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Ein Quatral voller Chaos und nun das große Schweigen.

2. Februar um 18:39 Letzte Antwort: 6. Februar um 23:27

Hallöchen!

Zuerstmal vorweg. Es könnte lang werden. Lang, sprunghaft und kompliziert. Ich versuche Witze (!) einzubauen um's erträglicher zu gestalten. 
Nun denn.

Ich arbeite in meinem ersten und einzigen Job nun seit 5 Jahren, ich bin 25, und ich mache meine Arbeit mit tatkraft und hingabe. Vorallem in den letzten Jahren habe ich mich, und meine Kollegen würden das sicher unterschreiben, zu einem sehr wertvollen und innovativen Kollegen gemausert. Je runder und glatter es auf der Arbeit läuft, desto unbesiegbarer und toller fühle ich mich. Bitte steinigt mich nicht, nur weil ich mich laut zu sagen traue: "Ich finde meine Arbeit toll, sie wächst mit mir und ich mit ihr!"
Ich bin ein kleiner ... direkter Perfektionist. Der kleinen Arbeitsbereich, in dem ich damals begonnen habe, hat sich von 2 Geräten auf nunmehr 5 Geräte erweitert. Und als der Arbeitsbereich von Jahr zu Jahr weiter wuchs war ich mitten drin. Es ist, wie ein Kind aufwachsen zu sehen. Man lernt es kennen und lieben.
Das ist mit einer der Gründe, warum ich in meinem Job so gut bin. Ich war von anfang an dabei. Deshalb kenne ich auch die meisten Macken und Fehler und so weiter und so fort. 
Neben mir dürfen nur 1 + 2 halbe Mitarbeiter an diesem Platz arbeiten. Er ist mittlerweile so komplex und effizient, dass jede abnormität in einem sehr langen Tag endet. Das WAR aber bisher eher die ausnahme.

Achtung, es folgt ein plötzlicher Themenumschwung.
Der eine halbe, oben aufgezählte Kollege, (fast 40, verh. 2 Kinder) hatte im Sommer gemeint, er müsste mir mitteilen (Whatsapp, wie man das heute so macht), dass er seit damals über 2 Jahren tiefe Gefühle für mich hegt, die er über die lange Zeit in sich gepresst und verschweißt habe. 
Zur kurzen Anmerkung: Ich hatte selbst vor 2,5 Jahren etwas "gemerkt". Habe mich verfolgt gefühlt und bin ausgewichen. War echt grußelig. Er trägt mir Dinge nach, setzt sich (ohne mein Wissen oder meine Erlaubnis) bei Vorgesetzten für mich ein und so weiter.
Ich lass jetzt mal das Drama, dass sich aber echt abgespielt hat mal weg. Ich kann aber sagen, es war wie in einem schlechten Teeniefilm. Nachdem ich ihm dann mit meiner mir eigenen direkten Art mitgeteilt habe, dass er mich (es ging um die Nachrichten, die er mir nach der Arbeit schickte) stört, dass ich keine Lust habe zu schreiben und überhaupt noch mit ihm zu tun zu haben, weil er sich nicht unter Kontrolle habe, kam keine Nachricht mehr.
Stattdessen werde ich nun auf der Arbeit regelmäßig angeschrien, angezickt und beleidigt. Auch vor Kollegen. 
Bloß blöd, dass er so für mich immer geworben hat, dass jetzt niemand mir die Schuld gibt wenn es eskaliert. (er ist echt länger dort als ich)

Mit dieser Lage würde ich irgendwie zurrecht kommen. Aber - leider - ist das nicht alles.
Im November wurde ein Akademiker eingestellt um ... "die Leitung über den wachsenden Platz zu übernehmen".
Der Akademiker ist im ersten Monat so mit mir aneinandergeraten (wovon ich nichts mitbekommen habe, da mir nicht gesagt wurde, wofür selbiger da ist. Ich habe einfach nur meine Arbeit gemacht), dass es bis zu Chefin ging. Dort habe ich dann von all dem erfahren. 
Ich habe neuem Eindringling anschließend die Hand gereicht und gemeint: "Lass uns von vorn anfangen." 
Lief gut ... mit Unterbrechungen ... bis Weihnachten - da hatten alle Urlaub.

Neujahr kam. Und mit mir und meinem ganzen Kollegen wird kein einziges Wort gewechselt. Ich bin gerade nicht an diesem Platz eingeteilt, aber ich bekomme mit, dass ständig Dinge aus dem Ruder laufen und dass (jetzt nicht mehr) meine Geräte/Kinder/Babys/absolute-Perfektion/Sexy in einem absolut katastrophalen Zustand sind. Und es macht mich fertig. 
Habe bis auf "Schweigen der Akademiker" und meiner Chefin alle informiert und meine Sorgen mitgeteilt. Habe sogar eine formelle Email geschrieben, in der wir (ganzer Kollege - er leidet auch- und ich) um wöchtendliche Besprechungen gebeten haben.
Mittlerweile haben Schreihals (der NIE Pause machte) und Ich-Rede-Nicht-Mit-Euch angefangen zusammen Pause zu machen. 
Mir wird dabei jedesmal übel. 

Seit der Email sind jetzt bestimmt 3 Wochen, und 3 defekte Geräte, vergangen, ohne dass etwas passiert ist. 

Dass neuer Kollege sich nicht mit der Person unterhält, die zuvor alles geregelt und instand gehalten hat finde ich nun das schlimmste. 

Von meiner Abteilungsleitung habe ich folgendes zu hören bekommen: "Warte ab, du bekommst deine Position wieder, sobald das geklärt ist."

Mittlerweile denke ich massiv darüber nach zu kündigen, oder zumindest damit zu drohen.

Hat irgendwer Worte für mich, die das hier in eine ansatzweise verständliche Realität rücken können? 
4 Monate Chaos ist doch nichts, was ein so großes Unternehmen, in dem ich arbeite, dulden kann, oder? Ich kann es scheinbar nicht. Bin verzweifelt.


Toll durchgehalten... oder doch nicht?

Grüße,

Fallengelassener Stein

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6. Februar um 23:27

Ich denke, du nimmst dich zu wichtig. Mit Kündigung drohen etc. Das ist das dümmste was man machen kann. Du wirkst so, als ob sie dort etwas gehören würde aber dir gehört dort gar nichts. Du wirst dort jeden Monat für deine Leistungen bezahlt. Danken oder anerkennen im besonderen Maße muss dir das keiner. Wie ihr untereinander umgeht ist unprofessionell und unkollegial. Das macht man nicht. Das wird nicht geduldet. Du bist zwar sehr überzeugt von dir, bedenkt aber nicht dass man dir jemand anderen vorgesetzt hat und dieser jemand wird auch bleiben..denn dafür ist er auch da. 
bitte arrangieren oder gehen
 

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