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Job aufgeben?

20. November 2006 um 16:42

Hallo zusammen!

Bin zum ersten Mal hier und mir gehts grad sehr mies. Ich bin Sozialpädagogin und arbeite seit drei Monaten in einem Wohnheim für Jugendliche. Obwohl ich sehr glücklich darüber war einen Job direkt nach dem Anerkennungsjahr gefunden zu haben, überlege ich nun, den Job zu kündigen. Obwohl ich meine Aufgaben gut mache und alle mit mir zufrieden sind, geht es mir dort gar nicht gut. Die Dienste sind absolut lang (12.00 h bis nächsen Tag 9.00 h, am Wochenende 13.00 h bis nächsten Tag 13.30 h) und die Aktionen von den Jugendlichen sind zu häufig, zu heftig und sehr nervenaufreibend. Zudem komme ich mir dort sehr hilflos vor, da man rechtlich gesehen die Jugendlichen nur schwer sanktionieren kann. Körperlich bin ich schon ziemlich kaputt, ich kann nicht mehr abschalten und bei dem Gedanken zur Arbeit zu müssen, wird mir speiübel. Bin ich dann auf der Arbeit, kann ich den ganzen Tag nichts Essen und will eigentlich nur flüchten.Mein Freund und meine Familie sagt mir, dass ich auf meine Gesundheit achten soll und denn Job aufgeben soll. Ich würde schon etwas Anderes finden. Außerdem würde ich mich auch nicht davor scheuen, mich bei Aldi an die Kasse zu setzen, bis ich etwas Anderes gefunden habe. Ich bin hin und her gerissen. Den Job behalten, körperlich kaputt sein und Kohle bekommen, oder aufhören und das Risiko eingehen, nichts Anderes zu finden. Was ratet ihr mir?
Lieben Gruß,
Colin

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21. November 2006 um 9:15

Job aufgeben!
Hallo Colin,

in der heutigen Zeit ist es nicht ganz einfach, etwas anderes zu finden. Vermutlich würde man dir, solltest du dich beispielsweise bei Aldi bewerben, sagen, dass du überqualifiziert bist und diese Tätigkeit nur als Sprungbrett zum nächsten qualifizierten Job nutzt. Dennoch..., es darf und kann nicht sein, dass der Job einen in so kurzer Zeit kaputt macht! Ich denke, du solltest dich in deinem Bereich und in artverwandten Sparten umschauen, allerdings erst kündigen, sobald du etwas anderes gefunden hast. Du weißt ja, dass du, wenn du selbst kündigst, zunächst eine Sperre beim Arbeitslosengeld bekommst. Ich rate dir, dass du dir die Mühe machst, in der Seite der Agentur für Arbeit im Internet oder auf www.stepstone.de nach einer geeigneten Stelle zu suchen. Du wirst sicherlich etwas finden. Also laß den Kopf nicht hängen, fange aber an, dich anders zu orientieren.

Liebe Grüße

Goethe10

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21. November 2006 um 10:31
In Antwort auf eadan_11848014

Job aufgeben!
Hallo Colin,

in der heutigen Zeit ist es nicht ganz einfach, etwas anderes zu finden. Vermutlich würde man dir, solltest du dich beispielsweise bei Aldi bewerben, sagen, dass du überqualifiziert bist und diese Tätigkeit nur als Sprungbrett zum nächsten qualifizierten Job nutzt. Dennoch..., es darf und kann nicht sein, dass der Job einen in so kurzer Zeit kaputt macht! Ich denke, du solltest dich in deinem Bereich und in artverwandten Sparten umschauen, allerdings erst kündigen, sobald du etwas anderes gefunden hast. Du weißt ja, dass du, wenn du selbst kündigst, zunächst eine Sperre beim Arbeitslosengeld bekommst. Ich rate dir, dass du dir die Mühe machst, in der Seite der Agentur für Arbeit im Internet oder auf www.stepstone.de nach einer geeigneten Stelle zu suchen. Du wirst sicherlich etwas finden. Also laß den Kopf nicht hängen, fange aber an, dich anders zu orientieren.

Liebe Grüße

Goethe10

Danke...
...für Deine Antwort. Auf Stellensuche bin ich schon fleissig. Hab in einer Woche 4 Bewerbungen verschickt. Natürlich für andere Bereiche. Erst kündigen wenn ich was Neues hab, ist in meinem Fall nicht so einfach. Mein Chef weiß, dass es mir nicht gut geht und wird auch ein Gespräch anstreben, indem er mich fragen wird, wie der Stand der Dinge ist. Es steht fest, dass ich ihm dann ehrlich sagen werde, dass ich auf keinen Fall in dieser Gruppe bleiben werde. Dies weiss er aber auch so schon. Er wird also jemanden Neues suchen und wenn ich bis dato nichts anderes finde, werde ich wohl solange dableiben. Aber allein der Gedanke daran macht mich krank. Am liebsten würde ich einfach nicht mehr hingehen. Würde in der Probezeit ja auch gehen.. Naja, ich denke ich werde den Dezember noch dort verbringen und wenn sich dann nichts an meiner Verfassung geändert hat (die Hoffnung stirbt zuletzt!) werde ich gehen. Ach ja, ich habe gehört man bekommt vom Arbeitsamt Arbeitslosengeld wenn man aus gesundheitlichen Gründen gekündigt hat. Dies wäre ja bei mir der Fall. Bräuchte dann ein ärztliches Attest. Aber da mach ich mich nochmal schlau. Ansonsten könnte ich mich evtl. mit meinem Chef einigen, dass er mir kündigt. Mal schauen.
Gruß
Colin

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21. November 2006 um 13:47

So siehts aus...
Die Dienste sind rechtlich in Ordnung, wir haben unter der Woche eigentlich bis 22.30 h Dienst und am Wochenende bis 23.00 h. Was danach kommt ist Nachtbereitschaft und die Leute gehen davon aus, dass wir dann schlafen gehen. Das ist aber nicht so einfach, wenn die Jugendlichen z.B. gar nicht, spät in der Nacht oder besoffen in die Gruppe kommen. Dann sitzt man da ja auch mal länger (so ziemlich jedes WE). Den anderen gehts auch nicht besser. Jede meiner Kolleginnen hat schon Bewerbungen geschrieben.
Ich wohne in Grevenbroich, hab also eine gute Anbindung an Köln, Düsseldorf und Mgladbach. Mein Wille, die Sache durchzuziehen bis ich was Neues hab, ist ja da. Ich merke jedoch, dass ich das nur ganz schwer körperlich aushalte. Das ist ja das Dilemma. Und wie gesagt, mein Chef besteht darauf, eine Stellungnahme von mir zu bekommen. Und da möchte ich auch fair bleiben. Er würde mich auch wieder nehmen, sollte mal eine Stelle in einem anderen Bereich frei werden. Diese Chance möchte ich mir auch nicht direkt verbauen, indem ich ihn belüge das ich bleibe und bei nächster Gelegenheit weg bin.

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