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Frage zu Nähe und Distanz in der Psychiatrie

28. April um 9:06

Hallo, ich bin der Ausbildung zu Gesundheits- und Krankenpflegerin. Ich habe momentan einen 5 wöchigen Einsatz in der Psychiatrie, auf einer offenen Männer Station. Bin ein recht lockerer und aufgeschlossener Mensche, weshalb ich mich mit vielen Patienten recht gut verstehe (ich pass aber trotzdem auf dass ich den Patienten keine relevanten, zu privaten Informationen über mich Preis gebe und generell über mich selbst deutlich weniger erzähle als die Patienten.) Und dort hat sich ein 9 Jahre älterer Patient in mich verliebt. Er versucht immer wieder zu flirten und sucht den Kontakt, reagiert auch manchmal schon mal leicht eifersüchtig wenn ich bei anderen Patienten bin und versucht dann die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Er ist sonst aber ein recht freundlicher und charmanter Kerl. Hab ihm zwar schon mal erklärt dass Beziehungen zwischen Pflegepersonal und Patient nicht erlaubt sind, aber so ganz hat er das nicht verstanden, er versucht zwar sich zumindest teilweise an die vereinbahrte Distanz zu halten, das klappt aber noch nicht so hundertprozentig, hin und wieder rutscht ihm auf Station auch mal das DU raus. Hab nun keine Ahnung wie ich damit umgehen soll und eine humane Lösung finden soll. Da es ja psychiatrische Patienten sind ist es meines Wissens nach ohnehin jeglicher private Kontakt, auch nach der Entlassung, absolut verboten. Ich versteh diese Regel auch, es soll ja auch zum Schutz des Patienten dienen, schließlich neigen psychisch Kranke auch dazu etwas labiler zu sein, ums mal so zu formulieren. Spich man tut dem Patienten damit wahrscheinlich auch keinen Gefallen. Hab auch Angst dass die Pflegekräfte da irgendeinen Verdacht schöpfen und ich am Ende Ärger bekomme, bin glücklicher Weise nur noch 2 Wochen auf dieser Station. Hab mich schon in mehreren Foren dazu belesen und irgendwie keine klare Antwort dazu gefunden. Falls es auch Literatur zu dem Thema: Nähe und Distanz in der Psychiatrie gibt würde ich über Empfehlungen und generell Tipps für dieses Problem freuen.
LG

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29. April um 22:59

Warum nimmst du dir keine Hilfe bei der Stationsleitung oder deiner Praxisanleiterin?

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30. April um 13:43
In Antwort auf huo_18233305

Hallo, ich bin der Ausbildung zu Gesundheits- und Krankenpflegerin. Ich habe momentan einen 5 wöchigen Einsatz in der Psychiatrie, auf einer offenen Männer Station. Bin ein recht lockerer und aufgeschlossener Mensche, weshalb ich mich mit vielen Patienten recht gut verstehe (ich pass aber trotzdem auf dass ich den Patienten keine relevanten, zu privaten Informationen über mich Preis gebe und generell über mich selbst deutlich weniger erzähle als die Patienten.) Und dort hat sich ein 9 Jahre älterer Patient in mich verliebt. Er versucht immer wieder zu flirten und sucht den Kontakt, reagiert auch manchmal schon mal leicht eifersüchtig wenn ich bei anderen Patienten bin und versucht dann die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Er ist sonst aber ein recht freundlicher und charmanter Kerl. Hab ihm zwar schon mal erklärt dass Beziehungen zwischen Pflegepersonal und Patient nicht erlaubt sind, aber so ganz hat er das nicht verstanden, er versucht zwar sich zumindest teilweise an die vereinbahrte Distanz zu halten, das klappt aber noch nicht so hundertprozentig, hin und wieder rutscht ihm auf Station auch mal das DU raus. Hab nun keine Ahnung wie ich damit umgehen soll und eine humane Lösung finden soll. Da es ja psychiatrische Patienten sind ist es meines Wissens nach ohnehin jeglicher private Kontakt, auch nach der Entlassung, absolut verboten. Ich versteh diese Regel auch, es soll ja auch zum Schutz des Patienten dienen, schließlich neigen psychisch Kranke auch dazu etwas labiler zu sein, ums mal so zu formulieren. Spich man tut dem Patienten damit wahrscheinlich auch keinen Gefallen. Hab auch Angst dass die Pflegekräfte da irgendeinen Verdacht schöpfen und ich am Ende Ärger bekomme, bin glücklicher Weise nur noch 2 Wochen auf dieser Station. Hab mich schon in mehreren Foren dazu belesen und irgendwie keine klare Antwort dazu gefunden. Falls es auch Literatur zu dem Thema: Nähe und Distanz in der Psychiatrie gibt würde ich über Empfehlungen und generell Tipps für dieses Problem freuen. 
LG

warum fragst du denn jetzt hier wieder? richte dich bitte an deine kollegen und ausbildenden.

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10. Mai um 12:40

"Bein recht lockerer und aufgeschlossener Mensche, weshalb ich mich mit vielen Patienten recht gut verstehe"

Da liegt schon das Problem. Deine persönliche Neigung, mit jedem gleich verbindlich zu werden, hat im Job bei Kontakt zu Patienten ABSOLUT nichts zu suchen. Hättest Du von Anfang an zu allem professionelle Distanz bewahrt ohne plaudern und schäkern, hättest Du jetzt dieses Problem nicht. Mich wundert, dass man Dich ohne entsprechende Verhaltensanweisungen auf Psychiatriepatienten losgelassen hat. Jetzt kannst Du nur versuchen, die zwei Wochen noch hinter dich zu bringen. Rechne jedoch nicht mit einem positiven Zeugnis für Deine Tätigkeit, wenn es schon Gefahr von Tratsch unter den Kollegen gibt.
 

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