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Fühle mich in neuem Job als Versager

27. April 2009 um 17:56

Hallo zusammen!

Ich habe letzten Monat eine neue Stelle angefangen und komme mir dort vor wie der letzte Versager.
Ich habe 9 Jahre Berufserfahrung und meine, meinen Job bisher immer sehr ordentlich gemacht zu haben.Eine eigene Abteilung habe ich bereits auch schon geleitet und war recht erfolgreich damit.

Im neuen Job jedoch habe ich kaum die Möglichkeit, selbstständig und wie gewohnt zu arbeiten.Ständig hängt mir der Chef im Nacken und hat etwas an meiner Arbeit auszusetzen.
Nicht, dass er unfreundlich ist, im Gegenteil, für ihn scheinen das eher Hinweise und Ratschläge zu sein, wie bestimmte Durchführungen von den Tätigkeiten sich gut bewährt haben.
Ich bin auch gerne bereit, mich anzupassen und neue Methoden zu lernen, aber viele Dinge erscheinen mir nicht nur unsinnig sondern auch viel zu aufwendig.So habe ich nicht gelernt zu arbeiten, ich habe meine eigenen Methoden, wo ich meine, dass ich damit besser klar komme,weil ich es so gewohnt bin.
Dadurch, dass ich die Arbeiten so erledige, wie mein Chef es gerne hätte, bin ich nicht nur langsamer, mir unterlaufen auch ständig Fehler, weil ich mit dieser Methode nicht auskenne und unsicher bin, und ich kann sehen, dass mein Chef mich mittlerweile für einen unerfahrenen Trottel hält und ich komme mir so unfähig vor und frage mich langsam, ob ich nicht wirklich zu blöd für diesen Job bin.
Am liebsten würde ich sofort alles hinschmeissen.Ich komme mir so dämlich vor und vor lauter Angst, dass mir wieder ein Fehler passiert,passiert auch einer.

Mit meinem Chef habe ich schon gesprochen, dass mir die neuen Methoden schwieriger fallen als meine alt bewährten und er meinte: Das wird schon.Er wolle ja auch nicht meinen Stil verändern und bla bla bla.
Aber genau das tut er.

Auf der einen Seite sagt er, ich solle ruhig viel fragen,wenn ich was nicht weiss,auf der anderen Seite, wenn ich frage, bekomme ich oft eine gegenfrage: Was meinen Sie denn dazu?Wie würden Sie das machen?
Dabei interessiert es gar nicht,wie ich es machen würde, am Ende kommt er eh immer wieder an und sagt, er hätte es lieber so und so gemacht und ich solle das ausbessern.Oder er bessert es selber aus und ich fühle mich als kleiner blöder Lehrling..und vermutlich denkt er das Gleiche.

Ich weiss echt nicht weiter...was soll ich tun?
Mich zusammenreißen und mich weiter einarbeiten oder alles hinwerfen?
Im Grunde gefällt mir meine Arbeit,aber dieses ständige Reingequatsche macht mich total nervös
Was meint ihr?

VG, Orangenkopf

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28. April 2009 um 15:59

Es geht nicht nur dir so...
Ich kann nur sagen, ich fühle total mit dir!!!! Mir kommt es auch so vor, dass jeder hier im Büro denkt ich wäre zu blöd für die Arbeit.
Bin auch seit 3 Monaten neu im Job. Erst hat man mich nicht richtig bzw zu ungenügend eingelernt, dann beschwert man sich dass ich Fehler mach. Dann wurde mir auferlegt, dass am Feierabend meine Kollegin ALLES von mir nochmals kontrollieren muss, ob das auch ja richtig gemacht wurde. Aus welchen Gründen auch immer blieben die Beschwerden immer noch nicht aus (lt meiner Kollegin war immer alles in Ordnung, bzw. wurde ansonsten von ihr verbessert)... und jetzt hat man mir 50 % von meinen Aufgaben weggenommen. Einfach so, ich hatte nicht mal die Möglichkeit das in einem Gespräch zu kären, warum das so läuft. Das wurde einfach über meinen Kopf weg beschlossen und jetzt sitzt ich da und hab kaum Arbeit... das ganze Büro denkt: die ist sogar zu blöd, ihre Arbeit zu machen!!!

Ich konnte dir damit jetzt bestimmt nicht helfen, ich will dir nur damit sagen, dass es noch anderen genauso beschissen geht. Und ich bin auch am Grübeln ob ich das Gespräch noch aufsuche oder es einfach dabei belasse. Ich habe einfach zu wenig Mut. Wobei bei mir auch der Fall ist dass ich eine betriebsbedingte Kündigung bereits hab, der ganze Spuck also in ein paar Wochen rum ist. Wenn ich das noch durchhalt... *seufz*

An deiner Stelle würde ich allerdings das Gespräch aufsuchen. Du schreibst, dass dir die Arbeit gefällt...dann versuch doch dass mit deinem Chef zu klären und schildere einfach wie du dich fühlst. Vielleicht ändert es sich dann... Wenn du es jetzt nicht versuchst zu ändern und vielleicht noch alles hinwirfst (vor allem ohne neuen Job!!!) dann wirst du dir bestimmt auch ewig Vorwürfe machen, warum du es nicht versucht hast zu klären. Was hast du schon zu verlieren??

Liebe Grüße, Bonita

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2. Februar 2016 um 19:23
In Antwort auf bonita8710

Es geht nicht nur dir so...
Ich kann nur sagen, ich fühle total mit dir!!!! Mir kommt es auch so vor, dass jeder hier im Büro denkt ich wäre zu blöd für die Arbeit.
Bin auch seit 3 Monaten neu im Job. Erst hat man mich nicht richtig bzw zu ungenügend eingelernt, dann beschwert man sich dass ich Fehler mach. Dann wurde mir auferlegt, dass am Feierabend meine Kollegin ALLES von mir nochmals kontrollieren muss, ob das auch ja richtig gemacht wurde. Aus welchen Gründen auch immer blieben die Beschwerden immer noch nicht aus (lt meiner Kollegin war immer alles in Ordnung, bzw. wurde ansonsten von ihr verbessert)... und jetzt hat man mir 50 % von meinen Aufgaben weggenommen. Einfach so, ich hatte nicht mal die Möglichkeit das in einem Gespräch zu kären, warum das so läuft. Das wurde einfach über meinen Kopf weg beschlossen und jetzt sitzt ich da und hab kaum Arbeit... das ganze Büro denkt: die ist sogar zu blöd, ihre Arbeit zu machen!!!

Ich konnte dir damit jetzt bestimmt nicht helfen, ich will dir nur damit sagen, dass es noch anderen genauso beschissen geht. Und ich bin auch am Grübeln ob ich das Gespräch noch aufsuche oder es einfach dabei belasse. Ich habe einfach zu wenig Mut. Wobei bei mir auch der Fall ist dass ich eine betriebsbedingte Kündigung bereits hab, der ganze Spuck also in ein paar Wochen rum ist. Wenn ich das noch durchhalt... *seufz*

An deiner Stelle würde ich allerdings das Gespräch aufsuchen. Du schreibst, dass dir die Arbeit gefällt...dann versuch doch dass mit deinem Chef zu klären und schildere einfach wie du dich fühlst. Vielleicht ändert es sich dann... Wenn du es jetzt nicht versuchst zu ändern und vielleicht noch alles hinwirfst (vor allem ohne neuen Job!!!) dann wirst du dir bestimmt auch ewig Vorwürfe machen, warum du es nicht versucht hast zu klären. Was hast du schon zu verlieren??

Liebe Grüße, Bonita

Mein Chef versteht mich nicht, kann meine Fähigkeiten nicht einbringen
Oha, als ich deinen Text gelesen habe, dachte ich wirklich 1 zu 1, dass hätte ich selbst geschrieben. Unglaublich! Auch ich habe einen neuen Job angefangen, mittlerweile vor 11 Monaten. Ich arbeite seit 12 Jahren in meinem Beruf, und das ist bereits mein 7ter Job. Demnach dachte ich, ich kenne mich mit der Einlernphase aus, allerdings war es nie so anstrengend wie jetzt. Klar, dass man etwas Zeit braucht, um die Abläufe zu kapieren, aber wenn man sein eigenes System entwickelt hat und vor allem aus einem sehr strukturierten Betrieb in einen total chaotischen Betrieb kommt, dann ist es sicher nicht einfach. Z.B. ist es u.a. meine Aufgabe Infos und Unterlagen bei Kunden anzufordern. Diese müssen schnellstmöglich einzreffen, aber zu welchem Termin genau wird nicht gesagt, das muss man selbst riechen. Man darf keinen Druck machen, aber die Sachen müssen bis "gestern" da sein. Klappt es mal nicht, weil der Kunde z.B. im Urlaub ist, gehe ich zu meinem Chef und frage, was ich jetzt tun soll. Dann kommt nur die Antwort:"Ich brauche keine Probleme, sondern Lösungen." Unglaublich! Er lässt einen völlig allein, obwohl ich ja um Hilfe frage. Ich habe ihn schon mehrmals drauf angesprochen, aber er sagt dann immer, ich soll ihm fragen, wenn ich nicht weiter weiß, aber er kapiert nicht, dass ich das ja tue. Ich kann nun nach fast einem Jahr sagen, dass es besser wird, je mehr man die Abläufe kapiert oder vielmehr akzeptiert. Gut finde ich es immer noch nicht, aber je mehr Routine da ist, desto besser kommt man klar. Durchvdie fehlenden Anweisungen weiß ich auch nie wie ich mich verhalten soll, und das macht unsicher und Druck. Je mehr Unsichetheit und Druck, desto mehr Fehler. Ich bin ein Mensch, der gewissenhaft und strukturiert arbeitet, aber auch eine gewisse Ruhe dafür braucht. All das ist nicht gegeben, und deshal mache ich ständig Fehler. Ich habe schon darüber mit ihm gesprochen, doch durfte ich mir dann anhören, dass der Job viellecht nichts für mich ist. Ich verstehe das nicht, ich habe viel Erfahrung, auch als Teamleiter, aber hier kann ich meine Fähigkeitwn nicht einbringen. Sobald ich Aufgaben deligiere, heißt es, ich würde zuviel abgeben, dabei will ich ja nur, dass das Projekt nicht in den Brunnen fällt. Dennoch, die ersten Monate waren noch viel schlimmer, jetzt bin ich schon ein bisschen abgestumpft. Was meint ihr?
Gruß Schlumpfnase13

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