Forum / Job & Karriere

Muss ich mich für meinen Job schämen?

Letzte Nachricht: 14. Juni um 9:41
31.05.21 um 22:27

Hallo liebe Community,

ich arbeite als Betreuungskraft in einem Altenheim. Es hat Zeit gebraucht, dort wirklich anzukommen, weil ich anfangs sehr unsicher und etwas ängstlich war. Doch inzwischen - nach nun gut 2 Jahren - macht es mir Spaß. Ich arbeite in Teilzeit, weil es dort keine Vollzeitstelle für Betreuungskräfte gibt. Ich mache Gruppenangebote wie Gymnastik, Kegeln, Gedächtnistraining, etc. Ich gehe mit den Bewohnern spazieren, mache Spiele mit ihnen, helfe bei der Organisation von Feiern, mache Sterbebegleitung...

Leider gibt mir mein soziales Umfeld oft das Gefühl, dass es kein vollwertiger Job ist. Meine Eltern z.B. schämen sich dafür. Früher habe ich im Büro gearbeitet. Das war gar nichts für mich und mir wurde mehrmals gekündigt. Ihren Bekannten erzählen meine Eltern aber, dass ich immer noch im Büro arbeite.

Auch meine Bekannte vermitteln mir manchmal, dass ich im Prinzip beruflich nichts erreicht habe. Dass es ein Hilfsjob ist, für den man keine Ausbildung braucht, sondern nur eine Weiterbildung.

Ich muss zugeben, dass mich das zeitweise sehr runterzieht, nur als "Spieltante" oder "Hilfskraft" angesehen zu werden.

Wie seht ihr das?
Muss man sich tatsächlich für diesen Job schämen?

Liebe Grüße,
Serlina
 

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02.06.21 um 1:49
In Antwort auf

Hallo liebe Community,

ich arbeite als Betreuungskraft in einem Altenheim. Es hat Zeit gebraucht, dort wirklich anzukommen, weil ich anfangs sehr unsicher und etwas ängstlich war. Doch inzwischen - nach nun gut 2 Jahren - macht es mir Spaß. Ich arbeite in Teilzeit, weil es dort keine Vollzeitstelle für Betreuungskräfte gibt. Ich mache Gruppenangebote wie Gymnastik, Kegeln, Gedächtnistraining, etc. Ich gehe mit den Bewohnern spazieren, mache Spiele mit ihnen, helfe bei der Organisation von Feiern, mache Sterbebegleitung...

Leider gibt mir mein soziales Umfeld oft das Gefühl, dass es kein vollwertiger Job ist. Meine Eltern z.B. schämen sich dafür. Früher habe ich im Büro gearbeitet. Das war gar nichts für mich und mir wurde mehrmals gekündigt. Ihren Bekannten erzählen meine Eltern aber, dass ich immer noch im Büro arbeite.

Auch meine Bekannte vermitteln mir manchmal, dass ich im Prinzip beruflich nichts erreicht habe. Dass es ein Hilfsjob ist, für den man keine Ausbildung braucht, sondern nur eine Weiterbildung.

Ich muss zugeben, dass mich das zeitweise sehr runterzieht, nur als "Spieltante" oder "Hilfskraft" angesehen zu werden.

Wie seht ihr das?
Muss man sich tatsächlich für diesen Job schämen?

Liebe Grüße,
Serlina
 

Quatsch. Wss gibt es da zu schämen? Du machst was du kannst und dir spass macht. Du hilfst auch anderen. 

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02.06.21 um 1:49
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Hallo liebe Community,

ich arbeite als Betreuungskraft in einem Altenheim. Es hat Zeit gebraucht, dort wirklich anzukommen, weil ich anfangs sehr unsicher und etwas ängstlich war. Doch inzwischen - nach nun gut 2 Jahren - macht es mir Spaß. Ich arbeite in Teilzeit, weil es dort keine Vollzeitstelle für Betreuungskräfte gibt. Ich mache Gruppenangebote wie Gymnastik, Kegeln, Gedächtnistraining, etc. Ich gehe mit den Bewohnern spazieren, mache Spiele mit ihnen, helfe bei der Organisation von Feiern, mache Sterbebegleitung...

Leider gibt mir mein soziales Umfeld oft das Gefühl, dass es kein vollwertiger Job ist. Meine Eltern z.B. schämen sich dafür. Früher habe ich im Büro gearbeitet. Das war gar nichts für mich und mir wurde mehrmals gekündigt. Ihren Bekannten erzählen meine Eltern aber, dass ich immer noch im Büro arbeite.

Auch meine Bekannte vermitteln mir manchmal, dass ich im Prinzip beruflich nichts erreicht habe. Dass es ein Hilfsjob ist, für den man keine Ausbildung braucht, sondern nur eine Weiterbildung.

Ich muss zugeben, dass mich das zeitweise sehr runterzieht, nur als "Spieltante" oder "Hilfskraft" angesehen zu werden.

Wie seht ihr das?
Muss man sich tatsächlich für diesen Job schämen?

Liebe Grüße,
Serlina
 

Quatsch. Wss gibt es da zu schämen? Du machst was du kannst und dir spass macht. Du hilfst auch anderen. 

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04.06.21 um 8:05

also ich würde mich schämen, wenn ich mein Geld damit verdienen würde, anderen etwas zu verkaufen, was sie weder brauchen noch sich leisten können.
Oder damit Tiere zu quälen.

Und ich würde mich schämen, wenn ich als erwachsener Mensch mein Leben und meinen Job nach dem ausrichten würde, was meine Eltern sich wünschen.

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04.06.21 um 22:34

Es gibt keinen Grund, dich für deinen Job zu schämen! Ganz im Gegenteil, ich finde es bewundernswert, dass es Menschen gibt, die sich für andere einsetzen. Du gibst diesen alten Leuten doch etwas, kümmerst dich um sie, bietest ihnen etwas Abwechslung in ihrem Alltag.

Dir gefällt was du tust und es ist nützlich und sinnvoll...die Welt bräuchte viel mehr Menschen wie dich! Es geht um mehr, als nur um Geld und Karriere.

Ich finde es traurig, dass die Leute in deinem Umfeld das offenbar nicht zu schätzen wissen.

Niemand sollte sich für (ehrliche!) Arbeit schämen müssen, egal was es ist!

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05.06.21 um 21:07

Ich finde es richtig schlimm, was deine Eltern machen. Du solltest deine Meinung über dich aber nicht von deinen Eltern abhängig machen.

Die Arbeit die du tust ist wichtig. Sie kann alten Menschen auch noch Freude und ein Ziel im Leben geben. EInen Tagespunkt, auf den sie sich freuen.

Ich finde, dass eine gute engagierte Betreuerin sehr wichtige Arbeit leistet.

Schämst du dich auch wegen der Arbeitszeiten? Tatsächlich gibt es in dem Bereich wenig VZ-Stellen. Und das finde ich auch nicht wichtig.

Meine Eltern fanden es auch furchtbar, dass mein Mann keine ZT-Stelle hatte. Kann mir doch egal sein. Sollen sie sich totschaffen. Ich hab ganz bewusst sein der Ausbildung nicht mehr in VZ gearbeitet. Ich arbeite um zu leben.

Eine Tätigkeit die dir Spaß macht ist Gold wert. Zudem hilfst du noch anderen, das macht sie darüber noch sinnvoll.

Aber bei den Eltern wundert es mich nicht, dass du deinen eigenen Wert in Frage stellst. Ich hoffe, du kommst über deinen Minderwertgikeitskomplex drüber weg.

Du allein musst zufrieden sein mit deinem Leben.
Wenn du morgens gerne auf die Arbeit gehst, dann ist das wertvoll, im Gegensatz dazu, dass deine Eltern mit stolz geschwellter Brust erzählen können, was du arbeitest.
Die können das ja mit ihren Lügen kompensieren. Die haben offenslichtlich selbst ganz arge Probleme.
Aber wie sollst du ein Leben kompensieren mit Arbeit, die dich unglücklich macht?

Hab Spaß und genieß dein Leben!

ich bin sogar sicher, dass es sehr viel mehr Menschen gibt, die Respekt vor dieser Tätigkeit haben, als es Menschen gibt, die sowas beschämend finden.

LG

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05.06.21 um 22:49

Absolut nicht!!! Du solltest deinem Umfeld mal ein paar klare Ansagen machen. Schon traurig, dass sie das was dich glücklich macht so mit Füßen treten. Wäre für mich sogar fast schon ein Grund für Kontaktabbruch.

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14.06.21 um 8:53

Ist ist wichtiger Job, dass deine Eltern so reagieren ist völlig unangebracht.
Sie sollten dich stützen und nicht verleugnen.
Das wichtigste ist, macht dir Spaß und du mit einem guten Gefühl auf Arbeit gehst. Antworten
Sicher ist es von der Qualifaktion her nicht der aller höchste Job, aber darum sollte es doch auch nicht gehen.
Steh zu dir und deinem Job, gerade weil es dir Spaß macht.
 

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14.06.21 um 9:41

Du brauchst dich nicht zu schämen, ganz ehrlich : vor dir habe ich Respekt, denn ich könnte sowas nicht! 

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