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Hilfe - Ausbildungsalptraum!

9. Februar 2014 um 12:37

Hallo liebes Forum, ich bin in vielen Foren, aber halte dieses hier fuer eine Kommunity mit viel Verstaendnis, bzw mehr als andere. Ich steh vor einem riesen grossen Problem. Fertig machen am arbeitsplatz. Ich habe einen langen und schweren Weg hinter mir, mit vielen Enttaeuschungen und Fehlentscheidungen. Nun bin ich an einem Punkt, gluecklich in der Partnerschaft aber extrem ungluecklich am Arbeitsplatz. Ich habe vor 3 Monaten meine Ausbildung begonnen, ich war so begeistert, die Familie, die Chefs, alle so unglaublich nett. Leider sind dies nicht meine Arbeitskollegen, es gibt angestellte Chefs, die mir ganz klar zu fuehlen geben: die naechsten 3 jahre werden dein alptraum!
In meinem Beruf habe ich furchtbare arbeitszeiten, ueberstunden werden nicht berechnet, ich komme immer erst spaet nachts nachhause und habe 10 stunden durchgearbeitet ohne auch nur einen Pluspunkt zu bekommen, ich gebe mir so muehe und es wird nur gemeckert. Kurz und knapp ich fuehle mich als ob ich sozialstunden leiste und strafe verdient habe. Es ist nun so weit, dass ich hier an meinem freien Tag sitze, mich nicht bewegen will, 2 stunden bade, obwohl das wasser bereits kalt ist, die Wohnung ein chaos, mein freund wartet auf sein essen. Er hat selbst im moment viele probleme, kaputtes auto, unterbezahlung im job. An kuendigen ist nicht zu denken, ich werde auch nicht juenger, ich brauche eine Ausbildung. Ist das spass an der arbeit haben, freude in der ausbildung alles nur geheuchelt? Ist so das wahre leben? Ich bin ratlos. Fakt ist ich muss bleiben bis ich eine alternative gefunden hab. In einer Woche habe ich ein Vorstellungsgespraech in einem kleinen Geschaeft, geregelte arbeitszeiten, frueh anfangen dafuer auch frueher heim, zufuss erreichbar. Meine noten sind auch nicht die besten - pure faulheit damals in der Schule, ich haette mir selbst in den aller wertesten beissen koennen. Ich musste das alles mal loswerden, da ich mit meinem freund nicht reden kann, er war so froh das ich im neuen wohnort so schnell einen job gefunden habe, in einem betrieb der nach aussen hin funkelt und strahlt und eine ausbildung mit auszeichnung verspricht.... Alles geheuchelt. Eine joblose frau mit einer teuren wohnung und die sorge in die abhaengigkeit zu fallen (joblos) ist beiderseits eine verbitterung der beziehung - jedenfalls geh ich stark von aus. Morgen beginnt die woche wieder, nach einem freien tag, verspricht wieder ueberstunden bis zum umfallen. Was ich mit diesem text bezwecken will weiss ich selbst nicht, zuspruch oder mitleid? Vielleicht ein bisschen glueck fuer naechste woche? Ich hab so angst das ich versage und den neuen job nicht von mir ueberzeugen kann! Wer fiebert mit mir?

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9. Februar 2014 um 22:23

Postive Einstellung
Hallo zimtstern , also ehrlich gesagt liest es sich , als ob du von dir selbst nciht die beste Meinung hast - wie soll da ein Chef von dir eine bessere Meinung haben ? Okay , du warst faul in der Schule und hast deswegen kein gutes Zeugnis , aber das bedeutet doch nicht, dass du immer noch faul bist oder dumm .
Klar ich könnte jetzt schreiben - oh du Arme - soviele unbezahlte Überstunden , aber als Chef muss ich knapp kalkulieren , weil mein Kunde eben auch nicht mehr zahlt , wegen des Wettbewerbes und ich ,falls mal ein Kunde ausfällt und wir weniger Arbeit haben trotzdem noch ein Gehalt auszahlen könnenl und die dann eben die Überstunden abbummeln.
Versetzt dich mal in die Lage des Chefes ( auch eines angestellten Chef, denn der hat auch Ängste, weil er für die Fehler seiner Mitarbeiter geradestehen muss) Weißt du wieviele kommen und etwas von dir als Chef wollen und du kannst dich hinter niemanden verstecken?

Und dann fang an der Mitarbeiter zu sein , den du dir selbst als Chef wünschen würdest - der , der nicht jammert , der sich selbst auch mal in den Hintern latscht , der für seine Fehler gerade steht, der auch mal was einsteckt , obwohl er es grade nciht verdient hat und das alles mit einem Lächeln. Klar man kann mal mies drauf sein , aber eigentlich gibt es doch so viel zu lachen .

Nimm dich selbst ab und zu aus dem Geschehen raus - eine Firma ist oft die "beste" Seifenoper ... manchmal so "unwirklich- da gibt es Intrigen und Gemeinheiten und lustige Begebenheiten
Du bekommst soviel geboten - fang an darüber zu lachen wie komisch das Leben ist - jeder Mensch hat gründe warum er so oder so ist - und wenn einer auf dir herumhacken muss, dann braucht er das vielleicht grade - wenn du es verdient hast - dann lache dich an - weil du vielleicht schon wieder den selben Fehler gemacht hast und weißt das du es besser kannst.
Ärgere dich nicht - falls du es nciht verdient hast - freu dich darüber einem anderen Menschen gerade "geholfen hast" , dass du es anstandslos eingesteckt hast. Und
laß dich nicht von deiner eigenen Angst lähmen .

Ich hatte echt schon viele Arten von Mitarbeitern, aber gerade hab ich eben eine Mitarbeiterin , die wirklich so ist , wie ich es beschreibe - Die stand auch schon einmal nach 14 h noch neben mir und hat immer noch gelacht ( dazu muss ich sagen - ich hab die 14 h nicht angeordnet - als alle anderen schon heegangen sind - ist sie noch geblieben, weil wir es sonst einfach nicht geschafft hätten.)
Sie lacht eigentlich immer und wenn man sie fragt , dann sagt sie ... Nimm das Leben nicht so ernst, du kommst da eh nicht lebend raus ...
Und als der Chef mal meinte ... Sie lachen ja schon wieder , sagte Sie - na besser als wenn ich weinen würde , oder ?
Sie kann auch ernst sein, aber das nur , wenn es eben grade mal Ärger gibt , aber das Tolle ist einfach - sie verschenkt so viele "Lächeln", dass es einfach toll ist sie in der Firma zu haben.
Und was ich toll finde , sie tritt immer gegen sich selbst an und versucht immer , etwas schneller als beim letzten Mal zu sein .
Das Resultat war, dass sie ohne, dass sie fragen mußte nun schon deutlich mehr verdient nach einem halben Jahr in der Firma , als einige , die eben "Dienst" nach Vorschrift machen und schon 2 Jahre dort arbeiten....

Und was das "Ausnutzen " angeht - sie wird von niemanden ausgenutzt, weil sie selbst die am meist gehaßten Arbeiten noch mit einem Lächeln ausgeführt hat - nach dem Motto irgendjemand muss es ja machen ... aber keiner würde das bei ihr nun ausnutzen - weil man sie auf keinen Fall bestrafen möchte ...

Ach und was das körperliche Kaputtsein betrifft - die ersten 3 Monate sind die schlimmsten, dannach gewöhnt der Körper sich eigentlich dran - sparst dir das Fitnessstudio ! ALSO LACHE - denn du hast die Macht etwas zu verändern , aber nur wenn du aus allem etwas positives siehst und sei es nur , dass das Geld dir ermöglicht mit deinem Freund zusammenzusein .

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21. Februar 2014 um 22:04

Ein bisschen Zuspruch...
Hallo liebe Zimtsternin =)
Ich bin auf deinen Beitrag gestoßen da, ich früher in meiner 1. Ausbildung auch sehr unglücklich war bzw war es der blanke Horror.
Ich kann mir also annähernd vorstellen wie du dich fühlst.
Bist du in der Gastronomie tätig?
Das war damals mein Verderben.
Klar bemitleiden wegen überstunden muss man niemanden, da man das entweder vorher gewusst hat das sowas kommt( z.B in der Gastronomie etc.) bzw Wohl fast alle die einen Job haben das "Glück" haben mehr Zeit auf der Arbeit zu verbringen als es der Dienstplan hergibt.
AAAber, der springende Punkt ist ja das wenn du mit deinen Kollegen nicht klar kommst oder sie nicht mit dir, selbst der tollste Job eine Katastrophe sein kann.
Und das du nicht kündigen willst weil du deinem Freund sonst eventuell auf der Tasche liegst kann ich gut verstehen...
ich habe meine Ausbildung aufgegeben und war auch auf meinen Partner angewiesen und das ist ein echt schlimmes Gefühl.
Ich gebe dir einen Rat, den ich damals hätte gut gebrauchen können...
Wenn du mit Bauchschmerzen zur Arbeit gehst und du deine freien Tage nicht mehr genießen kannst, weil du schon panisch an deinen nächsten Arbeitstag denkst, such dir Hilfe
und denke über einen Arbeitsplatz wechsel nach.
Es hilft weder dir noch deinem Freund etwas wenn du dich psychisch kaputt machst.
Das ist mir leider passiert, weil ich mir nicht eingestehen konnte das es so nicht geht und das gemecker nicht an meiner mangelhaften Arbeitsleistung liegt sondern das
in dem Betrieb Leute "Ausbilden" denen das Verboten werden sollte(Und im Grunde genommen bilden meist nicht die Chefs aus, sondern die Kollegen)!
Ich habe durch die späte Erkenntnis 3 verfluchte Jahre gebraucht um wieder klar zu kommen.
Das möchte ich jedem ersparen und ich bitte dich einfach
auf dich und deine Gesundheit zu achten!
Du hast nur ein Leben und das sollte auch Freude bereiten!

Alle Gute und viel Kraft
wünscht dir der Mops

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