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Hysterektomie - 4 Wochen Ausfall

8. April um 10:13 Letzte Antwort: 8. April um 19:11

Hallo Miteinander,

seit Jahren leide ich unter Endometriose mit immer wiederkehrenden Schmerzen. Habe einige Hormonbehandlungen hinter mir, das half aber nur kurzzeitig bzw. schwächte die Schmerzen/Beschwerden nur ab. 
Vor 2 Jahren wurde bei mir mittels OP (Bauchschnitt ca. 4-5cm) ein Endo-Herd entf., die OP erfolgte unter Vollnarkose ambulant im Krankenhaus. Anschließend war ich 10 Tage krankgeschrieben und erholte mich zuhause. Danach war ich ganz normal wieder da und habe aufgrund von Endometriose bei der Arbeit nicht gefehlt.

Seit ca. einem Jahr kehrten die Schmerzen wieder zurück, immer während der Periode, d. h. ca. 2 Tage vor Einsetzen der Monatsblutung habe ich um die 2 Wochen Schmerzen, bis diese wieder abebben. 
Bei der letzten Regelblutung ist sehr heftig geworden. Sodass ich mich nach langer Überlegung, dem Ratschlag meines Gynäkologen folgen werde und die Gebärmutter entfernen lasse. Das war die Vorgeschichte, damit meine Situation besser nachvollzogen werden kann.

Die Hysterektomie klassisch mit Bauchschnitt (da ich schon Kaiserschnitte hatte), anschließend 3-4 Tage stationär im Krankenhaus. Danach werde ich 3 Wochen krankgeschrieben und bleibe zuhause.

Mein Chef nahm die Nachricht zu dem bevorstehenden Eingriff mit Verständnis auf, ich solle mich auf jeden Fall operieren lassen und an meine Gesundheit denken, das hat Vorrang und er werde die Dienstpläne so ändern, das es für den Betrieb passt. So müssen meine Kolleginnen leider etwas anders arbeiten, aber nicht mehr Stunden. Das ihnen das auch nicht passt, kann ich auch verstehen.

Meine Kolleginnen sind alles andere als begeistert, das verstehe ich. Was ich allerdings nicht verstehe, das sie richtiggehend sauer sind, darüber, das ich 4 Wochen ausfalle. Mir schlug beim Meeting regelrechtes Unverständnis entgegen und mir wird unterstellt, das ich danach absichtilich krank mache und extra auch noch länger als nötig. Ich habe auch schon mitbekommen, das hinter meinem Rücken ganz schön die Post abgeht in dem gelästert wird was das Zeug hält. Sätze wie: "Das macht die mit Absicht"... "Die soll mal ne Ibu nehmen und dann soll sie arbeiten kommen"....usw.
Bisher hat sich noch niemand dafür interessiert wie es mir eigentlich mit der bevorstehenden OP geht. Man lässt sich unter 40 Jahren nicht zum Spaß die Gebärmutter herausnehmen. 

Dieser Schritt fällt mir nicht leicht. Aber ich möchte endlich ohne monatliche Schmerzen leben können.

Wie seht Ihr das? Ich bin dermaßen verunsichert, da mir viel an einem harmonischen Betriebsklima liegt. 

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8. April um 12:44

Ich kann dir nur raten, lasse dich davon nicht beeinflussen. Du hast nur diese eine Gesundheit und das eine Leben, Arbeit kannst du überall finden. Die Situation ist momentan aufgrund der aktuellen Lage sowieso in den meisten Unternehmen angespannt und die Mitarbeiter etwas empfindlicher, aber wie du bereits gesagt hast, man macht es ja auch nicht Spaß. Ich arbeite selbst mit vielen Frauen zusammen und hab gelernt, es lockerer zu sehen, die Zickereien gehören manchmal dazu. Du hast den Segen deines Vorgesetzten.

Glaub mir, wenn du schmerzfrei bist und wieder gesund, waren alle Sorgen für eine solche Kleinigkeit absolut grundlos und du kannst nach vorne schauen.

Also erstmal das Wichtigste für dich, alles Gute und viel Gesundheit.

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8. April um 19:11

Liebe user258024

Danke für die aufbauenden Worte. Vielleicht sollte ich mir das Ganze nicht so zu Herzen nehmen und nach überstandener OP in Ruhe regenerieren. 

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