlassung, etwas zu ändern. 
Mach auch deinen Urlaub, schlepp dich nicht mit Fieber hin. 
Inder Freizeit natürlich Hobbys, Freunde, alles was dir gut tut und Spaß macht. 
 

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18. Juni 2018 um 7:30
In Antwort auf mangojeryy

Meine Kollegin und Mitstreiterin ist vor 2 Wochen plötzlich für mindestens 1 Jahr ausgefallen. Ich nehme für die Firma Aufträge an und bearbeite diese. Die erste Kontaktaufnahme erfolgt meist telefonisch. Später kommen per Fax und per Post die zu dazu gehörigen Unterlagen, die ich bearbeiten muss. Die Geschäftsleitung hat bisher nur Notlösungen für wenige Stunden. Aushilfen, Auszubildende, Mitarbeiter aus anderen Bereichen, die am Telefon keinerlei Auskünfte geben und nur mit einfachen Handreichungen helfen können.
Am Ende des Tages habe ich fast ausschließlich telefoniert und alle Unterlagen sind noch zu bearbeiten. Jeden Tag steigt die Anzal der Anrufe, weil jemand nachfragt, wann seine Unterlagen bearbeitet sind.

Wie entgehe ich einem Born-Out?

Verzweifelt
Mary


 

Wichtig ist, dass du es so "gelassen" wie möglich nimmst und dir keinen unnötigen Stress machst. Versuche dich in deiner Freizeit auszuruhen bzw. dir einen Ausgleich zu schaffen (Sport, viel Bewegung an der frischen Luft, ausreichend Schlaf, viel trinken, gesunde Ernährung etc.).

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19. Juni 2018 um 11:39
In Antwort auf mangojeryy

Meine Kollegin und Mitstreiterin ist vor 2 Wochen plötzlich für mindestens 1 Jahr ausgefallen. Ich nehme für die Firma Aufträge an und bearbeite diese. Die erste Kontaktaufnahme erfolgt meist telefonisch. Später kommen per Fax und per Post die zu dazu gehörigen Unterlagen, die ich bearbeiten muss. Die Geschäftsleitung hat bisher nur Notlösungen für wenige Stunden. Aushilfen, Auszubildende, Mitarbeiter aus anderen Bereichen, die am Telefon keinerlei Auskünfte geben und nur mit einfachen Handreichungen helfen können.
Am Ende des Tages habe ich fast ausschließlich telefoniert und alle Unterlagen sind noch zu bearbeiten. Jeden Tag steigt die Anzal der Anrufe, weil jemand nachfragt, wann seine Unterlagen bearbeitet sind.

Wie entgehe ich einem Born-Out?

Verzweifelt
Mary


 

Die eigenen Grenzen kennen, einhalten und verteidigen!
Organisation.
Work Live - Balance.
Sich abgrenzen können, nicht persönlich nehmen, was nicht persönlich ist, nach Feierabend nichts "mit nach Hause nehmen" (auch nicht gedanklich!)
Einen guten Ausgleich haben, wissen, wie man in der Freizeit "den Akku wieder auflädt" und das auch tun.

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konkret in Deinem Falle beispielsweise:
wenn Du merkst, dass es so nicht (weiter) geht, sprich Deine Chefs aktiv darauf an. Ganz sachlich, konkret und mit Fakten.
Führe einfache Protokolle, wie viele Anrufe am Tag hereinkommen. Erkläre dazu, dass Dich jeder angenomme Anruf auch immer aus allen anderen Tätigkeiten herausreißt. Schreib Dir mal auf, wie viel Verzögerung das tatsächlich ausmacht. Ala "eingegange Bestellung für ... Bearbeitungszeit störungsfrei: xxx min / h, durch y Unterbrechungen bei der Bearbeitung, davon z durch Telefonanrufe, die mir ein Kollege zeitweise abnehmen könnte, sind es ... min / h.
Mache Vorschläge - beispielsweise eine feste Aufteilung vom "Telefondienst" - so dass Du max 4h am Tag Telefondienst hast und dann ein Kollege, damit Du auch Deine anderen Aufgaben mit der Konzentration bearbeiten kannst, die sie verdienen. Sage, was aus Deiner Sicht noch erforderlich wäre, damit irgendwer anders da die 4h (oder Ihr teilt das durch 3 oder... weißt Du besser als ich, Du kennst die Gegebenheiten bei Euch, ich nicht) Telefondienst sinnvoll übernehmen könnte. So könnten Dir auch die "wenigen Stunden" sinnvolle Entlastung bringen.

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20. Juni 2018 um 13:55

Durch privaten Ausgleich und einem Gespräch mit der Geschäftsleitung, dass du nicht alleine die Arbeit von zwei Leuten machen kannst.

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20. Juni 2018 um 14:52

erst lesen dann antworten. :P
Es ging darum, sich mit Kollegen in die Zeiten zu teilen, was grundsätzlich auch dann geht, wenn die Kollegen "nur wenige Stunden" verfügbar sind und die Voraussetzungen zu schaffen, dass das geht.

"Kollege xy kann am Telefon keine Auskünfte geben" wie im Startbeitrag beschrieben, hilft nix. Aber "wenn zzz den Kollegen xy in die Produktpalette einarbeiten würde und ich ihm den üblichen Prozessablauf erklären würde, könnte xy soundsoviel Stunden Telefondienst übernehmen und ich könnte in der Zeit störungsfrei ...Das Problem ist, dass ich allein im letzten Monat xxx Zeit durch die ständigen Unterbrechungen verloren habe, die ich sinnvoller einsetzen könnte" - meistens schon.

Es ist doch durchaus auch im Interesse der GF, dass der Laden läuft - und zwar vorzugsweise nicht "irgendwie" oder "grad so" sondern "gut". Dabei helfen aber meist Lösungsvorschläge weiter als Beschwerden.
 

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