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Langeweile/ Unterforderung

1. September 2010 um 7:42

Guten Morgen,
ich bin noch neu hier. Wollte einfach mal hier über meine Probleme schreiben.

Seit November letzten Jahres habe ich einen neuen Arbeitsplatz gefunden. Angestellt wurde ich als BTA (Biologisch Technische Assistentin) in Vollzeit.

Ziemlich früh stellte sich jedoch heraus, dass die Tätigkeiten in meiner jetzigen Stelle schon sehr von meinem eigentlichen Beruf abweichen. Wäre ja auch eigentlich nicht so schlimm ... immerhin sollte man ja froh sein einen Platz gefunden zu haben.
Nun ist es aber so, dass ich mit den Aufgaben total unterfordert bin. Z.b gestalte ich draussen die Aushänge oder mache sonstige Burö- und Verwaltungsarbeiten. Mit diesen bin ich aber am Tag wenn es hoch kommt ca. 1 Std. beschäftigt. Den Rest des Tages (also dann noch 7-8 Std.) bringe ich also mehr oder weniger tatenlos rum. Nebenbei verwalte ich noch ein bissl die Bibliothek bei uns, aber da kommen zur Zeit 4-8 Leute in der Woche..
Es ist ja nicht so dass ich nichts machen will, nur es gibt wirklich nicht mehr was ich tun kann. Frage schon immer meinen Chef und meine Kolleginnen.

Zur Zeit ist es für mich einfach nur der Horror. Ich merke immer mehr, wie mich diese Situation innerlich kaputt macht. Habe mittelerweile eine Barriere aufgebaut, dadurch bin ich meist sehr angespannt und habe kaum noch das Gefühl ich selbst zu sein..
Es ist auch schwer mit Freunden/ Familie darüber zu reden. Die meisten denken sich wohl, dass es mal ganz angenehm sei, nichts zu tun zu haben auf der Arbeit. Aber wie es wirklich in mir aussieht momentan versteht wohl keiner so wirklich.

Ca. ein 3/ 4 Jahr werde ich hier noch Arbeiten (Stelle ist befristet). Auch wenn es irgendwann mal ein Ende hat, bin ich im Moment einfach an einem Tiefpunkt angekommen. Habe auch schonmal überlegt zu meinem Hausarzt zu gehen. Bin mir da aber total unsicher.. Aber irgendwie brauche ich Unterstützung/ Hilfe um diese 8 Monate zu überstehen..

Liebe Grüße,
Anni

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17. September 2010 um 12:22

Mir gehts ähnlich
Hallo Anni,

das Problem kenne ich, bei mir auf Arbeit ist oft auch Langeweile u. Warten, dass die Zeit vergeht angesagt.

Und es ist wirklich so, dass wer das nicht selbst erlebt, das gar nicht nachfühlen kann, wie blöd u. nutzlos man sich fühlt. Zum Glück arbeite ich nur Teilzeit , meine größte Sorge ist aber, dass man sich nichts mehr zutraut, wenn man nie richtig gefordert wird.

Ich vermisse meine Kollegen von der früheren Arbeitsstelle so! Hier habe ich nur 1 Kollegin, die nicht wirklich kommunikativ ist u. Chef, na ja...ganz schön öde.
Außerdem ist es für mich sehr schwer eine Alternative zu finden. Ich muß weiter durch, wegen dem Geld.

Du hast vielleicht nach dem 3/4 Jahr Aussicht auf Veränderung - Viel Glück!

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22. September 2010 um 15:57

Mir gehts genauso
Du sprichst mir aus der Seele. ich bin seit 3 Monaten dort. Das ist mein erster Job nach meiner Ausbildung und ich hatte mich sehr darauf gefreut zumal ich in der Ausbildung auch nichts zu tun hatte. Leider musste ich auch schon nach einer Woche feststellen, dass ich nichts zu tun habe und unterfordert bin (und ich mag meinen Teamkollegen nicht mit dem ich ein Büro teile). Ich habe auch nur max. 1-2 Stunden (Kleinigkeiten) zu tun. Den Rest des Tages langweile ich mich. Auch meine Kollegen haben nur (wenn überhaupt) Kleinigkeiten. Ich habe auch schon alle Ordner neu beschriftet, geordnet, alles mögliche sortiert aufgeräumt etc. Die Kollegen hier gehen alle sehr distanziert miteinander um. Ich habe schon mit meinem Chef gesprochen, aber es hat sich noch nichts geändert. Das mit der Angst, irgentwann nicht mehr Leistungsfähig zu sein oder zu "verblöden" kenne ich.

Es ist horror. Ich bin sehr frustriert und traurig. Morgens mag ich schon nicht zur Arbeit gehn und es kostet mich jeden Tag viel überwindung weil ich weiß, das ich langeweile habe. Ich weiß auch nicht was ich will (berufsmäßig) Ich würde gerne was eigenes machen. Die momentane Situation macht mir sehr zu schaffen und meine Laune ist ständig im Keller. Ich glaube, ich befinde mich in sonem Teufelskreis. Meine Beziehung leider darunter. Ich weiß nicht wie es weiter gehen soll. Hoffentlich finde ich bald eine neue Aufgabe/ Job.

Ich kann dich sehr gut verstehen und würd mich freuen wenn wir hier weiter schreiben.

LG Ace

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25. September 2010 um 12:19

Hallo Anni,
nutze die Zeit, die Du hast, um Dir eine Nachfolgerbeit zu suchen,
mach, wenn Du nicht ausgelastet bist, nach Feirabend eine Weiterbildung.
Hol Dir Handbücher und beshäftige Dich mit PC Programmen, die Du immer braucht.
Deine Angst begründet sich doch darauf, das Du aus dieser Arbeit nichts mitnehmen kannst, außer Kästen zu gestalten und die Büchereikarteien zu führen.
Der kannst Du entgegentreten, indem Du etwas für die Zukunft tust!

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22. Dezember 2016 um 23:38
In Antwort auf morgan_11889962

Guten Morgen,
ich bin noch neu hier. Wollte einfach mal hier über meine Probleme schreiben.

Seit November letzten Jahres habe ich einen neuen Arbeitsplatz gefunden. Angestellt wurde ich als BTA (Biologisch Technische Assistentin) in Vollzeit.

Ziemlich früh stellte sich jedoch heraus, dass die Tätigkeiten in meiner jetzigen Stelle schon sehr von meinem eigentlichen Beruf abweichen. Wäre ja auch eigentlich nicht so schlimm ... immerhin sollte man ja froh sein einen Platz gefunden zu haben.
Nun ist es aber so, dass ich mit den Aufgaben total unterfordert bin. Z.b gestalte ich draussen die Aushänge oder mache sonstige Burö- und Verwaltungsarbeiten. Mit diesen bin ich aber am Tag wenn es hoch kommt ca. 1 Std. beschäftigt. Den Rest des Tages (also dann noch 7-8 Std.) bringe ich also mehr oder weniger tatenlos rum. Nebenbei verwalte ich noch ein bissl die Bibliothek bei uns, aber da kommen zur Zeit 4-8 Leute in der Woche..
Es ist ja nicht so dass ich nichts machen will, nur es gibt wirklich nicht mehr was ich tun kann. Frage schon immer meinen Chef und meine Kolleginnen.

Zur Zeit ist es für mich einfach nur der Horror. Ich merke immer mehr, wie mich diese Situation innerlich kaputt macht. Habe mittelerweile eine Barriere aufgebaut, dadurch bin ich meist sehr angespannt und habe kaum noch das Gefühl ich selbst zu sein..
Es ist auch schwer mit Freunden/ Familie darüber zu reden. Die meisten denken sich wohl, dass es mal ganz angenehm sei, nichts zu tun zu haben auf der Arbeit. Aber wie es wirklich in mir aussieht momentan versteht wohl keiner so wirklich.

Ca. ein 3/ 4 Jahr werde ich hier noch Arbeiten (Stelle ist befristet). Auch wenn es irgendwann mal ein Ende hat, bin ich im Moment einfach an einem Tiefpunkt angekommen. Habe auch schonmal überlegt zu meinem Hausarzt zu gehen. Bin mir da aber total unsicher.. Aber irgendwie brauche ich Unterstützung/ Hilfe um diese 8 Monate zu überstehen..

Liebe Grüße,
Anni

Hallo liebe Anni und liebe Community,
um gegen Langeweile anzukämpfen, gibt es genügend Möglichkeiten. Die Seite
http://bit.ly/langeweile-im-büro
hilft mir sehr langweilige Momente zu überbrücken.
Der Newsletter ist sehr zu empfehlen. Ab und an wenn ich meine E-Mails checke,
werde ich mit Aberwitzigen Dingen überrascht, die mir dann sofort wieder Glückliche
Laune bereiten. Für Leute, die Langeweile-im-Büro haben, gibt es super Bürospiele und Streiche die einfach ein gutes Arbeitsklima fördern.
Allgemein wird das Thema Langeweile behandelt und sehr viele Maßnahmen vorgestellt. Viele Witzige Videos, Tipps und Spiele lassen die Langeweile ins Jenseits befördern. Ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen.
Viele Grüße
Sven Steinert

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