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Mein "Chef" ist unfähig

10. Mai 2018 um 12:39

Hallo,

schreibe hier, weil ich mich momentan in einer für mich sehr belastenden Situation befinde. Vor einigen Monaten haben wir einen neuen Chef bekommen.
Ich arbeite als Lehrerin an einer Schule sprich mein Chef ist Schulleiter.
Sowohl wir "ganz unten" also auch die "Chefs" werden hier also nicht nach Fähigkeit, sondern anderen (sehr fraglichen!) Kriterien ausgesucht. Wer kennt sie nicht, die unfähigen Lehrer, die nur wegen den Ferien Lehrer geworden sind... genausoeiner ist mein Chef! Nur dass er eben noch mehr kaputt macht, weil er eine ganze Schule unter seinen Fittichen hat!

Während wir bis abends arbeiten, Unterricht vorbereiten, seine Fehler privat versuchen aufzufangen, macht er pünktlich mit den Schülern Feierabend. Und daheim macht er auch nichts mehr. Die Schule geht den Bach herunter, jeder (auch Schüler und Eltern) macht, was er will. Vor Vorgesetzten werden wir von ih dann auch noch schlecht geredet.
Will gar nicht in Details gehen... acht mich total wütend:
Meinen Kollegen (die, die ihren Beruf Ernst nehmen!!!) geht es ähnlich.

Am liebsten würde ich einfach "Fick dich!" rufen und gehen... geht aber auch nicht, da ich dann keinen Job habe und ich daheim die Hauptverdienerin bin. Mich woanders hin versetzen zu lassen, dauert ewig... wie alles im öffentlichen Dienst.

Ich halte es nicht mehr aus!

Mich macht es fertig, wie einer mit seiner Unfähigkeit so viel kaputt machen kann. Nicht nur das Leben vom Kollegium, sondern auch das, der Kinder, die wir unterrichten.

Mittlerweile trage ich vieles davon auch mit heim. Jeden Tag bin ich schlecht gelaunt, , reagiere wegen jeder Art von Kritik empfindlich, motze nur noch tum... aber daheim versteht mich niemand. Klar. keiner arbeitet im selben Beruf wie ich. In der freien Wirtschaft kann man sich einfach woanders bewerben und wenn man Glück hat, klappt es.
Werde abgefertigt mit Aussagen wie "Ach... anderen geht es schlimmer. Die haben Krebs, müssen Todesfälle verarbeiten..." Es versteht niemand, wie mich eine berufliche Situation so dermaßen belasten kann. Egoistisch wäre ich. Finde ehrlich gesagt nicht, dass ich das bin. Den ganzen Tag muss ich an andere denken und mache das ja auch gerne. Hab mir den Beruf schließlich selbst ausgesucht.... aber darf man dabei nicht mehr an sein eigenes Wohlbefinden denken? Ich glaube, meine Beziehung steht mittlerweile auch auf der Kippe und zwar WEGEN DIESEM SCHWEIN VON VORGESETZTEN!

Da ich mich noch in der Probe befinde, kann ich auch nicht einfach mal sagen, ich gehe in psyhologische Behandlung. Die Behilfe sieht das und meine ganze Zukunft wäre gefährdet.
Vor allem sehe ich das auch irgendwie nicht ein, denn der Grund, warum ich so scheiße drauf bin ist ein unfähiger Vorgesetzter und nicht ich selbst!

So... Hilfe werde ich vermutlich keine kriegen, aber wenigstens habe ich mich mal ausgekotzt.

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10. Mai 2018 um 17:40

Ja. Die sind dran.
Er dreht es nur auch bei seinen Vorgesetzten immer so, als wären wir die "bösen", die ihn nur rausekeln wollen.
Auch direkt angesprochen wurde es bereits.
Seine Antwort darauf: Betretenes Schweigen, umdrehen, gehen.
 

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