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Kündigung nach fünf Tagen aus fadenscheinigen Gründen

8. Februar 2011 um 19:02

Hallo,

ich habe Anfang letzter Woche eine Stelle in einem Teilbereich eines Hotels angetreten. Mit mir gemeinsam wurde noch eine weitere Kollegin für die gleiche Tätigkeit eingestellt. Ich war sehr motiviert und engagiert, zumal diese Stelle für mich eine ernsthafte berufliche Perspektive bedeutete und mir in diesem Zusammenhang auch Weiterentwicklungsmöglichkeite n in Aussicht gestellt worden sind.
Nach fünf Tagen hat mir der Leiter dieses Bereichs, der mich ursprünglich auch eingestellt hatte, gestern gekündigt mit dem Argument ich sei unfähig und könne nicht mit Gästen umgehen. Zitat: "Man muss auch mit zehn Gästen gleichzeitig umgehen können. Wir sind der Meinung, dass du das nicht packst. Du bist für die Gastronomie ungeeiget." (Ich muss dazu sagen, dass ich Quereinsteigerin bin und bisher weder in der Gastronomie noch an der Kasse gearbeitet habe. Ich komme ursprünglich aus einem anderen Bereich, was aber bereits aus meiner Bewerbung hervorging und von vornherein klar war.) Des weiteren behauptete er, Gäste und Mitarbeiter hätten sich über mich beschwert. Ich fragte ihn daraufhin, was genau vorgefallen sei und über was sich die Gäste genau beschwert hätten. Diese Frage stellte ich ihm insgesamt drei Mal, was er jedoch ignorierte. Ich fragte ihn außerdem, um welche Mitarbeiter es sich handelt, da ich mit diesen gerne noch einmal persönlich sprechen würde. Er antwortete, dass ich ja selber wissen müsse, mit wem ich zusammengearbeitet habe. (Das waren bisher nur zwei der Kollegen, mit den anderen hatte ich nur flüchtig zu tun).
Er sagte, er habe geglaubt, ich könne irgendwann die Führung übernehmen, zumal ich älter bin als die anderen Mitarbeiter und aufgrund dessen auch mehr Lebenserfahrung habe. Jetzt sei er aber der Meinung, man müsse eine Gastronomie-Ausbildung gemacht haben, um in diesem Bereich arbeiten zu können. Zitat: "Ich habe das unterschätzt."
Ferner meinte er, dass er sehr gestresst sei und jetzt auch noch zusätzlich belastet werde. Ich äußerte Verständnis für seine Situation. Auf der anderen Seite machte ich ihm aber auch klar, dass ich sehr schockiert bin, da ich mich in den fünf Tagen wirklich ins Zeug gelegt, nach bestem Wissen und Gewissen gearbeitet habe, offen für konstruktive Kritik bin und das ganze gerne nachvollziehen möchte.
Ich will mir keinen Heiligenschein aufsetzen. Möglicherweise ist auch etwas passiert, was mir nicht bewusst ist. Um was es genau geht bin ich jedoch, wie gesagt, nicht informiert worden. Natürlich habe ich auch an mir gezweifelt und mir den Kopf darüber zerbrochen, was passiert sein könnte, bin aber zu keinem Ergebnis gekommen. Ich habe niemanden beschimpft oder beleidigt o.ä.. Hätte ich das getan, hätte ich mir ja ins eigene Fleisch geschnitten. Ich war an der Tätigkeit sehr interessiert, engagiert, habe viele Fragen gestellt und war stets bemüht, freundlich und hilfsbereit zu sein, sowohl Mitarbeitern als auch Gästen gegenüber. Die Einarbeitung verlief am ersten Tag sehr gut und ich bekam am Ende auch ein positives Feedback. Für die darauffolgenden vier Tage wurde mir dann ein anderer Mitarbeiter zu Seite gestellt. Dieser reagierte oftmals genervt auf meine Fragen und antwortete meistens nur flüchtig. In administrative Tätigkeiten erhielt ich, trotz mehrfacher Nachfragen meinerseits, fast gar keine Einweisung. Mir ist es auch ein Rätsel, wie man nach nur fünf Tagen behaupten kann. dass jemand ungeeignet ist. Ich hatte doch überhaupt keine Chance!
Die Kündigung liegt mir in schriftlicher Form noch nicht vor. Der Chef hat mich für morgen nachmittag erneut zum Gespräch gebeten. Ich weiß nicht genau, wie ich mich jetzt verhalten soll. Ich bin mir, trotz weiterhin vorhandener Selbstzweifel, ziemlich sicher, dass er mich, aus irgendwelchen wie auch immer gearteten Gründen, rausmobben wollte. Ich möchte das jetzt nicht einfach so hinnehmen. Ich möchte ihm zunächst eine konstruktive e-mail schreiben, in der ich ihm vermittle, dass man mit Menschen so nicht umgeht. Ansonsten weiß ich nicht, was ich arbeitsrechtlich für Möglichkeiten habe. Habt Ihr soetwas ähnliches schonmal erlebt oder gehört? Wie seid Ihr damit umgegangen bzw. wie würdet Ihr damit umgehen?
Danke im Voraus für Eure Ratschläge.

Viele Grüße

Sina

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10. Februar 2011 um 7:28

Vermutlich bist du noch in der Probezeit
in der kann er dich ohne Angabe von Gründen kündigen. Kündigungsfrist ist glaube ich 14 Tage.

REde nochaml mit ihm und versuche ihm einen Standpunkt klar zu machen. Sag ihm das dr Job für dich wichtig ist und du überzeugt bist, das du es schaffst den Anforderungen gerecht zu werden wenn man dir eine Chance gibt.

Ich drücke dir die Daumen

LG
heiner

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