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Kollegin spielt Stress vor

22. Januar 2008 um 12:51

Zuerst einmal vorweg: Seit ich meine Kollegin kenne hat sie "Stress". Sie hat die Arbeit von einem Kollegen übernommen, der in Rente gegangen ist, und ich die Arbeit von meiner Kollegin, d. h. ich mache mittlerweile die doppelte Arbeit die sie früher gemacht hat und ich habe gut Luft.

Nun ist es zur Gewohnheit geworden, dass sie außerhalb der offiziellen Gleitzeit kommt, da sie morgens nicht aus dem Bett kommt (wem geht es nicht so?). Sie kann sich nicht aufraffen. Wenn sie endlich da ist wird erstmal gefrühstückt und danach im Internet gesurft. Falls es gut läuft beginnt sie um halb 11 mit der Arbeit, mit entsprechenden "Pausen" in denen sie ebenfalls im Internet ist. Trotzdem jammert sie jedem, den sie trifft vor, wie stressig ihr Job ist. Abends bleibt sie öfters bis 8 Uhr im Büro, dass sie da wirklich arbeitet bezweifle ich stark. Da sie alleinstehend ist, hat sie keine Ambitionen nach hause zu gehen, da dort niemand auf sie wartet. Und in der Arbeit kann sie schließlich Überstunden aufbauen. Und dann erzählt sie wieder überall rum, dass sie soviel Arbeit hat, dass es gestern wieder so spät geworden ist usw.
Nun kommt es etwa 1 bis 2 mal im Jahr vor, dass tatsächlich eine Menge Arbeit zu tun ist (neben der regulären Tätigkeiten), meine Kollegin schiebt sie bis zuletzt auf, weil sie ihren Hintern nicht hochbekommt und dann kriegt sie wirklich Stress. Und obwohl mehr zu tun ist, denkt sie gar nicht daran mal eher in die Arbeit zu kommen, sondern trottet wie gewohnt an und durchforstet erstmal das Internet bevor sie was tut. Das Ende vom Lied ist, dass sie doch tatsächlich 3-4 Tage mehr machen muss und danach sofort krank wird, weil die böse böse Arbeit so belastend ist und krank macht, wegen dem vielen Stress.
Wenn sie mit Freunden telefoniert und ihnen das erzählt, könnte ich echt an die Decke gehen. Die muss sich nur mal aufraffen und sie kann die Arbeit bequem erledigen und trotzdem pünktlich nachhause gehen.

Wie soll ich ihr das begreiflich machen, dass sie sich das nur einbildet? Oder zieht sie eine Show ab, in der Hoffnung, dass die Firma ihr das abnimmt?

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23. Januar 2008 um 7:06

...
Ich habe auch so eine Kollegin in der Nachbarabteilung. Das es nervig ist, so etwas mit anzusehen, verstehe ich, aber ich befürchte, dass es nichts bringt, mit ihr zu reden. Das gibt nur böses Blut.
Du sagst, sie ist alleine. Das heißt, sie sucht irgendwie Aufmerksamkeit. Das Aufmerksamkeitsdefizit wird sich ja nicht beseitigen lassen durch ein Gespräch.

Mußt du die Arbeiten erledigen, die sie nicht schafft?

Ich glaube, die anderen Kollegen wissen sehr wohl, dass sie nicht so viel arbeitet, wie sie tut. In meinem Bürogebäude gibt es auch zwei Kolleginnen, die sich genau so verhalten, und das ganze Bürogebäude weiß, dass sie sich nicht totarbeiten.

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23. Januar 2008 um 7:13

@jessy
Ich mußte fast grinsen, als ich dein Posting las. Ich arbeite auch nicht im Öffentlichen Dienst (und mache gerne Witze darüber), aber meiner Erfahrung nach gibt es so etwas auch heute noch in größeren Firmen. Die Abteilungsleiter sitzen oft woanders als diese Mitarbeiter, teilweise auch in einer anderen Stadt. Sie bekommen nichts mit, oder es ist ihnen scheißegal, solange bestimmte Umsatzzahlen stimmen.

Bei uns ist die eine Kollegin ein halbes Jahr vor der Rente. Ihr kann nichts mehr passieren. Die andere Kollegin ist 53 und seit 20 Jahren in der Firma, dss heißt, es ist auch nahezu unmöglich, ihr zu kündigen.

Die Vorstellung, daß ein Abteilungsleiter oder Gruppenleiter für Effizienz sorgt, entlockt mir beim Gedanken an meinen Arbeitgeber fast ein Grinsen. Da gibt es so viele Abteilungsleiter und Gruppenleiter, denen alles egal ist. Sie buckeln ihrem Chef gegenüber, und alles andere ist sekundär.

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23. Januar 2008 um 14:15

Nein
ich arbeite nicht im öffentlichen Dienst *g* sondern in einem normalen Industriebetrieb. Und der kaufmännische Leiter weiß sehr wohl Bescheid, das Problem ist, dass er auf meine Kollegin angewiesen ist. Sie macht den Monatsabschluss und diverse Auswertungen, die an den Vorstand gehen und bisher kann nur sie die Arbeit machen. Wenn sie krank wird, stehen wir am Schlauch. Ich denke sie ist sich ihrer Monopolstellung sehr wohl bewusst. Und die nutzt sie aus, da man nicht auf sie verzichten kann.
Ich soll auch angelernt werden, dass geht ziemlich zäh, immer muss ich nachfragen, damit ich etwas gezeigt bekomme, sie hat oft Ausreden parat oder macht die Arbeit, wenn ich schon Feierabend habe.

Zuwenig Arbeit haben wir nicht, aber meine Kollegin schiebt sie vor sich her und baut dadurch Überstunden auf. Diese werden natürlich ausbezahlt oder in einem mehrtägigem Urlaub abgebaut, obwohl das offiziell verboten ist.

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23. Januar 2008 um 14:52

Am besten ist, sich nichts gefallen zu lassen!
Ich hatte auch ständig Probleme mit einigen Kolleginnen in meinem Betrieb. Am Anfang hab ich mich mit allen eigentlich immer recht gut verstanden, bis ich nach einiger Zeit mitbekommen hab, dass des öfteren hinter meinem Rücken gelästert wird. Und zwar hauptsächlich über private Dinge...
Es wurden Lügengeschichten erzählt, dass ich angeblich von meinem Freund Zuhause eingesperrt werden würde und lauter so Mist halt.

Zuerst hab ich auf dieses dumme Geschwätz keinen Wert gelegt und wollte keinen Ärger haben. Daraufhin hab ich NUR meine Arbeit gemacht und so gut wie nix Privates mehr über mich erzählt.

Es wurde aber trotzdem immer schlimmer, bekam schon Bauchschmerzen wenn ich nur an die Arbeit gedacht hab!

Vor ca. 3 Monaten hatte ich dann die Schnauze voll und bin zum Betriebsrat gegangen, weil ich gemerkt hab, dass wenn ich schon zur Tür reinkam, wieder getuschelt und getratscht wurde.

Seit meinem Besuch beim Betriebsrat ist endlich Schluss und 3 meiner "Kolleginnen" haben eins auf den Deckel gekriegt, weil im Betrieb schon länger bekannt war, dass sie gerne Lügengeschichten verbreiten und sogar von Mobbing war die Rede!

Also, ich rate euch eins: Lasst euch auf keinen Fall was gefallen.
Sobald ihr euch nicht mehr wohlfühlt bei eurem Job, meldet es den Vorgesetzten!
Also, bei mir hats gefruchtet und hab seitdem Ruhe!

LG

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23. Januar 2008 um 19:19

...
Ich habe nicht gesagt, daß es bei uns stressfrei ist. Wir haben auch genug Streß. Ich habe nur gemeint, daßn es in der Regel pro großer Abteilung eine faule Kollegin gibt, die einen auf überlastet macht und die anderen für sich arbeiten läßt und damit durchkommt.

Bei euch scheint aber schon ein anderer Wind zu wehen. Wir haben teilweise auch Unternehmensberater im Haus, aber die kontrollieren eher die Umsätze - nicht die Stempelkarten.
Ja, da magst du Recht haben. Das hat bestimmt damit zu tun, daß es ein deutsches Unternehmen ist mit Betriebsrat usw.

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24. Januar 2008 um 21:50

Auch mal meinen Senf dazugeben muss..
Deine Kollegin will doch nur auf sich aufmerksam machen.. ich hab auch sowas im Nebenzimmer - ist blöderweise auch noch meine Möchte-gern-Vorgesetzte (die Fick-Tussi vom Chef *mirmalaufdieFingerklopf*)

Wenn Du einen Leiter hast, mit dem man reden kann - der zugänglich ist und das "Problem" verstehen würde, ohne zu glauben, dass Du Deine Kollegin anschwärzt, dann geh zu ihm und erklär ihm die Situation.

Wenn er sich eher nicht der Typ ist, denk Dir einfach "die arme Frau, dass sie sich so produzieren muss". Letzteres ist meine Taktik - seitdem lebe ich ruhiger und geh nimmer an die Decke. Auch wenn sie mir das Gefühl geben will, dass sie die einzige ist, die was arbeitet in der Firma - ich weiss ja, dass es anders ist

Ob es funktioniert, kann ich Dir in zwanzig Jahren sagen, dann geht die Tussi nämlich in Rente *gg*

Alles Gute, Lea.

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25. Januar 2008 um 6:53
In Antwort auf mya_12044316

Auch mal meinen Senf dazugeben muss..
Deine Kollegin will doch nur auf sich aufmerksam machen.. ich hab auch sowas im Nebenzimmer - ist blöderweise auch noch meine Möchte-gern-Vorgesetzte (die Fick-Tussi vom Chef *mirmalaufdieFingerklopf*)

Wenn Du einen Leiter hast, mit dem man reden kann - der zugänglich ist und das "Problem" verstehen würde, ohne zu glauben, dass Du Deine Kollegin anschwärzt, dann geh zu ihm und erklär ihm die Situation.

Wenn er sich eher nicht der Typ ist, denk Dir einfach "die arme Frau, dass sie sich so produzieren muss". Letzteres ist meine Taktik - seitdem lebe ich ruhiger und geh nimmer an die Decke. Auch wenn sie mir das Gefühl geben will, dass sie die einzige ist, die was arbeitet in der Firma - ich weiss ja, dass es anders ist

Ob es funktioniert, kann ich Dir in zwanzig Jahren sagen, dann geht die Tussi nämlich in Rente *gg*

Alles Gute, Lea.

Wenn
ihr relativ in der nähe arbeitet und sie wieder so etwas sagt, wie: ich hab so viel zu tun..

dann würd ich immer so kleine witzchen machen, von wegen: jaja, xy wir wissen ja, dass du ein wenig langsam bist..

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25. Januar 2008 um 10:02
In Antwort auf lachataine

Wenn
ihr relativ in der nähe arbeitet und sie wieder so etwas sagt, wie: ich hab so viel zu tun..

dann würd ich immer so kleine witzchen machen, von wegen: jaja, xy wir wissen ja, dass du ein wenig langsam bist..

Ich
möchte es mir mit ihr auch nicht verscherzen. Schließlich müssen wir wahrscheinlich noch ein Weilchen zusammenarbeiten (ca. 30 Jahre). Mittlerweile reagiere ich aber gar nicht mehr darauf, wenn sie wieder anfängt, dass sie soooo viel Arbeit hat. Dann hört sie von selbst auf, wenn sie merkt, dass ich mit vom Bildschirm aufblicke.
Mein Chef hat auf jeden Fall durchblicken lassen ,dass er in Zukunft mehr auf mich setzen will, somit hat sie sich ins eigene Knie geschossen, wenn sie weniger verantwortungsvolle Jobs machen muss.

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25. Januar 2008 um 16:52
In Antwort auf nia_12866213

Ich
möchte es mir mit ihr auch nicht verscherzen. Schließlich müssen wir wahrscheinlich noch ein Weilchen zusammenarbeiten (ca. 30 Jahre). Mittlerweile reagiere ich aber gar nicht mehr darauf, wenn sie wieder anfängt, dass sie soooo viel Arbeit hat. Dann hört sie von selbst auf, wenn sie merkt, dass ich mit vom Bildschirm aufblicke.
Mein Chef hat auf jeden Fall durchblicken lassen ,dass er in Zukunft mehr auf mich setzen will, somit hat sie sich ins eigene Knie geschossen, wenn sie weniger verantwortungsvolle Jobs machen muss.

Na siehste
wie war das: gottes mühlen mahlen langsam?

dann ist dein chef ja aufmerksam..wenn irgendwann situationen kommen, in denen er jemanden braucht oder eben einen weniger, weißt du wie er sich entscheiden könnte

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