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Gehaltskürzung oder Kündigung wegen angeblicher Schlechtleistung !?

18. November 2015 um 22:22

Ich (19) bin langsam am verzweifeln, ich habe vor einem halben Jahr meine Ausbildung als Steuerfachangestellte abgeschlossen.
In der Berufsschule und Abschlussprüfung war ich gut
Nur leider habe ich im praktischen Teil nicht viel gelernt, musste immer Eigenverwaltungsaufgaben machen und keiner hat mir so wirklich was erklärt. War eben ne billige Arbeitskraft.

Nach meiner Ausbildung hab ich deshalb in eine andere kleine Kanzlei gewechselt, dort bin ich jetzt seit einem halben Jahr. Ich habe beim Vorstellungsgespräch gesagt, dass ich nur Buchhaltung und Löhne gemacht habe. Und dann haben wir im Arbeitsvertrag trotzdem beim Zuständigkeitsbereich: Buchhaltungen Löhne Einkommensteuererklärungen und Jahresabschlüsse aufgenommen, da ich gesagt habe, dass es mir sehr wichtig ist, alles noch zu lernen.

Was mache ich jetzt? nur Buchhaltung und das in Massenproduktion. Habe 70 eigene Mandanten, für deren Buchhaltung ich zuständig bin, die werden noch von einer Kollegin durchgeschaut.

Am Anfang wars schon schrecklich, neues Programm, anderer Kontenplan, lauter fremde Mandanten. Ich brauchte halt ein bisschen zeit um mich zurecht zu finden. Jeder braucht doch ne Einarbeitungszeit, stattdessen sagt man mir da in der ersten Woche, ich bin beim buchen auf dem Stand vom ersten Lehrjahr. Hab dann geweint vor Chef und Kollegen. War dann schon fast davor gleich wieder zu kündigen. Dann haben sie mich doch wieder beruhigt.
Die Kollegin (rechte Hand vom Chef) schaut meine Buchhaltungen immer durch und ich mach eben hin und wieder mal Leichtsinnsfehler vielleicht 1 oder 2 pro woche, manchmal lags aber auch daran dass ich sowas noch nie gebucht habe, oder einfach Ansichtssache ist, oder n Verbesserungsvorschlag. Vor dem 10.11. wo die Umsatzsteuervormeldungen (auch die Vierteljährlichen) fällig waren, habe ich in einer Woche 6 Überstunden gemacht um alles zu schaffen und habe mich voll beeilt. Somit sind mir eben ein paar Fehler unterlaufen. Z.B. bei einer großen Rechnung übersehen, dass nicht nur Waren sondern auch ein Kleingerät gekauft wurde, einmal n Steuerschlüssel vergessen bei einem niedrigen Betrag und Konten verwechselt. Ich würde sagen die waren nicht so tragisch. Und ich hatte ja dann andererseits einen guten Umsatz in der Woche von 2000

Meine Kollegin hat sich, aber dann beschwert beim Chef.

Dann kam DAS GESPRÄCH, mit Chef und der Kollegin.
Mein Chef: Was machen wir denn jetzt mit Ihnen? Sie sind jetzt seit nem halben Jahr hier und man kann Sie immer noch keine Buchhaltungen alleine machen lassen hat mir die Kollegin gerade erzält, Sie können doch nicht das dahin buchen und das da Dann hat noch meine Kollegin einiges aufgezält, und gesagt dass ich das Prinzip von OPOS-Buchhaltungen nicht verstehe, obwohl ich da die letzten 3 Monate bestimmt keinen Fehler mehr gemacht habe. Ich hab sowas in meiner Ausbildung nicht gelernt und musste nur am Anfang deswegen n paar mal nachfragen.
Da ich ein sehr sensibler Mensch bin musste ich wieder anfangen zu weinen, hab versucht mich zu verteidigen, aber konnte dann gar nichts mehr sagen. Dann hat mein Chef gesagt er muss sich da jetzt was überlegen.

Danach fasste ich für mich den felsenfesten Entschluss mir was neues zu suchen und zu kündigen. Leider steht in meinem Arbeitsvertrag Kündigungsfrist 6 Wochen bis zum Quartalsende. Da es ja unmöglich ist innerhalb einer Woche eine Zusage zu bekommen muss ich jetzt noch bis März dableiben

Gestern hat er mich dann zu sich gerufen und GESAGT: er hat jetzt lange darüber nachgedacht, und will mir nochmal ne chanse geben. Allerdings muss er dann meinen Lohn vorerst kürzen bis ichs drauf hab, von 1800 auf 1360 (Mindestlohn 8,50 pro stunde) weil er ja Überstunden von meiner Kollegin wegs m korrigieren bezahlen muss. (mir ist nicht aufgefallen dass die Überstunden macht) und hat mir so durch die Blume gesagt, dass er mich ansonsten kündigt. Musste dann wieder weinen und konnte mich nicht wehren (ich hasse mich dafür) Hab dann gesagt: ist ok. Wollte nur weg. Will ja eh kündigen, aber erst wenn ich was neues hab.

Obwohl das ja alles gar nicht rechtens ist. (möchte aber keinen Rechtsstreit, habe auch leider keine Rechtsschutzversicherung)

Ich habe mich noch nie so dreckig ausgenutzt gefühlt, heute ist mir klar geworden, dass die Aktion von beiden so geplant war, der Chef ist n geldgieriger Geizhals und die Kollegin hilft ihm immer dabei, sagt Ihm wo er noch mehr verlangen könnte und Kosten sparen kann.
Ich bin so wütend auf mich selber, dass ich mich nicht gewehrt habe. Die denken sie können alles mit mir machen. Meine Fehler waren doch gar nicht so schlimm? Und Fehler sind menschlich vor allem ohne Berufserfahrung.

Meine Kollegin ist danach dann noch so hinterfotzig zu mir hergekommen und wollte mir helfen, die wusste alles.. Die wollte mich nur abhören ob ich vor habe zu kündigen, die hab ich dann dreist angelogen und gesagt dass ich das für eine gute Chance halte, weil ich ja was dazu lernen will, (sonst wäre das gleich beim Chef gelandet was ich da gesagt hätte)
Eigentlich möchte ich ja nur keine Lücke im Lebenslauf und nicht das allerschlechteste Arbeitszeugnis. Bis März werde ich das schon noch durchstehen, bis dahin habe ich dann Zeit mir einen guten neuen Job auszusuchen. Möchte jetzt als Bürokauffrau arbeiten, da gibts wenigstens nicht so viele überkomplizierte Dinge (wie Abschlüsse) die ich noch nicht kann und da ist hoff ich mal alles ein bisschen einfacher und menschlicher. Bis jetzt habe ich ja nur schlechte Erfahrung gemacht im Berufsleben.

Ich weiß einfach nicht wie ich mich in den Situationen verhalten soll. Alles was ich auf der Zunge hatte konnte ich nicht sagen zum Chef, aber nix zu sagen ist noch dümmer, Ich hasse mich dafür. Kann in solchen Situationen keinen klaren Kopf bewaren, muss weinen und kann nichts mehr sagen. Was kann ich dagegen tun?

Was sagt Ihr dazu? Was würdert Ihr an meiner stellte machen?

PS: ich bin eigentlich ein ganz normales Mädchen/ junge Frau, hab seit einem Jahr einen Freund, die beste Freundinnen die man sich wünschen kann und eine Familie die immer hinter mir steht. Ohne diese Menschen hätte ich wohl schon längst aufgegeben. Am Wochenende und am Feierabend ist für mich immer Zeit zum Glücklich sein und lachen
Und arbeiten war schon immer eine Qual, hoffe immer dass schnell vorbei geht.

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8. Dezember 2015 um 22:37

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