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Mein Chef bringt mich psychisch an den Rand der Verzweiflung

10. Februar 2014 um 11:06

Hai,

ich weiß nicht mehr was ich machen soll und hoffe, dass ihr mir einen Rat geben könnt.

Seit knapp 4 Jahren mache ich eine Ausbildung zur Mediengestalterin [1 Jahr Praktikum]. Am Anfang war ich alleine mit meinem Chef, was viele Probleme mit sich brachte. Er tat so, als sei ich seine feste Freundin, [Ich hatte damals einen Freund und auch keinerlei Interesse an meinem Chef!] lud mich zu sich ein, kam mir zu nah und versuchte mich andauernd zu küssen, zu massieren oder der Gleichen.

Da es meine erste Arbeitsstelle war dachte ich, dass das weitestgehend normal sei, erzählte es zwar meinen Eltern und Freunden, aber nahm deren negative Reaktion darauf eher als Überreaktion auf.

Nach und nach kamen dann JahrspraktikantINNEN [Er nimmt generell nur Frauen/Mädchen auf] dazu und ich dachte, dass es mir mit anderen Menschen im Rücken leichter fällt ihm auch Kontra zu geben; aber leider ging es diesen Mädchen wie mir - doch sie hatten das Glück einfach gehen zu können, was die meisten auch taten; bis auf eine, die schmiss er raus, weil sie nicht alles tat, was er von ihr verlangte.

Ich redete mit der IHK, der Agentur für Arbeit und anderen Ausbildungsbetrieben; keiner konnte oder wollte mir helfen. Sie sagten nur, dass ich meinen Chef erst 3x 'ermahnen' muss, damit etwas getan werden konnte. Ich konnte/kann mit diesem Menschen aber nicht reden; er beharrt auf seine Meinung und sein Empfinden, jeder muss so denken und handeln wie er. Niemand hält es mit ihm aus; aber da ich von dieser Ausbildung abhängig bin, traue ich mich nicht einfach zu gehen, so wie die z.B. die Praktikantinnen.

Aber je länger ich hier war, desto schlechter ging es mir psychisch, da er auch ein sehr penibler und meiner Meinung nach aggressiver Mensch ist. Man darf generell keine Fehler machen - obwohl ich in der Ausbildung bin - und wird echt mies fertig gemacht, wenn man nur zu 99% alles richtig macht. Er erwartet auch sehr sehr viel, z.B. dass man Überstunden freiwillig und ohne Ausgleich macht, am Wochenende arbeitet oder privaten Kram für ihn erledigt etc.

Es fing an, dass ich Nachts nicht mehr richtig schlafen konnte, Angst vorm nächsten Tag hatte, mir schlecht wurde, ich nicht mehr aufhören konnte zu weinen etc. - Im Moment ist es so schlimm, dass ich nicht mehr essen kann vor Angst und Stress.

Seit ca. 1 1/2 Jahren bin ich beim Psychologen, der mir auch hilft; nur leider werden die Probleme auf der Arbeit immer größer und ich merke, dass meine Psyche sich auf meine körperliche Verfassung ausprägt.

Jetzt ist meine Frage, ob man sich deswegen vom Hausarzt krankschreiben lassen kann - Mein Psychologe sagte mir, dass dies nur ein Psychiater machen kann; der einem dann aber auch Medikamente aufschreiben wird. Ich möchte keine Medikamente nehmen, einfach nur wieder Leben können, ohne Angst und ohne jeden Gedanken an die Arbeit und meinen Chef zu verschwenden.

Falls es möglich ist sich krankschreiben zu lassen, weiß ich nicht, ob ich das meiner Kollegin antuen kann; sie wäre dann hier alleine, so wie ich am Anfang und das ist der Horror !

Was denkt ihr, was soll ich tun ?

Danke für eure Antworten !

Xo M

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21. Februar 2014 um 22:23

AU-nur eine Kurzfristige Lösung...
Hey
klar kannst du dich deswegen Krankschreiben lassen entweder vom Hausarzt, reine Psychologen dürfen das meines Wissens nach nicht, oder du lässt dich zu einem
Facharzt für Psychiatrie überweisen.
Psychiater klingt immer so fies, aber keine Angst das heißt nicht das du mit Medikamenten vollgestopft wirst, dafür muss er erstmal eine Diagnose stellen, insofern es eine gibt.
Für z.B. eine kurzzeitige depressive Verstimmung gibts keine Anti Depressiva, wenn doch ist das nicht gerade seriös 0.o
Ausserdem dauert es eh einige bis viele Wochen bis Psychopharmaka wirken( der Gehirnstoffwechsel ändert sich ja nicht von heut auf morgen).
Eine Krankschreibung ist allerding nur eine vorrübergehende Maßnahme, wenn du denkst du musst einfach mal aus der Situation raus um den Kopf frei zu bekommen, ansonsten geht ja nach 1 bis 2 Wochen der Spaß auf deiner Arbeit wieder von vorne los, denn dein Chef ändert sich dadurch ja nicht.
Vielleicht könntest du im Falle einer Krankschreibung aber mal überlegen ob du die Kraft noch hast den Rest der Ausbildung
durchzuhalten und dann in eine andere Agentur( heißt das so bei euch?) zu wechseln, oder ob du deine Ausbildung eventuell woanders beenden kannst( IHK als Ansprechpartner?).

ich könnte dir noch so viele Erfahrungen erzählen zum Thema
furchtbare Ausbildung(zum Glück jetzt nicht mehr) bzw zum Thema Psychodocs in dem Zusammenhang.
falls Bedarf an Ratschlägen besteht melde dich gern!

Liebe Grüße
der Mops

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30. März 2014 um 9:23

..
Unglaublich dass es noch solche Männer gibt.aber Krankschreiben ist keine Lösung auf die Dauer..

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26. Mai 2014 um 14:03

Ohne Worte
Dein Anliegen ist schon eine Weile her, viell. gehts Dir auch schon besser. Du scheinst wirklich sehr rücksichtsvoll zu sein, z.B. Deiner Kollegin gegenüber, sie nicht alleine lassen zu wollen. An Deiner Stelle würde ich ganz dringend eine neue Stelle suchen und ihm dann so schnell wie möglich die Kündigung vor die Nase knallen. So etwas ist einfach nur unmenschlich!
Viell. hast Du auch schon was neues gefunden...

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