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Bewertung "Begabt" (nicht hochbegabt) im Arbeitszeugnis

12. Juli um 1:09 Letzte Antwort: 16. Juli um 21:11

"Wir bedanken uns bei dieser begabten und engagierten Werkstudentin für die immer angenehme und konstruktive Zusammenarbeit" 

Liebe Community, 

eine Freundin wunderte sich über den Begriff "begabt" in meinem Arbeitszeugnis. (siehe obigen Wortlaut) 
Aus meinem CV lässt sich für unwissentliche Dritte der Rückschluss schließen, dass ich hochbegabt bin - das bin ich definitv nicht und es mir schon ein wenig unangenehm, dass das da so in meinem Zeugnis steht. Offenbar weckt das falsche Assoziationen ... und in Kombination mit meinem CV gewinnt der Ausdruck noch mehr an Brisanz. 

Natürlich kennen die Vorgesetzten, die das Zeugnis geschrieben haben auch meinen Werdegang. 

Im Internet finde ich nichts zu dieser Form der Bewertung "begabt". 


Mich würde Eure Meinung zu dem ganzen interessieren?

Wirkt es für euch auch komisch? Und assoziert ihr damit (sowie meine Freundin) eine besondere Begabung / Hochbegabung? Oder seht ihr das als Floskel? 

Danke für Eure Einschätzung! 

 

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12. Juli um 4:05

Eine hochbegabung muss getestet werden und darf nicht einfach niedergeschrieben werden. Von daher ist der Text völlig richtig und angemessen. Alles andere hätte einen Beigeschmack 

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15. Juli um 16:51
In Antwort auf dilara_99

"Wir bedanken uns bei dieser begabten und engagierten Werkstudentin für die immer angenehme und konstruktive Zusammenarbeit" 

Liebe Community, 

eine Freundin wunderte sich über den Begriff "begabt" in meinem Arbeitszeugnis. (siehe obigen Wortlaut) 
Aus meinem CV lässt sich für unwissentliche Dritte der Rückschluss schließen, dass ich hochbegabt bin - das bin ich definitv nicht und es mir schon ein wenig unangenehm, dass das da so in meinem Zeugnis steht. Offenbar weckt das falsche Assoziationen ... und in Kombination mit meinem CV gewinnt der Ausdruck noch mehr an Brisanz. 

Natürlich kennen die Vorgesetzten, die das Zeugnis geschrieben haben auch meinen Werdegang. 

Im Internet finde ich nichts zu dieser Form der Bewertung "begabt". 


Mich würde Eure Meinung zu dem ganzen interessieren?

Wirkt es für euch auch komisch? Und assoziert ihr damit (sowie meine Freundin) eine besondere Begabung / Hochbegabung? Oder seht ihr das als Floskel? 

Danke für Eure Einschätzung! 

 

wenn ich Arbeitgeber wäre, würde mich hochbegabt eher ins Grübeln bringen.

Zum einen: hochbegabte Menschen sind extrem selten. Zum anderen: sie haben üblicher Weise dafür an anderen Stellen größere Defizite. Überwiegend im sozialen / kommunikativen Bereich. Es gibt tatsächlich verdammt wenige Chefs in Spe, die mit einem exzentrischen Genie etwas anfangen könnten

Allerdings würde mich die unübliche Formulierung da auch stutzig machen. Wahrscheinlich würde ich mal nachfragen, aber schlimm / schlecht finde ich es keinesfalls.

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16. Juli um 19:10

Tut mir leid, aber Deine Behauptung kann ich so nicht stehen lassen.
Hochbegabte haben nicht ÜBLICHERWEISE an anderen Stellen größere Defizite!!
Das KANN vorkommen, ist aber nicht die Regel!
Meine Tochter ist hochbegabt und dadurch kenne ich sehr viele HB's!
Es sind vielleicht 20%, die im sozialen/ kommunikativen Bereich Probleme haben. 
Es ist nämlich im Gegenteil vielmehr  so, dass Hochbegabte sich bereits im Kindergarten und in der Grundschule mit den sozialen Defiziten der "Normalen" rumärgern müssen, weil diese neidisch sind und sehr gern Mobbing betreiben. 
Später im Berufsleben geht das dann munter weiter, wenn auch viel subtiler.
Das was Du hier in den Raum stellst, sind eindeutig Vorurteile und wieder mal typisch deutsch!!
In den USA haben Hochbegabte ein komplett anderes Ansehen. Dort sieht man ihr Potential und bekommt keine Steine in den Weg gelegt, sondern die Förderung verdient auch den Namen.
Kann man u.a. sehr gut erkennen an der Tech-Branche. Deutschland ist hier Entwicklungsland, stört aber niemanden...

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16. Juli um 21:11
In Antwort auf kassandra_07

Tut mir leid, aber Deine Behauptung kann ich so nicht stehen lassen.
Hochbegabte haben nicht ÜBLICHERWEISE an anderen Stellen größere Defizite!!
Das KANN vorkommen, ist aber nicht die Regel!
Meine Tochter ist hochbegabt und dadurch kenne ich sehr viele HB's!
Es sind vielleicht 20%, die im sozialen/ kommunikativen Bereich Probleme haben. 
Es ist nämlich im Gegenteil vielmehr  so, dass Hochbegabte sich bereits im Kindergarten und in der Grundschule mit den sozialen Defiziten der "Normalen" rumärgern müssen, weil diese neidisch sind und sehr gern Mobbing betreiben. 
Später im Berufsleben geht das dann munter weiter, wenn auch viel subtiler.
Das was Du hier in den Raum stellst, sind eindeutig Vorurteile und wieder mal typisch deutsch!!
In den USA haben Hochbegabte ein komplett anderes Ansehen. Dort sieht man ihr Potential und bekommt keine Steine in den Weg gelegt, sondern die Förderung verdient auch den Namen.
Kann man u.a. sehr gut erkennen an der Tech-Branche. Deutschland ist hier Entwicklungsland, stört aber niemanden...

Ja, nicht unwahrscheinlich, dass es durch die Erfahrungen in der Kindheit so ist. 

Und / oder damit, dass rationale / logische Betrachtungsweisen gegen die Wand laufen, wenn man von emotional reagierenden und agierenden Menschen umgeben ist. 

Und / oder damit, dass Menschen sich nicht gern unterlegen fühlen und fast immer aggressiv oder passiv aggressiv reagieren, womit man da auch irgendwann msl keinen Bock hat, das Theater weiter mitzuspielen. 

Warum auch immer, es läuft darauf hinaus, dass es nur sehr sehr wenigen Chefs gibt, die mit Hochbegabten etwas anfangen können.  Mag ein deutsches Defizit sein, ich kenne die USA nicht, da gibt es für mich zu viele andere Defizite, mit den geltenden Regelungen ist mir dieses Land krinen Urlaub zum näher Kennen kernen wert, die sind für mich gründlich abschreckend. 

Das wir uns in DE technologisch von einer der führenden Nationen zum Hinterwäldler entwickelt haben, würde ich nicht bestreiten. Ob das jetzt an diesem Punkt liegt? Mir fallen zuerst andere ein. 

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