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Mitarbeitergespräch

Letzte Nachricht: 8. März um 22:41
P
piers_27142253
04.03.22 um 13:50

Hallo!

ich habe ein kleines Problem mit viele einerseits und anderseits.
Im Moment finden bei uns Gespräche statt und irgendwann komme ich dran. Es wurde mehrmals verschoben. Persönlich hatte ich noch nie in meinem Leben solchein Gespräch führen müssen. Das kenn ich irgendwie gar nicht. Deshalb weiß ich nicht, wie ich mich verhalten sollte.

Allerdings durch ein Kollege habe ich eine für mich wichtige Frage mitgenommen. Er wurde gefragt, wie es ihm gefällt im Betrieb. Und da liegt bei mir das Häschen im Pfeffer. Nämlich überhaupt nicht. Und da kommt das 'einerseits-anderseits'.
1. ich mag den Job
2. ich liebe meine Kollegen. Echt super
3. ich habe Spielraum, kein Druck, kein Stress
4. ich arbeite nur 3 Tage

anderseits und das ist etwas, was mich irgendwie doch leicht psychisch belastet.
1. Materialbeschaffung zwischen miserabel und ganz schlecht. Besorge ich nicht selber etwas (Reste bei Firmen) hätte ich nichts.
2. Maschinen, Kleingeräte. Hätte ich nicht von zuhause Maschinen mitgebracht, hätten wir für (im härtestens Fall) 52 Mitarbeiter keine Stichsäge, es hat 3 Monaten gedauert, um 2 Akkubohrer zu bekommen. Auch andere Geräte kommen nicht.
3. Platz. Wir sind etwa mit 25 Leute auf eine Stelle von etwa 150qm. Tische und Stühle nehmen natürlich entsprechend viel Raum weg.
4. keine Schränke für Material. Egal, was wir brauchen, es ist mühsam dafür zu kämpfen. Mittlerweile frage ich nicht mehr und ziehe meine 8 Std durch. Ich werde bezahlt und kündigen, werden sie mir mit Sicherheit nicht. Ich war nämlich der einzige, der sich auf die Stelle beworben hat. Wir suchen seit 5 Monaten noch einen Kollegen. Keiner bewirbt sich.

Das Problem ist, dass die Chefetage das Problem kennt. Meiner Meinung nach wird das nicht so ernst genommen, wie es wünschenswert wäre, sondern immer schön geredet. Also wäre das Thema fast überflüssig.

Dennoch von der Art der Arbeit bin ich nicht glücklich. Es erfüllt mich nicht. Ich habe für mich entschieden mindestens die zwei Jahren zu machen und dann gucken, ob ich meine Fremdsprache gut beherrsche und mich dann hinter der Grenze bewerbe. Ich Arbeit regelmäßig als freiwilliger Helfer nebenbei und lerne die Sprache. Also z. B. Ich wohne und arbeite in Flensburg und mache einen freiwilligen Werk in Sønderborg, um dänisch zu lernen. Und sollte der Vertag in 2 Jahren nicht verlängert werden, weil man ja nie weiß, würde ich dann über die Grenze auswandern.

Was passiert im schlimmsten Fall, wenn ich meine Unzufriedenheit zum Ausdruck bringe? Soll ich das überhaupt erwähnen? Eigentlich ist das Problem bekannt, nur ändern, wird sich das nicht.

liebe Grüße

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G
goldensun7
08.03.22 um 21:34

Hallo Piers, 

in deinem Fall würde ich für Ehrlichkeit plädieren. 

Am besten so wie du es hier geschrieben hast, erstmal das Lob und dann das Anliegen bzw. die konstruktive Kritik. Du kannst dies dann ja neutral formulieren. Wenn es sowieso bekannt ist, wie du schreibst, dann finde ich das legitim dies nochmals darzulegen, wer weiß, vielleicht ändert sich ja doch was. Und passieren kann dir, wie ich deinem Schreiben nach entnehme, meiner Meinung nach nicht allzu viel. Ich weiß natürlich nicht, wie bei euch das generelle Klima ist, natürlich kann ein Chef auch konstruktive Verbesserungsvorschläge in den falschen Hals bekommen, in diesem Falle liegt das Problem allerdings tiefer. 

Also ich würde mir da keine Sorgen machen und zum Wohl deiner Firma diesen Vorschlag nochmals anbringen. 

Viel Glück dabei, solltest du dich dafür entscheiden. 

LG
goldensun

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M
muenchener.ego
08.03.22 um 22:41

Wenn deine Ziele klar sind und die Zeit begrenzt ist, dann mach ein gutes Gesicht. Sag nichts großes. Sag was dir gefällt und dass du im allgemeinen zufrieden bist. Nicht zu viel ausplaudern. 2 Jahre sind nichts. Die sitzt du ab und lernst nebenbei die Sprache.  Viel Erfolg 

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