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Bin ich zu penibel oder was ist los mit mir?

28. September um 14:52

Hallo,
ich bin 25 und habe eine Ausbildung zum Erzieher gemacht und auch noch 1,5 Jahre als solcher gearbeitet. Weil ich schon in der Ausbildung merkte, dass mir das nicht zusagt (trotz sehr guter Noten und Beurteilungen und viel Lob, was das ganze erschwert hat), habe ich mich nach Alternativen umgesehen. 

2017 hab ich dann voller Elan ein Studium zur Logopädie begonnen. Nun bin ich im 5.Semester und muss zum ersten Mal eigenständig Therapien planen und hab Kontakt zu Patienten in der Rolle des Therapeuten. Ich muss sagen, dass schon ab dem 3. Semester meine Motivation gesunken ist, und gute Noten hatte ich in den Klausuren eigentlich nie wirklich (immer so 3-4). 

Naja ich dachte, dass das mit der Praxis kommt. Aber ich kann es einfach nicht. Ich kann mir fachlich vieles nicht merken, habe auch teilweise Lücken und muss mich in Therapiesituationen so dermaßen verstellen, dass ich nicht mehr Echt bin. Und das merken die Patienten auch. 

Ich bezweifle recht stark, dass ich das Staatsexamen überhaupt schaffe, da dort auch ein Ad-Hoc-Patient bei sein wird. 

Meine Probleme sind folgende:
Das Ausbildungsjahr hat bereits begonnen. Was jetzt nicht das Problem wäre, da man ein Jahr (bzw. 10 Monate) ja auch mit Vorpraktika füllen könnte. Das viel größere Problem ist , ich habe keine Ahnung was ich machen will/kann. 

Ich bin kreativ, einfallsreich und setze mich mit Hürden intensiv auseinander, und versuche Probleme zu lösen. Bin sehr entspannt, kaum reizbar und bin tatsächlich fast immer gut drauf und stecke andere mit meiner guten Laune an. 

Ich kann: Mit dem PC umgehen, teilweise auch Bild- und Videobearbeitung, mich in Probleme und Menschen hineindenken, Dinge nüchtern betrachten, Abwägen und Entscheidungen treffen, Im Feierabend nicht an die  Arbeit denken

Ich kann nicht: VERKAUFEN, ständig wechselnde Schichten (feste Spät- und Nachtschichten sind gar kein Problem), Streiten bzw. nach der Devise der Kunde ist König handeln (Freundlich bleiben wenn Kunde wirklich ausrastet), 

Das kann ich mir vorstellen: Ich bin strukturiert, 8-10h problemlos n Berg Akten abarbeiten (ich weiss das klingt krank), An Videos schneiden/Bilder bearbeiten

Das hat mich in alten Berufen gestört
Elternarbeit ist nicht so meins
Kollegen, welche stressige Situationen vermeiden und damit gegen Absprachen handeln.
Leitungen die keine klaren Entscheidungen treffen können
Ich kann auf der Arbeit nicht „rumhängen“. Also ich habe ungern nichts zu tun
Ich kann nicht therapieren
 
Das verunsichert mich an potenziellen Berufen/Ausbildungen
Mediengestalter B&T : Technisches Verständnis (tu ich mich gerade physikalisch sehr schwer.), würde mich nur Bildbearbeitung und Schnitt interessieren, und das sind zwei Bereiche von vielen. Ich habe keinen Sinn für Ästhetik (bspw. Beim Einkleiden von Fotomodels)
Videoeditor: Gibt es kaum bis gar keine Ausbildungsplätze (Aktuell 0 für 2020)
Kaufmann für Audio- Visuelle Medien: sehr viel Kundenkontakt
Weitere Fragen gerne in die Kommentare.
Vielleicht ist hier ja jemand, der noch ne Idee hat oder Anregungen.
 
Tat auf jeden Fall mal gut, dass los zu werden.<3
 
 

Mehr lesen

30. September um 9:00

also kurz zusammengefasst als T-Shirt:
https://www.emp.de/p/beruflich/345013.html

Nun, wie kamst Du da überhaupt auf diese beiden Berufe? ^^

Anyway: Videoschnitt ist als Beruf soweit ich das aus Berichten gehört habe, ziemlich undankbar, um ehrlich zu sein. Mit den Arbeitsplätzen nicht besser als mit den Ausbildungsplätzen, fast alle nur als "Freiberufler" (mit allen Nachteilen und wenigen Vorteilen) ... und es gehören Kreativität UND Handwerk dazu.

Was mir hingegen sofort einfällt: Es gibt endlose Verwaltunsapparate rund um Kitas (Stadt- und Gemeindeverwaltung) und Logopädie (Krankenkassen, Bundesvereinigung der Logopäden, die für die Abrechnungen mit zuständig ist etc) - da ist es sicher von Vorteil, wenn Du den jeweiligen Beruf kennst, aber lieber der Nerd mit Akten hinter dem Schreibtisch bist als der "Ausführende" an der "Front".

Was dennoch bleibt und bleiben wird: Es gibt immer Kollegen, mit denen man nicht klar kommt und / oder die schlicht Idioten sind. Gab es immer, wird es immer geben. Selbst professionell bleiben, persönliche (und emotionale!) Distanz wahren und den Rest ignorieren. That's life.

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