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Muss in der Arbeit Auto fahren, habe aber Angst davor und keine Fahrpraxis

14. April 2012 um 9:53

Hallo in die Runde,

mir schlottern die Knie.
Vor 15 Jahren habe ich gegen meine Überzeugung den Führerschein gemacht, weil alle sagten "mach das". Ich wußte immer, dass sich Autos und ich nicht vertragen. Habe über 100 Fahrstunden verbraten und den Schein mit Ach und Krach geschafft, bin dann vielleicht noch 3 Monate gefahren und hab dann wegen Überforderung aufgegeben. Nur noch Fahrrad, selbst bei minus 15 Grad.
Jetzt habe ich Aussicht auf meinen Traumjob (bin erst noch befristet eingestellt), dort muss ab und zu was mit dem Auto von irgendwo geholt werden, eh nicht oft. Und das soll ich jetzt auch machen, wenn es nötig ist. Mein Chef läßt meine Einwände mit dem Autofahren nicht gelten. Er will mit mir zusammen fahren und glaubt mir nicht, dass ich es einfach nicht kann. Noch dazu mit dem Firmenwagen, wenn ich da Schaden anrichte, ist alles aus. Aber wenn ich mich weigere, solche Aufträge auszuführen, wahrscheinlich genauso.
Ein Teufelskreis.
Nochmal erschwerend kommt hinzu, dass ich mich vor meinem Chef nicht blamieren will, indem ich hinterm Steuer in seinem Beisein einen Nervenzusammenbruch kriege, oder mich einfach nur saudumm anstelle im Straßenverkehr.
Was soll ich nur tun?

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8. Mai 2012 um 0:10

Hallo Estermaus,
Hast Du schon mal davon gehört, dass es Fahrschulen gibt, die sich speziell auf das Fahrtaining von ängstlichen Frauen spezialisiert haben, wo auch Frauen die Fahrlehererinnen sind? Ruf Dich mal durchs Branchenbuch und schildere denen das genau SO.

Mach bloß nicht den Fehler, das bei einem Mann zu lernen- schon gar nicht bei Deinem Chef. Männliche Fahrlehrer haben mitunter (nicht immer) die Eigenschaft, den Frauen zu zeigen, dass sie doch das blödere Geschlecht beim Autofahren sind.
Ich glaube, es würde Dich entspannen, wenn eine weibliche Beifahrerin Dich bei Deinem Neustart begleitet.
Wenn das nicht hilft, hol Dir ein paar Stunden psychologisches Coaching (z.B. Hypnotherapie--> äußerst wirksam, natürlich VOR den Fahrstunden. )! Damit lassen sich sogar extreme Zahnarzt-Phobiker erfolgreich behandeln.


Gruß, und Toi, Toi, Toi!!!!
Maiblume

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10. Mai 2012 um 16:48

Wird schon
Übung macht den Meister. Erst wenn du öfters fährst, dann verbessert sich dein Fahrstil. Also: Keine Panik

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24. Juli 2012 um 0:00

Uhh.. wer kennt das nicht. ^^'
Hallo estermaus ^^,

ich muß den Thread nochmal ausgraben, da mich das an meine Anfänge bei meiner aktuellen Arbeitsstelle erinnert. Was ist denn da bei Dir draus geworden?

Bei mir wars so... ich hatte noch gar keinen FS und mein Chef hat mich immer wieder in die Richtung geleitet, bis ich es dann mal gewagt habe. Irgendwann hatte ich dann das Teil und war auch froh endlich ALLEIN im Auto zu sein. Kein bevormundender Fahrlehrer, kein Prüfer, nur ich und meine Unsicherheit. ;^^

Einerseits war ich froh endlich diese Leute loszusein, und endlich meine eigene Pace an den Tag zu legen: Langsam. Wer neu ist und ein Auto fahren muß/soll/will, der braucht natürlich erstmal Zeit und auch Geduld mit sich selbst. Diese nörgelnden Mitfahrer störten da meist irgendwie. Ständig fühlte man sich als hätte man nun wieder sämtliche Regeln des Straßenverkehrs gebrochen und sei total unfähig und alles.. ABER: das war ya nun vorbei, denn die Nörgler waren raus.

Endlich allein im Auto passierten mir natürlich auch wieder Fehler, und ich hatte niemanden, den ich mal um Rat hätte fragen können.. Fahrlehrer war ya nicht mehr dabei und ich bin auf mich gestellt. Gut wars! - So fand ich eine Sache heraus, die ich auch bei Freunden immerwieder nachfragte.. (ya.. bin neugierig.. *^^), und zwar: Konzentrier Dich nicht ständig 100% auf die Dinge, die nun gleich zu tun sind.. sondern tu sie einfach... und lebe ggf. mit den Fehlern, die daraus resultieren. Es ist völlig normal, daß man anfangs verunsichert ist, und Fehler macht. Meine Nachfrage bei vielen Freunden hat ergeben, daß sie genau das selbe erkannt hatten.. und seitdem eigentlich ganz passabel und sicher fahren.

Ein Beispiel... man sieht von weiten.. uhh.. rote Ampel.. und man weiß.. ach Mist.. bestimmt würg ich nun wieder das Auto ab. - Ich habe festgestellt: Wenn man so rangeht wird genau das passieren!
Ich schaute immer hoch zur roten Ampel (stand ganz vorn.. ein Paar Autos hinter mir..), und überlegte mir, was nun schrittweise zu tun sei, wenn grün wird... (Bremse los, Kupplung treten, Bißerl Gas und langsam die Kupplung kommen lassen, etcetc...) - Aber all das ist zuviel! Tus einfach. Nicht drüber nachdenken. - überleg lieber, was Du heute Abend unternimmst, oder ob Du nicht vieleicht doch das Kleid hättest kaufen sollen, das Du da letztens im Laden gesehen hast....
Wenn die Ampel dann auf grün wechselt, schaltest Du von den Gedanken zurück aufs Fahren.. und ohne lang zu überlegen wirst Du die Schritte einfachso getan haben... und wunderst Dich.. "nanu? Das geht ya wie von allein?" ^^ - Im Idealfall fährst Du so ganz einfachso los. - Vorbei der Streß und das ständige Vorplanen.

Gut.. das wird sicher die ersten Paar Male nicht klappen.. und man wird Fehlschläge erleben.. eben wegen der mangelnden Routine, aber laß Dich bloß nicht unterkriegen. - Und schon gar nicht verrücktmachen, Du könntest jemanden aufhalten oder behindern, nur weil Du nicht sofort einen Tiefstart machst und von der Ampel davonfliegst. - Du weißt, Du bist gewissermaßen Anfängerin, und Du brauchst eben Deine übung. Wie in allem, wenn man noch unsicher ist. Das tust Du gerade, und die anderen können das ja nicht wissen, bzw. interessiert Dich nicht, was die denken. (Sonst machst Du Dich nur noch zusätzlich verrückt und bringst Dich aus der Ruhe.)
Wenn ein Fehler passiert, entscheide im Jetzt was zu tun ist, ohne Hektik. Es ist doch anfangs völlig okay, einfach mal an einer grünen Ampel zu stehen. Die anderen haben nämlich auch mal genau so angefangen. Das ist denen vieleicht über die Jahre ein wenig in Vergessenheit geraten. - Der Druck keine Fehler zu machen läßt Dich genau diese machen. Setze Dich einfach nicht mehr unter Druck. Du tust was Du tust, und das in Deiner Pace. Wenn es anderen zu langsam geht.. na und? Der Straßenverkehr ist keine Rennstrecke und man muß Rücksicht nehmen.

Kurzum: Deine Einstellung zum Autofahren ist geprägt von der negativen Erfahrung, die Du bisher sammeln mußtest. Fehler passieren vor allem nur durch Streß. Mach Dir einfach keinen. Gestehe Dir auch mal zu, ein Paar Fehler zu machen. Das ist doch nur menschlich. Mit der Zeit wird die Routine das Problem lösen, und Du wirst ganz automatisch selbstbewußter und fehlerfreier fahren.

Achja.. ich hab meinem Chef auch mal einen ordentlichen Kratzer in den Dienstwagen gemacht. (Ja, es war eng.. und in einer Tiefgarage..) Klar war er sauer.. und klar hatte ich Zweifel wieso und warum.. aber auch das haben mein Chef und ich überstanden. Weil er weiß: Fehler können passieren. Jedem. Ihm auch. Das ist definitiv kein Kündigungsgrund.

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