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"Karriere machen" -> lohnt sich das überhaupt?! Stress und Arbeit für nix?

7. Februar 2011 um 16:33

Ich muss hier gerade mal meinen Frust zum Thema Beruf/Karriere ablassen.

Ich bin 27 Jahre alt, Diplom-Sozialpädagogin (+weitere Weiterbildungen) und habe seit meinem Diplom mit einer 1 vor dem Komma ca. 3 Jahre lang nur vollkommen unterbezahlte Jobs im sozialen Bereich gehabt. Erzieherinnengehalt, Praktikantengehalt, alles mitgemacht. Nun habe ich (aus finanziellen Gründen erst jetzt) endlich meine Ausbildung/Studium zur Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin begonnen, um 1. meinen Traumberuf zu erlernen, 2. Nach der Ausbildung endlich ein angemessenes Gehalt für meine Arbeit zu erhalten, 3. mich weiterzubilden, da ich einfach noch Lust zum Lernen habe.

Für diese Ausbildung muss ich nun folgendes auf mich nehmen:
1. 1800 Std. (ca. 1,5 Jahre) für weniger als 200 im Monat in einer Klinik Praktikum machen (insgesamt 3-4 jahre Ausbildungzeit, Theorie und Praxis)
2. mich dementsprechend behandeln lassen (noch nichtmal einen Arbeitsvertrag habe ich!, teilweise bescheuerte Aufgaben als fertig studierte Person, usw.)
3. einen Kredit aufnehmen (40.000!), da der Staat für so eine Ausbildung nix zuschießt!
4. und weitere Dinge, wäre zuviel das alles aufzuzählen

Gut ausgebildete Fachkräfte will unsere Wirtschaft/Gesundheitswesen/was auch immer. Am Besten noch jung und fit, ohne Kinder und immer gut gelaunt und engagiert!

Das ist doch echt ein Witz! Ich werde mit ca. 30 in den Beruf einsteigen, nachdem ich jahrelang der "Generation Praktikum" bzw. dem Niedriglohnsektor angehört habe und meinen Eltern (zeitweise) auf der Tasche liegen musste. Ich werde hochverschuldet sein und vor Mitte 30 keine Familie gründen können.

Natürlich will ICH diesen Job erlernen, es ist meine Entscheidung, aber ich bin doch nicht die einzige, der es so geht. Ist das denn heute normal, dass man sich so den Arsch aufreißen muss, um dann als Akademiker mit 30 oder noch älter, wahrscheinlich schon mit nem beginnenden Burnout, in den Beruf einzusteigen?!

Manchmal denk ich echt, ach, hättest du doch ne Ausbildung gemacht, dann würdest du schon lange dein Geld verdienen, schöne Urlaube machen, heiraten, Kinder kriegen. Aber das kann die Lösung ja auch nicht sein für Menschen, die eben solche beruflichen Träume haben wie ich. Ich MÖCHTE lernen und glücklich sein im Job. Aber ob es sich lohnt, das alles dafür auf mich zu nehmen, das frage ich mich in letzter Zeit oft.

Geht es euch denn auch so??? Habt ihr nicht auch manchmal das Gefühl, das ganze Streben nach beruflicher Erfüllung oder Karriere macht einen am Ende eher unglücklich als glücklich?

Ich bin sehr gespannt auf eure Meinungen dazu.

VG, swet

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9. Februar 2011 um 7:39

Hi
ich habe eine Ausblilung als Fachangestellte für Bürokummmunikation gemacht und wurde 1 Jahr, Vollzeit, übernommen. Nun kann es sein das ich ggf. auch unbefristet übernommen werde...
Also bei uns kann man sich nicht weiterbilden/höherkommen o.Ä., d.H. ich würde immer nur so weiter machen wir bisher.
Wenn ich Schule machen, könnte ich danach noch studieren uvm. Aufs Geld bin ich nicht so angewiesen, und notfalls kann ich noch nen 400 Job machen.

ich weiß auch nicht was ich machen soll, aber ne Ausbildung ist schon mal gut, ich denekn aber das man richtige Fachkräfte schon sucht, aber Stellen i-wie kaum zu finden sind. Deshlab hab ich Angst das ich die Fachhochschuel umsonste mache usw.

Du hast recht das die Firmen 25 järhige mit 20 Jahren Berufserfahrung und allen möglcihen Ausbildungen, weiterbildungen suchen.... ist schon traurig...

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14. März 2011 um 21:45

Sei anspruchsvoll-Teil 2
Da kann ich mich nur meinen Vorrerdner anschließen!!

Bei mir lief es in den letzten Jahren auch nicht immer reibungslos!

Private Dinge und Aus-/Weiterbildungen in falscher Berufsrichtung.
Ist für außenstehende(Behörden z.b.) oder auch für Menschen nicht nach zu voll ziehen aber, ich habe gelernt damit, um zu gehen!
Denn, die helfen mir auch nicht weiter, sondern sind nur am klagen!tzzz....durch meine guten Freunde habe ich vollstens Unterstützung und bin grad voll dabei!

Auch du solltest, einen Menschen haben, der dich vor Ort darin bestärkt, was du erreichen willst!

Dann, kannst du auch mit deinen Schulden, Familien-Planungen besser um gehen!

Wünsche dir viel Kraft!

P.S.Es tut gut, sich mit Leuten über solche Themen zu unterhalten

Gruß...

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13. März 2011 um 20:23
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