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Gehalt oder Seelenfrieden?

6. August um 14:54 Letzte Antwort: 25. August um 17:53

Stellt euch vor, ihr habt eine Weiterbildung abgeschlossen (Dauer: 3 Jahre), die euch eurem Traumjob näher bringen soll. Kurz nach der Weiterbildung findet ihr diesen Job und es passt vom Themengebiet schon sehr gut. Natürlich gibt es Tage, da fällt mehr Arbeit an oder die Arbeit ist schon solch eine Routine, dass es auch mal langweilig werden kann. Da ihr in einem bestimmten Bereich arbeitet, in dem ihr Einblicke in die Gehälter der Mitarbeiter habt, fällt euch auf, dass ihr in diesem Unternehmen tatsächlich am wenigsten von allen Mitarbeitern verdient. Neue Kollegen oder Kollegen, die weniger qualifiert sind, erhalten teils mehr als 300,00 EUR brutto. Gespräche mit dem Vorgesetzten führten zu nichts außer mehr Arbeit um sich zu "beweisen". Aber selbst nach einem weiteren Jahr tut sich nichts. Aufgrund Corona fallen nun alle Gehaltserhöhungen aus. Wohlbemerkt: Es gibt keinen Tarifvertrag...alles Verhandlungsbasis.

Über einen Jobwechsel wurde durchaus nachgedacht....es gab auch schon mehrere Vorstellungsgespräche. Zwei Zusagen wurden jedoch meinerseits abgelehnt, da die neuen Tätigkeiten teilweise den jetzigen nicht das Wasser reichen können....aber bei beiden Arbeitgeber hätte es ca. 500,00 EUR brutto mehr Gehalt gegeben.

Da tut sich die Frage auf: Bleiben oder gehen? Wie wichtig ist euch das Geld? Wenn die Arbeit zufriedenstellend ist, ihr aber zu wenig verdient, würdet ihr trotzdem wechseln?

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6. August um 15:00

Ach, was ich noch vergessen habe zu erwähnen:
Die Kollegen sind toll. Alle sind sehr herzlich und man redet gerne miteinander. Mobbing gibt es in diesem Unternehmen nicht. Der Chef ist sehr launisch aber damit weiß ich so langsam umzugehen.

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6. August um 15:43

für mich geht "Job den ich mag und gern mache" definitiv weit, weit vor "Job, in dem ich mehr verdiene".

Allerdings würde ich schon darüber nachdenken, warum *alle* Kollegen wohl besser verhandeln können als ich

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6. August um 22:51
In Antwort auf noddle

Stellt euch vor, ihr habt eine Weiterbildung abgeschlossen (Dauer: 3 Jahre), die euch eurem Traumjob näher bringen soll. Kurz nach der Weiterbildung findet ihr diesen Job und es passt vom Themengebiet schon sehr gut. Natürlich gibt es Tage, da fällt mehr Arbeit an oder die Arbeit ist schon solch eine Routine, dass es auch mal langweilig werden kann. Da ihr in einem bestimmten Bereich arbeitet, in dem ihr Einblicke in die Gehälter der Mitarbeiter habt, fällt euch auf, dass ihr in diesem Unternehmen tatsächlich am wenigsten von allen Mitarbeitern verdient. Neue Kollegen oder Kollegen, die weniger qualifiert sind, erhalten teils mehr als 300,00 EUR brutto. Gespräche mit dem Vorgesetzten führten zu nichts außer mehr Arbeit um sich zu "beweisen". Aber selbst nach einem weiteren Jahr tut sich nichts. Aufgrund Corona fallen nun alle Gehaltserhöhungen aus. Wohlbemerkt: Es gibt keinen Tarifvertrag...alles Verhandlungsbasis.

Über einen Jobwechsel wurde durchaus nachgedacht....es gab auch schon mehrere Vorstellungsgespräche. Zwei Zusagen wurden jedoch meinerseits abgelehnt, da die neuen Tätigkeiten teilweise den jetzigen nicht das Wasser reichen können....aber bei beiden Arbeitgeber hätte es ca. 500,00 EUR brutto mehr Gehalt gegeben.

Da tut sich die Frage auf: Bleiben oder gehen? Wie wichtig ist euch das Geld? Wenn die Arbeit zufriedenstellend ist, ihr aber zu wenig verdient, würdet ihr trotzdem wechseln?

Ich würde bleiben. EUR 300,- brutto sind netto sehr wenig. Da würde ich kein fass aufmachen wenn sonst alles passt. Geld ist nicht alles. Kollegen, arbeitsweg, Urlaubstage etc machen viel aus. Du kannst ansonsten immer wieder mal die Augen offen halten aber mach es dir deswehen bloß nicht madig. Das lohnt sich absolut nicht 

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12. August um 14:40
In Antwort auf avarrassterne3

für mich geht "Job den ich mag und gern mache" definitiv weit, weit vor "Job, in dem ich mehr verdiene".

Allerdings würde ich schon darüber nachdenken, warum *alle* Kollegen wohl besser verhandeln können als ich

Mein vorheriger Arbeitgeber war ein ganz kleines Unternehmen, dem es zu dieser Zeit nicht sonderlich gut ging. Man hat mit nahe gelegt, einen anderen Job zu finden, da man nicht wusste, wie lange es noch weitergeht. Ich war froh, einen neuen Arbeitgeber gefunden zu haben, der mich auch noch in meinem bevorzugten Bereich einstellt. Natürlich wurde ich damals gefragt, was meine Gehaltsvorstellungen sind....da habe ich definitiv falsch verhandelt weil ich Angst hatte, sie geben die Stelle jemand anderem, der sich mit weniger zufrieden gibt. Ich habe eine Gehaltsspanne genannt, weil ich mich verhandlungsbereit zeigen wollte und die niedrigste Zahl wurde aufgeschrieben und noch einen kleinen Tick weniger verdiene ich jetzt weil Sonderzahlungen freiwillig sind und durchaus auch schon gestrichen wurden (was laut Bewerbungsgespräch ja noch niiiiie vorgekommen sei).Ich hatte zuvor so viele Bewerbungen geschrieben aber ich arbeite in einem beliebten Bereich. Da gibt es auf eine Stelle durchaus mehrere Hundert Bewerbungen. Dementsprechend wenig Auswahl hatte ich. Ich weiß, dass ich mich definitiv unter Wert verkauft habe. Und wenn man erst mit so wenig eingestiegen ist, kommt man schwer zu mehr. Große Sprünge nach oben sind da nicht drin und das Unternehmen gibt aufgrund der Struktur auch nicht die Chance, sich "hochzuarbeiten". D. h. ich habe nicht die Möglichkeit, mich weiterzuentwickeln und somit auch keine Argumente für eine Gehaltserhöhung. Und da wir keinem Tarifvertrag angehören, bleibe ich die nächsten Jahre auf dem gleichen Stand. Das demotiviert mich schon. Wenn man Glück hat, gibt es eine jährliche Anpassung von ca. 2 Prozent...das ist aber auch schon ausgefallen.

Es gibt hier und da Stellenangebote.und fast überall könnte ich mit mehr Gehalt rechnen. Aber wie weit macht das einen glücklich, wenn außer dem Gehalt alles passt und man im Vorfeld nie weiß, was bei einem neuen Arbeitgeber alles auf einen zukommt? Andererseits gehe ich ja auch nicht arbeiten weil es meine Lebenserfüllung ist sondern weil ich mein Leben auch bezahlen muss.

Ich bin da etwas hin und hergerissen.

 

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15. August um 19:39

Mir ist die Tätigkeit an sich sehr wichtig. Aber deine Situation würde mich auch ankäsen. Am wenisgten zu verdienen würde die Freude an der Arbeit für mich schon auch ein stückweit kaputt machen.

Möglich wäre, ein Jobangebot einzuholen, schriftlich, für eine Stelle von der du denkst, sie würde dir ebenfalls Freude machen. Und das dann deinem AG vorlegen und sagen: Wenn mein Gehalt sich da nicht angleicht, dann gehe ich! Geht halt nur, falls du dann auch tatsächlich gehst.

Ich finde, dass man einfach sehr vie Zeit auf der Arbeit verbringt und dass sie einem deswegen dringend Freude machen sollte. Stunden eine Tätigkeit ausüben, die man doof oder langweilig findet, schmälert halt auch die Lebensqualität.

LG

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17. August um 18:58

Selber schuld. Es fehlt doch viel mehr sls 300 Euro. Wenn das schon Kollegen bekommen, die weniger können als du

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18. August um 14:24
In Antwort auf noddle

Stellt euch vor, ihr habt eine Weiterbildung abgeschlossen (Dauer: 3 Jahre), die euch eurem Traumjob näher bringen soll. Kurz nach der Weiterbildung findet ihr diesen Job und es passt vom Themengebiet schon sehr gut. Natürlich gibt es Tage, da fällt mehr Arbeit an oder die Arbeit ist schon solch eine Routine, dass es auch mal langweilig werden kann. Da ihr in einem bestimmten Bereich arbeitet, in dem ihr Einblicke in die Gehälter der Mitarbeiter habt, fällt euch auf, dass ihr in diesem Unternehmen tatsächlich am wenigsten von allen Mitarbeitern verdient. Neue Kollegen oder Kollegen, die weniger qualifiert sind, erhalten teils mehr als 300,00 EUR brutto. Gespräche mit dem Vorgesetzten führten zu nichts außer mehr Arbeit um sich zu "beweisen". Aber selbst nach einem weiteren Jahr tut sich nichts. Aufgrund Corona fallen nun alle Gehaltserhöhungen aus. Wohlbemerkt: Es gibt keinen Tarifvertrag...alles Verhandlungsbasis.

Über einen Jobwechsel wurde durchaus nachgedacht....es gab auch schon mehrere Vorstellungsgespräche. Zwei Zusagen wurden jedoch meinerseits abgelehnt, da die neuen Tätigkeiten teilweise den jetzigen nicht das Wasser reichen können....aber bei beiden Arbeitgeber hätte es ca. 500,00 EUR brutto mehr Gehalt gegeben.

Da tut sich die Frage auf: Bleiben oder gehen? Wie wichtig ist euch das Geld? Wenn die Arbeit zufriedenstellend ist, ihr aber zu wenig verdient, würdet ihr trotzdem wechseln?

Liebe Noddle,

das ist eine schwierige Situation und letztlich kannst nur du entscheiden, was dir wichtiger ist: Das Geld am Ende des Monats, oder die Aufgaben in dem Unternehmen, die dich glücklich machen.

Kannst Du es dir denn leisten, auf das Geld zu verzichten? Diese muss denke ich die erste deiner Fragen sein, um einen Weg aus dieser Situation zu finden - in welche Richtung auch immer (Akzeptanz VS etwas neues suchen).

Liebe Grüße
Frank
">https://www.schuermann-solutions.com/

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21. August um 10:43
In Antwort auf rosekirsche

Selber schuld. Es fehlt doch viel mehr sls 300 Euro. Wenn das schon Kollegen bekommen, die weniger können als du

Und was hätte ich deiner Meinung nach tun sollen? Bzw. was sollte ich jetzt tun?

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22. August um 11:25

Nist du mit deinen Gedanken noch nicht weiter?

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24. August um 10:26
In Antwort auf noddle

Stellt euch vor, ihr habt eine Weiterbildung abgeschlossen (Dauer: 3 Jahre), die euch eurem Traumjob näher bringen soll. Kurz nach der Weiterbildung findet ihr diesen Job und es passt vom Themengebiet schon sehr gut. Natürlich gibt es Tage, da fällt mehr Arbeit an oder die Arbeit ist schon solch eine Routine, dass es auch mal langweilig werden kann. Da ihr in einem bestimmten Bereich arbeitet, in dem ihr Einblicke in die Gehälter der Mitarbeiter habt, fällt euch auf, dass ihr in diesem Unternehmen tatsächlich am wenigsten von allen Mitarbeitern verdient. Neue Kollegen oder Kollegen, die weniger qualifiert sind, erhalten teils mehr als 300,00 EUR brutto. Gespräche mit dem Vorgesetzten führten zu nichts außer mehr Arbeit um sich zu "beweisen". Aber selbst nach einem weiteren Jahr tut sich nichts. Aufgrund Corona fallen nun alle Gehaltserhöhungen aus. Wohlbemerkt: Es gibt keinen Tarifvertrag...alles Verhandlungsbasis.

Über einen Jobwechsel wurde durchaus nachgedacht....es gab auch schon mehrere Vorstellungsgespräche. Zwei Zusagen wurden jedoch meinerseits abgelehnt, da die neuen Tätigkeiten teilweise den jetzigen nicht das Wasser reichen können....aber bei beiden Arbeitgeber hätte es ca. 500,00 EUR brutto mehr Gehalt gegeben.

Da tut sich die Frage auf: Bleiben oder gehen? Wie wichtig ist euch das Geld? Wenn die Arbeit zufriedenstellend ist, ihr aber zu wenig verdient, würdet ihr trotzdem wechseln?

Na wechseln! Du bekommst woanders 500 mehr. Entweder, du redest und bekommst mehr oder du gehst.

Du hast dich selber abgewertet. Warum sollte man dir mehr geben, wenn du so dumm bist und ein Jahr lang für mehr Arbeit noch das gleiche Gehalt kriegst, also unterm Strich noch weniger kriegst

Hast du keinen Stolz? Keinen Ehrgeiz? Deine Fortbildung hat ja auch was gekostet oder nicht

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24. August um 11:43
In Antwort auf noddle

Stellt euch vor, ihr habt eine Weiterbildung abgeschlossen (Dauer: 3 Jahre), die euch eurem Traumjob näher bringen soll. Kurz nach der Weiterbildung findet ihr diesen Job und es passt vom Themengebiet schon sehr gut. Natürlich gibt es Tage, da fällt mehr Arbeit an oder die Arbeit ist schon solch eine Routine, dass es auch mal langweilig werden kann. Da ihr in einem bestimmten Bereich arbeitet, in dem ihr Einblicke in die Gehälter der Mitarbeiter habt, fällt euch auf, dass ihr in diesem Unternehmen tatsächlich am wenigsten von allen Mitarbeitern verdient. Neue Kollegen oder Kollegen, die weniger qualifiert sind, erhalten teils mehr als 300,00 EUR brutto. Gespräche mit dem Vorgesetzten führten zu nichts außer mehr Arbeit um sich zu "beweisen". Aber selbst nach einem weiteren Jahr tut sich nichts. Aufgrund Corona fallen nun alle Gehaltserhöhungen aus. Wohlbemerkt: Es gibt keinen Tarifvertrag...alles Verhandlungsbasis.

Über einen Jobwechsel wurde durchaus nachgedacht....es gab auch schon mehrere Vorstellungsgespräche. Zwei Zusagen wurden jedoch meinerseits abgelehnt, da die neuen Tätigkeiten teilweise den jetzigen nicht das Wasser reichen können....aber bei beiden Arbeitgeber hätte es ca. 500,00 EUR brutto mehr Gehalt gegeben.

Da tut sich die Frage auf: Bleiben oder gehen? Wie wichtig ist euch das Geld? Wenn die Arbeit zufriedenstellend ist, ihr aber zu wenig verdient, würdet ihr trotzdem wechseln?

Ich würde wie schnuckweidev vorgeschlagen hat, vorgehen. Auf eine andere Stelle bewerben, die Zusage dem aktuellen Chef vorlegen und sagen, was du ab sofort verdienen möchtest, wenn er dich behalten will. Sollte dann aber natürlich auch eine Stelle sein, die du wirklich annehmen würdest, wenn dein aktueller Chef sich querstellt. 

Bei meinem Bruder war auch immer nicht viel zu machen in Punkto Gehalt, weniger Dienstreisen, mehr Home Office etc. Er hat sich wegbeworben, Zusage bekommen, wollte kündigen und plötzlich sind im aktuellen Job fast 1.000 € mehr Brutto drin, er muss nicht mehr so viel reisen, kann mehr von daheim machen und auf einmal gehen auch noch andere Dinge, die vorher angeblich nicht möglich waren.

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25. August um 16:49
In Antwort auf noddle

Mein vorheriger Arbeitgeber war ein ganz kleines Unternehmen, dem es zu dieser Zeit nicht sonderlich gut ging. Man hat mit nahe gelegt, einen anderen Job zu finden, da man nicht wusste, wie lange es noch weitergeht. Ich war froh, einen neuen Arbeitgeber gefunden zu haben, der mich auch noch in meinem bevorzugten Bereich einstellt. Natürlich wurde ich damals gefragt, was meine Gehaltsvorstellungen sind....da habe ich definitiv falsch verhandelt weil ich Angst hatte, sie geben die Stelle jemand anderem, der sich mit weniger zufrieden gibt. Ich habe eine Gehaltsspanne genannt, weil ich mich verhandlungsbereit zeigen wollte und die niedrigste Zahl wurde aufgeschrieben und noch einen kleinen Tick weniger verdiene ich jetzt weil Sonderzahlungen freiwillig sind und durchaus auch schon gestrichen wurden (was laut Bewerbungsgespräch ja noch niiiiie vorgekommen sei).Ich hatte zuvor so viele Bewerbungen geschrieben aber ich arbeite in einem beliebten Bereich. Da gibt es auf eine Stelle durchaus mehrere Hundert Bewerbungen. Dementsprechend wenig Auswahl hatte ich. Ich weiß, dass ich mich definitiv unter Wert verkauft habe. Und wenn man erst mit so wenig eingestiegen ist, kommt man schwer zu mehr. Große Sprünge nach oben sind da nicht drin und das Unternehmen gibt aufgrund der Struktur auch nicht die Chance, sich "hochzuarbeiten". D. h. ich habe nicht die Möglichkeit, mich weiterzuentwickeln und somit auch keine Argumente für eine Gehaltserhöhung. Und da wir keinem Tarifvertrag angehören, bleibe ich die nächsten Jahre auf dem gleichen Stand. Das demotiviert mich schon. Wenn man Glück hat, gibt es eine jährliche Anpassung von ca. 2 Prozent...das ist aber auch schon ausgefallen.

Es gibt hier und da Stellenangebote.und fast überall könnte ich mit mehr Gehalt rechnen. Aber wie weit macht das einen glücklich, wenn außer dem Gehalt alles passt und man im Vorfeld nie weiß, was bei einem neuen Arbeitgeber alles auf einen zukommt? Andererseits gehe ich ja auch nicht arbeiten weil es meine Lebenserfüllung ist sondern weil ich mein Leben auch bezahlen muss.

Ich bin da etwas hin und hergerissen.

 

zum einen: zumindest den Versuch einer Nachverhandlung würde ich definitiv machen. Gleich auch mit "Du, Chef... ich weiß, dass ich mich weit unter Wert verkauft habe, als ich bei Euch anfing, aber das sollte sich doch ändern lassen, oder...? Außerdem hat sich durch die Weiterbildung meine Qualifikation und mein Wert für das Unternehmen erhöht, daher ..."

Andere Angebote vorlegen, ala "wenn ich jetzt kündige und bei Firma xy anfange, krieg ich direkt 500 mehr, also mach mal mindestens 300 locker, sonst gehe ich!" ... ja, kann gehen - oder in einem "na dann nimm doch das Angebot von xy an, was so viel besser ist" enden. Gerade in einem Bereich, wo es 100 neue Bewerber auf die gleiche Stelle geben würde, nicht sehr unwahrscheinlich. Die Personalpolitik der meisten Unternehmen, auch von denen, die gesuchte Fachkräfte brauchen, liegt leider öfter bei "Reisende soll man nicht aufhalten" als bei "unsere Mitarbeiter sind das Kapital unserer Firma!"

Wenn er stur bleibt - es gibt immer auch andere Optionen. Leistungsabhänige Zuschläge, die an bestimmte Bedingungen geknüpft sind, was auch der Chef seinem Chef besser verkaufen kann, beispielsweise (also von Provisionen bis zu einem Bonus für wenige Krankheitstage).
Oder Zuschüsse, die teilweise gefördert sind - also zum Beispiel die Kostenübernahme der Monatskarte für den ÖPN. Kostenübernahme für Kita / Kinderbetreuung o.ä.
Oder andere Vorteile, die sich nicht direkt in Geld äußern. Mehr Homeoffice, flexiblere Arbeitszeiten.

Ach ja - Für die Zukunft merken: Wenn man sagt, ich möchte 10.000 bis 50.000 monatlich verdienen, werden alle 10.000 aufschreiben und keiner sagen "ok, dann geben wir Dir mal 40.000... oder lieber 45.000?" Der obere Wert ist rein rethorisch. Immer.
Und wenn er nur 9.000 im Monat zahlen will, wird er an der Stelle sagen... jaaaaaaaaaaaaa, das klingt ja alles sehr gut, aaaaaaaaaaaber wir hatten uns max. 7.500 monatlich vorgestellt - und dann kannst Du verhandeln, bis Du die 9.000 erreicht hast
 

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25. August um 17:19
In Antwort auf schnuckweidev

Mir ist die Tätigkeit an sich sehr wichtig. Aber deine Situation würde mich auch ankäsen. Am wenisgten zu verdienen würde die Freude an der Arbeit für mich schon auch ein stückweit kaputt machen.

Möglich wäre, ein Jobangebot einzuholen, schriftlich, für eine Stelle von der du denkst, sie würde dir ebenfalls Freude machen. Und das dann deinem AG vorlegen und sagen: Wenn mein Gehalt sich da nicht angleicht, dann gehe ich! Geht halt nur, falls du dann auch tatsächlich gehst.

Ich finde, dass man einfach sehr vie Zeit auf der Arbeit verbringt und dass sie einem deswegen dringend Freude machen sollte. Stunden eine Tätigkeit ausüben, die man doof oder langweilig findet, schmälert halt auch die Lebensqualität.

LG

Ich finde diesen Vorschlag sehr riskant. noodle schreibt, dass es Hunderte Bewerber auf ihre Stelle gibt. Als Arbeitgeber würde ich bei dieser Argumentation der Mitarbeiterin sie gehen lassen. 

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25. August um 17:47
In Antwort auf avarrassterne3

zum einen: zumindest den Versuch einer Nachverhandlung würde ich definitiv machen. Gleich auch mit "Du, Chef... ich weiß, dass ich mich weit unter Wert verkauft habe, als ich bei Euch anfing, aber das sollte sich doch ändern lassen, oder...? Außerdem hat sich durch die Weiterbildung meine Qualifikation und mein Wert für das Unternehmen erhöht, daher ..."

Andere Angebote vorlegen, ala "wenn ich jetzt kündige und bei Firma xy anfange, krieg ich direkt 500 mehr, also mach mal mindestens 300 locker, sonst gehe ich!" ... ja, kann gehen - oder in einem "na dann nimm doch das Angebot von xy an, was so viel besser ist" enden. Gerade in einem Bereich, wo es 100 neue Bewerber auf die gleiche Stelle geben würde, nicht sehr unwahrscheinlich. Die Personalpolitik der meisten Unternehmen, auch von denen, die gesuchte Fachkräfte brauchen, liegt leider öfter bei "Reisende soll man nicht aufhalten" als bei "unsere Mitarbeiter sind das Kapital unserer Firma!"

Wenn er stur bleibt - es gibt immer auch andere Optionen. Leistungsabhänige Zuschläge, die an bestimmte Bedingungen geknüpft sind, was auch der Chef seinem Chef besser verkaufen kann, beispielsweise (also von Provisionen bis zu einem Bonus für wenige Krankheitstage).
Oder Zuschüsse, die teilweise gefördert sind - also zum Beispiel die Kostenübernahme der Monatskarte für den ÖPN. Kostenübernahme für Kita / Kinderbetreuung o.ä.
Oder andere Vorteile, die sich nicht direkt in Geld äußern. Mehr Homeoffice, flexiblere Arbeitszeiten.

Ach ja - Für die Zukunft merken: Wenn man sagt, ich möchte 10.000 bis 50.000 monatlich verdienen, werden alle 10.000 aufschreiben und keiner sagen "ok, dann geben wir Dir mal 40.000... oder lieber 45.000?" Der obere Wert ist rein rethorisch. Immer.
Und wenn er nur 9.000 im Monat zahlen will, wird er an der Stelle sagen... jaaaaaaaaaaaaa, das klingt ja alles sehr gut, aaaaaaaaaaaber wir hatten uns max. 7.500 monatlich vorgestellt - und dann kannst Du verhandeln, bis Du die 9.000 erreicht hast
 

Ich stimme der gesamten Antwort von avarrassterne3 zu. Siehe meine weiteren Empfehlungen im Thread.

 

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25. August um 17:53

Auch ich empfehle Dir eine Nachverhandlung.  

Ein höheres Gehalt bekommst Du nicht durch die Weiterbildung, sondern z.B. weil Du anspruchsvollerere/verantwortungsvollere Tätigkeiten ausübst, oder weil Du schlichtweg mehr leistest als Deine Kollegen, oder weil das Unternehmen durch genau Deine Tätigkeit mehr Umsatz und/oder Gewinn einbringt etc.

Vor einer Nachverhandlung empfehle ich Dir, konkrete Beispiele für oben genanntes zu notieren und während der Verhandlung zu nennen. 

Oftmals können Vorgesetzte auch nicht sofort eine Gehaltserhöhung geben, sondern müssen das wiederrum mit HR und ihren Vorgesetzen besprechen. Natürlich kommt es auch auf die wirtschaftliche Situation des Unternehmens(bereichs) an. Versuche alle Gründe herauszufinden, warum Dein Chef Dir im Moment keine Gehaltserhöhung geben kann.

Daneben kannst Du im allgemeinen Deinem Vorgesetzen mehr von Deinem geleisteten "berichten". So bin ich einmal vorgegangen nachdem mir ein höheres Gehalt nach der ersten Verhandlung abgeschlagen wurde. Ich habe meiner damaligen Vorgesetzen nach der misslückten Verhandlung jeden Freitag eine kurze stichpunktartige Email geschrieben, was ich in der Woche mehr geleistet habe. Ein halbes Jahr später bekam ich die Gehaltserhöhung. 

Zudem kann ich Dir nur empfehlen mehr Sichtbarkeit für Deine Leistungen im Unternehmen (nicht nur bei Deinem Chef) zu kreieren. 

Des weiteren solltest Du nach neuen Stellen suchen. Ich glaube daran, dass es eine Stelle geben wird, wo beides Gehalt und Arbeitsinhalt stimmen. Achte darauf, dass es Aufstiegschancen in diesem Unternehmen für Dich gibt. Und achte darauf, dass das Unternehmen und die Abteilung am wachsen sind. Wähle keine Arbeitgeber, die in wirtschaftlich schlechter Lage sind, und keine Abteilungen die vor Reorganisation/Verkleinerung stehen. Was die Lohnverhandlung betrifft, bereite Dich besser darauf vor als das letzte mal. Lese Literatur dazu, oder engagiere ggf einen Coach.  

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