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Einstiegsgehalt, wie vorgehen bei Verhandlung nach Ausbildung?

21. Oktober 2016 um 1:33

Hallo Leute,

ich habe mich hier gerade angemeldet, da ich bald mit meiner Ausbilderin (Personalerin) über meine Übernahme nach der Ausbildung sprechen werde.

Ist ein recht langer Text geworden, wer keine Lust hat einfach gehen, über Antworten wäre ich aber sehr dankbar, da ich echt unsicher bin.

Ich habe gerade ein duales Studium in der Firma gemacht. Bei vielen Kommilitonen geht es gerade schon in richtige Verhandlungen um den neuen Job und das Gehalt, daher will ich vorbereitet sein.

Bisher habe ich immer gehört, dass ich übernommen werden soll. Meine Noten im Studium sind ok, es ist auch mal eine schlechte und sehr gute Note dabei, entspricht aber etwa dem Durchschnitt, wobei wir extra bei der Hochschule sind, da diese ein sehr hohes Niveau hat und viel mehr nicht benotete Pflichleistungen hat in der Praxis- und Studienphase, 3 Jahre quasi ohne Freizeit, aber dafür mit mehr Erfahrungen abschließen als andere duale oder normale Studenten...
Von den Abteilungen kam bisher immer nur positives oder oft sogar sehr positives Feedback (wir haben so einen Bewertungsbogen, wo uns von der Abteilung Punkte gegeben werden und Freitext-Platz ist). Außerdem kommt noch die Bachelor-Thesis, die bringt 18% der Gesamtnote, da kann ich hoffentlich noch was verbessern.

Einziges kleines Problem:
Mit meiner Ausbilderin bin ich nie wirklich warm geworden.
Zudem gab es da auch teilweise einfach Verständnisprobleme, da sie sich nicht klar ausdrückt zu wann sie Ergebnisse haben möchte und ich viel zu tun hatte in den Abteilungen.
Mitlerweile mache ich alles für sie sofort, aber gerade am Anfang war sie da schon genervt von mir, aber auch auf Nachfrage kam einfach keine klare Info.
So hatte ich eine Aufgabe über das ganze Studium, ich habe ihr auch Zwischenergebnisse geschickt aber sie wollte plötzlich die eine Aufgabe davon final haben und war total sauer, dass ich ihr die nicht sofort liefern konnte sondern ein paar Tage brauchte ("ich bin sehr enttäuscht von Ihnen".
Dazu kam, dass einige Abteilungen die Bewertungen nicht geschickt haben und das NUR meine Schuld ist, dabei habe war ich da wirklich hinterher! Haben sogar die Abteilungsleiter auch zugegeben, dass sie viel zu tun hatten, aber für die Personalerin hätte ich mehr tun müssen.
Persönlich hat es auch einfach nicht geklappt, daher war das immer ein Problem.
Sie ist auch sehr launisch, mal übertrieben nett und dann wieder total zickig.
So meinte sie an einem netten Tag falls zu dem einen Thema noch was wäre könne ich zu ihr kommen, ich habe ihr dann geschrieben und sie war total zickig, ob ich mich nicht selber kümmern könnte. Dabei hatte sie es angeboten und sogar noch mal betont. Und nein, das konnte ich nicht selber regeln, dazu fehlten mir die Berechtigungen was sie weiß(!), eine nette Kollegin hat es dann für mich gemacht.
Eben das war auch das Problem mit den Aufgaben von ihr, man wusste einfach nie was ist.


Ich muss sagen, wenn sie was will gehe ich immer schon mit starkem Bauchgrummeln zu ihr.
Und genau mit ihr muss ich nun dieses Gespräch führen. Das bereitet mir natürlich zusätzliche Sorgen, zu der ohnehin schon aufregenden Situation.

Es kann sein, dass mir nur allgemein angeboten wird welche Stellen frei wären, aber ich will für alle Fälle vorbereitet sein.

Zur Situation:
3 jähriges duales Studium, nächstes Jahr fertig
weiblich
Firma muss mir (wenn sie mir was anbieten) laut meinem Ausbildungsvertrag Vollzeit, unbefristet und eine bestimmte Gehltsstufe anbieten. Sonst müsste ich nicht zurück zahlen und könnte einfach so gehen, was aber sinnlos wäre, da sie sehr dringend junge Leute brauchen und daher überhaupt erst mit dem dualen Studium angefangen haben.
Ich bin die erste duale Studentin, es gibt also keine Erfahrungen mit Auszubildenden oder anderen dualen Studenten, daher hier auch kein Richtwert für mich. (meine Ausbilderin hatte auch noch keine Erfahrung davor)

In der Gehaltsstufe lt. Tarifvertrag gibt es erhebliche Spielräume von fast 1000€ in meiner vorgegebenen Stufe. Dort ist es mit Berufsjahren betitelt, aber ich weiß aus Personalrecht, dass die Firma einen auch höher einstufen kann, wenn sie will. Zumal Berufsjahr 1+2 dort auch gar nichtexistiert, es beginnt dort erst mit dem 3.+4. Jahr.

An sich bin ich mit dem untersten Gehalt der Stufe zufrieden, in der freien Wirtschaft könnte man mehr bekommen, aber die Firma an sich macht super viel für die Mitarbeiter und ich werde eine Gehaltsstufe höher einsteigen (wenn man deren Gehalt in meinen Tariftabelle umwandelt) als viele Kommilitonnen, aber ich will nicht hinterher das Gefühl haben, ich hätte vielleicht mehr rausholen können.

Ich bin nur unsicher was ich zum Thema Gehalt sagen soll.

Meine Argumente für ein höheres Gehalt:
-Ich habe das Studium "gut" bestanden (Firma meinte am Anfang ich solle irgendwie bestehen, da die Hochschule so schwer ist, da gäbe es keine Erwartung an meine Noten; 50% dort brechen ab!), dabei hatte ich es viel schwerer als die anderen. (ich konnte wegen meiner Firma Transfer-Aufgaben oft nicht machen und musste auf komplexere andere ausweichen oder alles selber rausfinden statt es in der Firma zu lernen, da die Hochschule das erste mal mit der Branche gearbeitet hat und ich auch hier die einzige war, immer ein Sonderfall). Personalerin meinte zum Jahrgang unter mir auch mal ich hätte gute Noten. Für die zwei Jahrgänge nach mir wurden mit meiner Hilfe in der Uni Lösungen entwickelt.
-Ich habe mit meinen Plänen das duale Studium für spätere duale Studenten in der Firma strukturiert und so einiges an Erfahrung erlangt + das was ich in der Uni noch erarbeitet habe (die Ausbilderin hat durch fehlende Praxis hier leider "komplett versagt" nach Meinung von mir und vieler Kollegen und mir einfach die Aufgabe übertragen als es Probleme gab, statt sich zu kümmern)
-der Bereich in den ich komme ist hoch komplex, dort übernehme ich nach kurzer Einarbeitung schon sehr weitreichende und für die Firma entschiedende Aufgaben, was eine höhere Vergütung nur bekräftigen würde (falls mir einer der zwei Bereich angeboten wird, die mich umbedigt wollten, dort verdienen durch das höhere Risiko alle deultich mehr)

Mehr fällt mir spontan nicht ein, aber ich habe ja noch 2 Wochen Zeit.

Habt ihr noch Ideen?

Wie viel würdet ihr mehr verlangen? Eine Stufe mehr, zwei oder noch mehr? Vielleicht sogar gar nichts, sondern nur die unterste Stufe der Tarifstufe?
Gucken was sie anbieten und dass dann nehmen? (vielleichten bieten sie ja schon etwas mehr)
Eine Stufe mehr ist immer etwa eine Steigerung von 150€ brutto.

Wie intensiev würdet ihr es verlangen? Ein mal versuchen und dann lassen oder schon versuchen zu handeln?

Ich bin da irgendwie typisch Frau, lieber was sicher nehmen als Stress zu bekommen, davon will ich mich aber lösen.
Außerdem ist unter mir einer, der extrem selbstbewusst ist, super argumentieren kann und mit unserer Ausbilderin super klar kommt, der würde da sicher richtig viel versuchen raus zu schlagen und nichts wäre ärgerlicher, als wenn er hinterher mehr bekommt, für exakt den gleichen Abschluss (Bewertungen der Abteilungen sind ähnlich, mal einen Punkt mehr, mal weniger; in der Uni scheine ich einen Tick besser zu sein als er).

Meine Vater meint erst mal den Job haben und dann die nächsten Jahre in den Mitarbeitergesprächen versuchen zu handeln, meine Mutter meint ich könne es einfach gleich probieren, ist sich aber unsicher wie viel und wie intensiev...

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