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Forum / Job & Karriere

Frauen in Führungspositionen

Letzte Nachricht: 27. Juli 2022 um 8:28
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mike-38
20.05.22 um 17:00

Hallo zusammen, nicht erst seit kurzem möchten viele Unternehmen Führungspositionen gezielt mit Frauen besetzen. Ich arbeite schon seit vielen Jahren als Personalberater und habe schon einige Frauen in solche Positionen gebracht. Allerdings muss ich auch ganz ehrlich sagen, dass dies nicht immer ganz so einfach ist, weil Frauen eben doch mehr Verantwortung für Familie und Kinder übernehmen oder regional oft nicht so flexibel sind wie Männer. Mich würden eure Erfahrungen dazu interessieren! Was ist euch wichtiger, Familie oder Karriere? Wie schafft ihr es, Karriere zu machen und dabei trotzdem genug Zeit für die Kinder zu haben? Was könnten denn Unternehmen besser machen, damit Frauen es in solchen Positionen einfacher haben? Freue mich auf eure Erfahrungen und Ideen! Gerne PN oder mic-ffm ät web.de

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laramoers
29.06.22 um 12:25

Hi, das ist ein wichtiges und auch ein ziemlich kompliziertes Thema. Ich habe in meinem Bekanntekreis viele Frauen, die Führungspositionen haben sowie auch eine Familie. Das ist auch nicht immer einfach, das alles zu meistern, und ich muss sagen, die meisten Frauen sind auch sehr ehrzeigzig wenn gar Worcoholiker. Das muss einem schon klar sein, dass es nicht immer einfach ist, solche Positionen zu besetzten und parallel sich um die Kinder zu kümmern. Wichtig ist, dass man über bestimmte Sachen spricht. Auch starre Strukturen beim Arbeitgeber machen es schwerer, Arbeitgeber müssen flexibel werden und die Führungskräfte müssen richtig kommunizieren. Eine Freundin von mir hat gemeint, dass ihr Coachings geholfen haben, habe sogar extra nachgefragt, wo sie das genau gemacht hat. SIe hat sogar mehrere gemacht, das letzte z. B. bei . Ich denke, so schnell passiert der Wandel nicht, aber es ist wichtig, diesen voranzutreiben und zu realisieren, dass Gleichberechtigung wichtig ist und eine Frau genauso gut eine Führungsposition haben kann wie ein Mann.
 

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laurette120
laurette120
30.06.22 um 19:44
In Antwort auf laramoers

Hi, das ist ein wichtiges und auch ein ziemlich kompliziertes Thema. Ich habe in meinem Bekanntekreis viele Frauen, die Führungspositionen haben sowie auch eine Familie. Das ist auch nicht immer einfach, das alles zu meistern, und ich muss sagen, die meisten Frauen sind auch sehr ehrzeigzig wenn gar Worcoholiker. Das muss einem schon klar sein, dass es nicht immer einfach ist, solche Positionen zu besetzten und parallel sich um die Kinder zu kümmern. Wichtig ist, dass man über bestimmte Sachen spricht. Auch starre Strukturen beim Arbeitgeber machen es schwerer, Arbeitgeber müssen flexibel werden und die Führungskräfte müssen richtig kommunizieren. Eine Freundin von mir hat gemeint, dass ihr Coachings geholfen haben, habe sogar extra nachgefragt, wo sie das genau gemacht hat. SIe hat sogar mehrere gemacht, das letzte z. B. bei Stage Academy. Ich denke, so schnell passiert der Wandel nicht, aber es ist wichtig, diesen voranzutreiben und zu realisieren, dass Gleichberechtigung wichtig ist und eine Frau genauso gut eine Führungsposition haben kann wie ein Mann.
 

Lara, ich stimme dir voll und ganz zu! Während meiner sechs Jahre in Kaiserslautern wäre eine Führungsposition für mich undenkbar gewesen. Die Haushaltsführung lag vollständig in meiner Verantwortung, und die Betreuung der Kinder lag fast vollständig in meiner Verantwortung. Die Arbeitstage begannen damit, das Frühstück zuzubereiten, die Kinder für den Kindergarten vorzubereiten, und sobald mein Mann ging und die Kinder zum Kindergarten brachte und zur Arbeit ging, bereitete ich mich schnell für die Arbeit vor; damals arbeitete ich hauptberuflich als bankkauffrau. Nach der Arbeit holte ich die Kinder ab, kam nach Hause und bereitete das Abendessen vor, dann ging ich an drei Abenden in der Woche in den Deutschklassen. Samstag war Haushaltsführung, den ganzen Tag, außer zum Einkaufen. Sonntag war mein einziger Tag, an dem ich ausschlafen konnte. Oder zumindest versuchen; nicht einfach mit kleinen Kindern. Die Haushaltsführung, der am Samstag nicht erledigt war, wartete für den Rest des Sonntags auf mich. Ich schaffte, am Sonntagabend in die Kirche zu gehen; allein, Ehemann war nicht religiös. Er war Militär; oft war er nicht verfügbar, also stellte ich oft einen Babysitter ein. Dann würde der Kreislauf am Montagmorgen wieder beginnen!

Seitdem sind wir geschieden. Ich arbeite jetzt in einem Tabakladen. Nicht nur die Managierin ist eine Frau, sondern alle vier Verkäuferinnen sind Frauen. Ein Teil eines von Frauen geführten Unternehmens zu sein, hat seine Vorteile. Meine Partnerin arbeitet wie früher als Bankkauffrau. Aber der Unterschied zu ihrer Situation heute im Vergleich zu meiner Situation in den 90er Jahren ist, dass die Top-Drei, die Managierin der Bank, die Chefin der Bankkauffrauen und die Chefin der Kassierer alle Frauen sind, obwohl dort ein paar Männer dort arbeiten. Genau, Gleichberechtigung ist nicht nur wichtig, sondern auch das Gesetz! Und Frauen haben bewiesen, dass sie in Führungspositionen genauso gut sein können wie Männer. Vielleicht besser!

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E
emmarie
04.07.22 um 12:50

In erster Linie muss die Betreuung der Kinder gut sein sonst kann man sich nicht auf die Karriere konzentrieren. Das heißt einerseits, man ist auf Betreuungsplätze angewiesen oder auf den Partner und die Familie (Großeltern). Ist eine gute Betreuung nicht gewährleistet, muss ein Elternteil zurückstecken. Dann macht es wohl Sinn, auf das Gehalt zu schauen. Und meistens verdienen Männer eben mehr. Dann kann man als Frau nur schwer sagen, wir machen das jetzt mit weniger Geld. Ist dann oft eine Entscheidung aus rein finanziellen Gründen.
 

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laurette120
laurette120
04.07.22 um 13:15
In Antwort auf emmarie

In erster Linie muss die Betreuung der Kinder gut sein sonst kann man sich nicht auf die Karriere konzentrieren. Das heißt einerseits, man ist auf Betreuungsplätze angewiesen oder auf den Partner und die Familie (Großeltern). Ist eine gute Betreuung nicht gewährleistet, muss ein Elternteil zurückstecken. Dann macht es wohl Sinn, auf das Gehalt zu schauen. Und meistens verdienen Männer eben mehr. Dann kann man als Frau nur schwer sagen, wir machen das jetzt mit weniger Geld. Ist dann oft eine Entscheidung aus rein finanziellen Gründen.
 

Lohnungleichheit zwischen Männern und Frauen. Das war schon immer eine meiner größten Tiraden. Wir machen nicht nur die gleiche Arbeit für weniger Geld, sondern es wird mehr von uns zu Hause erwartet.

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jana95
jana95
04.07.22 um 13:37

Fast ein unlösbares Problem, da durch die Schwangerschaft und Geburt, Frauen immer einen Nachteil haben werden, und selbst wenn man schnell wieder einsteigt, wird einem der Spagat zwischen Beruf und Familie fast immer schwerer Fallen als dem Mann. Liegt aber auch an der Einstellung der Menschen.

Ich habe es für  mich gelöst, verstehe aber auch alle Frauen die damit Probleme haben.

Wichtig hierbei wäre es, mal nicht so zu tun, wie die Frauen es schaffen Karierre und Familie zu vereinigen sondern auch die Männer einzubeziehen. Da ist deine Frage schon falsch, wie schaffen es Männer und Frauen Karriere zu machen und Zeit für ihre Kinder zu haben ?
Das ist die richtige Frage.

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laurette120
laurette120
04.07.22 um 14:52

Eine weitere Überlegung ist die zusätzliche Arbeit und die Kosten, die Frauen ertragen müssen, um Frauen zu sein, im Vergleich zu Männern, die ertragen müssen, um Männer zu sein. Männer in einem Geschäftsumfeld rasieren sich, kämmen sich die Haare, und tragen vielleicht eine Krawatte. Von Frauen in der gleichen Umgebung mussen Büstenhalter tragen, und wird erwartet, dass sie Make-up tragen, eine Frisur haben, etwas längere Nägel haben und Nagellack tragen, Röcke und Absätze tragen, was manchmal Strumpfhosen bedeuten kann, und Schmuck wie Ohrringe und Halsketten tragen. Außerhalb der Arbeit müssen Frauen neben der Hauptverantwortung für den Haushalt und die Kinder die Menstruation ertragen und sind für die Verhütung verantwortlich. Warum also der ungleiche Lohn für die gleiche Arbeit?

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L
laerke_27098577
04.07.22 um 18:47

> Was könnten denn Unternehmen besser machen, damit Frauen es in solchen Positionen [Führungspositionen] einfacher haben?

Was machen wir, damit der Feldherr es einfacher hat? Da kann man nichts machen. Dass der Feldherr es schwer hat, liegt nämlich nicht wirklich an der eigenen Armee/am eigenen Unternehmen, sondern an den von aussen kommenden Zwängen des Faktischen, aus denen sich Notwendigkeiten ergeben, denen man gerecht werden muss wenn Interesse an Überleben besteht.
Und zwar auch dann gerecht werden muss, wenn das mit schönen Ideen wie "Dienst nach Vorschrift" und "Work-Life-Balance" und "Familienfreundlichkeit" kollidiert. Diese Kollission wird nicht etwa durch Frauenfeindlichkeit im eigenen Unternehmen verursacht, sondern durch Kräfte ausserhalb des Unternehmens, denen das alles herzlich egal ist.

Ein Umstand, den zB Leute wie Anne Spiegel nicht begreifen, was wiederum Ausfluss einer Haltung ist, die gegenüber Verantwortung von so viel Ignoranz geprägt ist, dass sich nicht mal über Notwendigkeiten und Zwänge des Faktischen informiert sondern geglaubt wird, für sich selbst die Dinge mittels an den Realitäten des Lebens vorbeigehenden Forderungen nach familien- und frauenfreundlichen Arbeitszeiten regeln zu können.

Mit Führungspositionen sind Anforderungen verbunden, die durch Einwirkungen von ausserhalb entstehen, und denen die/der Führende nun mal gerecht werden muss, die/der ihren/seinen Haufen so auf Vordermann haben muss, dass man mit diesen Einwirkungen fertig wird und überlebt.
Es einfacher zu machen läuft darauf hinaus, diesen Anforderungen nicht mehr Rechnung zu tragen.
Die Folge ist Zerfall und feindliche Übernahme.
Wie wir das in Deutschland schon lange überall haben und immer weniger verschleiern können.

Alle Positionen, auch die Führungspositionen, sollten durch Menschen besetzt werden, die den mit diesen Positionen verbundenen Anforderungen/Aufgaben/Pflichten/Notwendigkeiten gerecht werden und damit klarkommen.
Unabhängig vom Geschlecht. Leistungsfähigkeitsbasiert. Positionen sollten von Leuten besetzt werden, deren Leistungsfähigkeit ausreicht, den in der Position gegebenen Anforderungen/Erfordernissen gerecht zu werden.

Dort, wo ich arbeite, wird es in der Hinsicht aber immer übler - mir werden immer wieder Frauen über die Frauenquote in die Abteilung gesetzt, die nicht das Können haben, das erforderlich ist, um der Aufgabe gerecht zu werden. Weil verlangt ist, Frauen einzustellen, aber kaum Frauen sich bewerben, die wirklich das verlangte Können haben, werden statt anderer Menschen, die dieses Können haben, Frauen eingestellt, die es nicht haben. Bei aller Freude daran, Frauen das Leben zu Lasten anderer einfach zu machen ist das bedrohlich, weil es der Leistungs- und damit der Überlebensfähigkeit der Abteilung und des Unternehmens abträglich ist. Die Leistungsfähigkeit ist aber kein Selbstzweck, den böse Kapitalisten oder Maskulinisten erfunden hätten um die eigenen Unternehmensmitglieder zu gängeln, sondern sie ist bitter notwendig, um mit dem fertigzuwerden, was von aussen kommt. Viele von diesen Quoten-Frauen sitzen dem Dunning-Kruger-Effekt auf, oder geben sich von vorneherein keine Mühe, weil sie glauben, durch Quotenregelung vor Kündigung geschützt zu sein. Was die Sache noch weiter herunterzieht und auf den durch Qotenregelung zu besetzenden Stellen zu großer Fluktuation führt, weil ich nicht einsehe, Leute lange dazubehalten und durchzufüttern, die ihre Arbeit nicht machen und glauben, zB durch Quote auf Kosten anderer ihren ewigen Druckposten zu haben.

Quotenregelung allein stellt nämlich nicht sicher, dass sich aus dem Quoten-Zielpublikum in ausreichender Zahl solche Leute bewerben, die den Job tatsächlich machen können und wollen.

Die mit den Positionen verbundenen Anforderungen an Führungspositionen zu ändern/zu senken, ist meistens eine sehr schlechte Idee, da diese Anforderungen letztenendes nicht von innerhalb kommen, sondern von ausserhalb. Und das Ausserhalb wird seine Aggression und seinen mit Anforderungen verbundenen Druck nicht verringern, bloss weil innen vielleicht welche die Idee haben, dass von den Führenden nicht so verlangt werden soll wenn sie einem bestimmten Geschlecht angehören.

Wenn feindliche Heere abends angreifen, wenn die Heerführerin grade gerne ihre Kinderchen ins Bett bringen würde, dann ist das in der Tat nicht frauen- oder familienfreundlich. Es ist auch nicht männerfreundlich. Aber es ist Schwachsinn, der Problematik zu begegnen, indem man der eigenen Armee Frauenfeindlichkeit und Mangel an Familienfreundlichkeit vorwirft und verlangt, die ach so frauenfeindlichen Männer der eigenen Armee sollen der Heerführerein das Leben einfacher machen. Das können sie nämlich nur, indem sie die Feldherrin zu den Uhrzeiten vertreten, zu denen sie es unzumutbar findet, ihren Job selbst zu machen. Dann wären wir bei folgendem Szenario: Dann, wenn die Frau die Bedingungen, für die im eigenen Laden keiner etwas kann, als Zumutung empfindet, sollen ein Mann ran, weil man es ihm ja zumuten kann, aber er soll dabei mit einer niedrigeren Position zufrieden sein.

> Wie schafft ihr es, Karriere zu machen und dabei trotzdem genug Zeit für die Kinder zu haben?

Ich habe mich mit dem Gedanken angefreundet, dass es Anforderungsprofile gibt, die einander ausschliessen, ohne dass Frauenfeindlichkeit in den eigenen Reihen dahintersteckt, und mich für den Beruf entschieden, und keine Kinder.

Sollte ich trotz Verhütung in die Verlegenheit geraten, welche zu bekommen, wird es erforderlich sein, dass jemand sich um sie kümmert. Da ich neben meinem Beruf nicht auch noch in großem Stil soziale Elternschaft leisten kann, werde ich mich ggfs darum kümmern müssen, dass jemand anderes das macht. ZB der Kindsvater. Oder ein zB Internat.

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jana95
jana95
04.07.22 um 20:13
In Antwort auf laerke_27098577

> Was könnten denn Unternehmen besser machen, damit Frauen es in solchen Positionen [Führungspositionen] einfacher haben?

Was machen wir, damit der Feldherr es einfacher hat? Da kann man nichts machen. Dass der Feldherr es schwer hat, liegt nämlich nicht wirklich an der eigenen Armee/am eigenen Unternehmen, sondern an den von aussen kommenden Zwängen des Faktischen, aus denen sich Notwendigkeiten ergeben, denen man gerecht werden muss wenn Interesse an Überleben besteht.
Und zwar auch dann gerecht werden muss, wenn das mit schönen Ideen wie "Dienst nach Vorschrift" und "Work-Life-Balance" und "Familienfreundlichkeit" kollidiert. Diese Kollission wird nicht etwa durch Frauenfeindlichkeit im eigenen Unternehmen verursacht, sondern durch Kräfte ausserhalb des Unternehmens, denen das alles herzlich egal ist.

Ein Umstand, den zB Leute wie Anne Spiegel nicht begreifen, was wiederum Ausfluss einer Haltung ist, die gegenüber Verantwortung von so viel Ignoranz geprägt ist, dass sich nicht mal über Notwendigkeiten und Zwänge des Faktischen informiert sondern geglaubt wird, für sich selbst die Dinge mittels an den Realitäten des Lebens vorbeigehenden Forderungen nach familien- und frauenfreundlichen Arbeitszeiten regeln zu können.

Mit Führungspositionen sind Anforderungen verbunden, die durch Einwirkungen von ausserhalb entstehen, und denen die/der Führende nun mal gerecht werden muss, die/der ihren/seinen Haufen so auf Vordermann haben muss, dass man mit diesen Einwirkungen fertig wird und überlebt.
Es einfacher zu machen läuft darauf hinaus, diesen Anforderungen nicht mehr Rechnung zu tragen.
Die Folge ist Zerfall und feindliche Übernahme.
Wie wir das in Deutschland schon lange überall haben und immer weniger verschleiern können.

Alle Positionen, auch die Führungspositionen, sollten durch Menschen besetzt werden, die den mit diesen Positionen verbundenen Anforderungen/Aufgaben/Pflichten/Notwendigkeiten gerecht werden und damit klarkommen.
Unabhängig vom Geschlecht. Leistungsfähigkeitsbasiert. Positionen sollten von Leuten besetzt werden, deren Leistungsfähigkeit ausreicht, den in der Position gegebenen Anforderungen/Erfordernissen gerecht zu werden.

Dort, wo ich arbeite, wird es in der Hinsicht aber immer übler - mir werden immer wieder Frauen über die Frauenquote in die Abteilung gesetzt, die nicht das Können haben, das erforderlich ist, um der Aufgabe gerecht zu werden. Weil verlangt ist, Frauen einzustellen, aber kaum Frauen sich bewerben, die wirklich das verlangte Können haben, werden statt anderer Menschen, die dieses Können haben, Frauen eingestellt, die es nicht haben. Bei aller Freude daran, Frauen das Leben zu Lasten anderer einfach zu machen ist das bedrohlich, weil es der Leistungs- und damit der Überlebensfähigkeit der Abteilung und des Unternehmens abträglich ist. Die Leistungsfähigkeit ist aber kein Selbstzweck, den böse Kapitalisten oder Maskulinisten erfunden hätten um die eigenen Unternehmensmitglieder zu gängeln, sondern sie ist bitter notwendig, um mit dem fertigzuwerden, was von aussen kommt. Viele von diesen Quoten-Frauen sitzen dem Dunning-Kruger-Effekt auf, oder geben sich von vorneherein keine Mühe, weil sie glauben, durch Quotenregelung vor Kündigung geschützt zu sein. Was die Sache noch weiter herunterzieht und auf den durch Qotenregelung zu besetzenden Stellen zu großer Fluktuation führt, weil ich nicht einsehe, Leute lange dazubehalten und durchzufüttern, die ihre Arbeit nicht machen und glauben, zB durch Quote auf Kosten anderer ihren ewigen Druckposten zu haben.

Quotenregelung allein stellt nämlich nicht sicher, dass sich aus dem Quoten-Zielpublikum in ausreichender Zahl solche Leute bewerben, die den Job tatsächlich machen können und wollen.

Die mit den Positionen verbundenen Anforderungen an Führungspositionen zu ändern/zu senken, ist meistens eine sehr schlechte Idee, da diese Anforderungen letztenendes nicht von innerhalb kommen, sondern von ausserhalb. Und das Ausserhalb wird seine Aggression und seinen mit Anforderungen verbundenen Druck nicht verringern, bloss weil innen vielleicht welche die Idee haben, dass von den Führenden nicht so verlangt werden soll wenn sie einem bestimmten Geschlecht angehören.

Wenn feindliche Heere abends angreifen, wenn die Heerführerin grade gerne ihre Kinderchen ins Bett bringen würde, dann ist das in der Tat nicht frauen- oder familienfreundlich. Es ist auch nicht männerfreundlich. Aber es ist Schwachsinn, der Problematik zu begegnen, indem man der eigenen Armee Frauenfeindlichkeit und Mangel an Familienfreundlichkeit vorwirft und verlangt, die ach so frauenfeindlichen Männer der eigenen Armee sollen der Heerführerein das Leben einfacher machen. Das können sie nämlich nur, indem sie die Feldherrin zu den Uhrzeiten vertreten, zu denen sie es unzumutbar findet, ihren Job selbst zu machen. Dann wären wir bei folgendem Szenario: Dann, wenn die Frau die Bedingungen, für die im eigenen Laden keiner etwas kann, als Zumutung empfindet, sollen ein Mann ran, weil man es ihm ja zumuten kann, aber er soll dabei mit einer niedrigeren Position zufrieden sein.

> Wie schafft ihr es, Karriere zu machen und dabei trotzdem genug Zeit für die Kinder zu haben?

Ich habe mich mit dem Gedanken angefreundet, dass es Anforderungsprofile gibt, die einander ausschliessen, ohne dass Frauenfeindlichkeit in den eigenen Reihen dahintersteckt, und mich für den Beruf entschieden, und keine Kinder.

Sollte ich trotz Verhütung in die Verlegenheit geraten, welche zu bekommen, wird es erforderlich sein, dass jemand sich um sie kümmert. Da ich neben meinem Beruf nicht auch noch in großem Stil soziale Elternschaft leisten kann, werde ich mich ggfs darum kümmern müssen, dass jemand anderes das macht. ZB der Kindsvater. Oder ein zB Internat.

Gute Entscheidung.

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E
emmarie
05.07.22 um 11:33
In Antwort auf laurette120

Eine weitere Überlegung ist die zusätzliche Arbeit und die Kosten, die Frauen ertragen müssen, um Frauen zu sein, im Vergleich zu Männern, die ertragen müssen, um Männer zu sein. Männer in einem Geschäftsumfeld rasieren sich, kämmen sich die Haare, und tragen vielleicht eine Krawatte. Von Frauen in der gleichen Umgebung mussen Büstenhalter tragen, und wird erwartet, dass sie Make-up tragen, eine Frisur haben, etwas längere Nägel haben und Nagellack tragen, Röcke und Absätze tragen, was manchmal Strumpfhosen bedeuten kann, und Schmuck wie Ohrringe und Halsketten tragen. Außerhalb der Arbeit müssen Frauen neben der Hauptverantwortung für den Haushalt und die Kinder die Menstruation ertragen und sind für die Verhütung verantwortlich. Warum also der ungleiche Lohn für die gleiche Arbeit?

Der ungleiche Lohn geht ja von der Wirtschaft aus und wenn man will, kann man das auch verstehen. Die Wirtschaft ist ja nicht dazu da in die Gesellschgaft einzugreifen und da irgendwelche Moralvorstellungen zu implementieren (zum Glück auch nicht). Da liegt es in der Verantwortung der Politik es in gewisse Bahnen zu leiten.
Eine Frau bekommt statistisch gesehen 1 ½ Kinder in ihrem Leben, sind also max.fast 4 ½ Jahre Karenz. Dazu kann eine Frau auch früher in Pension gehen – mit 60 im Unterschied zu Männern mit 65. Heißt wieder 5 Jahre weniger. Also arbeitet eine Frau 9 ½ Jahre weniger als ein Mann im gesamten Berufsleben. Aus Sicht der Wirtschaft kann man also verstehen wieso man sich für einen Mitarbeiter entscheidet, der 9 ½ Jahre länger und ohne Unterbrechungen arbeiten kann. Diese Mitarbeiter möchte ich natürlich mehr halten als die anderen. Aus diesem Blickwinkel kann am es schon verstehen wieso Frauen weniger bekommen. Das heißt aber nicht, dass man dies nicht ändern sollte. Aber das ist nicht Aufgabe der Wirtschaft, hier muss die Politik einschreiten.

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M
mirenaaa
27.07.22 um 8:28

Für mich ist Familie das Allerheiligste. Die Familie in Einklang mit dem Beruf zu bringen ist eine große Herausforderung. Deshalb bilde ich mich stets weiter und besuche Seminare und Kurse, um mehr Know-How auf sozialer Ebene zu erlangen. Daher interessiere ich mich für Themen wie und Soft Skills.

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