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Missglückter Wechsel in Halbtagsjob

15. November 2017 um 12:49

Hallo,

vielleicht gibt es hier Gleichgesinnte? Ich habe den Job gewechselt, weil ich in meinem alten Job zwar sehr gut verdient habe, aber unglücklich war (Tätigkeit hat mir nicht gepasst und ich war privat auch sehr stark belastet und wollte daher mehr Zeit für mich haben). Der neue Job sollte halbtags und flexibel einteilbar sein (im Vertrag steht 20 Stunden / Woche).

Nun ist es so, dass der Arbeitgeber zusätzlich freiberufliche Tätigkeit verlangt (als Dozent für Weiterbildungen) und freiberufliche Vertriebstätigkeit (zur Vermarktung der Weiterbildungsangebote), sowie Anwesenheit im Büro von 9-19 Uhr. Der Arbeitsvertrag ist auf drei Jahre befristet und aktuell läuft noch eine Probezeit.

Der Job selbst ist schon recht spärlich vergütet, aber die freiberufliche Tätigkeit noch schlechter. Sodass ich nun de facto Vollzeit arbeite, Halbzeit verdiene und Tätigkeiten ausübe, die weder meinem Arbeitsvertrag noch meiner Qualifikation entsprechen.

Was würdet ihr machen? 3 Jahre aussitzen und runterschlucken? Den Arbeitsvertrag leben und gucken was passiert (Kündigung riskieren?)

Ich bin jetzt 2 Monate hier und extra für den Job hierher gezogen. Andere Jobs gibt es in dieser Stadt in dem Bereich nicht, sodass ich wieder umziehen müsste, um einen anderen Job anzunehmen.

Würde mich über Erfahrungen und Tipps freuen.

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15. November 2017 um 14:08

Ich hab mal eine ähnliche SItuation gehabt - ich habe geringfügig gearbeitet und meine Chefin hat am Anfang gesagt, dass ich ab und zu auch was zuhause machen müsste (unbezahlt) und vielleicht würde es auch ein paar interessante Projekte geben, wo ich in meiner Frezeit mitarbeiten könnte, etc. Ich hab mich darauf eingelassen und vorallem sobald die Probezeit vorbei war fing es an, dass immer mehr und mehr unbezahlt von mir gefordert wurde.
Im Prinzip wirst du dann die Blöde sein, die es mit sich machen lässt und in immer schlimmere und schlimmere Situationen gerät. Am Ende habe ich das Doppelte meiner Stundenanzahl gratis gemacht und bin dann auch noch zum Dank dafür angeschrien worden, wenn ich mir herausnehmen wollte, zu fragen, ob ich nicht jetzt nachdem ich meine Bereitschaft gezeigt habe, offiziell mehr Stunden arbeiten könnte, damit das was ich mache, besser bezahlt ist.

Ich glaube Arbeitgeber, die solche Stellen anbieten, wissen ganz genau, dass die Arbeit der letzte Dreck ist und sind bewusst auf Leute aus, die einfach alles mit sich machen lassen. Je länger du in der Arbeit bleibst, desto schlechter wirst du behandelt werden - es wird in der Firma wahrscheinlich auch eine sehr starke Mitarbeiterfluktuation geben.

Für mich war es einfach zu kündigen und mir in der gleichen Stadt was Neues zu suchen. In deiner Situation wäre es sicher besser das Spiel so lange mitzuspielen, bis du etwas Neues woanders gefunden hast.

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22. November 2017 um 11:10

Wieso sollst Du 3 Jahre aussitzen? Und eine Probezeit ist ja genau dazu da um festzustellen, ob es passt. Wenn es jetzt schon so los geht, würde ich schnell weiter suchen. Vielleicht gibt es ja auch andere Alternativen, an die Du jetzt noch gar nicht denkst.

 

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22. November 2017 um 22:05
In Antwort auf happilyworking

Hallo,

vielleicht gibt es hier Gleichgesinnte? Ich habe den Job gewechselt, weil ich in meinem alten Job zwar sehr gut verdient habe, aber unglücklich war (Tätigkeit hat mir nicht gepasst und ich war privat auch sehr stark belastet und wollte daher mehr Zeit für mich haben). Der neue Job sollte halbtags und flexibel einteilbar sein (im Vertrag steht 20 Stunden / Woche).

Nun ist es so, dass der Arbeitgeber zusätzlich freiberufliche Tätigkeit verlangt (als Dozent für Weiterbildungen) und freiberufliche Vertriebstätigkeit (zur Vermarktung der Weiterbildungsangebote), sowie Anwesenheit im Büro von 9-19 Uhr. Der Arbeitsvertrag ist auf drei Jahre befristet und aktuell läuft noch eine Probezeit.

Der Job selbst ist schon recht spärlich vergütet, aber die freiberufliche Tätigkeit noch schlechter. Sodass ich nun de facto Vollzeit arbeite, Halbzeit verdiene und Tätigkeiten ausübe, die weder meinem Arbeitsvertrag noch meiner Qualifikation entsprechen.

Was würdet ihr machen? 3 Jahre aussitzen und runterschlucken? Den Arbeitsvertrag leben und gucken was passiert (Kündigung riskieren?)

Ich bin jetzt 2 Monate hier und extra für den Job hierher gezogen. Andere Jobs gibt es in dieser Stadt in dem Bereich nicht, sodass ich wieder umziehen müsste, um einen anderen Job anzunehmen.

Würde mich über Erfahrungen und Tipps freuen.

Das hört sich gar nicht gut an. Ich würde schauen was anderes zu bekommen um dann zu kündigen. Zur Überbrückung würde ich da bleiben, aber nur das Arbeiten was vertraglich vereinbart ist. Du kannst nicht gezwungen werden weiterhin neben deiner Angestelltentätigkeit freiberuflich zu arbeiten.

 ich hatte mich in einer größeren Firma als Bürokauffrau beworben. Ich fing dort an und nach zwei Tagen meinte der Chef meinte er würde mich weiterhin behalten wenn ich freiberuflich für ihn arbeite  und ich solle kündigen , ansonsten würde er es tun. Ich bin daraufhin zum Arbeitsamt gegangen, und die meinten das wäre ein Härtefall.  Ich konnte kündigen ohne eine Sperre erhalten zu haben. Ich hatte Glück nach bereits 1,5 Wochen eine neue Stelle gefunden zu haben

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25. Oktober 2018 um 14:39
In Antwort auf caja1987

Das hört sich gar nicht gut an. Ich würde schauen was anderes zu bekommen um dann zu kündigen. Zur Überbrückung würde ich da bleiben, aber nur das Arbeiten was vertraglich vereinbart ist. Du kannst nicht gezwungen werden weiterhin neben deiner Angestelltentätigkeit freiberuflich zu arbeiten.

 ich hatte mich in einer größeren Firma als Bürokauffrau beworben. Ich fing dort an und nach zwei Tagen meinte der Chef meinte er würde mich weiterhin behalten wenn ich freiberuflich für ihn arbeite  und ich solle kündigen , ansonsten würde er es tun. Ich bin daraufhin zum Arbeitsamt gegangen, und die meinten das wäre ein Härtefall.  Ich konnte kündigen ohne eine Sperre erhalten zu haben. Ich hatte Glück nach bereits 1,5 Wochen eine neue Stelle gefunden zu haben

Glück gehabt. Ich habe den Chef damals angesprochen und er hat mich gekündigt. Ich habe dann vom Arbeitsamt eine Sperre erhalten und muss immer noch mit den finanziellen Folgen kämpfen. Habe dann erst nach 3,5 Monaten eine neue Anstellung in einer anderen Stadt gefunden. Dort bin ich jetzt auch zufrieden. Dennoch waren die letzten 12 Monate dadurch nicht einfach bis hierhin.

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