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Dränge ich mich wirklich in den Vordergrund??

18. Februar 2016 um 13:14

Ich bin sehr verunsichert und vielleicht kann mir jemand etwas raten. Meiner Meinung nach werde ich zu Unrecht "angegriffen" (so schlimm, wie sich das jetzt anhört, ist es aber nicht), ich bin natürlich bereit, umzudenken, wenn ich falsch liege, und mein Verhalten anzupassen.
Ich arbeite in einer sehr großen Abteilung. Sechs Frauen (mich eingeschlossen) sind aber auf dem gleichen Arbeitsgebiet tätig, jeweils 2 sitzen im gleichen Raum. Alle sind -großzügig gesehen- im selben Alter (zwischen 45 und 55 J.). Im Großen und Ganzen verstehen und "vertragen" wir uns. Nun komme ich aber zu meinem Problem:
Unsere beiden Vorgesetzten vergeben Sonderaufgaben (die ja eigentlich nur mit noch mehr Arbeit zu tun haben!!) meist an mich und die Kollegin, die mit mir im Zimmer sitzt. Das hat nicht etwa etwas mit kürzerer Wegstrecke zu tun oder weil wir "bestraft" werden sollen - die Chefs sitzen zu uns allen recht nah und wir sind - denke ich - genauso nett wie alle anderen.
Nun erfahre ich gelegentlich über andere, dass ein Teil der restlichen vier Kolleginnen meint, wir würden uns in den Vordergrund drängen, weil die Chefs nur an uns herantreten. Ich meine, wir springen doch nicht vor die Tür und rufen "ich! ich!", wenn die Chefs in Anmarsch sind! Es ist jedoch auch so, dass wir auch manchmal einige Dinge eben von selbst sehen und dann erledigen - zumindest ich (glaube ich wenigstens...) hänge das auch nicht an die große Glocke und sage nur, dass ich es erledigt habe, wenn ich auch gefragt werde. Ansonsten freue ich mich, wenn ich jemandem etwas abgenommen habe, oder sich niemand erst einen Kopf zu machen braucht, wann er das erledigen soll. Natürlich könnte ich die anderen mit ins Boot holen, wenn etwas zu machen ist, aber steht mir das denn zu? Wie würde dann wohl erst reagiert werden? Was ich mir anmaße etc. Da hab ich reichlich Kopfkino, aber natürlich kann ich das nur vermuten.
Letztens bin ich direkt von der einen Kollegin angesprochen worden, wir sollten doch Bescheid geben und nicht immer alles selber machen - aber wenn doch der Chef den Auftrag mir/uns gibt? Soll ich zu ihm sagen, die anderen "möchten auch mal"? Oder einfach - obwohl ich es erledigen soll, es an die anderen weitergeben? Aus Spaß meinte ich, dass ich das natürlich tue, um eine Prämie zu kriegen (die es nicht geben wird = öffentlicher Dienst und kein Beamter) - darauf kam so etwas wie "war uns schon klar" (sehr trocken und leicht angesäuert )
Ich möchte mich weiterhin mit allen gut verstehen. Man verbringt so viel Zeit bei der Arbeit, dass es mir wichtig ist, da keinen zu verprellen. Das meine ich ganz ehrlich! Habe dies auch schon einmal ganz vorsichtig bei einem Chef angesprochen (will ja nicht als Arbeitsverweigerer oder -weitergeber dastehen); der meinte ja auch, er käme sich manchmal ungerecht vor, nicht weil er die anderen außen vor lässt, sondern mir immer noch mehr Arbeit aufhalst, aber er wisse eben, dass ich es schnell, gut und unkompliziert so einfach mal nebenbei erledige... Nicht dass jetzt noch jemand denkt, ich habe nicht viel zu tun. Das ist genau ausgezählt, die Grundaufgaben sind bei allen gleich und ich muss mir schon immer diesen Raucher-Hass gefallen lassen, weil ich angeblich mehr Pausen mache - was ja wohl irgendwie rechnerisch nicht sein kann. Aber: Was soll ich denn machen? Wie soll ich mich verhalten?
Ich hoffe, es hat jemand einen Tipp für mich. Denn ich hab schon noch ein paar Jahre da vor mir - die Arbeit macht Spaß und ich weiß, was ich kann. Ich finde nicht, dass ich besser bin als die anderen - und möchte das auch gar nicht sein! Wir sollten doch ein Team sein. Sollten die anderen dann nicht selbst an die Chefs einmal herantreten?
Bitte - wenn jemand einen Einfall hat, melde dich...


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19. Februar 2016 um 20:21

Da bin ich wirklich beruhigt....
vielen Dank für deine nette Antwort! Natürlich finde ich sie besonders deshalb nett, weil ich genau so etwas gerne hören wollte. Aber da du mich ja nicht kennst, kannst du nur nach dem urteilen, was ich geschrieben habe. Von daher eine völlig unabhängige Meinung. Ich werde mir deinen Vorschlag einmal überlegen.
Ich hatte ehrlich gesagt etwas Angst, dass mich hier jemand niedermacht - ich wüsste gar nicht, wie ich mich verbiegen sollte, damit ich mich anders verhalte. Zumal ich mir keiner Schuld bewusst bin/war. Aber man nimmt vieles gar nicht wahr. Daher habe ich nachgefragt.
Dankeschön!!

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13. April 2016 um 14:30

Hallo
Ich hätte auch noch einen Tipp für dich: Also zunächst einmal schließe ich mich meiner Vorrednerin "glzinie" an. Bevor ich es aber so machen würde, würde ich erst einmal beim nächsten Mal, wenn dein Chef dir die Akte gibt, oder dir den Auftrag per E-Mail schickt, oder dir den Auftrag mündlich verfügt (ich weiß nicht, wie das bei euch abläuft) in einem ganz "beiläufigen", freundlichen Ton fragen "ist es okay, wenn ich das mal der Frau XY geben würde?" Also, so richtig beiläufig und ohne daraus ein "Ding" zu machen...verstehst du?
Du siehst dann ein seiner Reaktion, ob das jetzt angebracht ist oder nicht. Deine Frage war ja primär auch, wie es ankommen würde, wenn du mal die Arbeit "weitergeben" würdest. Ich würde es einmal probieren. Ich würde es auch eher dann probieren, wenn du gerade mit einer Aufgabe "versorgt" bist. Was ist denn auch schon dabei mal zu fragen, ob man die Aufgabe der Frau XY geben kann, weil man vielleicht gerade selbst etwas zu tun hat? Irgendwo versteh deine Kolleginnen. Ist schon ein bisschen komisch, wenn nur ihr beide im Büro mit anspruchsvollen Aufgaben versorgt werdet und die anderen "Hühner " nicht.
Ansonsten, wenn der Chef dir irgendwie zu verstehen gibt, dass bitte DU die Arbeit machen sollst, dann kannst du auch nichts mehr daran ändern. Missgunst, Neid unter Kolleginnen (unter Frauen ist es eh schlimm, deswegen bin ich froh, dass bei uns auch Männer im Kollegium sind) sind leider nichts Neues und eigentlich auch etwas normales. Da musst du drüber stehen. Wir leben leider in einer "Ellbogengesellschaft". Ist einfach so.

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