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Missglückter Berufseinstieg nach Wirtschaftsrecht-Studium, Arbeitssuchend nach Studium

Letzte Nachricht: 17:48
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gudula_48268599
08.12.23 um 17:14

Hallo, 

ich habe eine abgeschlossene Ausbildung zur Rechtsanwaltsfachangestellten. Im Anschluss habe ich auf dem zweiten Bildungsweg das Fachabitur nachgeholt und dann Wirtschaftsrecht studiert. Der Abschluss war im Juni 2021. Seither hatte ich ein paar Monate eine befristete Tätigkeit in dem Bereich. Seit dem Ende der Tätigkeit bin ich seit bald 2 Jahren arbeitssuchend. Ich hatte einige Angebote, aber die haben mir letztendlich aus verschiedenen Gründen nicht zugesagt, sodass ich abgelehnt habe. Seit gut einem 3/4 Jahr erhalte ich nur noch Absagen. 

Ich wohne deshalb seit Ende des Studiums wieder bei meiner Mutter. Das ist oft sehr anstrengend. Ich spüre, dass ich nichts wirklich wert bin wenn ich arbeitslos in meinem Zimmer sitze und nach Jobs suche. Dabei fühle ich mich selbst schon schlecht genug, denn ich habe hart für diesen Abschluss gearbeitet und mich auch sehr persönlich entwickelt. Jetzt bin ich gefühlt 1000 Schritte zurückgeworfen und bin eine arbeitslose Akademikerin. Und das mit einem eigentlich sehr guten Studium, das viele Perspektiven hat. 

Das Ende meines Studiums war zudem auch sehr stressig. Es war mitten in der Corona-Zeit. Vorlesungen und Prüfungen online Zuhause und auch die Bachelorarbeit ohne Rücksprache mit Betreuern. In dieser Zeit war ich natürlich auch schon recht zurückgezogen und habe alles zuhause am Schreibtisch erledigt. Die paar Monate Arbeit danach waren auch im Home-Office. Auch war ich vermehrt Zuhause und nicht mehr an meinem Studienort. Da meine Schwester psychische Probleme hatte und ich das Gefühl hatte, ich müsste mich darum kümmern, weil meine Eltern damit überfordert waren. 

Plötzlich war das Studium dann zuende. Einen Master-Platz habe ich dann doch wieder abgelehnt, weil mir das von den Inhalten nicht zugesagt hat, der Ort hat mir nicht gefallen und den Einführungstag vorab fand ich sehr unsympathisch. Zudem hatte ich mich bereits zuvor beworben und dort eher die Konkurrenz zum Staatsexamen Jura festgestellt und nicht zwischen Bachelor und Master. 

Ich versuche alles. Ich habe mir selbst beim Jobcenter zwei Beratungstermine organisiert. Dort wurde ich gefragt, was man denn als Wirtschaftsjurist so macht. Dementsprechend kam da keine Hilfe. Dann hatte ich ein Berufliches Coaching. Auch hier sehr viel Passivität und den Ratschlag einfach irgendwo anzufangen. Fraglicher Tipp, wenn ich jetzt nur noch Absagen erhalte. Ich bewerbe mich regelmäßig, oft sagen mir die Stellen aber auch nicht zu. Auch Initiativbewerbungen versuche ich. 

Oft höre ich von den Arbeitgebern erst nach Wochen etwas. Das zieht sich alles so extrem. Jetzt ist schon wieder Jahresende. Auch Zuhause die Situation ist einfach nur nervig. Ich bin 29, ohne Arbeit und wohne daheim. Ich hole mich regelmäßig aus dem Jammer-Modus. Aber oft schlägt es wirklich hart zu und dann bin ich enttäuscht und traurig, sauer und wütend. 

Kann mir jemand helfen? Ich bin für jeden Tipp dankbar. Oft fühle ich mich so, als übersehe ich das offensichtliche. Aber ich komme nicht dahinter. 

Danke und Liebe Grüße an alle!








 

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det92
det92
11.12.23 um 9:20

Naja, je nach Abschluss, muss man manchmal vielleicht einen Schritt zurückgehen um im Nachgang in den gewünschten Bereich zu kommen. Also Firmen, Gehältern oder Berufsbezeichnungen eine Chance zu geben, die auf den ersten Blick unsexy klingen. Wenn du dann gut bist, kriegst deine Chance schon. 😉

Bin absoluter Laie im rechtlichen Bereich, aber als Außenstehender könnte man halt auf den Trichter kommen, dass Wirtschaftskanzleien und Rechtsabteilungen der wirklich großen Firmen, Volljuristen bevorzugen, die eine Rolle am Gericht oder bei der Staatsanwaltschaft etc. ablehnen.

Vielleicht ist es daher ratsam, den Indeedfilter mal auf kleinere Städte deines Bundeslandes oder Nachbarländer auszurichten. Oder aber du meldest dich mal wieder in den ner alten Firma. Eine letzte Idee wäre noch, mit Praktika die Füße in Türen zu rammen.
 



 

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gudula_48268599
11.12.23 um 10:30
In Antwort auf det92

Naja, je nach Abschluss, muss man manchmal vielleicht einen Schritt zurückgehen um im Nachgang in den gewünschten Bereich zu kommen. Also Firmen, Gehältern oder Berufsbezeichnungen eine Chance zu geben, die auf den ersten Blick unsexy klingen. Wenn du dann gut bist, kriegst deine Chance schon. 😉

Bin absoluter Laie im rechtlichen Bereich, aber als Außenstehender könnte man halt auf den Trichter kommen, dass Wirtschaftskanzleien und Rechtsabteilungen der wirklich großen Firmen, Volljuristen bevorzugen, die eine Rolle am Gericht oder bei der Staatsanwaltschaft etc. ablehnen.

Vielleicht ist es daher ratsam, den Indeedfilter mal auf kleinere Städte deines Bundeslandes oder Nachbarländer auszurichten. Oder aber du meldest dich mal wieder in den ner alten Firma. Eine letzte Idee wäre noch, mit Praktika die Füße in Türen zu rammen.
 



 

Danke für deine Antwort.

Stimmt ja, ich gebe sämtlichen Berufsbezeichnungen eine Chance. Da suche ich sehr breit. Auch habe ich eine normale Gehaltsvorstellung, wäre auch ok, wenn es darunter liegt. 

Das mit den Volljuristen ist völlig richtig. Dies war auch ein Grund gegen ein Master-Studium. Dennoch ist mir das eigentlich akutell egal, denn ich möchte nicht zu einem der ganz großen Arbeitgeber. Auch eine Arbeit in der Kanzlei schließe ich aus, da es sich dort um eine reine Zuarbeit handelt, weil ich selbst nicht vor Gericht auftreten kann. Aber wie gesagt das ist ok, da ich nicht in einer Kanzlei arbeiten möchte und nicht bei den ganz großen. 

Daher habe ich auch bereits in kleineren Orten geschaut. Das ist mir auch viel lieber, da ich nicht unbedingt in die großen Städte möchte und ein Leben auf dem Land bevorzuge. Dort sind auch tolle Unternehmen wo ich mich auch fürs Produkt interessiere, dort habe ich Initiativbewerbungen hin geschickt. Meine alte Firma schließe ich aus, auf die bin ich schon nach meinem Praxissemester zugegangen und nochmal möchte ich das nicht tun. Dort bin ich auch mit dem Grund des Masters gegangen. Das wäre mich jetzt doch unangenehm. Außerdem hat es mir dort nicht gut gefallen. Praktika ist halt auch so eine Sache, irgendwann möchte ich eine normale Arbeit haben. Wenn ich mich jetzt auch noch nach Praktika umsehe und mich darauf bewerbe, also ich weiß auch nicht ... 

Mein Wunsch: Ein kleiners Unternehmen, Rechtsabteilung, schöner Ort 

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det92
det92
11.12.23 um 11:26

Ja gut wenn das alles eh schon versucht hast, wird es wohl am Anfang auf ungeliebte Zuarbeit/Praktika hinauslaufen...

Das du bei kleinen/mittleren Firmen im Moment noch nicht ganz oben auf der Liste bist, könnte an der Berufserfahrung hängen. Die haben ja meist nur ein oder 2 Leute in der Rechtsabteilung.

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mascha11
mascha11
11.12.23 um 21:34
In Antwort auf gudula_48268599

Hallo, 

ich habe eine abgeschlossene Ausbildung zur Rechtsanwaltsfachangestellten. Im Anschluss habe ich auf dem zweiten Bildungsweg das Fachabitur nachgeholt und dann Wirtschaftsrecht studiert. Der Abschluss war im Juni 2021. Seither hatte ich ein paar Monate eine befristete Tätigkeit in dem Bereich. Seit dem Ende der Tätigkeit bin ich seit bald 2 Jahren arbeitssuchend. Ich hatte einige Angebote, aber die haben mir letztendlich aus verschiedenen Gründen nicht zugesagt, sodass ich abgelehnt habe. Seit gut einem 3/4 Jahr erhalte ich nur noch Absagen. 

Ich wohne deshalb seit Ende des Studiums wieder bei meiner Mutter. Das ist oft sehr anstrengend. Ich spüre, dass ich nichts wirklich wert bin wenn ich arbeitslos in meinem Zimmer sitze und nach Jobs suche. Dabei fühle ich mich selbst schon schlecht genug, denn ich habe hart für diesen Abschluss gearbeitet und mich auch sehr persönlich entwickelt. Jetzt bin ich gefühlt 1000 Schritte zurückgeworfen und bin eine arbeitslose Akademikerin. Und das mit einem eigentlich sehr guten Studium, das viele Perspektiven hat. 

Das Ende meines Studiums war zudem auch sehr stressig. Es war mitten in der Corona-Zeit. Vorlesungen und Prüfungen online Zuhause und auch die Bachelorarbeit ohne Rücksprache mit Betreuern. In dieser Zeit war ich natürlich auch schon recht zurückgezogen und habe alles zuhause am Schreibtisch erledigt. Die paar Monate Arbeit danach waren auch im Home-Office. Auch war ich vermehrt Zuhause und nicht mehr an meinem Studienort. Da meine Schwester psychische Probleme hatte und ich das Gefühl hatte, ich müsste mich darum kümmern, weil meine Eltern damit überfordert waren. 

Plötzlich war das Studium dann zuende. Einen Master-Platz habe ich dann doch wieder abgelehnt, weil mir das von den Inhalten nicht zugesagt hat, der Ort hat mir nicht gefallen und den Einführungstag vorab fand ich sehr unsympathisch. Zudem hatte ich mich bereits zuvor beworben und dort eher die Konkurrenz zum Staatsexamen Jura festgestellt und nicht zwischen Bachelor und Master. 

Ich versuche alles. Ich habe mir selbst beim Jobcenter zwei Beratungstermine organisiert. Dort wurde ich gefragt, was man denn als Wirtschaftsjurist so macht. Dementsprechend kam da keine Hilfe. Dann hatte ich ein Berufliches Coaching. Auch hier sehr viel Passivität und den Ratschlag einfach irgendwo anzufangen. Fraglicher Tipp, wenn ich jetzt nur noch Absagen erhalte. Ich bewerbe mich regelmäßig, oft sagen mir die Stellen aber auch nicht zu. Auch Initiativbewerbungen versuche ich. 

Oft höre ich von den Arbeitgebern erst nach Wochen etwas. Das zieht sich alles so extrem. Jetzt ist schon wieder Jahresende. Auch Zuhause die Situation ist einfach nur nervig. Ich bin 29, ohne Arbeit und wohne daheim. Ich hole mich regelmäßig aus dem Jammer-Modus. Aber oft schlägt es wirklich hart zu und dann bin ich enttäuscht und traurig, sauer und wütend. 

Kann mir jemand helfen? Ich bin für jeden Tipp dankbar. Oft fühle ich mich so, als übersehe ich das offensichtliche. Aber ich komme nicht dahinter. 

Danke und Liebe Grüße an alle!








 

Hallo du Liebe, 

Ich kann dich voll und ganz verstehen.  Es ist wirklich frustrierend längere Zeit arbeitssuchend zu sein trotz Studium und Ausbildung. Aber hier schon mal ein erster Tipp: gib nicht auf. Auch wenn die Motivation zu Ende geht, du musst dran bleiben und dich weiter bewerben.


Ob ein Masterstudium zum jetzigen Zeitpunkt Sinn macht? Ich würde sagen nein. Es ist jetzt prioritär ins Berufsleben einzusteigen.

Und da sehe ich 2 Möglichkeiten: du könntest dich auf Stellen bewerben als Rechtsanwaltsfachangestellte oder auf Stellen als Wirtschaftsjurist. Hier musst du allerdings schauen, dass die Stelle als Berufseinsteiger oder ohne Detailkenntnisse ausgeschrieben ist. 
Unabhängig, ob Privatwirtschaft oder im öffentlichen Dienst.

Einfach immer und immer wieder bewerben. Und nicht nur auf dem Portal vom Jobcenter. Nutze alle Möglichkeiten im Internet. 

Du wirst das schaffen.
Dass du dich selbst immer wieder aufbaust und rausholst ist wichtig, weil anders geht es nicht. 

Ich weiß, es ist ab manchen Tagen schwer zu verstehen, warum es einfach nicht klappt, aber irgendwann wird es klappen. So war es bei mir auch. 


Dass du viel im Home Office gearbeitet hast und das Studium durch Corona zu einem Online-Studium wurde, sehe ich nicht als problematisch.  Du hast ja von deinem Schreibtisch aus alles
geschafft. Das zeigt, dass du gut organisiert bist.

Ich drücke dir die Daumen !
 

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gudula_48268599
12.12.23 um 8:59
In Antwort auf det92

Ja gut wenn das alles eh schon versucht hast, wird es wohl am Anfang auf ungeliebte Zuarbeit/Praktika hinauslaufen...

Das du bei kleinen/mittleren Firmen im Moment noch nicht ganz oben auf der Liste bist, könnte an der Berufserfahrung hängen. Die haben ja meist nur ein oder 2 Leute in der Rechtsabteilung.

ich hoffe das lässt sich irgendwie vermeiden

Ja die Berufserfahrung... Verstehe ich ja auch. Wobei mir die Leute beim Arbeitsamt gesagt haben, ich hätte ja welche und auch nicht wenig. 3 Jahre Ausbildung, 1/2 Jahr Praxissemester und 4 Monate befristete Projektmitarbeit nach dem Studium (bis der Master begonnen hätte). 

Ich bin ja niemand, der nach dem Abi in der Uni war und jetzt arbeiten will. Vor einem Jahr hatte ich auch ein Angebot dort die Rechtsabteilung allein zu machen. Das habe ich dann abgelehnt, weil ich mir das nicht ganz zugetraut habe. Vielleicht war das ein Fehler. Aber dort war auch sehr viel Englisch: teilweise Unternehmenssprache und alle Verträge international. Verhandlungen mit Kunden auch auf Englisch. Da dachte ich halt noch lasse ich lieber mal, weil das gar nicht meins ist und finde noch was anderes. Möchte damit nur deutlich machen, dass mir das zugetraut wurde als Einsteigerin. 

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gudula_48268599
12.12.23 um 9:22
In Antwort auf mascha11

Hallo du Liebe, 

Ich kann dich voll und ganz verstehen.  Es ist wirklich frustrierend längere Zeit arbeitssuchend zu sein trotz Studium und Ausbildung. Aber hier schon mal ein erster Tipp: gib nicht auf. Auch wenn die Motivation zu Ende geht, du musst dran bleiben und dich weiter bewerben.


Ob ein Masterstudium zum jetzigen Zeitpunkt Sinn macht? Ich würde sagen nein. Es ist jetzt prioritär ins Berufsleben einzusteigen.

Und da sehe ich 2 Möglichkeiten: du könntest dich auf Stellen bewerben als Rechtsanwaltsfachangestellte oder auf Stellen als Wirtschaftsjurist. Hier musst du allerdings schauen, dass die Stelle als Berufseinsteiger oder ohne Detailkenntnisse ausgeschrieben ist. 
Unabhängig, ob Privatwirtschaft oder im öffentlichen Dienst.

Einfach immer und immer wieder bewerben. Und nicht nur auf dem Portal vom Jobcenter. Nutze alle Möglichkeiten im Internet. 

Du wirst das schaffen.
Dass du dich selbst immer wieder aufbaust und rausholst ist wichtig, weil anders geht es nicht. 

Ich weiß, es ist ab manchen Tagen schwer zu verstehen, warum es einfach nicht klappt, aber irgendwann wird es klappen. So war es bei mir auch. 


Dass du viel im Home Office gearbeitet hast und das Studium durch Corona zu einem Online-Studium wurde, sehe ich nicht als problematisch.  Du hast ja von deinem Schreibtisch aus alles
geschafft. Das zeigt, dass du gut organisiert bist.

Ich drücke dir die Daumen !
 

Hallo mascha, 

Danke für deinen lieben Beitrag und deine aufmunternden Worte. Das tut sehr gut!  

Ich bin dort angekommen wo ich hin wollte, aber durch diesen Bruch fühlt es sich an wie ein Absturz nach ganz unten. Aber ja, ich gebe nicht auf. Mir reicht ja ein Job und den wird es irgendwo geben. 

Ja, der Master ist aktuell vom Tisch. Das würde das ganze nur weiter raus schieben und Lust habe ich darauf auch nicht. 

Ich bewerbe mich auf Stellen für die ich mein Studium benötige. Die Rechtsanwaltsfachangestellte ist aktuell außen vor. Vielleicht wird das der absolute Notnagel. Ich habe mich auch auf Einsteiger-Stellen beworben, leider auch hier Absagen. Ich denke es wird jetzt auch die leider große Lücke sein. Aber mein Lebenslauf zuvor war bis auf die Ferien immer lückenlos. Das lief immer wie am Schnürchen. Es fällt mir halt auch schwer diese Lücke dann wirklich zu begründen. Es sind halt doch zwei Jahre. Orientierung und Bewerbungsphase nimmt einem da auch keiner mehr wirklich ab. Ich habe dann das Gefühl, die denken mit mir könnte etwas nicht stimmen oder ich war krank und sind dann skeptisch. Dazu kommt, was soll man da Kollegen mal erzählen, was man zuletzt gemacht hat? 

Ich nutze die Seite der Agentur für Arbeit, Stepstone, Xing, Linkedin, gelegentlich Indeed und Google Jobs. Problem ist auch, dass ich die Stellen oft nicht spannend finde. Häufig liegt das daran, dass es Automobilhersteller sind oder Maschinenbauunternehmen. Damit kann ich wenig anfangen und ich wünsche mir auch etwas mit dem Produkt anfangen zu können. Daher jetzt auch vermehrt Initiativbewerbungen. 

Ich versuche mich immer wieder auf das zu besinnen was ich erreicht habe und dass mir das auch diese Lücke nicht nehmen kann und es bald klappen wird. Aber in den schlechten Momenten ist es halt echt mies. Da frage ich mich ob ich überhaupt noch was kann, rechtlich ändert sich viel und die Lücke ist mir auch unangenehm/peinlich. Es ist jetzt nicht mehr so perfekt wie es mal war. Privat läuft natürlich auch nicht so viel, wenn man wieder zuhause wohnt und auf Unterstützung angewiesen ist. Da fühle ich mich wirklich oft dümmer als je zuvor und als habe ich richtig versagt, um das mal direkt zu sagen. 

Das stimmt! Es lief auch im Home-Office super. Allerdings habe ich dadurch natürlich auch viel allein gearbeitet. Das wären dann jetzt so ca. 4 Jahre, die ich hier an meinem Tisch allein gearbeitet habe. Irgendwie denke ich manchmal auch ich könnte jetzt soziale Probleme haben und habe auch Sorge ob es wirklich klappt wieder in einem Büro zu sitzen mit anderen ganz normal. Verstehst du wie ich meine? Vielleicht spinne ich mir aber auch was zusammen. Trotzdem ist der Schritt nach einer Arbeitslosigkeit zurück ja schon groß und dann noch das. Ich fühle mich leider so als stehe ich vor einem riesigen Berg. 

Nochmal vielen Dank für deinen Beitrag. Es hilft wirklich sehr, wenn jemand die Lage nachvollziehen kann. 
 

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mascha11
mascha11
13.12.23 um 10:49
In Antwort auf gudula_48268599

Hallo mascha, 

Danke für deinen lieben Beitrag und deine aufmunternden Worte. Das tut sehr gut!  

Ich bin dort angekommen wo ich hin wollte, aber durch diesen Bruch fühlt es sich an wie ein Absturz nach ganz unten. Aber ja, ich gebe nicht auf. Mir reicht ja ein Job und den wird es irgendwo geben. 

Ja, der Master ist aktuell vom Tisch. Das würde das ganze nur weiter raus schieben und Lust habe ich darauf auch nicht. 

Ich bewerbe mich auf Stellen für die ich mein Studium benötige. Die Rechtsanwaltsfachangestellte ist aktuell außen vor. Vielleicht wird das der absolute Notnagel. Ich habe mich auch auf Einsteiger-Stellen beworben, leider auch hier Absagen. Ich denke es wird jetzt auch die leider große Lücke sein. Aber mein Lebenslauf zuvor war bis auf die Ferien immer lückenlos. Das lief immer wie am Schnürchen. Es fällt mir halt auch schwer diese Lücke dann wirklich zu begründen. Es sind halt doch zwei Jahre. Orientierung und Bewerbungsphase nimmt einem da auch keiner mehr wirklich ab. Ich habe dann das Gefühl, die denken mit mir könnte etwas nicht stimmen oder ich war krank und sind dann skeptisch. Dazu kommt, was soll man da Kollegen mal erzählen, was man zuletzt gemacht hat? 

Ich nutze die Seite der Agentur für Arbeit, Stepstone, Xing, Linkedin, gelegentlich Indeed und Google Jobs. Problem ist auch, dass ich die Stellen oft nicht spannend finde. Häufig liegt das daran, dass es Automobilhersteller sind oder Maschinenbauunternehmen. Damit kann ich wenig anfangen und ich wünsche mir auch etwas mit dem Produkt anfangen zu können. Daher jetzt auch vermehrt Initiativbewerbungen. 

Ich versuche mich immer wieder auf das zu besinnen was ich erreicht habe und dass mir das auch diese Lücke nicht nehmen kann und es bald klappen wird. Aber in den schlechten Momenten ist es halt echt mies. Da frage ich mich ob ich überhaupt noch was kann, rechtlich ändert sich viel und die Lücke ist mir auch unangenehm/peinlich. Es ist jetzt nicht mehr so perfekt wie es mal war. Privat läuft natürlich auch nicht so viel, wenn man wieder zuhause wohnt und auf Unterstützung angewiesen ist. Da fühle ich mich wirklich oft dümmer als je zuvor und als habe ich richtig versagt, um das mal direkt zu sagen. 

Das stimmt! Es lief auch im Home-Office super. Allerdings habe ich dadurch natürlich auch viel allein gearbeitet. Das wären dann jetzt so ca. 4 Jahre, die ich hier an meinem Tisch allein gearbeitet habe. Irgendwie denke ich manchmal auch ich könnte jetzt soziale Probleme haben und habe auch Sorge ob es wirklich klappt wieder in einem Büro zu sitzen mit anderen ganz normal. Verstehst du wie ich meine? Vielleicht spinne ich mir aber auch was zusammen. Trotzdem ist der Schritt nach einer Arbeitslosigkeit zurück ja schon groß und dann noch das. Ich fühle mich leider so als stehe ich vor einem riesigen Berg. 

Nochmal vielen Dank für deinen Beitrag. Es hilft wirklich sehr, wenn jemand die Lage nachvollziehen kann. 
 

Du hast die richtige Vorgehensweise.  Okay, also du suchst nach Stellen, die beim Wirtschaftsrecht angesiedelt sind. Die Stellen sollten für Berufseinsteiger geeignet sein.

Hast du denn schon alles abgegrast bei der Suche? Also Bewerbungen überall hingeschickt? Zum Beispiel im Auswärtigen Amt, Bundesbehörden, Finanzamt, Landesbehörden, usw. Lasse nichts unversucht. 

Wir haben in Deutschland aktuell Fachkräftemangel. Daher hast du richtig gute Chancen. Es werden gerade bei den Behörden viele Leute gesucht.

Versuche es auch da. 

Lass nochmal jemanden drüber lesen über deine Bewerbung (Rechtschreibung,  Formulierungen), ggf. passe das Anschreiben an, orientiere dich dabei im Internet. Schicke die Bewerbung erst ab, wenn du nochmal drüber gelesen hast und zufrieden bist mit der Wortwahl und du die Bewerbung selbst super findest. 

Ich habe meine Bewerbungen immer online verschickt. Gar nicht mehr in Papierform.

Natürlich sind die 2 Jahre doof, aber kein Weltuntergang. Das sollte kein Problem sein. Und 2 Jahre sind besser als 3 oder 4. So ist das.

Halte mich gerne auf dem Laufenden.🙂

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gudula_48268599
13.12.23 um 11:12
In Antwort auf mascha11

Du hast die richtige Vorgehensweise.  Okay, also du suchst nach Stellen, die beim Wirtschaftsrecht angesiedelt sind. Die Stellen sollten für Berufseinsteiger geeignet sein.

Hast du denn schon alles abgegrast bei der Suche? Also Bewerbungen überall hingeschickt? Zum Beispiel im Auswärtigen Amt, Bundesbehörden, Finanzamt, Landesbehörden, usw. Lasse nichts unversucht. 

Wir haben in Deutschland aktuell Fachkräftemangel. Daher hast du richtig gute Chancen. Es werden gerade bei den Behörden viele Leute gesucht.

Versuche es auch da. 

Lass nochmal jemanden drüber lesen über deine Bewerbung (Rechtschreibung,  Formulierungen), ggf. passe das Anschreiben an, orientiere dich dabei im Internet. Schicke die Bewerbung erst ab, wenn du nochmal drüber gelesen hast und zufrieden bist mit der Wortwahl und du die Bewerbung selbst super findest. 

Ich habe meine Bewerbungen immer online verschickt. Gar nicht mehr in Papierform.

Natürlich sind die 2 Jahre doof, aber kein Weltuntergang. Das sollte kein Problem sein. Und 2 Jahre sind besser als 3 oder 4. So ist das.

Halte mich gerne auf dem Laufenden.🙂

Von diesem Fachkräftemangel spüre ich leider wenig. Ich bin aus Bayern und suche in Bayern und Baden-Württemberg, aber auch nicht komplett. Eher in den Regionen Allgäu, Bodenseekreis, zwischen Stuttgart und München, und in der Region unterhalb München bis zur Grenze. Ich möchte lieber aufs Land und nicht in große Städte. Ich habe auch Behörden im Blick, die in diesen Gegenden liegen, aber dort wollen sie Volljuristen. Da ist mein Studium glaube ich noch nicht angekommen und da haben sie ihre Tarifverträge wo sich wohl nur Volljuristen einsortieren lassen. Ich habe mich auch schon auf Volljuristen-Stellen beworben, weil ich nichts unversucht lassen wollte. Immer Absage natürlich. Daher lasse ich das jetzt. Das hält nur auf. 

Ich habe meine Unterlagen in der Zeit immer mal etwas optimiert. Mein Vermittler beim Jobcenter hat sie sich durchgesehen und meinte es wären die besten Unterlagen die er je gesehen hätte. Ich habe mir ein Musteranschreiben gemacht und das passe ich je nach Bewerbung individuell an. Aber manche Teile sind ja immer gleich. Der Lebenslauf ist super und meine Anlagen sind auch ordentlich. 

Ich sende auch alles online. 
 

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mascha11
mascha11
13.12.23 um 11:48
In Antwort auf gudula_48268599

Von diesem Fachkräftemangel spüre ich leider wenig. Ich bin aus Bayern und suche in Bayern und Baden-Württemberg, aber auch nicht komplett. Eher in den Regionen Allgäu, Bodenseekreis, zwischen Stuttgart und München, und in der Region unterhalb München bis zur Grenze. Ich möchte lieber aufs Land und nicht in große Städte. Ich habe auch Behörden im Blick, die in diesen Gegenden liegen, aber dort wollen sie Volljuristen. Da ist mein Studium glaube ich noch nicht angekommen und da haben sie ihre Tarifverträge wo sich wohl nur Volljuristen einsortieren lassen. Ich habe mich auch schon auf Volljuristen-Stellen beworben, weil ich nichts unversucht lassen wollte. Immer Absage natürlich. Daher lasse ich das jetzt. Das hält nur auf. 

Ich habe meine Unterlagen in der Zeit immer mal etwas optimiert. Mein Vermittler beim Jobcenter hat sie sich durchgesehen und meinte es wären die besten Unterlagen die er je gesehen hätte. Ich habe mir ein Musteranschreiben gemacht und das passe ich je nach Bewerbung individuell an. Aber manche Teile sind ja immer gleich. Der Lebenslauf ist super und meine Anlagen sind auch ordentlich. 

Ich sende auch alles online. 
 

Das klingt dich schon mal alles ganz gut. 

Du musst dich vielleicht mehr auf Stellen konzentrieren, die ein größeres Spektrum abgreifen. Also, wenn z.B. steht, dass sich neben Volljuristen auch Wirtschaftsrechtler oder Volkswirte bewerben können, da sollten deine Chancen besser stehen. Aber vielleicht machst du das auch schon. 

Wenn du lieber aufs Land bzw. in eine kleinere Stadt möchtest, dann ist das völlig okay. 

Ich schätze, es war einfach noch nichts dabei in der Gegend. Ich würde daher empfehlen den Umkreis zu vergrößern, falls möglich. Das kann schon eine Menge bewirken. 

Ansonsten denke ich, machst du das ganz toll und vorbildlich mit deiner Bewerbung. Genau, dass Musterschreiben solltest du natürlich immer verwenden, eventuell mit kleinen Anpassungen. So macht man das auch.



 

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gudula_48268599
13.12.23 um 12:39
In Antwort auf mascha11

Das klingt dich schon mal alles ganz gut. 

Du musst dich vielleicht mehr auf Stellen konzentrieren, die ein größeres Spektrum abgreifen. Also, wenn z.B. steht, dass sich neben Volljuristen auch Wirtschaftsrechtler oder Volkswirte bewerben können, da sollten deine Chancen besser stehen. Aber vielleicht machst du das auch schon. 

Wenn du lieber aufs Land bzw. in eine kleinere Stadt möchtest, dann ist das völlig okay. 

Ich schätze, es war einfach noch nichts dabei in der Gegend. Ich würde daher empfehlen den Umkreis zu vergrößern, falls möglich. Das kann schon eine Menge bewirken. 

Ansonsten denke ich, machst du das ganz toll und vorbildlich mit deiner Bewerbung. Genau, dass Musterschreiben solltest du natürlich immer verwenden, eventuell mit kleinen Anpassungen. So macht man das auch.



 

Ja, ich bewerbe mich auch auf Stellen, die für Volljuristen / Wirtschaftsjuristen ausgeschrieben sind. Aber wie gesagt, es ist ja schön, wenn ich mal so eine Stelle finde. Aber dann bei einem Unternehmen, das irgendwelche Autoteile oder sonst was macht. Ich weiß, irgendwann hört es auf wählerisch zu sein und man muss ja nicht für immer da bleiben. Aber irgendwie interessiert mich das einfach überhaupt nicht und dann bin ich nicht motiviert. Ich bewerbe mich dann, aber das hat zu Absagen geführt. 

Vielleicht liegt das auch an der Demotivation. So ein richtiges Wow empfinde ich nicht mehr wenn ich die Anzeigen durchlese. Ich hab auch Sorge, dass es mich fürs Studium interessiert hat aber nicht um in diesem Bereich wirklich zu arbeiten. Weil eigentlich hat mich von Anfang an keine Stelle wirklich interessiert. Darum habe ich Anfangs auch noch einiges abgelehnt, weil ich dachte da kommt was für mich passenderes. Andererseit war es mein absolutes Wunsch-Studium und meine einzige Hochschulbewerbung. 

Deshalb habe ich auch jetzt mit Initiativbewerbungen gestartet, weil mich da das Unternehmen und das Produkt interessiert und wenn ich da etwas rechtlichen machen dürfte, wäre das so klasse! Ein paar sind aktuell noch offen, von ein paar habe ich Absagen erhalten. 

Ja klar, soweit es für mich dann noch in Frage kommt, habe ich den Umkreis und die Region immer wieder mal angepasst. 
 

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det92
det92
13.12.23 um 15:20
In Antwort auf gudula_48268599

Von diesem Fachkräftemangel spüre ich leider wenig. Ich bin aus Bayern und suche in Bayern und Baden-Württemberg, aber auch nicht komplett. Eher in den Regionen Allgäu, Bodenseekreis, zwischen Stuttgart und München, und in der Region unterhalb München bis zur Grenze. Ich möchte lieber aufs Land und nicht in große Städte. Ich habe auch Behörden im Blick, die in diesen Gegenden liegen, aber dort wollen sie Volljuristen. Da ist mein Studium glaube ich noch nicht angekommen und da haben sie ihre Tarifverträge wo sich wohl nur Volljuristen einsortieren lassen. Ich habe mich auch schon auf Volljuristen-Stellen beworben, weil ich nichts unversucht lassen wollte. Immer Absage natürlich. Daher lasse ich das jetzt. Das hält nur auf. 

Ich habe meine Unterlagen in der Zeit immer mal etwas optimiert. Mein Vermittler beim Jobcenter hat sie sich durchgesehen und meinte es wären die besten Unterlagen die er je gesehen hätte. Ich habe mir ein Musteranschreiben gemacht und das passe ich je nach Bewerbung individuell an. Aber manche Teile sind ja immer gleich. Der Lebenslauf ist super und meine Anlagen sind auch ordentlich. 

Ich sende auch alles online. 
 

Naja das Alpenvorland und die Bodenseeregion sind die mit Abstand beliebtesten Regionen in ganz Deutschland.

Franken, die Oberpfalz und Niederbayern haben auch verdammt schöne Ecken.

Firmen hingegen fällt es wesentlich schwerer Leute zu finden...


 

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gudula_48268599
13.12.23 um 17:42
In Antwort auf det92

Naja das Alpenvorland und die Bodenseeregion sind die mit Abstand beliebtesten Regionen in ganz Deutschland.

Franken, die Oberpfalz und Niederbayern haben auch verdammt schöne Ecken.

Firmen hingegen fällt es wesentlich schwerer Leute zu finden...


 

danke det für deinen Hinweis. Da werde ich auch mal noch nachsehen.

Auch wenn es mich jetzt dann langsam wirklich verrückt macht. Ständig suchen, abwarten, zweifeln, Ungewissheit, Angst. 
 

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saskia81007hh
saskia81007hh
30.12.23 um 12:41
In Antwort auf gudula_48268599

Hallo, 

ich habe eine abgeschlossene Ausbildung zur Rechtsanwaltsfachangestellten. Im Anschluss habe ich auf dem zweiten Bildungsweg das Fachabitur nachgeholt und dann Wirtschaftsrecht studiert. Der Abschluss war im Juni 2021. Seither hatte ich ein paar Monate eine befristete Tätigkeit in dem Bereich. Seit dem Ende der Tätigkeit bin ich seit bald 2 Jahren arbeitssuchend. Ich hatte einige Angebote, aber die haben mir letztendlich aus verschiedenen Gründen nicht zugesagt, sodass ich abgelehnt habe. Seit gut einem 3/4 Jahr erhalte ich nur noch Absagen. 

Ich wohne deshalb seit Ende des Studiums wieder bei meiner Mutter. Das ist oft sehr anstrengend. Ich spüre, dass ich nichts wirklich wert bin wenn ich arbeitslos in meinem Zimmer sitze und nach Jobs suche. Dabei fühle ich mich selbst schon schlecht genug, denn ich habe hart für diesen Abschluss gearbeitet und mich auch sehr persönlich entwickelt. Jetzt bin ich gefühlt 1000 Schritte zurückgeworfen und bin eine arbeitslose Akademikerin. Und das mit einem eigentlich sehr guten Studium, das viele Perspektiven hat. 

Das Ende meines Studiums war zudem auch sehr stressig. Es war mitten in der Corona-Zeit. Vorlesungen und Prüfungen online Zuhause und auch die Bachelorarbeit ohne Rücksprache mit Betreuern. In dieser Zeit war ich natürlich auch schon recht zurückgezogen und habe alles zuhause am Schreibtisch erledigt. Die paar Monate Arbeit danach waren auch im Home-Office. Auch war ich vermehrt Zuhause und nicht mehr an meinem Studienort. Da meine Schwester psychische Probleme hatte und ich das Gefühl hatte, ich müsste mich darum kümmern, weil meine Eltern damit überfordert waren. 

Plötzlich war das Studium dann zuende. Einen Master-Platz habe ich dann doch wieder abgelehnt, weil mir das von den Inhalten nicht zugesagt hat, der Ort hat mir nicht gefallen und den Einführungstag vorab fand ich sehr unsympathisch. Zudem hatte ich mich bereits zuvor beworben und dort eher die Konkurrenz zum Staatsexamen Jura festgestellt und nicht zwischen Bachelor und Master. 

Ich versuche alles. Ich habe mir selbst beim Jobcenter zwei Beratungstermine organisiert. Dort wurde ich gefragt, was man denn als Wirtschaftsjurist so macht. Dementsprechend kam da keine Hilfe. Dann hatte ich ein Berufliches Coaching. Auch hier sehr viel Passivität und den Ratschlag einfach irgendwo anzufangen. Fraglicher Tipp, wenn ich jetzt nur noch Absagen erhalte. Ich bewerbe mich regelmäßig, oft sagen mir die Stellen aber auch nicht zu. Auch Initiativbewerbungen versuche ich. 

Oft höre ich von den Arbeitgebern erst nach Wochen etwas. Das zieht sich alles so extrem. Jetzt ist schon wieder Jahresende. Auch Zuhause die Situation ist einfach nur nervig. Ich bin 29, ohne Arbeit und wohne daheim. Ich hole mich regelmäßig aus dem Jammer-Modus. Aber oft schlägt es wirklich hart zu und dann bin ich enttäuscht und traurig, sauer und wütend. 

Kann mir jemand helfen? Ich bin für jeden Tipp dankbar. Oft fühle ich mich so, als übersehe ich das offensichtliche. Aber ich komme nicht dahinter. 

Danke und Liebe Grüße an alle!








 

Du musst selber viel aktiver werden!

Du bist eine arbeitslose Akademikerin! Seit 2 Jahren. Wenn Du noch länger arbeitslos bist, ist Dein akademischer Abschluss bald nichts mehr wert!

Du musst Dich bei den Bewerbungen sehr viel breiter aufstellen, auch auf Angebote reagieren, die Dir im ersten Moment nicht zusagen!
Und Du musst Dich auch von zu Hause lösen und Dich weit entfernt von zu Hause bewerben!

Im Moment weißt Du nur, wo Du überall nicht arbeiten willst!

Such Dir eine Arbeit, auch wenn sie Dir im ersten Moment nicht zusagt! Denn Du brauchst berufliche Erfahrung, um in Deinem Zweig, den Du anstrebst, unterzukommen!

Warte nicht mit den Bewerbungen! Jedes Quartal kommen 1000 neue Konkurentinnen für Dich hinzu, die gerade frisch mit dem Studium fertig sind, die sehr viel jünger sind als Du und dadurch auch bessere Chancen auf den Einstieg in die Arbeitswelt haben!

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gudula_48268599
31.12.23 um 10:03
In Antwort auf saskia81007hh

Du musst selber viel aktiver werden!

Du bist eine arbeitslose Akademikerin! Seit 2 Jahren. Wenn Du noch länger arbeitslos bist, ist Dein akademischer Abschluss bald nichts mehr wert!

Du musst Dich bei den Bewerbungen sehr viel breiter aufstellen, auch auf Angebote reagieren, die Dir im ersten Moment nicht zusagen!
Und Du musst Dich auch von zu Hause lösen und Dich weit entfernt von zu Hause bewerben!

Im Moment weißt Du nur, wo Du überall nicht arbeiten willst!

Such Dir eine Arbeit, auch wenn sie Dir im ersten Moment nicht zusagt! Denn Du brauchst berufliche Erfahrung, um in Deinem Zweig, den Du anstrebst, unterzukommen!

Warte nicht mit den Bewerbungen! Jedes Quartal kommen 1000 neue Konkurentinnen für Dich hinzu, die gerade frisch mit dem Studium fertig sind, die sehr viel jünger sind als Du und dadurch auch bessere Chancen auf den Einstieg in die Arbeitswelt haben!

Hallo, 

danke, dass du es mir nochmals so deutlich vor Augen geführt hast. Ist ja nicht so, dass es mir nicht selbst bewusst ist. 

Ich bin aktiv. Sehr sogar. Wie das noch aktiver gehen soll, weiß ich gerade nicht. Ich warte auch nicht mit den Bewerbungen, keine Ahnung was du damit sagen willst. Weiß auch nicht warum mein Abschluss bald nichts mehr wert sein soll. Wenn man aufgrund von Krankheit ausfällt oder ein Sabbatical macht, hat man am Ende der Zeit auch noch seinen Abschuss in der Tasche. 

Ich habe erwähnt, dass ich mich nicht nur in der Rechtsbranche bewerbe, auch auf BWL-Stellen. Ich denke das meinst du mit "breiter aufstellen". Das hat aber bisher auch nicht geklappt. Ich sende ansonsten Bewerbungen in verschiedene Unternehmen und Kanzleien. In den öffentlichen Dienst will ich nicht. Kann ja sein, dass ich mich weiter weg bewerben sollte. Aber ich möchte nunmal nicht in größeren Städten leben. Selbst wenn es da dann klappen sollte, würde ich nicht dort hin gehen. Das trägt auch zum Wohlgefühl bei und für mich ist das nichts. 

Ja doch, ich weiß wo ich gerne arbeiten will. Daher sende ich jetzt auch vermehrt Initiativbewerbungen und dort wo ich mich sonst bewerbe, das wäre für mich auch interessant. Ich sagte ja - Unternehmen, Kanzlei. 

Ich glaub auch nicht, dass ich für einen Einstieg in meinen gewünschten Bereichen jetzt zu alt wäre. 
 

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mascha11
mascha11
31.12.23 um 12:00

Ich finde es gut, dass du dich jetzt auch initiativ bewirbt. Vielleicht hast du Glück.

Es ist schon viel Zeit vergangen, da musst du aufpassen mit der Demotivation. Na klar, es ist nicht einfach und auch psychisch enorm belastend, aber von alleine passiert nichts bei der Arbeitssuche. Du musst noch weiter dranbleiben. 

Wenn du erstmal einen Schritt ins Unternehmen oder Kanzlei gemacht hast, wird vieles leichter. Der ganze Druck fällt dann auch weg.
Ich drücke dir beide Daumen 

 

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guterjunge
31.12.23 um 19:28
In Antwort auf gudula_48268599

Hallo, 

danke, dass du es mir nochmals so deutlich vor Augen geführt hast. Ist ja nicht so, dass es mir nicht selbst bewusst ist. 

Ich bin aktiv. Sehr sogar. Wie das noch aktiver gehen soll, weiß ich gerade nicht. Ich warte auch nicht mit den Bewerbungen, keine Ahnung was du damit sagen willst. Weiß auch nicht warum mein Abschluss bald nichts mehr wert sein soll. Wenn man aufgrund von Krankheit ausfällt oder ein Sabbatical macht, hat man am Ende der Zeit auch noch seinen Abschuss in der Tasche. 

Ich habe erwähnt, dass ich mich nicht nur in der Rechtsbranche bewerbe, auch auf BWL-Stellen. Ich denke das meinst du mit "breiter aufstellen". Das hat aber bisher auch nicht geklappt. Ich sende ansonsten Bewerbungen in verschiedene Unternehmen und Kanzleien. In den öffentlichen Dienst will ich nicht. Kann ja sein, dass ich mich weiter weg bewerben sollte. Aber ich möchte nunmal nicht in größeren Städten leben. Selbst wenn es da dann klappen sollte, würde ich nicht dort hin gehen. Das trägt auch zum Wohlgefühl bei und für mich ist das nichts. 

Ja doch, ich weiß wo ich gerne arbeiten will. Daher sende ich jetzt auch vermehrt Initiativbewerbungen und dort wo ich mich sonst bewerbe, das wäre für mich auch interessant. Ich sagte ja - Unternehmen, Kanzlei. 

Ich glaub auch nicht, dass ich für einen Einstieg in meinen gewünschten Bereichen jetzt zu alt wäre. 
 

Hey
Nein, Panik brauchst du nicht zu haben, aber ich würde einen Schritt weiter gehen und einen Job, zB in der Gastronomie annehmen oder einer anderen Banche, die händeringend auch nicht ganz fachliches Personal einstellt. 

Wäre ein klares Signal, auch an dein Umfeld, dass du den relativen Ernst der Lage begriffen hast ... und Bewerbungen aus einem Arbeitsverhältnis heraus  sehen in jedem Fall besser aus als immer größere Lücken in der Erwerbskarriere...

Daumen gedrückt, best, Rob

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M
milwarr
25.01.24 um 14:43

Um ehrlich zu sein, scheint es mir, dass es jetzt überhaupt nicht relevant ist, Anwalt zu sein. Wir müssen uns im digitalen Bereich weiterentwickeln, das gilt jetzt mehr denn je. Wenn es Probleme bei der Entwicklung eines bestimmten Produkts gibt, würde ich Ihnen persönlich nur dringend empfehlen, Ihre Aufmerksamkeit auf diese  -Website zu lenken, da Sie hier die beste Lösung finden können.

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downhomegirl
downhomegirl
15:10

Also ich denke auch, dass es irgendwann klappen wird bei deinen Qualifikationen. Ich hatte auch mal so eine Lücke im Lebenslauf, ich habe dann Sachen hinein geschoben, die ich in Wahrheit davor oder danach gemacht habe, für die ich aber keine Belege habe oder haben muss, und die auch ein wenig aufgebauscht. Also Praktika, Aushilfen, Selbststudium, vor allem Sprachen... Ich muss aber auch leider sagen, beim ersten richtigen Job darfst du nicht zu wählerisch sein, die Hauptsache ist ja nur, dort ein bis zwei Jahre durchzuhalten. Und das wird ganz bestimmt klappen. Ich wünsche dir ganz viel Glück für deine Zukunft!

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mascha11
mascha11
17:48

Hallo Fragestellerin,

Was ich noch an Tipps habe: 

1. Auf passende Stellen bewerben, die deiner Qualifikation entsprechen
2. wie der Vorschreiber schon erwähnte, darfst du nicht zu wählerisch sein
3. Gute fachliche Vorbereitung für das Vorstellungsgespräch 
4. Während der Wartezeit Zusatzqualifikationen erwerben

Vielleicht hat es ja inzwischen auch schon geklappt.

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