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Hilfe! Mache im neuen Job nur Probleme!

Letzte Nachricht: 3. Juni um 9:18
S
samuli_27629104
29.04.22 um 2:32

Hallo zusammen!

Wie ihr im Titel schon lesen konntet, habe ich meinen Job gewechselt (bin noch immer im KH tätig, ist aber ein anderes als das indem ich zuvor gearbeitet habe und eine andere Abteilung).
Ich habe letztes Jahr im Sommer frisch ausgelernt und bin zwei Monate nach meinem Examen in ein anderes KH gegangen. Ich arbeite momentan auch nur 50% weil ich nebenbei noch studiere. 
Anfangs war ich Feuer und Flamme im neuen Job. Hab mir viele Notizen gemacht und hatte das Gefühl ich hätte einen guten Start. Leider ging meine Einarbeitung aber nur knappe 2 Wochen, da ich ja zwischenzeitlich auch meine Vorlesungstage hatte.
Mittlerweile bin ich knapp ein halbes Jahr im neuen Job und seit circa 2 Monaten häufen sich die Probleme. Da meine Einarbeitung bei weitem nicht dem Umfang meiner eigentlichen Tätigkeiten gerecht werden konnte, habe ich halt enorme Wissenslücken und muss dementsprechend noch vieles nachfragen. Leider kommt das nicht sonderlich gut an bei den Kollegen. Von mir wird erwartet, dass ich nun alles was meinen Aufgabenbereich unterliegt perfekt regle. Leider habe ich dafür noch zu wenig Erfahrungen und muss da ständig nachfragen. 
Dazu kommt noch, dass eine der Kolleginnen nicht besonders kollegial ist und mich gerne blöd anredet wenn mir wirklich mal ein Fehler passiert. Konstruktive Kritik würde mich wirklich weiterbringen, aber kein Gemotze. Das demotiviert mich eher. Mittlerweile bin ich schon so verunsichert, Fehler zu machen oder mit dieser Kollegin zusammen zu arbeiten, dass mir genau dann noch mehr Fehler unterlaufen! 
Ich bin so enttäuscht von mir selbst! Während meiner Ausbildung wurde ich immer geschätzt von meinen Kollegen, wurde oft gelobt und hab ein 1,0er Examen hingelegt. Auch die zwei Monate danach kam ich in meinem alten Team sehr gut an. 
Nun bin ich die "Neue" die nichts auf die Reihe bringt. Das frustriert mich immens! Ich gebe mir wirklich Mühe, frage meine Kollegen was ich noch besser machen könnte und meist heißt es dann "naja, das wird schon alles mit der Zeit! Du bist ja selten da!". Ja bin ich leider auch, aber wenn ich dann mal Probleme habe oder ich einen Fehler mache (obwohl ich mich dafür entschuldige und versuche es besser zu machen), werden nur die Augen überdreht und getuschelt. 
Ich habe echt das Gefühl eine totale Versagerin zu sein! Ich weiß, dass ich es besser könnte, aber meine Unsicherheit macht mich verrückt!
Dazu kommt noch, dass ich mich mittlerweile echt ausgegrenzt fühle. Wenn wir alle über ein Thema reden und jeder sagt etwas dazu und ich dann mich ins Gespräch integrieren möchte, reden meist die anderen weiter und hören mir überhaupt nicht zu. Ich versuche es dann meist nochmals aber irgendwie will mir keiner zuhören. Es fühlt sich so an, als möchte man mit mir nichts zu tun haben. 
Auch wenn ich alleine mit Kollegen bin suche ich das Gespräch, bei manchen klappt's und wir reden über alles mögliche und bei anderen klappt es nicht und es bleibt dabei.
Mir ist bewusst, dass nicht jeder im Team gleich ist und dass ich noch vieles lernen muss, aber ich möchte gerne wissen, warum ich so dermaßen unbeliebt bin.
Hat jemand ähnliche Erfahrungen? Oder Ratschläge? Vielleicht hab ich einfach einen blinden Fleck und erkenne nicht was der Grund für das Ganze ist? 

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nice-to-be-here
nice-to-be-here
29.04.22 um 6:37
In Antwort auf samuli_27629104

Hallo zusammen!

Wie ihr im Titel schon lesen konntet, habe ich meinen Job gewechselt (bin noch immer im KH tätig, ist aber ein anderes als das indem ich zuvor gearbeitet habe und eine andere Abteilung).
Ich habe letztes Jahr im Sommer frisch ausgelernt und bin zwei Monate nach meinem Examen in ein anderes KH gegangen. Ich arbeite momentan auch nur 50% weil ich nebenbei noch studiere. 
Anfangs war ich Feuer und Flamme im neuen Job. Hab mir viele Notizen gemacht und hatte das Gefühl ich hätte einen guten Start. Leider ging meine Einarbeitung aber nur knappe 2 Wochen, da ich ja zwischenzeitlich auch meine Vorlesungstage hatte.
Mittlerweile bin ich knapp ein halbes Jahr im neuen Job und seit circa 2 Monaten häufen sich die Probleme. Da meine Einarbeitung bei weitem nicht dem Umfang meiner eigentlichen Tätigkeiten gerecht werden konnte, habe ich halt enorme Wissenslücken und muss dementsprechend noch vieles nachfragen. Leider kommt das nicht sonderlich gut an bei den Kollegen. Von mir wird erwartet, dass ich nun alles was meinen Aufgabenbereich unterliegt perfekt regle. Leider habe ich dafür noch zu wenig Erfahrungen und muss da ständig nachfragen. 
Dazu kommt noch, dass eine der Kolleginnen nicht besonders kollegial ist und mich gerne blöd anredet wenn mir wirklich mal ein Fehler passiert. Konstruktive Kritik würde mich wirklich weiterbringen, aber kein Gemotze. Das demotiviert mich eher. Mittlerweile bin ich schon so verunsichert, Fehler zu machen oder mit dieser Kollegin zusammen zu arbeiten, dass mir genau dann noch mehr Fehler unterlaufen! 
Ich bin so enttäuscht von mir selbst! Während meiner Ausbildung wurde ich immer geschätzt von meinen Kollegen, wurde oft gelobt und hab ein 1,0er Examen hingelegt. Auch die zwei Monate danach kam ich in meinem alten Team sehr gut an. 
Nun bin ich die "Neue" die nichts auf die Reihe bringt. Das frustriert mich immens! Ich gebe mir wirklich Mühe, frage meine Kollegen was ich noch besser machen könnte und meist heißt es dann "naja, das wird schon alles mit der Zeit! Du bist ja selten da!". Ja bin ich leider auch, aber wenn ich dann mal Probleme habe oder ich einen Fehler mache (obwohl ich mich dafür entschuldige und versuche es besser zu machen), werden nur die Augen überdreht und getuschelt. 
Ich habe echt das Gefühl eine totale Versagerin zu sein! Ich weiß, dass ich es besser könnte, aber meine Unsicherheit macht mich verrückt!
Dazu kommt noch, dass ich mich mittlerweile echt ausgegrenzt fühle. Wenn wir alle über ein Thema reden und jeder sagt etwas dazu und ich dann mich ins Gespräch integrieren möchte, reden meist die anderen weiter und hören mir überhaupt nicht zu. Ich versuche es dann meist nochmals aber irgendwie will mir keiner zuhören. Es fühlt sich so an, als möchte man mit mir nichts zu tun haben. 
Auch wenn ich alleine mit Kollegen bin suche ich das Gespräch, bei manchen klappt's und wir reden über alles mögliche und bei anderen klappt es nicht und es bleibt dabei.
Mir ist bewusst, dass nicht jeder im Team gleich ist und dass ich noch vieles lernen muss, aber ich möchte gerne wissen, warum ich so dermaßen unbeliebt bin.
Hat jemand ähnliche Erfahrungen? Oder Ratschläge? Vielleicht hab ich einfach einen blinden Fleck und erkenne nicht was der Grund für das Ganze ist? 

Hallo Christina,

ich kenne deine Situation, ich habe das selbst schon erlebt. Bei der einen Firma war ich die Nummer 1. Ich konnte alles, ich wusste alles. Die betriebliche Ausbildung der Bürokauffrauen und -männer viel in meinen Aufgabenbereich. Die Chefs und Kollegen hatten eine hohe Meinung von mir.
Nach 10 Jahren Betriebszugehörigkeit. zog das Unternehmen um. Der tägliche Fahrweg von 200 km einfache Fahrstrecke war mir zu groß und deshalb habe ich mir einen neuen Job in der Nähe gesucht.
Bei dieser Firma war die Einarbeitung sehr schlecht. Die Branche war eine andere und die innerbetrieblichen Abläufe anders. Das Betriebsklima war schlecht. Ich habe sehr schnell gemerkt, dass ich dort nicht glücklich werde. Man hat mich sozusagen "klein ggehalten". 
Ich habe mir wieder einen neuen Job gesucht und bin jetzt wieder die Nr. 1.
Ich rate dir das selbe zu tun. Kämpfe nicht länger gegen die Missstände an und verschwende deine Energie. Mach einen Cut und starte woanders neu. Du weißt jetzt worauf du achten musst und was anders laufen muss. 
Ich wünsche dir viel Erfolg.

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user1805404333
user1805404333
03.06.22 um 9:18

Grüße dich, suche nie den Fehler bei dir. Und so wie du die Situation geschildert hast liegt das "Versagen" tatsächlich nicht bei dir. Versagt hat an der Stelle das Kollegium, was dich nicht umfassend genug eingearbeitet hat. Es mag da eine Meinungsdifferenz vorliegen, weil man dich nicht wirklich in den gesamten Tages- oder Wochenablauf integrieren kann, da du halt nebenbei studierst. Anstatt da herzugehen und dein Arbeitspensum an deine Möglichkeiten anzupassen, lässt man dich halt außen vor bzw. in der Luft hängen.

Das ist ein absolutes NO GO. Gerade in einem Krankenhaus mit der ganzen Verantwortung ist Teamarbeit mehr als wichtig und das nicht nur für dich, sondern für jeden anderen auch. 4 Augen sehen halt mehr als 2 Augen und 4 Hände schaffen mehr als nur 2 Hände. Eigentlich ganz einfach. Was aber jetzt tun?

Such das Gespräch, mit denen, die Verantwortung auf das Team aufteilen. Oder noch besser, such konkret das Gespräch mit deinem Team. Sprich es konkret an, dass du das Gefühl hast, dass man dich nach dem Motto "Friss oder stirb" behandelt und dass das gerade im medizinischen Bereich nicht geht. Verdeutliche, dass du zwar deine Ausbildung mit großem Erfolg abgeschlossen hast, dass das Dazulernen aber nicht aufhört. Jedes Krankenhaus hat eine andere Struktur, einen anderen Schwerpunkt, eine andere Organisation. Da lässt sich die Ausbildung leider nicht 1:1 übertragen.

Definiere möglichst genau, wo du noch Unterstützung benötigst und wo du dir wünschen würdest, dass du entweder soviele Fragen stellen darfst, bis dein Gegenüber wie ein schweizer Käse ausschaut, oder dir bei deinen Schichten jemand zur Seite gestellt wird, der dir mit auf die Finger schaut.

Sollte das alles nicht fruchten, würde ich dir tatsächlich zu einem Wechsel raten oder aber wenn es irgendwie möglich ist, dass du dich nur auf dein Studium konzentrierst. Nichts wäre fataler, wenn dir tatsächlich ein schwerwiegender Fehler unterlaufen würde und deine Karriere eher zuende ist, als dass eigentlich überhaupt begonnen hat.
 

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