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Bewerbung zurückgezogen - bereut

9. Dezember 2020 um 21:27 Letzte Antwort: 15. Dezember 2020 um 10:52

Hallo zusammen,

ich war vor ein paar Tagen bei einem Vorstellungsgespräch für eine E8 Stelle nach TVÖD. Die Stellenausschreibung war an Verwaltungsfachangestellte oder Bürokaufleute gerichtet. Leider meinte die Personalerin zum Schluss, dass die Verwaltung kaum Vfa findet, aus diesem Grund haben sie die Stelle auf die Bk ausgeweitet. Da aber die Bürokaufleute laut ihrer Aussage mehr Einarbeitung benötigen, würden sie die ersten 3 Monate nach E4 bezahlen. Ich war echt geschockt. Das hatte ich noch nie gehört und fühlte mich gar nicht wertgeschätzt o.ä. . Aus diesem Grund habe ich am nächsten Tag meine bewerbung zurückgezogen. Der Abteilungsleiter von dem ausgeschriebenen Fachdienst antwortete mir noch, dass er es schaffe findet und ich in der engeren Wahl war.
Und jetzt beteuerte ich die Entscheidung, obwohl ich gleichzeitig Noch voll dahinter stehe.
Wie seht ihr das ganze?
Habe ich überreagiert oder hättet ihr an meiner Stelle Das gleiche gemacht?

...Chsi, ich muss dazu noch sagen, dass ich derzeit auch in einem guten Arbeitsverhältnis bin, aber ich für 5 Stunden weniger / Woche fast das gleiche Gehalt bekommen hätte

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9. Dezember 2020 um 21:32

Achja, ich habe mich natürlich auch vorher noch einmal informiert und E4 steht für Angelernte bzw. Ungelernte. Zudem Ist das Vorgehen laut Google auch tarifwidrig.
...aber dennoch überlege ich die ganze Zeit, ob ich richtig gehandelt habe

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10. Dezember 2020 um 8:18
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Hallo zusammen,

ich war vor ein paar Tagen bei einem Vorstellungsgespräch für eine E8 Stelle nach TVÖD. Die Stellenausschreibung war an Verwaltungsfachangestellte oder Bürokaufleute gerichtet. Leider meinte die Personalerin zum Schluss, dass die Verwaltung kaum Vfa findet, aus diesem Grund haben sie die Stelle auf die Bk ausgeweitet. Da aber die Bürokaufleute laut ihrer Aussage mehr Einarbeitung benötigen, würden sie die ersten 3 Monate nach E4 bezahlen. Ich war echt geschockt. Das hatte ich noch nie gehört und fühlte mich gar nicht wertgeschätzt o.ä. . Aus diesem Grund habe ich am nächsten Tag meine bewerbung zurückgezogen. Der Abteilungsleiter von dem ausgeschriebenen Fachdienst antwortete mir noch, dass er es schaffe findet und ich in der engeren Wahl war.
Und jetzt beteuerte ich die Entscheidung, obwohl ich gleichzeitig Noch voll dahinter stehe.
Wie seht ihr das ganze?
Habe ich überreagiert oder hättet ihr an meiner Stelle Das gleiche gemacht?

...Chsi, ich muss dazu noch sagen, dass ich derzeit auch in einem guten Arbeitsverhältnis bin, aber ich für 5 Stunden weniger / Woche fast das gleiche Gehalt bekommen hätte

Du hast absolut richtig gehandelt. Absolut richtig! Du gehst hauptsächlich wegen dem Geld in die Arbeit. Dir so wenig zu zahlen ist eine Frechheit. Haben duevschon mal darüber nachgedacht, ei e die Bewerber Leben sollen? Das geht nicht. Ist anmaßend. Zudem muss man in jedem Job eingearbeitet werden und sich einfinden. 

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10. Dezember 2020 um 9:09

Oh, vielen Dank. Deine Antwort hilft mir tatsächlich sehr.
Entschuldigt übrigens die Rechtschreibfehler, Irgendwie hatte die Autokorrektur zugeschlagen und ich konnte meinen Text nicht korrigieren ohne alles Vorherige löschen zu müssen.

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15. Dezember 2020 um 7:48

Also ich bitte dich: E4 sind 2363€ Brutto und ist doch für 3 Monate vollkommen ok. Ich finde du hast total überreagiert und dir eine tolle Chance verbaut. Du hättest nicht weniger verdient als jetzt, dafür die Sicherheit öffentlicher Dienst gehabt.

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15. Dezember 2020 um 7:49
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Achja, ich habe mich natürlich auch vorher noch einmal informiert und E4 steht für Angelernte bzw. Ungelernte. Zudem Ist das Vorgehen laut Google auch tarifwidrig.
...aber dennoch überlege ich die ganze Zeit, ob ich richtig gehandelt habe

Das stimmt auch nicht, E4 heißt mindest 3-jährige Ausbildung und nicht ungelernt.

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15. Dezember 2020 um 9:48

Also theoretisch finde ich das Vorgehen jetzt nicht weiter ungewöhnlich. Wenn es für dich finanziell nicht möglich gewesen wäre 3 Monate weniger Geld zu bekommen hätte ich auch abgesagt. Ansonsten spielen für mich allerdings noch andere Dinge eine Rolle. Waren die Aufstiegschancen besser oder gab es andere Vorteile? Wenn nicht hätte ich auch abgelehnt, da du mit deinem aktuellen Arbeitgeber ja zufrieden sein scheinst. 

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15. Dezember 2020 um 10:49

Naja, die Stelle klang schon sehr gut, aber ich finde es immer noch unverschämt dieses Angebot einem Bewerber zu unterbreiten, wenn es schon jahrelang untersagt ist und als tarifwidrig gilt. Ich finde nicht, dass das einen guten Eindruck auf den Arbeitgeber wirft. Zudem würde ich da auf volles Risiko gehen und eine gute Stelle kündigen ohne zu wissen wie mein neuer Arbeitsbereich ist und im schlechtesten Fall bei Kündigung mein Arbeitslosengeld mit u.a. E4 berechnet wird. Zudem kam im Gespräch raus, dass dieTelearbeit, wie in der Ausschreibung angeboten, erst nach der Probezeit (6-Monate) umsetzbar ist, was mit 3 Kindergartenkindern derzeit auch als schwierig zu gewährleisten ist. Aber das kann ich noch nachvollziehen, dass sie erstmal vorort jemanden richtig einarbeiten möchten. 
Aber, dass der Arbeitgeber das geringste Risiko eingeht und ich dafür umso mehr, finde ich nicht fair.

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15. Dezember 2020 um 10:52
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Das stimmt auch nicht, E4 heißt mindest 3-jährige Ausbildung und nicht ungelernt.

Das hast du wahrscheinlich von der Google-Startseite, aber wenn man richtig beim ÖD guckt, findet man raus, dass die EG E1-E4 für einfache Tätigkeiten von u.a.  An-/Ungelernten steht, wie z.B. als Bote & Küchenhilfe

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