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Gesprächsstoff = Null!

3. Juli 2006 um 20:55

Hallo an alle Leutz! ^^

Ich bin Azubi in einer Verwaltung (bin im 2. Lehrjahr) und ich finde es sehr schade, dass meine Kollegen und ich kaum etwas miteinander reden Eigentlich so gut wie gar nix!

Ich weiß einfach net, worüber ich mit denen quatschen soll ... is voll blöd ... bei anderen Azubis geschieht das so nebenbei und ich? Ich finde einfach keinen geeigneten Gesprächsstoff (in mir sind sowas wie Blockaden - ich will bloß nix Falsches sagen).

Es gibt die verschiedensten Charaktere: Von der gaaaaaaanz Lieben, über den total Lockeren, dem Kumpeltyp, der Religiösen, dem absoluten Menschenkenner bis hin zur etwas ruppigen oder launischen Person ist wirklich alles dabei! Ich finde diese Leute so interessant! Will sie aber auch nicht irgendwas fragen (sollen sich net ausgefragt fühlen - ich will net neugierig rüber kommen!!)Aber zum Erzählen hab ich auch nix ...

Könnt ihr mir vielleicht ein paar Tipps geben? Solche Standartthemen, wie zum Beispiel das Wetter oder "endlich Feierabend" hab ich schon durch ... wobei der 2. Spruch bestimmt nicht so gut ankommt, auch wenn mir dabei zugestimmt wird.^^"

Ich müsste vielleicht lockerer werden ... aber ich bezweifele irgendwie, dass ich das hinbekomme ... ich habe ständig Angst, irgendwas doofes zu sagen Und das ist mir schon einige Male passiert Im 3. Lehrjahr soll alles anders werden!

Bitte helft mir! Ich freue mich über jeden Beitrag! Danke schonmal!

Liebe Grüße
Yura

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4. Juli 2006 um 21:32

Hallo Yura,
ich glaube, du machst dir viel zu viel Gedanken, wie du wirkst. Sobald es dir egal ist, was die anderen über die denken, kannst du sagen, was du willst! Außerdem heißt es, dass es nicht wichtig ist, was man sagt, sondern wie man es sagt. Also drucks nicht rum, mach dir keine Gedanken, ob man dich neugierig, aufdringlich, langweilig, öde, schüchtern, interessant, zu direkt, liebenswert oder unmöglich findet - du wirst in deinem Leben immer Leute finden, die dieses oder jenes von dir denken - ist das so wichtig? Wichtig ist, dass du mit dir selbst auskommst, also verbieg dich nicht und sei einfach du selbst. Und Leuten die eine oder andere Frage zu stellen, heißt noch lange nicht, sie auszufragen, sondern zeigt ganz einfach erst mal, dass du sie interessant findest - das sagst du ja selbst! Also zeig ihnen, dass du sie interessant findest, indem du Fragen stellst. Frag gerade das, was du in der Situation grad im Kopf hast - und zum Erzählen hast du bestimmt was. Was glaubst du, über was meine Kolleginnen so alles reden, meistens ist es völlig belangloses Zeug, das nur dazu dient, Langeweile zu vertreiben und soziale Bindungen zu erneuern!
Du schaffst das schon!
LG Meerblau (ein ehemals schüchternes Mädel)

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5. Juli 2006 um 20:50
In Antwort auf carmel_12869507

Hallo Yura,
ich glaube, du machst dir viel zu viel Gedanken, wie du wirkst. Sobald es dir egal ist, was die anderen über die denken, kannst du sagen, was du willst! Außerdem heißt es, dass es nicht wichtig ist, was man sagt, sondern wie man es sagt. Also drucks nicht rum, mach dir keine Gedanken, ob man dich neugierig, aufdringlich, langweilig, öde, schüchtern, interessant, zu direkt, liebenswert oder unmöglich findet - du wirst in deinem Leben immer Leute finden, die dieses oder jenes von dir denken - ist das so wichtig? Wichtig ist, dass du mit dir selbst auskommst, also verbieg dich nicht und sei einfach du selbst. Und Leuten die eine oder andere Frage zu stellen, heißt noch lange nicht, sie auszufragen, sondern zeigt ganz einfach erst mal, dass du sie interessant findest - das sagst du ja selbst! Also zeig ihnen, dass du sie interessant findest, indem du Fragen stellst. Frag gerade das, was du in der Situation grad im Kopf hast - und zum Erzählen hast du bestimmt was. Was glaubst du, über was meine Kolleginnen so alles reden, meistens ist es völlig belangloses Zeug, das nur dazu dient, Langeweile zu vertreiben und soziale Bindungen zu erneuern!
Du schaffst das schon!
LG Meerblau (ein ehemals schüchternes Mädel)

Dankeschön für deinen Beitrag, Meerblau! ^^
Ja, ich weiß, dass ich zu viel darüber nachgrübele, was andere Leute von mir denken - mir wurde das auch schon nen paar Mal gesagt ... aber ich kann es nicht abstellen *leider*

Du warst auch mal ein schüchternes Mädel? Wie hast du dich überwinden können? *unbedingt wissen möcht*

LG
Yura

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6. Juli 2006 um 12:16
In Antwort auf tilde_12701253

Dankeschön für deinen Beitrag, Meerblau! ^^
Ja, ich weiß, dass ich zu viel darüber nachgrübele, was andere Leute von mir denken - mir wurde das auch schon nen paar Mal gesagt ... aber ich kann es nicht abstellen *leider*

Du warst auch mal ein schüchternes Mädel? Wie hast du dich überwinden können? *unbedingt wissen möcht*

LG
Yura

Hallo Yura,
tja, wie war das? Ich war als Kind schüchtern, in der Grundschule gabs zwei Mädchen, die mich immer verfolgt und ausgelacht haben - sie sind mir sogar auf die Toilette nachgeschlichen, und haben unter der Tür durchgeschaut - so fings an. Und ich war auch schüchtern, weil meine Eltern mich nie gelobt haben und sowieso eine komische Erziehung praktizierten - meine beiden Geschwister sind bis heute nicht ganz geheilt davon. Ich bin die Älteste, und wenn ich meine Eltern besuche, habe ich immer das Bedürfnis, dort so schnell wie möglich wieder wegzukommen - als ob mir die Luft dort nicht guttäte. War auch mit 19 ausgezogen. Na ja, von 18 bis 20 hab ich dann Karate gemacht und regelmäßig die Männer dort verkloppt und dabei meine aufgestaute Wut abgelassen - war wohl eine Art Selbsthilfetherapie...
Soweit zur Vorgeschichte - ich glaube, es gibt immer einen Grund, warum man schüchtern ist, deswegen schreibe ich dir das. Ich habe mir die Schüchternheit so allmählich abgewöhnt - jeden Tag etwas eben. Ich quatsche die Leute inzwischen einfach an - vorhin war ich im Supermarkt, und hab die Kassierin gefragt, was sie macht, wenn das Geschäft im Frühjahr geschlossen wird - das hätte ich in deinem Alter nicht fertiggebracht.
Es ist ja so: Wenn du jemanden fremdes ansprichst, weiß derjenige ja nicht, ob du schüchtern, aufdringlich, lustig, intelligent oder blöd bist - er kriegt es auf bewusster und unbewusster Ebene durch deine Signale, die du sendest, raus. Wenn du lernst, auf deine Signale zu achten (Körpersprache, Blick, Tonfall, Wortwahl), dann kannst du diese Signale steuern. Ein Lächeln wirkt erst mal Wunder. Nicht mögen kannst du dein Gegenüber ja immer noch, aber ein erstes Lächeln öffnet dir Türen. Ich erschaffe mich jeden Tag neu! Bin mir bewusst, dass ich die Freiheit habe, in jeder Situation auf viele verschiedene Arten zu agieren und zu reagieren. Wenn man breitbeinig dasteht (natürlich nicht so wie John Wayne!), mit geradem Rücken und Blick, mit erhobenem Kopf und einem Lächeln - wer kann sich dem nicht entziehen?
LGLG Meerblau

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6. Juli 2006 um 19:49
In Antwort auf carmel_12869507

Hallo Yura,
tja, wie war das? Ich war als Kind schüchtern, in der Grundschule gabs zwei Mädchen, die mich immer verfolgt und ausgelacht haben - sie sind mir sogar auf die Toilette nachgeschlichen, und haben unter der Tür durchgeschaut - so fings an. Und ich war auch schüchtern, weil meine Eltern mich nie gelobt haben und sowieso eine komische Erziehung praktizierten - meine beiden Geschwister sind bis heute nicht ganz geheilt davon. Ich bin die Älteste, und wenn ich meine Eltern besuche, habe ich immer das Bedürfnis, dort so schnell wie möglich wieder wegzukommen - als ob mir die Luft dort nicht guttäte. War auch mit 19 ausgezogen. Na ja, von 18 bis 20 hab ich dann Karate gemacht und regelmäßig die Männer dort verkloppt und dabei meine aufgestaute Wut abgelassen - war wohl eine Art Selbsthilfetherapie...
Soweit zur Vorgeschichte - ich glaube, es gibt immer einen Grund, warum man schüchtern ist, deswegen schreibe ich dir das. Ich habe mir die Schüchternheit so allmählich abgewöhnt - jeden Tag etwas eben. Ich quatsche die Leute inzwischen einfach an - vorhin war ich im Supermarkt, und hab die Kassierin gefragt, was sie macht, wenn das Geschäft im Frühjahr geschlossen wird - das hätte ich in deinem Alter nicht fertiggebracht.
Es ist ja so: Wenn du jemanden fremdes ansprichst, weiß derjenige ja nicht, ob du schüchtern, aufdringlich, lustig, intelligent oder blöd bist - er kriegt es auf bewusster und unbewusster Ebene durch deine Signale, die du sendest, raus. Wenn du lernst, auf deine Signale zu achten (Körpersprache, Blick, Tonfall, Wortwahl), dann kannst du diese Signale steuern. Ein Lächeln wirkt erst mal Wunder. Nicht mögen kannst du dein Gegenüber ja immer noch, aber ein erstes Lächeln öffnet dir Türen. Ich erschaffe mich jeden Tag neu! Bin mir bewusst, dass ich die Freiheit habe, in jeder Situation auf viele verschiedene Arten zu agieren und zu reagieren. Wenn man breitbeinig dasteht (natürlich nicht so wie John Wayne!), mit geradem Rücken und Blick, mit erhobenem Kopf und einem Lächeln - wer kann sich dem nicht entziehen?
LGLG Meerblau

Interessante Story! =)
Wow, ich erkenne mich in einigen Textpassagen aus deinem Beitrag echt wieder!

Ich habe auch keinen guten Draht zu meinen Eltern - haben auch eine komische Erziehungsmethode ... na ja ... wenn man das überhaupt "Erziehung" nennen kann - irgendwie machen die mich nur fertig ... habe in diesem Forum auch mal ne Diskussion gestartet, als ich kurz vor dem Kollaps stand *Augen verdreh*

Aber Probleme, andere, fremde Leute anzusprechen, habe ich nicht (die sind meist total freundlich )
Ich habe nur das kleine Problem mit der Kommunikation ... in ein Gespräch zu kommen, ist einfach, aber es am Laufen zu halten ist absolut nicht mein Ding ... meist ist es schon nach ca. 2 Sätzen vorbei

Von meinen Mitschülern werde ich teils auch fertig gemacht (vor allem in meiner alten Klasse war's schllilmm!!!) - aber zur Zeit sind es eigentlich nur 2 Azubis aus meiner Behörde (ist nicht leicht, gegen die anzukommen)Aber habe zum Glück eine Azubi-Kollegin, die teils zu mir hält ... das ist doch schonmal was!

LG
Yura




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7. Juli 2006 um 6:38
In Antwort auf tilde_12701253

Interessante Story! =)
Wow, ich erkenne mich in einigen Textpassagen aus deinem Beitrag echt wieder!

Ich habe auch keinen guten Draht zu meinen Eltern - haben auch eine komische Erziehungsmethode ... na ja ... wenn man das überhaupt "Erziehung" nennen kann - irgendwie machen die mich nur fertig ... habe in diesem Forum auch mal ne Diskussion gestartet, als ich kurz vor dem Kollaps stand *Augen verdreh*

Aber Probleme, andere, fremde Leute anzusprechen, habe ich nicht (die sind meist total freundlich )
Ich habe nur das kleine Problem mit der Kommunikation ... in ein Gespräch zu kommen, ist einfach, aber es am Laufen zu halten ist absolut nicht mein Ding ... meist ist es schon nach ca. 2 Sätzen vorbei

Von meinen Mitschülern werde ich teils auch fertig gemacht (vor allem in meiner alten Klasse war's schllilmm!!!) - aber zur Zeit sind es eigentlich nur 2 Azubis aus meiner Behörde (ist nicht leicht, gegen die anzukommen)Aber habe zum Glück eine Azubi-Kollegin, die teils zu mir hält ... das ist doch schonmal was!

LG
Yura




Es gibt dazu Selbsthilferatgeber
Hallo Yura

ich kann Dich total gut verstehen. Früher, als Jugendliche, ging es mir auch öfters so. Ist aber glaub ich nichts ungewöhnliches. Ich bin mal zufällig auf einen Selbsthilferatgeber gestoßen, in dem beschrieben ist, wie man gut mit Leuten ins Gespräch kommen kann und das Gespräch auch am laufen hält. Hab gerade nochmal bei Amazon geschaut, weil ich den Namen von der Autorin noch wusste. Also das Buch heisst "Nur Mut zum ersten Schritt" von Doris Wolf. Ist glaub ich ganz gut. Viel Erfolg das wird schon

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9. Juli 2006 um 18:57
In Antwort auf maeve_12119055

Es gibt dazu Selbsthilferatgeber
Hallo Yura

ich kann Dich total gut verstehen. Früher, als Jugendliche, ging es mir auch öfters so. Ist aber glaub ich nichts ungewöhnliches. Ich bin mal zufällig auf einen Selbsthilferatgeber gestoßen, in dem beschrieben ist, wie man gut mit Leuten ins Gespräch kommen kann und das Gespräch auch am laufen hält. Hab gerade nochmal bei Amazon geschaut, weil ich den Namen von der Autorin noch wusste. Also das Buch heisst "Nur Mut zum ersten Schritt" von Doris Wolf. Ist glaub ich ganz gut. Viel Erfolg das wird schon

Dankeschön
Bei Gelegenheit werde ich mir dieses Buch mal besorgen. Ich möchte mir bald auch eine Woche Urlaub nehmen, da hab ich dann genug Zeit, um es zu lesen!

Dankeschön nochmal!

LG
Yura

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9. September 2006 um 5:21

Gesprächsstoff mit Kollegen
Hallo Yura,Gesprächsstoff gibt es eigentlich genug.Wie wär`s denn,wenn du dein Glück bei dem Kumpeltyp oder der"einfach netten Kollegin"versuchst?
Du könntest sie frsgen wie das bei ihnen so war mit Lohn und Arbeitsbedingungen.Wenn das Eis erstmal gebrochen ist,wird`s schon werden.
Es grüßt Dich
Chimaere1

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