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Finanzielle Ziele - Karriere - Unverständniss

28. Februar 2018 um 10:41

Hallo zusammen,

im Grunde rede ich eigentlich mit niemandem groß über meine finanzielle Lage, da mich einfach der Großteil nicht versteht, wieso ich bestimmte Sachen mache und wie ich sie angehe und was meine Ziele sind. Darunter fällt leider meine Familie, meine Freunde und auch meine Arbeitskollegen.

Ich frage mich dann nur immer, ob mit mir was nicht stimmt, oder ob die anderen einfach keine Vorstellung vom Leben haben und was das alles kostet. Dass ich bereits in jungen Jahren anfangen sollte vorzusorgen.

Um mal grobe Vorstellungen zu bekommen, wie meine momentan Lage ist und was ich erreichen möchte hier mal die kurzfassung dazu:

Ich bin 25 Jahre alt, war ein absolut fauler Schüler und habe mich gerade so durch die Hauptschule gedrückt und habe mit der mittleren Reife abgeschlossen. Mit 16/17 habe ich meine Ausbildung angefangen und engagiere mich seither in diesem Betrieb sehr gut. Mittlerweile hatte ich einige aufstiegsmöglichkeiten, so dass ich mittlerweile die 4000€ Brutto geknackt habe und für meinen Job extrem gut bezahlt werde. Seit ca. 4 Jahren hat mich das Investieren, die Börse stark gepackt. Seitdem bin ich auch in diesem Bereich sehr viel unterwegs und Investiere monatlich 75% meines Ersparten. Vor 1 Jahr habe ich mir ein Nebengewerbe aufgebaut, da ich nur 35h/Woche arbeite und ich einfach noch viel Zeit nebenher habe. Durch glückliche Umstände bin ich nun ebenfalls an eine Eigentumswohnung gekommen, die ich mitte Jahres vermieten werde, als zusätzliche Einnahmequelle. 

Meine Ziele sind, dass ich bis 30-35 Finanziell unabhängig sein möchte, das bedeutet, dass ich meine Fixkosten komplett gedeckt haben möchte mit passives Einkommen durch Dividenden, Mieteinnahmen und meinem Nebengewerbe. Optimal wäre natürlich, wenn dann noch Geld über bleiben würde, für Essen und co.

Wieso wird man aber bei solchen Zielen, Wünschen immer schlecht gemacht? Meine Familie versteht nicht, wie ich in Wertpapiere investieren kann, da es viel zu Risikoreich ist. Ebenfalls verstehen sie nicht, wieso ich nicht lieber einen Bausparer mache und die Rister beitragsfrei laufen lasse. Meine Kumpels meinen, ich leiste mir zu wenig und ich solle im hier und jetzt leben, dabei geht es mir mehr als gut. Ich kaufe mir nicht die neusten Elektrogeräte, weil ich sie nicht brauche. Ich habe die letzten 2 1/2 Wochen Urlaub in Amerika verbracht, was mir viel mehr wert ist, als der neuste 4k TV. Auch hier kommt absolutes Unverständniss auf. 

Arbeitskollegen haben mich schon fast ausgelacht, als ich mal erwähnt habe, dass ich ein Nebengewerbe angemeldet habe. Schon allein den Steuervorteilen wegen, lohnt sich das für mich gewaltig. Wird aber auch nicht verstanden.

Bin ich für mein Alter wirklich so extrem?

Dass meine Eltern das nicht verstehen ok, sie können damit einfach nichts anfangen und leben immer noch den Grundsatz, dass die Börse nur was für Reiche ist. Auch dass ein Börsencrash nicht nur schlechtes mit sich bringt, ist absolut banal für sie. 

Wieso wird man, wenn man Finanzielle Ziele hat, gewisse Vorstellung vom Leben und der Altersvorsorge hat, so schlecht gemacht? Ich weiß dass es auch andere Menschen mit ähnlicher Einstellung gibt, doch in meiner Umgebung kenne ich leider keinen. Natürlich wird mal hier und dort investiert, gebaut und sich selbstständig gemacht. Doch ich höre dann immer nur, dass alles nicht so läuft, die kosten zu hoch sind, man zu viel Zeit für die Selbstständigkeit braucht usw.

Würde mich einfach mal über eine gute Unterhaltung freuen, wie ihr das so seht. Ob ihr ähnliche Vorstellungen habt, oder ob ich in euren Augen einen an der Waffel habe.

Liebe Grüße

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28. Februar 2018 um 12:19

Ich kanns verstehen, wenn man nicht an die Börse geht, aber da hat eben jeder seine eigene Risikobereitschaft und ohne Risiko wirst du heutzutage auch einfach nichts mehr verdienen mit den Niedrigzinsen überall. 75% find ich ganz ok.

Wie meinst du das, dass ich meine Umgebung verstehen soll? 

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1. März 2018 um 7:55

Ich frag mich ja was du mit deinem Post bezwecken willst. Es ist schön für dich, dass du soweit unabhängig bist. Ich hoffe doch das du auch fein deine Steuern zahlst... Ich denke, dass du selbst mit deinem Bruttoeinkommen ganz vernünftig dastehen würdest im Leben.

Wie du lebst ist deine Entscheidung! Was du mit deinem Geld wann und wie machst entscheidest du. Keiner darf dir reinreden. Ob du lieber Urlaub machst oder nen neuen Tv kaufst ist dir überlassen. Aber ich denke du hast gemerkt, das die Welt um dich herum anders tickt in mancher Hinsicht. Ich will mal meine Gedanken zu deinem Post schreiben...

Ja es ist wichtig fürs Alter vorzusorgen und das nötige Kleingeld zu haben. Aber jetzt nur dafür zu leben, dass man es später gut hat, ist der falsche Ansatz mMn. Ich hab das Gefühl, dass sich bei dir alles darum dreht, das das Geld stimmt. Man lebt nur einmal. Du kannst morgen früh mit deinem Auto am Baum landen oder ähnliches und alles ist schwupps vorbei. Wofür hast du das alles gemacht? Mitnehmen kannst du nichts, mit deinen Altersvorsorgen kann nur noch die Versicherung was anfangen wenn kein anderer bezugsberechtigt ist.
Dann ist doch die Frage, wie bist du mit deinem Leben bisher zufrieden? Bist du ausgefüllt mit dem was du tust? Damit meine ich nicht deine berufliche und finanzielle Situation. Gibts jemand der an deiner Seite ist und mit dem du den Leben teilen kannst? Alles ist schöner wenn man es mit jemand teilen kann!

So wie du schreibst, hab ich das Gefühl, dass du tief in dir weißt, dass irgendwas fehlt. Du suchst jetzt von uns Bestätigung, weil du Zweifel hast ob es richtig ist was du machst. Du scheinst ja iwi schon fast süchtig zu sein nach finanzieller Sicherheit. Ich kann dir die Frage nicht beantworten. Das kannst nur du. Ich persönlich habe andere Ziele im Leben und finde deinen Blick auf finanzielle Sicherheit auch im Hinblick auf deinen Verdienst etwas übertrieben. Es gibt viele Leute mit viel weniger Einkommen, die hier keine Posts schreiben würden weil sie zufrieden mit sich und ihrem Leben sind. Das gilt natürlich nicht für jeden. Jeder jammert mal, Geld gibts grundsätzlich nicht genug. Das ist aber am Ende nicht das was wichtig ist im Leben. Keinen interessiert es später mal das du 50-60h gearbeitet hast pro Woche und dein Konto immer voller wird, deine Mieteinnahmen und Dividenden deine Ausgaben decken usw...Am Ende liegt jeder mal in der Kiste und danach zeigt sich, ob man Spuren hinterlassen hat in der Welt. Geld ist da flüchtig wie Nebel..

 

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9. März 2018 um 21:07

Vermutlich ist es dein Alter und das Alter deiner Gesprächspartner. Viele deiner "Kollegen" werden mit den Worten "passives Einkommen" "Dividenden" und "Nebengewerbe" schon überfordert sein.

Du machst alles richtig, keine Sorge. Vielleicht hast du irgendwann mal Kinder und hast dann den "Luxus", sie aufwachsel zu sehen, während die, die dich heute "auslachen", sich 40 h in einem mittelmässig bezahlten Job abrackern und nichts von ihrer Familie haben.

Ich würde dir aber wirklich empfehlen, dich mit Leute anzufreunden, die ein ähnlichen Leben führen und ähnliche Ziele haben. Bei deiner Familie eifach nicht mehr so viel erzählen und damit zurechtkommen, dass sie vielen nicht verstehen. Das macht sie nicht zu schlechteren Menschen, aber vergiss nicht, was man nicht kennt, kann einem Angst machen.

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21. März 2018 um 10:43
In Antwort auf lori1223

Vermutlich ist es dein Alter und das Alter deiner Gesprächspartner. Viele deiner "Kollegen" werden mit den Worten "passives Einkommen" "Dividenden" und "Nebengewerbe" schon überfordert sein.

Du machst alles richtig, keine Sorge. Vielleicht hast du irgendwann mal Kinder und hast dann den "Luxus", sie aufwachsel zu sehen, während die, die dich heute "auslachen", sich 40 h in einem mittelmässig bezahlten Job abrackern und nichts von ihrer Familie haben.

Ich würde dir aber wirklich empfehlen, dich mit Leute anzufreunden, die ein ähnlichen Leben führen und ähnliche Ziele haben. Bei deiner Familie eifach nicht mehr so viel erzählen und damit zurechtkommen, dass sie vielen nicht verstehen. Das macht sie nicht zu schlechteren Menschen, aber vergiss nicht, was man nicht kennt, kann einem Angst machen.

Super Zusammenfassung! Gut auf den Punkt gebracht!

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25. März 2018 um 20:08

Das Leben ist ungerecht und in gewisser Weise gerecht. Viele rackern sich den Arsch ab, arbeiten in der Woche über "einen Tag mehr" und bekommen weit weniger Lohn als Du es tust, arbeiten länger, arbeiten härter, haben eine höhere Ausbildung, dennoch sind sie verlierer im System.
Gerecht ist das Leben wenn man zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Entscheidungen trifft, was auch groß in die Hose gehen kann, aber die meißten (self made) reichen Menschen haben in ihrem Leben irgendwann einmal einen sehr riskanten Schritt gewagt.
Klingt so als würde dir das Glück in den Schoss fallen - derart viele Gelegenheiten bieten sich den meißten Menschen nicht bis zur Pension.

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