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Hier fragt mal ein Arbeitgeber um Rat.....

17. April 2015 um 10:31

Hallo, ich schreibe hier mal nicht als Schwangere sondern als Chef eines Kleinbetriebes. Ich habe Anfang letztes Jahr eine Frau Mitte 30 eingestellt, die gerade erst mit ihrem alten Leben (Drogen...) abgeschlossen hat. Beim Einstellungsgespräch habe ich sie auch nach Kinderwunsch gefragt. Dies wurde eindeutig verneint. Im Dezember teilte sie mir ihre -angeblich ungeplante- Schwangerschaft mit. Kurz darauf erfuhr ich, daß die SS sehr wohl durch absetzen der Pille geplant war( 5 Monate nach der Einstellung bei uns). Wir waren natürlich nicht sehr begeistert. Sie ist auch unsere einzig festangestellte Vollzeitkraft! Sie war dann auch sehr schnell aus den unterschiedlichsten Gründen krank. Einen Ersatz muss ich natürlich jedes Mal erst suchen und auch bezahlen. Jetzt hat sie sich zwei Monate vor dem Mutterschutz arbeitsunfähig schreiben lassen. Den Termin hat sie vor ca drei Wochen ausgemacht. Mir aber erst eine halbe stunde vor Dienstbeginn mitgeteilt, daß sie ab sofort nicht mehr kommt!
Muß man sich als Arbeitgeber alles gefallen lassen? Hat man als Schwangere einen Freifahrtschein für alles? Gibt es keine Möglichkeit wie ich möglichst schnell, einfach und billig aus dieser Sache rauskommen?

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20. April 2015 um 11:35

Puhhh
das ist ja mal harter Tobak
Aber anscheinend auch auf Deiner Seite.
Zunächst ist anzumerken, dass ich sowohl weiblich, als auch Mutter, als auch ehrliche Arbeitnehmerin bin. Ich wurde bei Einstellungsgespräch (ich war 28) NICHT nach meinem Kinderwunsch oder Schangerschaft gefragt. das ist quasi ein Freibrief für die Damen zu lügen. Eigentlich kann man sich das auch selbst denken. Noch viel härter finde ich dann aber auch noch, dass Du im Privatleben herumschnüffelst und herausfindest, dass die Pille abgesetzt wurde. Macht man das?
Aber nein, ich finde es auch blöde, wie manche Damen sich so geben. Ich würde nie meinem AG erzählen, dass ich niemals Kinder haben möchte, wenn es nicht auch so wäre, allerdngs setze ich auch voraus, dass er mich nicht danach befragt
Ich habe (nach Bekanntwerden der SS) sofort bescheid gegeben und auch über die weitere Planung informiert (Mutterschutz, Elternzeit etc.). Meine Schwangerschaften verliefen jedoch auch komplikationslos. Wäre etwas aufgetreten, hätte ich aber trotzdem mit offenen Karten gespielt und sofort bescheid gegeben. Aber NUR, weil mein AG sich auch an seine Regeln hält. Also, wie man in den Wald....
Ich verstehe Deine Sicht, aber ein wenig auch die Dame, obwohl ich das Verhalten beiderseits nicht gutheißen kann. Das doofe für dich ist, das recht ist auf ihrer Seite. Was Du machen kannst? Keine Ahnung, ich bin kein AG. geholfen hätte eine Probezeit, die nicht automatisch in eine feste Stelle übergeht. Aber auch das ist keine 100% Lösung.

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20. April 2015 um 22:23
In Antwort auf flyingkat

Puhhh
das ist ja mal harter Tobak
Aber anscheinend auch auf Deiner Seite.
Zunächst ist anzumerken, dass ich sowohl weiblich, als auch Mutter, als auch ehrliche Arbeitnehmerin bin. Ich wurde bei Einstellungsgespräch (ich war 28) NICHT nach meinem Kinderwunsch oder Schangerschaft gefragt. das ist quasi ein Freibrief für die Damen zu lügen. Eigentlich kann man sich das auch selbst denken. Noch viel härter finde ich dann aber auch noch, dass Du im Privatleben herumschnüffelst und herausfindest, dass die Pille abgesetzt wurde. Macht man das?
Aber nein, ich finde es auch blöde, wie manche Damen sich so geben. Ich würde nie meinem AG erzählen, dass ich niemals Kinder haben möchte, wenn es nicht auch so wäre, allerdngs setze ich auch voraus, dass er mich nicht danach befragt
Ich habe (nach Bekanntwerden der SS) sofort bescheid gegeben und auch über die weitere Planung informiert (Mutterschutz, Elternzeit etc.). Meine Schwangerschaften verliefen jedoch auch komplikationslos. Wäre etwas aufgetreten, hätte ich aber trotzdem mit offenen Karten gespielt und sofort bescheid gegeben. Aber NUR, weil mein AG sich auch an seine Regeln hält. Also, wie man in den Wald....
Ich verstehe Deine Sicht, aber ein wenig auch die Dame, obwohl ich das Verhalten beiderseits nicht gutheißen kann. Das doofe für dich ist, das recht ist auf ihrer Seite. Was Du machen kannst? Keine Ahnung, ich bin kein AG. geholfen hätte eine Probezeit, die nicht automatisch in eine feste Stelle übergeht. Aber auch das ist keine 100% Lösung.

Kann mich Dir nur anschließen...
Ich schließe mich meiner Vorrednerin an. Möchte aber gerne noch etwas hinzufügen.

Es gibt ja einige Fragen, die im Vorstellungsgespräch unzulässig sind - darauf darf dann der Bewerber lügen, wenn er sie gestellt bekommt. Meines Wissens gehört dort auch die Frage nach einer geplanten Schwangerschaft dazu. Natürlich ist es mies, wie sich die Arbeitnehmerin hier verhalten hat. Aber da ihr ein Arzt ihren krankheitsbedingten Ausfall und die Arbeitsunfähigkeit bescheinigt hat, bist Du als Arbeitgeber machtlos.

Ich fürchte, die "günstigste" (und auch einzigste) Möglichkeit ist einfach, sie nach dem Mutterschutz nicht wieder einzustellen. Aber vielleicht fragst Du ja mal bei einem Anwalt nach, der wird sich im Arbeitsrecht besser auskennen, ob Dir noch etwas anderes übrig bleibt.

Grüße
Strawberrycars

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