Home / Forum / Job & Karriere / Kollegen wollen bevorzugt werden

Kollegen wollen bevorzugt werden

9. Juli um 21:10

Hi,

ich hab mal ein Anliegen, dass ich euch gerne mal schildern möchte: Achtung, bissl länger.

Ich arbeite seit 8 Jahren in einer großen Firma. Seit 8 Jahren in der gleichen Abteilung.
Vor ca. 3 Jahren wurden wir mit einer anderen Abteilung zusammengelegt.
Insgesamt bestehen wir aus 15 Kollegen + 1 Teamleiter. (Team 1 belegt 70% der Stellen, Team 2 belegt 30%)

Team 1 hat 6 Vollzeitkräfte und 5 Teilzeitler, Team 2 hat 3 Vollzeitler und 1 Teilzeitkraft.

Wir arbeiten im "Schichtbetrieb" (7:30-18:00 Uhr) mit telefonischem und schriftlichen Kundenkontakt. Die Telefonschichten werden 70/30 auf beide Teams aufgeteilt. Jeder Kollege hat ca. 1-3 Schichten/Tag, bei Teilzeit oder vielen anderen Aufgaben entsprechend weniger.

Bis vor kurzem hat eine Kollegin (sie ist am 2. längsten in der Abteilung >18 Jahre) die Schichtplanung gemacht. Seit ca. 3 Monaten haben das eine Kollegin (sie kam als letzte vor ca. 1,5 Jahren dazu) und ich die Planung übernommen.

Die ungeraden Wochen plant meine Kollegin, die geraden Wochen ich. Am Anfang lief das auch noch ganz gut. Auf Wünsche sind wir - soweit es ging - eingegangen.
Seit kurzem reißt es ziemlich ein.
Kollegen tragen ihre Termine nicht ein, und beschweren sich dann, wenn sie dann zur selben Zeit eine Schicht bekommen haben. Gehen früher, obwohl es im Schichtplan nicht eingetragen war und personell auch nicht möglich wäre. Tragen Urlaub ein, obwohl das nicht mit uns abgestimmt war. Unserem Chef wird gesagt, es wäre abgestimmt.

Bei mir haben meine Kollegen recht schnell gemerkt, dass es bei mir ein "will ich nicht, mach ich nicht" nicht gibt. Schichten werden gemacht, Punkt aus. Kommt mal was dazwischen müssen die Kollegen selbst Ersatz suchen (außer im Krankheitsfall). Meine Planungswochen klappen ganz gut, die Planungswochen meiner Kollegin nicht.

Sie bekommt teilweise wirklick so Brocken "Da hab ich eine Schicht, die will ich nicht. Kümmer dich drum, dass die jemand anders macht" hingeknallt. Oder "Da will ich Urlaub, mach dass das hinhaut". Letzte Woche war es so schlimm, dass sie weinend bei mir im Büro stand. Daraufhin gab es ein Gespräch mit unserem Chef.

Der steht voll hinter uns. Er sagt auch, wenn die Kollegen später kommen oder früher gehen wollen, haben sie das einzutragen. Steht nichts drin, stehen uns die Zeiten der Kollegen vollumfänglich zur Planung zur Verfügung.

Das kommt aber bei meinen Kollegen nicht an.

Ein paar Kollegen wollen gar keine Schichten und die am besten an die anderen Kollegen abtreten. Auf meinen Hinweis, dass ich das nicht mache weil es auch einfach nicht fair ist, wurde nur mürrisch geantwortet, dass das dann halt so wäre. Meine Kollegin wird regelrecht angegangen, sie habe "gefälligst" die Schichten auf andere zu verteilen. Als sie dann meinte, dass es nicht fair ist, dass einige 0 Schichten und andere 4 Schichten machen müssen, wurde nur mit der Tür geknallt.

Heute habe ich von einer Kollegin eine Mail bekommen, dass die andere Kollegin ihr schon wieder täglich eine Schicht (wir  sprechen hier von 1 Stunde Telefondienst) eingetragen hat und an 2 Tagen sogar zwei Schichten. Und dass sie das hätte mit ihr absprechen müssen. 
(Nein musste sie nicht, denn die sich beschwerende Kollegin war nicht ausgetragen, somit für uns voll planbar.) Das Problem ist, dass diese Kollegen aus Team 2 die jenige ist, die die wenigsten Aufgaben hat und somit auch die meisten Schichten von diesen Kollegen bekommt.

Jetzt gibt es in zwei Wochen eine große Besprechung wo das Thema im Team mit Chef besprichen wird und die Regeln nochmals klar genannt werden. Ich bezweifle, dass der Termin gut vrläuft.
Die Kollegen die ständig jammern, dass sie zu viele Schichten haben, haben nachweislich (wir haben extra eine Tabelle dafür) die wenigsten Schichten.

Unser Chef steht zwar hinter uns, ist aber recht harmoniebedüftig, sodass es gut sein kann, dass er den motzenden Kollegen ihren Willen gibt, damit Ruhe ist. Das fände ich widerrum  nicht gut, denn damit würde er mir und meiner Kollegin eigentlich in den Rücken fallen.

Ich mache mir jetzt schon Gedanken, da ich weiß, dass der Termin ziemlich ausarten wird.


Wie würdet ihr euch im Termin  verhalten?

Mehr lesen

10. Juli um 11:07
In Antwort auf calimera85

Hi,

ich hab mal ein Anliegen, dass ich euch gerne mal schildern möchte: Achtung, bissl länger.

Ich arbeite seit 8 Jahren in einer großen Firma. Seit 8 Jahren in der gleichen Abteilung.
Vor ca. 3 Jahren wurden wir mit einer anderen Abteilung zusammengelegt.
Insgesamt bestehen wir aus 15 Kollegen + 1 Teamleiter. (Team 1 belegt 70% der Stellen, Team 2 belegt 30%)

Team 1 hat 6 Vollzeitkräfte und 5 Teilzeitler, Team 2 hat 3 Vollzeitler und 1 Teilzeitkraft.

Wir arbeiten im "Schichtbetrieb" (7:30-18:00 Uhr) mit telefonischem und schriftlichen Kundenkontakt. Die Telefonschichten werden 70/30 auf beide Teams aufgeteilt. Jeder Kollege hat ca. 1-3 Schichten/Tag, bei Teilzeit oder vielen anderen Aufgaben entsprechend weniger.

Bis vor kurzem hat eine Kollegin (sie ist am 2. längsten in der Abteilung >18 Jahre) die Schichtplanung gemacht. Seit ca. 3 Monaten haben das eine Kollegin (sie kam als letzte vor ca. 1,5 Jahren dazu) und ich die Planung übernommen.

Die ungeraden Wochen plant meine Kollegin, die geraden Wochen ich. Am Anfang lief das auch noch ganz gut. Auf Wünsche sind wir - soweit es ging - eingegangen.
Seit kurzem reißt es ziemlich ein.
Kollegen tragen ihre Termine nicht ein, und beschweren sich dann, wenn sie dann zur selben Zeit eine Schicht bekommen haben. Gehen früher, obwohl es im Schichtplan nicht eingetragen war und personell auch nicht möglich wäre. Tragen Urlaub ein, obwohl das nicht mit uns abgestimmt war. Unserem Chef wird gesagt, es wäre abgestimmt.

Bei mir haben meine Kollegen recht schnell gemerkt, dass es bei mir ein "will ich nicht, mach ich nicht" nicht gibt. Schichten werden gemacht, Punkt aus. Kommt mal was dazwischen müssen die Kollegen selbst Ersatz suchen (außer im Krankheitsfall). Meine Planungswochen klappen ganz gut, die Planungswochen meiner Kollegin nicht.

Sie bekommt teilweise wirklick so Brocken "Da hab ich eine Schicht, die will ich nicht. Kümmer dich drum, dass die jemand anders macht" hingeknallt. Oder "Da will ich Urlaub, mach dass das hinhaut". Letzte Woche war es so schlimm, dass sie weinend bei mir im Büro stand. Daraufhin gab es ein Gespräch mit unserem Chef.

Der steht voll hinter uns. Er sagt auch, wenn die Kollegen später kommen oder früher gehen wollen, haben sie das einzutragen. Steht nichts drin, stehen uns die Zeiten der Kollegen vollumfänglich zur Planung zur Verfügung.

Das kommt aber bei meinen Kollegen nicht an.

Ein paar Kollegen wollen gar keine Schichten und die am besten an die anderen Kollegen abtreten. Auf meinen Hinweis, dass ich das nicht mache weil es auch einfach nicht fair ist, wurde nur mürrisch geantwortet, dass das dann halt so wäre. Meine Kollegin wird regelrecht angegangen, sie habe "gefälligst" die Schichten auf andere zu verteilen. Als sie dann meinte, dass es nicht fair ist, dass einige 0 Schichten und andere 4 Schichten machen müssen, wurde nur mit der Tür geknallt.

Heute habe ich von einer Kollegin eine Mail bekommen, dass die andere Kollegin ihr schon wieder täglich eine Schicht (wir  sprechen hier von 1 Stunde Telefondienst) eingetragen hat und an 2 Tagen sogar zwei Schichten. Und dass sie das hätte mit ihr absprechen müssen. 
(Nein musste sie nicht, denn die sich beschwerende Kollegin war nicht ausgetragen, somit für uns voll planbar.) Das Problem ist, dass diese Kollegen aus Team 2 die jenige ist, die die wenigsten Aufgaben hat und somit auch die meisten Schichten von diesen Kollegen bekommt.

Jetzt gibt es in zwei Wochen eine große Besprechung wo das Thema im Team mit Chef besprichen wird und die Regeln nochmals klar genannt werden. Ich bezweifle, dass der Termin gut vrläuft.
Die Kollegen die ständig jammern, dass sie zu viele Schichten haben, haben nachweislich (wir haben extra eine Tabelle dafür) die wenigsten Schichten.

Unser Chef steht zwar hinter uns, ist aber recht harmoniebedüftig, sodass es gut sein kann, dass er den motzenden Kollegen ihren Willen gibt, damit Ruhe ist. Das fände ich widerrum  nicht gut, denn damit würde er mir und meiner Kollegin eigentlich in den Rücken fallen.

Ich mache mir jetzt schon Gedanken, da ich weiß, dass der Termin ziemlich ausarten wird.


Wie würdet ihr euch im Termin  verhalten?

ich glaube, Deine Teamleiterkollegin ist einfach zu lieb für ihren Job, aber das kannst nun einmal Du nicht ändern.

Gefällt mir

10. Juli um 12:50

Da würde ich auch ansetzen. Bei dir machen die ja scheinbar nicht so einen Zirkus. Und bei der älteren, die es davor innerhatte mit der Verteilung, auch nicht.
Du kannst ja nix dafür, wenn es deine Kollegin an Durchsetzungskraft mangelt. Als erstes solltest du mal mit ihr unter 4 Augen sprechen. Vielleicht wäre sie inzwischen sogar schon zur Abgabe diese Aufgabe bereit und würde lieber was anderes machen.

Gefällt mir

10. Juli um 22:12

Hi delocu,

deinen Vorschlag mit dem " Mitbestimmungsrecht" der Kollegen hatten wir schon. Da haben meine Kollegen Regeln aufgestellt, wie sie das zukünftig Hand haben möchten. Das Problem ist einfach nur dass sie sich selbst nicht an ihre Regeln halten. 

Darauf angesprochen, finden Sie immer irgendwelche Ausreden warum sie sich gerade nicht daran halten konnten. Auch eine klare Ansage unseres Teamleiters hat nichts gebracht. Daher wird das Thema eben kommende Woche noch einmal komplett neu aufgerollt.

Somit hat dann unser Teamleiter und die vorherige Planerin die Regeln aufgestellt.

 Heute habe ich versucht, mit der Kollegin die mir diese unmögliche E-Mail geschrieben hat, zu sprechen. Meine Anrufversuche hat sie ignoriert, und auf meine E-Mail hat sie gar nicht geantwortet. 

Und ja, du hast Recht. Meine Kollegin muss tatsächlich noch lernen sich selbst zu behaupten. Aber vielleicht kommt das einfach noch, da viele meiner Kollegen doch schon um die 15 Jahre älter sind als sie und sie vielleicht deswegen noch etwas Hemmungen hat.

Gefällt mir

10. Juli um 22:21
In Antwort auf glyzinie2

Da würde ich auch ansetzen. Bei dir machen die ja scheinbar nicht so einen Zirkus. Und bei der älteren, die es davor innerhatte mit der Verteilung, auch nicht.
Du kannst ja nix dafür, wenn es deine Kollegin an Durchsetzungskraft mangelt. Als erstes solltest du mal mit ihr unter 4 Augen sprechen. Vielleicht wäre sie inzwischen sogar schon zur Abgabe diese Aufgabe bereit und würde lieber was anderes machen.

Hi Glyzinie,

das Gespräch hatte ich mit meiner Kollegin. Sie sieht selbst, dass sie da noch etwas standhafter werden muss.
bei mir gibts halt ein "will ich nicht, mach ich nicht" nicht. Eher im Gegenteil, dann erst recht. Das wissen alle. Meine Kollegin möchte die Aufgabe eben nicht abgeben, da es die erste Aufgabe ist die ihr wirklich übertragen wurde.

Ich habe eher das Gefühl, dass mein Chef ihr diese Aufgabe absichtlich übertragen hat, damit sie lernt sich zu behaupten.

 Naja, da meine Kollegin derzeit im Urlaub ist, werde ich die Besprechung mit meinem Teamleiter und den restlichen Kollegen wohl alleine führen. Das kann was werden, da wir durchaus ziemlich schwierige Charaktere im Team haben.

Ich denke auch, das mein Chef und ich die Besprechung erst einmal mit Fakten starten sollten. Vielleicht erstmal die Präsentation auflegen, wie die Planung erfolgt und anschließend die Tabelle damit die Kollegen einfach auch mal schwarz auf weiß sehen, dass es eben nicht so ist wie sie immer glauben. Grundsätzlich glaubt jeder das meiste zu tun. Die meisten Schichten haben aber tatsächlich meine Kollegin und ich 😂

Ich bin ja auch bereit, an der Planung etwas zu ändern. Dann möchte ich aber konstruktive Vorschläge meiner Kollegen und nicht ein das will ich nicht machen und überleg dir wär es dann macht. Ich habe halt ein echtes Problem mit dieser Doppelmoral. Solange sie es nicht machen muss ist alles in Ordnung, sollen doch lieber die anderen machen. Aber sobald sie selber was machen muss stellt es auf einmal ein Problem da. Damit habe ich ein echtes Problem und da haben wir derzeit zwei Kollegen im Team 2 die tatsächlich meinen ihre Arbeit auf andere abwälzen zu können. 
 

Gefällt mir

10. Juli um 22:26
In Antwort auf avarrassterne1

ich glaube, Deine Teamleiterkollegin ist einfach zu lieb für ihren Job, aber das kannst nun einmal Du nicht ändern.

Nein, der ist tatsächlich einfach zu lieb für diesen Job. Am Anfang als er zu uns in die Abteilung kam war er noch lieber. Mittlerweile hat er aber schon gelernt dass er als Chef auch einfach mal klare Ansagen treffen und unter Umständen auf den Tisch hauen muss.

ich hoffe dass er das kommende Woche auch tatsächlich tut. Ansonsten sehe ich echt schwarz. 

Gefällt mir

12. Juli um 9:49
In Antwort auf calimera85

Nein, der ist tatsächlich einfach zu lieb für diesen Job. Am Anfang als er zu uns in die Abteilung kam war er noch lieber. Mittlerweile hat er aber schon gelernt dass er als Chef auch einfach mal klare Ansagen treffen und unter Umständen auf den Tisch hauen muss.

ich hoffe dass er das kommende Woche auch tatsächlich tut. Ansonsten sehe ich echt schwarz. 

nicht nur Dein Chef, auch Deine Kollegin, die die ungeraden Wochen plant.

Was meinst Du, warum gibt es bei ihr so viel Theater und bei Dir kaum? Weil die Kollegen es bei ihr KÖNNEN.
Und da hilft Deiner Kollegin das "auf den Tisch hauen von oben" auch nicht - genauso wenig, wie Du ihr da helfen kannst. Für den Respekt ihr gegenüber muss SIE sorgen, dass kann niemand anders übernehmen. Nicht Du, nicht Euer Chef, nicht sonstwer.

Gefällt mir

Frühere Diskussionen
Entscheidung für die Rückkehr gefallen, aber keine Geduld mehr…
Von: goingback
neu
26. Juni um 15:37

Long4Lashes

Teilen
Lust auf mehr Farbe in deinem Leben?
wallpaper

Das könnte dir auch gefallen