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Depressiv verstimmt durch Arbeit...wie kann ich entkommen?

7. Juni 2017 um 19:31

Hallo ihr Lieben,

leider habe ich aktuell ziemliche Probleme bei/mit der Arbeit.
Zusammengefasst kann ich es so sagen: ich bin völlig überfordert, meine Kollegen behandeln mich schlecht und ich weiß nicht weiter.

Seitdem ich an meiner Stelle angefangen habe war es eigentlich schon so, dass ich immer der Fußabtreter war. Anfangs habe ich mir nichts daraus gemacht, die "Neuen" sind ja immer erstmal diejenigen, die alles machen müssen.
Nun ja, dann kam es aber mit der Zeit immer mehr dazu, dass meine Kollegen, eigentlich Kolleginnen, mich verbal ziemlich fertig gemacht haben. Das ging über ständiges Dazwischenrufen wenn ich telefoniert habe, bis hin zu Beleidigungen wie: "so dumm bist doch selbst du nicht" usw.
Ja, ich gebe zu, ich tu mich schwer mit meiner Arbeit. Das liegt einerseits daran, dass ich manches einfach nicht verstehe und mich nicht traue, zu fragen, aus Angst, wieder runter gemacht zu werden und andererseits daran, dass ich schusselig bin da ich mehrere Sachen gleichzeitig mache.
Aber ist es ein Grund, mich zu beleidigen, weil ich Fehler mache? Mir fallen auch manchmal Fehler bei meinen Kollegen auf. Ich weise sie, wenn, nett darauf hin. Jeder macht Fehler.

Weiter geht es: bin ich mal krank, werde ich wochenlang von meiner Kollegin dafür angemacht. Wie ich es wagen könnte meinen Kollegen mehr Arbeit aufzuhalsen indem ich zu Hause bleibe. Ich bleibe ja auch ohne Grund zu Hause......

Wenn ich was sage, gebe ich den anderen die Schuld.
Habe auch schon mit dem Chef gesprochen. Hat sich nichts geändert.

Das Allerschlimmste an dem Ganzen ist es, dass ich merke, dass ich mich selbst verändere. Ich bin genervt, traurig, nachdenklich und dadurch gemein zu Menschen, die mir wichtig sind. Das möchte ich nicht.

Jetzt war ich letztens im Urlaub und habe mal komplett abgeschaltet. Kaum am Handy gewesen, kein Facebook, nicht an die Arbeit gedacht. Das war so schön... Ich war ein komplett anderer Mensch, konnte offen auf Leute zugehen und habe mich willkommen gefühlt. Kein einziger depressiver Gedanke.
Jetzt bin ich seit 2 Tagen wieder auf der Arbeit und wieder depressiv verstimmt. Habe jeweils 10h gearbeitet, weiß nicht mehr was ich den ganzen Tag gemacht habe weil alles so viel war und hatte Kopfweh ohne Ende.
Gestern hatte ich den ganzen Tag Herzrasen und war total zittrig.
Heute hatte ich auf der Arbeit einen Heulanfall weil mir alles zu viel wurde. Das hatte ich zuvor noch nie, aber heute ging es nicht anders.
Ich habe seit Wochen keine Zeit mehr für irgendwas, da ich den ganzen Tag arbeite. Keine Termine, gehe nicht zum Sport, sage Freunden ab...

Meine beiden besten Freundinnen sagen, ich soll mir eine andere Stelle suchen. Ich bin nicht sicher, ob ich das möchte.
Eigentlich mag ich meinen Job. Es macht mir an sich(!) Spaß, habe einen unbefristeten Arbeitsvertrag und habe es nicht weit zur Arbeit.
Wenn dieses drumherum nicht wäre, wäre es der perfekte Job.
Ich kann mit Stress an sich umgehen, aber ich kann nicht damit leben, den ganzen Tag, jeden Tag aufs Neue nur runtergemacht und gemobbt zu werden. Das hatte ich schon mein ganzes Leben lang in der Schule...

Problem ist: dadurch, dass ich so schusselig bin, habe ich Angst, dass mein Arbeitszeugnis echt mies ist, ich keine andere Stelle finde, evtl. eine neue Stelle finde und diese mir nicht gefällt und ich meinen Vertrag aufgegeben habe... Ich bin nicht dumm, ich bin wirklich einfach schusselig.
Andererseits, wenn das so weitergeht, lande ich bald in der Klinik... das möchte ich auch nicht.

Habt ihr ähnliches erlebt und könnt mir Erfahrungsberichte geben?
Meinungen, Tipps, mich einfach nur aufbauen?
Ich möchte gerne wieder fröhlich durchs Leben gehen...

Liebe Grüße!

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