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Ich weiß nicht weiter! Panikattacken vor jeder Bewerbung im alten Beruf

1. März 2017 um 12:56

Hallo liebe gofeminin Gemeinde,

ich hab mir jetzt nicht anders zu helfen gewusst als mich hier mal auszusprechen.

Eigentlich hab ich mich nach einem eher positiven Morgen an den Computer gesetzt und wollte eine zwar relativ lieblose aber doch zumindest eine Bewerbung für meinen gelernten Beruf (Grafik Designerin) erstellen und verschicken.
Aber in dem Moment in welchem ich die Vermittlungsvorschläge vom Arbeitsamt in die Hand nehme (ich bekomme noch ca. zwei Monate ALG I ) packt mich wieder das Zittern, ein riesiges Gefühl von Panik und Hass, mir laufen die Tränen und ich zerreiße alle Vorschläge.

Meine Vorgeschichte:

Ich werde dieses Jahr 26, mein Wunsch ist es wieder bei der Bundeswehr als Soldatin zu dienen, diesen Traum musste ich 2011 nach der halben Grundausbildung leider erst einmal aufgeben weil ich damals noch zu viele Probleme mit mir herum schleppte.
2010 hatte ich meine Ausbildung zur GrafikDesignerin abgeschlossen, ich hab meinen gelernten Beruf aber schon damals nicht schätzen oder leiden können, ich hab aber immer wieder darin gearbeitet weil man es von mir erwartete.

Nachdem es bei der Bundeswehr erstmal leider nicht klappte, hab ich also mal als Grafik Designerin gearbeitet aber immer wieder geschaut was ich alternativ machen könnte.
Eine Ausbildung zur Erzieherin habe ich allerdings abgebrochen, das war dann doch nicht "meins".

Zuletzt hab ich drei Jahre in einer Agentur gearbeitet, allerdings hat nichts von meinen bisherigen Berufsphasen mein negatives Gefühl schmälern können, ich wurde eher körperlich und psychisch krank und der Druck durch die Verwandschaft, "EINFACH ARBEITEN UND SPAß KANNST DU IN DEINER FREIZEIT HABEN", hat alles noch verschlimmert.


Ich habe mich wieder bei der Bundeswehr beworben, allerdings dauert es für Wiedereinsteller sehr lange bis sie zu den Tests eingeladen werden und ganz ohne Alternative wollte ich nicht da stehen.
Aber nach all diesen Jahren voller beruflicher Planlosigkeit und Enttäuschungen fühle ich mich noch unsicherer als nach der Schule. Und das kommt mir mit 25 ziemlich lächerlich vor.
Ich interessiere mich langsam wieder mehr für technische Bereiche, hab in der Schule aber in naturwissenschaftlichen Fächern nie mit guten Noten glänzen können.

Das Arbeitsamt wird von mir erwarten dass ich in meinem alten Beruf arbeite und mich zumindest in diesem bewerbe, aber dieser Hass, diese Abscheu und alle aufgestauten negativen Gefühle gegenüber diesem Berufsbild das eigentlich allem widerspricht das ich an Werten über die Jahre in mir entdeckt und aufgebaut habe, das macht es mir emotional unmöglich...

Ich weiß nicht was ich tun soll, ich wünsche mir so sehr einen Neuanfang und dass ich endlich meine Berufung finde um mit Freude und Motivation zu arbeiten und nicht nur damit es mich einigermaßen ernährt. Denn das hab ich die letzten Jahre gemacht und es hat mich nur in einen psychischen Abgrund geführt.


Danke fürs Lesen und vielleicht habt ihr ja ein paar aufmunternde Worte oder Tipps für mich.
Dieser Zustand ist einfach nicht mehr ertragbar.

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16. März 2017 um 10:33

Das Arbeitsamt schickt dir Stellen als Grafikdesignerin. Aber das willst du nicht wirklich. Hast du mal mit deiner Beraterin über deine Möglichkeiten gesprochen?
Du möchtest wieder zur Bundeswehr. Dann wäre doch eine Möglichkeit: du bist arbeitslos und bewirbst dich auf die Stellen, die das AA vorschlägt, während du auf einen test bei der Bundeswehr wartest. Wenn du wirklich nicht als Grafikdesignerin arbeiten möchtest, wird man dich auch nicht anstellen. Das merkt man im Vorstellugnsgespräch, denke ich.  Ich würde dir empfehlen, mit dem AA zu kooperieren. Sonst droht dir eine Sperrung. Von den psychischen Problemen bei deiner vorherigen Arbeit würde ich denen nichts erzählen, sonst bist du nachher arbeitsunfähig und bekommst nur noch Krankengeld. Was sie nicht wissen, macht sie nicht heiß.  Suche dir auch zusätzlich zu den Stellen vom AA welche, auf die du dich bewirbst.

Erzieher ist ein sehr gesuchter Beruf übrigens.

Du musst sicher eine bestimmte Anzahl von Bewerbungen vorweisen. So ist es bei mir. Ich bin arbeitssuchend, arbeite aber sehr viel freiberuflich. Ich woltle schon den Gründungszuschuss beantragen, aber jetzt hat man mir in meinem freiberuflichen Bereich eine Anstellung zugesagt.

Übrigens: eine Arbeit sollte schon überwiegend Spaß machen, sonst macht man sie nicht gut.

Viel Erfolg.

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16. März 2017 um 10:37
In Antwort auf summersunshine85

Das Arbeitsamt schickt dir Stellen als Grafikdesignerin. Aber das willst du nicht wirklich. Hast du mal mit deiner Beraterin über deine Möglichkeiten gesprochen?
Du möchtest wieder zur Bundeswehr. Dann wäre doch eine Möglichkeit: du bist arbeitslos und bewirbst dich auf die Stellen, die das AA vorschlägt, während du auf einen test bei der Bundeswehr wartest. Wenn du wirklich nicht als Grafikdesignerin arbeiten möchtest, wird man dich auch nicht anstellen. Das merkt man im Vorstellugnsgespräch, denke ich.  Ich würde dir empfehlen, mit dem AA zu kooperieren. Sonst droht dir eine Sperrung. Von den psychischen Problemen bei deiner vorherigen Arbeit würde ich denen nichts erzählen, sonst bist du nachher arbeitsunfähig und bekommst nur noch Krankengeld. Was sie nicht wissen, macht sie nicht heiß.  Suche dir auch zusätzlich zu den Stellen vom AA welche, auf die du dich bewirbst.

Erzieher ist ein sehr gesuchter Beruf übrigens.

Du musst sicher eine bestimmte Anzahl von Bewerbungen vorweisen. So ist es bei mir. Ich bin arbeitssuchend, arbeite aber sehr viel freiberuflich. Ich woltle schon den Gründungszuschuss beantragen, aber jetzt hat man mir in meinem freiberuflichen Bereich eine Anstellung zugesagt.

Übrigens: eine Arbeit sollte schon überwiegend Spaß machen, sonst macht man sie nicht gut.

Viel Erfolg.

PS: Bist du dir sicher, dass Bundeswehr das richtige ist? Du müsstest im Extremfall damit klarkommen, einen Menschen zu töten. Ich könnte das sicher nicht. Wenn du psychische Probleme gehabt hast, bin ich mir da nicht 100% sicher, obd as wirklich geeignet ist. Vielleicht solltest du dich darüber mit einem Therapeuten unterhalten.

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