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Ich "brenne" für nichts

6. November um 10:23 Letzte Antwort: 10. November um 8:42

Hallo, 

ich hatte gestern ein Gespräch im Betrieb, wie es nach meinem dualen Studium weitergehen soll. Ich hatte irgendwie erwartet, dass mir gesagt wird wir möchten dich für diesen Bereich/ Team, diese Stellen sind frei etc. Nun wurde ich gefragt was ich möchte und ich habe daraufhin 2 Abteilungen genannt, die mir ganz gut gefallen haben & dass ich gerne einen Master machen würde. 

Allerdings war die Antwort nicht genug da sie anscheinend ganz konkret von mir hören wollten für was ich "brenne". Darauf wusste ich darauf keine Antwort und soll mir darüber Gedanken machen. Allerdings war es bei mir noch nicht mal im privatem  Bereich so, dass ich für irgendwas brenne. Natürlich mag ich manche Sachen, aber ich würde nicht sagen, dass ich irgendwo meine Passion gefunden hätte. Irgendwie hat mich das Gespräch ziemlich getroffen, ist es so wichtig für irgendwas zu brennen? In die 2 Abteilungen bin ich immer gerne gegangen, habe mich fast immer auf die Arbeit gefreut und ich konnte mich mit allen Aufgaben arrangieren, es gibt doch immer bessere und schlechtere Aufgaben. 

Mir wurde als Tipp gegeben über meine Stärken und Schwächen nachzudenken, allerdings kann ich diese keinem Beruf zuordnen. Ich kann einfach mit fast allem leben, soll ich beispielsweise Vorträge halten habe ich damit kein Problem, soll ich viel mit Zahlen arbeiten auch nicht oder wenn es darum geht einen Schrank aufzubauen kann ich das auch machen. Ich möchte eigentlich nur beschäftigt werden und möglichst nicht nur anspruchslose Aufgaben haben. 

Nun wollte ich mal fragen wie ihr euren Beruf gefunden habt oder euch für ihn entschieden habt? Habt ihr Dinge für die ihr wirklich "brennt"?

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6. November um 20:09

Du bist Einsteiger. Das merkt man total. Chefs möchten immer Angestellte haben, die motiviert sind, Ideen haben, sich einbringen. Das haben sie dir gesagt, bloss du hast es nicht verstanden. Weil du eben keine Erfahrung hast. 

Du musst immer zum Ausdruck bringen, dass du Spass hast, dich einbringen möchtest, gerne anspruchsvollere Aufgaben übernehmen möchtest. Mach es nicht so, wie du es jetzt tust. So erreichst du erstens nichts und deine Vorgesetzten bauen nicht auf dich. Sie sehen dich nicht als langfristigen, leistungsstarke und motivierten Mitarbeiter. 

Du hast zwei Abteilungen genannt. Begründe,  warum du am besten dort rein passt. Welchen mehr wert die Abteilungen durch dich gewinnen können. So musst du das Pferd Aufsatteln. 

die meisten Menschen brennen nicht. Sie gehen arbeiten um hauptsächlich ihre Rechnungen begleichen zu können. Wenn weiteres positives hinzu kommt, ist das Weltklasse. 

motiviere dich, so gewinnst du auch feuer

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7. November um 12:31

Ich denke, wenn man "brennt", dass ist man Leistungsfähriger und -bereiter (und hat ein hohes Risiko auszubrennen).

Wo siehst du dich denn in 10 Jahren? Manchmal ist der Weg das Ziel.
Wenn du eine Anspruchsvolle Tätigkeit möchtest, kannst du dir vielleicht überlegen, über welche (Führungsposition) das geht. Wo du denkst, dass du langfristig hin möchtest udn dann, welche Abteilung dich am ehesten dort hinbringt.

Vielleicht ist dein Beruf aber auch einfach nicht der richtige für dich.

Dass du gerne zur Arbeit gehst ist für mich aber das wichtigste und das hast du ja gehabt. Scheint diesem Betrieb aber nicht zu reichen und dir nicht zu helfen, wenn du mit einem solch bescheidenen Wunsch aufwartest.

Ich hab letztens in einem Vortrag gehört, dass nur 13% bei ihrer Arbeit wirklich mit dem Herz dabei sind. Eine große Menge ist dann wirklich nur dort, um Rechnungen zu bezahlen und die Freizeit zu optimieren. Manche sind auch passiv-aggressiv.

Ich glaube, dass es sich lohnt, einen Arbeitsplatz zu haben, bei dem man mit dem Herz dabei ist. Gerne hingehen ist für mich da der beste Ansatz.
Aber wo willst du mal hin?

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10. November um 8:42
In Antwort auf jara28

Hallo, 

ich hatte gestern ein Gespräch im Betrieb, wie es nach meinem dualen Studium weitergehen soll. Ich hatte irgendwie erwartet, dass mir gesagt wird wir möchten dich für diesen Bereich/ Team, diese Stellen sind frei etc. Nun wurde ich gefragt was ich möchte und ich habe daraufhin 2 Abteilungen genannt, die mir ganz gut gefallen haben & dass ich gerne einen Master machen würde. 

Allerdings war die Antwort nicht genug da sie anscheinend ganz konkret von mir hören wollten für was ich "brenne". Darauf wusste ich darauf keine Antwort und soll mir darüber Gedanken machen. Allerdings war es bei mir noch nicht mal im privatem  Bereich so, dass ich für irgendwas brenne. Natürlich mag ich manche Sachen, aber ich würde nicht sagen, dass ich irgendwo meine Passion gefunden hätte. Irgendwie hat mich das Gespräch ziemlich getroffen, ist es so wichtig für irgendwas zu brennen? In die 2 Abteilungen bin ich immer gerne gegangen, habe mich fast immer auf die Arbeit gefreut und ich konnte mich mit allen Aufgaben arrangieren, es gibt doch immer bessere und schlechtere Aufgaben. 

Mir wurde als Tipp gegeben über meine Stärken und Schwächen nachzudenken, allerdings kann ich diese keinem Beruf zuordnen. Ich kann einfach mit fast allem leben, soll ich beispielsweise Vorträge halten habe ich damit kein Problem, soll ich viel mit Zahlen arbeiten auch nicht oder wenn es darum geht einen Schrank aufzubauen kann ich das auch machen. Ich möchte eigentlich nur beschäftigt werden und möglichst nicht nur anspruchslose Aufgaben haben. 

Nun wollte ich mal fragen wie ihr euren Beruf gefunden habt oder euch für ihn entschieden habt? Habt ihr Dinge für die ihr wirklich "brennt"?

in jedem Job und überall findet man totale Nieten, eine Menge Durchschnitt und die, die richtig gut darin sind.
Zu den richtig guten gehört man nur, wenn man wirklich dafür "brennt". Aber wie immer im Leben - die Regel ist Durchschnitt.

Der Punkt ist: wenn Du vor der Frage stehst, was nach dem Studium folgt und / oder wo Du Deinen Master machen willst, stehst Du an einem Wendepunkt. An solchen Stellen sollte man sich schon besonders hinterfragen.
Jemandem zu sagen "die Stellen sind frei" wäre mäßig schlau vom Unternehmen. Auch wenn sie Dich schon ein wenig kennen - was Du willst sollte zu dem passen, was das Unternehmen will. Sonst setzen sie Dich am Ende auf eine Stelle, die Du annimmst und kurz nach der Einarbeitungszeit kündigst Du, weil Du etwas gefunden hast, was Du WIRKLICH gern machen möchtest. Und dann? Kosten für Ausbildung und Einarbeitung in den Wind gepustet - und nichts gewonnen.

Du wirst so ziemlich bei jedem Vorstellungssgespräch in Zukunft nach Deiner Leidenschaft gefragt werden. Das kann auch etwas im privaten Bereich sein, aber wenn es so gar nicht zum Job passt (sagen wir mal: Du bist total gern kreativ, malst oder dekorierst oder... und bist bei einem Vorstellungsgespräch für einen Job, wo Routine und Gewissenhaftigkeit eine große Rolle spielt - Kreativität aber gar keine) wirst Du den Job wahrscheinlich nicht bekommen. Mit gutem Grund, denn es wäre weder für Dich noch für das Unternehmen mehr als eine Übergangslösung.

Ob Du tatsächlich "für nichts brennst" - kann man jetzt m.E. noch nichts sagen. Kann genauso gut sein, dass Du es noch nicht gefunden hast.
Oder Du fragst mal Menschen, die Dich gut kennen, wo und wann Du ein Leuchten in den Augen hast.

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