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Jobmotivation?

Letzte Nachricht: 9. März um 23:13
09.02.21 um 8:32

Meine Nachbarin hat als Assistentin in einem mittleren Betrieb angefangen. Bisher ist sie nicht wirklich glücklich mit ihrem Job, aber sie ist  froh überhaupt etwas gefunden zu haben, nach ihrer Kinderauszeit. Einarbeitung natürlich gleich null. Und gleich in der ersten Woche eine komplizierte Aufgabe, dass sie eine Pumpe für das Firmenlabor besorgen soll. Es wurden ihr keine Lieferanten genannt. Kein Wie, kein Was. Es hieß nur "Da müssen Sie halt recherchieren". Hatte wer von euch auch schon mal ein ähnliches Erlebnis? Was war eure Motivation zum durchhalten? Denn sie kann nicht einfach so hin schmeissen, weil sie das Geld leider für sich und die Kleinen braucht. Wenn ich ihr motivierende Tipps geben kann, freut sie sich sicherlich.

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09.02.21 um 21:59

War ihr denn nicht klar, was ihre Aufgaben sein würden?

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10.02.21 um 16:25

Ich glaube, dass es sehr vielen Menschen so geht, die neu einsteigen. Nach der Ausbildung, schon alleine wenn man die Abteilung wechselt. Aber eben auch so in einem neuen Bereich, neuen Betrieb, vor allem wenn man quereinsteigt und eben was macht, was man bisher noch nicht gemacht hat.

Ich bin nach der Elternzeit auch in einem ganz anderen Beruf eingestiegen. Mir ging es auch so mit der Einarbeitung und ich fand es sehr, sehr hart. Ich hab an 2 von 3 Tagen beschlossen zu kündigen.
Ich selbst hab mir 2 Monate gegeben und mir gesagt: Wenn es dann nicht deutlich besser ist, dann kündige ich.
Nunja, ich hab dann gelernt, was Menschen meinen mit "Was nicht tötet härtet ab". Es war sehr schwer für mich aber ich bin sehr schenll gewachsen. Nach den 2 Monaten habe ich gerne dort gearbeitet.

Je nachdem wie lange sie schon dort ist, muss sie der Sache vielleicht einfach ein bisschen Zeit geben.

Ich hab da auch mit der Dame gesprochen, die bei uns im Schulbüro arbeitet. Das hat sie auch als Quaereinsteigerin gemacht und sie sagt auch, dass sie niemanden fragen konnte und alles selbst rausfinden musste. Das war auch für sie sehr schwer. Mittlerweile macht sie die Arbeit seit an die 15 Jahre.

Wenn sie jetzt nicht schon ein halbes Jahr dort schafft und sich immernoch heillos überfordert fühlt, dann sieht die Welt in ein paar Wochen sicher schon wieder ganz anders aus.

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10.02.21 um 16:27

Mir fällt grad ein, dass ich anfangs nach der Ausbildung auch sehr überfordert war. Da hatte ich aber eber Angst, dass ich zu langsam bin. Ich stand so unter Druck in der Probewoche, dass ich in der Mittagspause heim bin, und richtig geweint habe.
Naja, ich wurd eingestellt und dann stellte ich irgendwann fest, dass es gar kein Thema war, einmal mehr zu fragen, schließlich war ich frisch ausgelernt und hab vieles einfach noch nicht gewusst weil noch nie gemacht.

 

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12.02.21 um 16:49
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Meine Nachbarin hat als Assistentin in einem mittleren Betrieb angefangen. Bisher ist sie nicht wirklich glücklich mit ihrem Job, aber sie ist  froh überhaupt etwas gefunden zu haben, nach ihrer Kinderauszeit. Einarbeitung natürlich gleich null. Und gleich in der ersten Woche eine komplizierte Aufgabe, dass sie eine Pumpe für das Firmenlabor besorgen soll. Es wurden ihr keine Lieferanten genannt. Kein Wie, kein Was. Es hieß nur "Da müssen Sie halt recherchieren". Hatte wer von euch auch schon mal ein ähnliches Erlebnis? Was war eure Motivation zum durchhalten? Denn sie kann nicht einfach so hin schmeissen, weil sie das Geld leider für sich und die Kleinen braucht. Wenn ich ihr motivierende Tipps geben kann, freut sie sich sicherlich.

Ich war mir erst nicht sicher, ob ich den Post ernst nehmen soll, denn das hätte ich als völlig normal empfunden. 

Was mwine Motivation ist? Na dass ich etwas tun kann. Mitentscheiden, mitbestimmen, etwas sinnvolles beitragen kann. Ich hätte keine Motivation im Job, wenn der daraus bestehen würde, wie ein Muli den vorgegebenen Weg entlang zu trampeln und das war's auch. DANN wäre ich nach wenigen Wochen weg. 

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12.02.21 um 20:06

mein erster Arbeitstag in dem Bereich, in dem ich jetzt seit knapp 25 Jahren arbeite:

ich war Student, zum Studium an der FH gehört ein Semester Praktikum. Also 5 Monate, 40h / Woche.
Erster Tag, ich sollte 8 Uhr da sein. Natürlich war ich 7:30 da... herumgelaufen, gewartet, ganz lehrbuchmäßig 7:55 Uhr in die Firma... tja, bis zur Tür. Keiner da. 
8 Uhr... 8:05 ... 8:10 ... 8:20 ... 8:25 erschien mein Chef,mit einer große Tüten Pfannkuchen / Krapfen / Berliner ... wie auch immer die bei Euch jeweils heißen in der Hand und murlmelte "Tschuldigung, Stau beim Bäcker"
Nun, Kaffee zusammen getrunken und Pfannkuchen gegessen, derweil trudelten noch paar andere Kollegen ein und er hat mir so 1/2h lang bißchen über die Firma erzählt.

Ende der Einarbeitungsphase. Also natürlich konnte ich immer Kollegen fragen und da niemand alles weiß, mache ich das bis heute, nach fast 25 Jahren im Job und 4 Firmen später, in der aktuellen Firma sind es inzwischen 12 Jahre, immer noch regelmässig. Meine Kollegen übrigens auch.

Dann ging es weiter mit "hier ist Dein Tisch, da ist der PC, Passwort natürlich sofort ändern uuuuuuuuuuuuuund (großer Stapel Papier) hier ist unser Datenmodell, das haben unsere Entwickler gemacht, das muss bestimmt überarbeitet werden."

Ok, in dem Moment wollte ich auch nur noch wegrennen. Bin nur vor die Tür, um eine zu Rauchen, danach hab ich mir gesagt... was soll, versuchst Du es einfach... 
In dieser Firma konnte ich dann auch in den Semsterferien für gutes Geld arbeiten und bekam nach Ende des Studiums einen Arbeitsplatz angeboten, im Rest meines Studiums habe ich mich auf den Bereich Daten und Datenbanken spezialisiert und arbeite da bis heute.
 

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09.03.21 um 23:13

Die Motivation zur Arbeit ist, Geld zu bekommen. Ich denke, abgesehen davon gibt es keine andere Motivation, viel Zeit in einem solchen Beruf zu verbringen.

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