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Hilfe, habe Kollegen angeschwärzt und stehe jetzt schlecht da

29. Juli um 14:24 Letzte Antwort: 5. August um 16:50

Ich arbeite als Technische Zeichnerin in einem Ingenieurbüro mit ungefähr 20 Mitarbeitern. Bei mir im Zimmer sind noch 2 andere Kollegen. Der eine Kollege ist ständig im Internet oder telefoniert auch mal privat. Er kommt auch später als ich und geht früher. Irgendwann habe ich es nicht mehr ausgehalten und habe mich beim Chef beschwert, der dann meinte, dass er sich darum "kümmern" wird. Das war Freitag. Hat er dann auch, aber ganz anders als ich es erwartet hatte. Es war mir schon unangenehm, als er den Kollegen und mich am Montag beide in sein Büro rief. Ich hatte eher gehofft, dass der Chef ihn etwas schimpft und dass der Kollege dann sein Verhalten ändert. Das Gespräch begann der Chef sehr ernst. Unkollegiales Verhalten hat er mir vorgeworfen, dass er es schrecklich findet, dass ich meinen Arbeitskollegen ins offene Messer laufen lassen würde und wie wichtig Teamwork doch sei und vieles mehr. Am Schlimmsten war aber, dass ich anscheinend total unrecht hatte. Ich habe eine 40-Stunden Woche, während der Kollege eine 35-Stunden Woche hat. Der Chef hat uns dann gezeigt, was wir die letzten Wochen so gemacht haben und dass der Kollege sogar mehr Aufträge geschafft hat als ich. Dass der Kollege sogar in seiner Freizeit Dinge für die Firma erledigt, was der Chef von keinem Mitarbeiter erwartet, dem Kollegen aber hoch anrechnet. Und dann kam das peinlichste.. Der Kollege schafft nicht nur mehr als ich in weniger Zeit, sondern verbessert sogar teilweise Pläne, die andere erstellt haben, darunter auch 3 Stück von mir. Bei denen wollte der Chef etwas, ich hatte es nicht ganz hinbekommen und er meinte jedes Mal, ach, nicht so schlimm. Jetzt lassen wir es mal so und schauen dann weiter. Langer Rede kurzer Sinn. Das ging dann ewig so weiter und ich habe mich in Grund und Boden geschämt. Später im Büro, als wir mal nur zu zweit waren, meinte der Kollege, dass sowohl seine Mutter, als auch seine Ehefrau sehr krank sind und er deshalb manchmal telefonieren muss, dies aber vom Chef abgesegnet sei. Der Chef wusste es, aber hat es wohl nicht erwähnt, weil es sehr privat ist. Das Schlimmste ist, dass einige in der Firma jetzt sogar denken, dass ich eine Rassistin sei, weil der Kollege ein Türke ist.So offen haben sie es nicht gesagt, aber irgendwie halt angedeutet. Das ganze macht mich total fertig, aber ich will jetzt nicht in die Opferrolle, weil ich den Fehler gemacht habe. Ich will das ganze zumindest irgendwie wieder gut machen. Ich will den Kollegen ansprechen und es ihm erklären. Immerhin sehen wir uns fast jeden Tag. Wie würdet ihr das an meiner Stelle anstellen? ich habe Angst wieder Bockmist zu bauen und alles noch schlimmer zu machen, als es eh schon ist. Einfach auf sich beruhen lassen will ich es aber eigentlich nicht...

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29. Juli um 16:25
In Antwort auf traurigkeit

Ich arbeite als Technische Zeichnerin in einem Ingenieurbüro mit ungefähr 20 Mitarbeitern. Bei mir im Zimmer sind noch 2 andere Kollegen. Der eine Kollege ist ständig im Internet oder telefoniert auch mal privat. Er kommt auch später als ich und geht früher. Irgendwann habe ich es nicht mehr ausgehalten und habe mich beim Chef beschwert, der dann meinte, dass er sich darum "kümmern" wird. Das war Freitag. Hat er dann auch, aber ganz anders als ich es erwartet hatte. Es war mir schon unangenehm, als er den Kollegen und mich am Montag beide in sein Büro rief. Ich hatte eher gehofft, dass der Chef ihn etwas schimpft und dass der Kollege dann sein Verhalten ändert. Das Gespräch begann der Chef sehr ernst. Unkollegiales Verhalten hat er mir vorgeworfen, dass er es schrecklich findet, dass ich meinen Arbeitskollegen ins offene Messer laufen lassen würde und wie wichtig Teamwork doch sei und vieles mehr. Am Schlimmsten war aber, dass ich anscheinend total unrecht hatte. Ich habe eine 40-Stunden Woche, während der Kollege eine 35-Stunden Woche hat. Der Chef hat uns dann gezeigt, was wir die letzten Wochen so gemacht haben und dass der Kollege sogar mehr Aufträge geschafft hat als ich. Dass der Kollege sogar in seiner Freizeit Dinge für die Firma erledigt, was der Chef von keinem Mitarbeiter erwartet, dem Kollegen aber hoch anrechnet. Und dann kam das peinlichste.. Der Kollege schafft nicht nur mehr als ich in weniger Zeit, sondern verbessert sogar teilweise Pläne, die andere erstellt haben, darunter auch 3 Stück von mir. Bei denen wollte der Chef etwas, ich hatte es nicht ganz hinbekommen und er meinte jedes Mal, ach, nicht so schlimm. Jetzt lassen wir es mal so und schauen dann weiter. Langer Rede kurzer Sinn. Das ging dann ewig so weiter und ich habe mich in Grund und Boden geschämt. Später im Büro, als wir mal nur zu zweit waren, meinte der Kollege, dass sowohl seine Mutter, als auch seine Ehefrau sehr krank sind und er deshalb manchmal telefonieren muss, dies aber vom Chef abgesegnet sei. Der Chef wusste es, aber hat es wohl nicht erwähnt, weil es sehr privat ist. Das Schlimmste ist, dass einige in der Firma jetzt sogar denken, dass ich eine Rassistin sei, weil der Kollege ein Türke ist.So offen haben sie es nicht gesagt, aber irgendwie halt angedeutet. Das ganze macht mich total fertig, aber ich will jetzt nicht in die Opferrolle, weil ich den Fehler gemacht habe. Ich will das ganze zumindest irgendwie wieder gut machen. Ich will den Kollegen ansprechen und es ihm erklären. Immerhin sehen wir uns fast jeden Tag. Wie würdet ihr das an meiner Stelle anstellen? ich habe Angst wieder Bockmist zu bauen und alles noch schlimmer zu machen, als es eh schon ist. Einfach auf sich beruhen lassen will ich es aber eigentlich nicht...

Autsch.

Ich denke, Du kommst da nur raus, indem Du Deinen Kollegen darauf ansprichst. Wenn es überhaupt zu korrigieren ist, dann so.

Um es gesagt zu haben: ich finde, Du hast einen super Chef, der hat da wirklich optimal reagiert. Gibt Dir auch die Sicherheit, dass er fair sein wird, wenn mal jemand mal mit über Dich mit irgendwelchem Halbwissen petzen kommt (Pardon, aber augenscheinlich läuft es darauf hinaus). Ebenso wie die Sicherheit, dass Du auch mit ihm reden kannst, wenn es in Deinem Leben privat gerade so mies läuft, dass Du sein Entgegenkommen brauchst. Das kann auch ganz anders laufen.

Lade Deinen Kollegen zu einem Versöhnungskaffee ein - und dann erkläre ihm, dass Du Dich getäuscht hast, weil es für Dich so aussah als ob...
... dass Du jetzt weißt, dass nicht nur Deine Einschätzung falsch war, sondern auch, dass Du nicht erst den Kollegen selbst darauf angesprochen hast.
... und dann ... tja, hoffen, dass er Dir verzeiht.

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30. Juli um 14:20
In Antwort auf traurigkeit

Ich arbeite als Technische Zeichnerin in einem Ingenieurbüro mit ungefähr 20 Mitarbeitern. Bei mir im Zimmer sind noch 2 andere Kollegen. Der eine Kollege ist ständig im Internet oder telefoniert auch mal privat. Er kommt auch später als ich und geht früher. Irgendwann habe ich es nicht mehr ausgehalten und habe mich beim Chef beschwert, der dann meinte, dass er sich darum "kümmern" wird. Das war Freitag. Hat er dann auch, aber ganz anders als ich es erwartet hatte. Es war mir schon unangenehm, als er den Kollegen und mich am Montag beide in sein Büro rief. Ich hatte eher gehofft, dass der Chef ihn etwas schimpft und dass der Kollege dann sein Verhalten ändert. Das Gespräch begann der Chef sehr ernst. Unkollegiales Verhalten hat er mir vorgeworfen, dass er es schrecklich findet, dass ich meinen Arbeitskollegen ins offene Messer laufen lassen würde und wie wichtig Teamwork doch sei und vieles mehr. Am Schlimmsten war aber, dass ich anscheinend total unrecht hatte. Ich habe eine 40-Stunden Woche, während der Kollege eine 35-Stunden Woche hat. Der Chef hat uns dann gezeigt, was wir die letzten Wochen so gemacht haben und dass der Kollege sogar mehr Aufträge geschafft hat als ich. Dass der Kollege sogar in seiner Freizeit Dinge für die Firma erledigt, was der Chef von keinem Mitarbeiter erwartet, dem Kollegen aber hoch anrechnet. Und dann kam das peinlichste.. Der Kollege schafft nicht nur mehr als ich in weniger Zeit, sondern verbessert sogar teilweise Pläne, die andere erstellt haben, darunter auch 3 Stück von mir. Bei denen wollte der Chef etwas, ich hatte es nicht ganz hinbekommen und er meinte jedes Mal, ach, nicht so schlimm. Jetzt lassen wir es mal so und schauen dann weiter. Langer Rede kurzer Sinn. Das ging dann ewig so weiter und ich habe mich in Grund und Boden geschämt. Später im Büro, als wir mal nur zu zweit waren, meinte der Kollege, dass sowohl seine Mutter, als auch seine Ehefrau sehr krank sind und er deshalb manchmal telefonieren muss, dies aber vom Chef abgesegnet sei. Der Chef wusste es, aber hat es wohl nicht erwähnt, weil es sehr privat ist. Das Schlimmste ist, dass einige in der Firma jetzt sogar denken, dass ich eine Rassistin sei, weil der Kollege ein Türke ist.So offen haben sie es nicht gesagt, aber irgendwie halt angedeutet. Das ganze macht mich total fertig, aber ich will jetzt nicht in die Opferrolle, weil ich den Fehler gemacht habe. Ich will das ganze zumindest irgendwie wieder gut machen. Ich will den Kollegen ansprechen und es ihm erklären. Immerhin sehen wir uns fast jeden Tag. Wie würdet ihr das an meiner Stelle anstellen? ich habe Angst wieder Bockmist zu bauen und alles noch schlimmer zu machen, als es eh schon ist. Einfach auf sich beruhen lassen will ich es aber eigentlich nicht...

Du kannst dich nur aufrichtig bei dem Kollegen entschuldigen und sagen wie du die sachebenofunfen hast. Du hättest von Anfang an zu ihm gehen sollen und nicht zum Chef. Das wlre feiner gewesen. Du hast was gelernt. Passiert dir nicht mehr. Lass es darauf beruhen. 

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5. August um 16:50
In Antwort auf traurigkeit

Ich arbeite als Technische Zeichnerin in einem Ingenieurbüro mit ungefähr 20 Mitarbeitern. Bei mir im Zimmer sind noch 2 andere Kollegen. Der eine Kollege ist ständig im Internet oder telefoniert auch mal privat. Er kommt auch später als ich und geht früher. Irgendwann habe ich es nicht mehr ausgehalten und habe mich beim Chef beschwert, der dann meinte, dass er sich darum "kümmern" wird. Das war Freitag. Hat er dann auch, aber ganz anders als ich es erwartet hatte. Es war mir schon unangenehm, als er den Kollegen und mich am Montag beide in sein Büro rief. Ich hatte eher gehofft, dass der Chef ihn etwas schimpft und dass der Kollege dann sein Verhalten ändert. Das Gespräch begann der Chef sehr ernst. Unkollegiales Verhalten hat er mir vorgeworfen, dass er es schrecklich findet, dass ich meinen Arbeitskollegen ins offene Messer laufen lassen würde und wie wichtig Teamwork doch sei und vieles mehr. Am Schlimmsten war aber, dass ich anscheinend total unrecht hatte. Ich habe eine 40-Stunden Woche, während der Kollege eine 35-Stunden Woche hat. Der Chef hat uns dann gezeigt, was wir die letzten Wochen so gemacht haben und dass der Kollege sogar mehr Aufträge geschafft hat als ich. Dass der Kollege sogar in seiner Freizeit Dinge für die Firma erledigt, was der Chef von keinem Mitarbeiter erwartet, dem Kollegen aber hoch anrechnet. Und dann kam das peinlichste.. Der Kollege schafft nicht nur mehr als ich in weniger Zeit, sondern verbessert sogar teilweise Pläne, die andere erstellt haben, darunter auch 3 Stück von mir. Bei denen wollte der Chef etwas, ich hatte es nicht ganz hinbekommen und er meinte jedes Mal, ach, nicht so schlimm. Jetzt lassen wir es mal so und schauen dann weiter. Langer Rede kurzer Sinn. Das ging dann ewig so weiter und ich habe mich in Grund und Boden geschämt. Später im Büro, als wir mal nur zu zweit waren, meinte der Kollege, dass sowohl seine Mutter, als auch seine Ehefrau sehr krank sind und er deshalb manchmal telefonieren muss, dies aber vom Chef abgesegnet sei. Der Chef wusste es, aber hat es wohl nicht erwähnt, weil es sehr privat ist. Das Schlimmste ist, dass einige in der Firma jetzt sogar denken, dass ich eine Rassistin sei, weil der Kollege ein Türke ist.So offen haben sie es nicht gesagt, aber irgendwie halt angedeutet. Das ganze macht mich total fertig, aber ich will jetzt nicht in die Opferrolle, weil ich den Fehler gemacht habe. Ich will das ganze zumindest irgendwie wieder gut machen. Ich will den Kollegen ansprechen und es ihm erklären. Immerhin sehen wir uns fast jeden Tag. Wie würdet ihr das an meiner Stelle anstellen? ich habe Angst wieder Bockmist zu bauen und alles noch schlimmer zu machen, als es eh schon ist. Einfach auf sich beruhen lassen will ich es aber eigentlich nicht...

Eure Tipps haben schonmal sehr gut geholfen! Habe jeden Tag Muffins mitgenommen und auf den richtigen Augenblick gewartet. Als wir mal alleine im Büro waren, habe ich ihn gefragt ob er kurz Zeit hätte und mich aufrichtig bei ihm entschuldigt und es ihm auch erklärt. Danach gabs es Muffins und diese kalten Dosenkaffees die er so mag. Es hat sehr gut getan und wir haben uns wirklich sehr ausführlich ausgesprochen.

Ich will jetzt nicht ins Detail gehen, weil es den Rahmen sprengen würde, aber im Grundtenor meinte er, dass es ihm eigentlich egal ist, weil nicht er auf den Job, sondern die Arbeitgeber auf sein Können angewiesen sind. Das hat mir dann auch verständlich gemacht, wieso er sehr gelassen auf die ganze Situation reagiert hat. Ich weiß nicht wie ich reagiert hätte, aber ich versuche mein Mindset zu ändern und meine Einstellung zu ändern. 

 

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