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Neue Arbeit - endlich - dennoch Zweifel (Vorsicht lang)

6. April 2008 um 7:18

Hallo,

ich brauche mal euren Rat bei einem Problem.

Also ich hatte das Glück gleich nach meinem Diplom eine Anstellung zu finden ... das ist jetzt gute 2 Jahre her. Leider hat sich die Firma, die Kollegen und die Geschäftsfhrung als alles andere allles als kollegial oder arbeitnehmerfreundlich rausgestellt. Der totale Ausbeuterladen. Ich versuche dort seit ca. Oktober 2006 wegzukommen. Und jetzt hat es geklappt ... ich habe ein sehr gutes Angebot.

Aber noch mal zu meinem alten Arbeitgeber. Die beuten die Leute total aus und weil dazu immer zwei gehören, muss ich sagen, dass die Leute, die dort arbeiten, daran selbst Schuld sind. Sie lassen sich ausnutzen, zum einem weil sie von der Qualifikation schlecht andere Möglichkeiten haben und es zu lange mitgemacht haben. Im Prinzip sind alle durch die Bank weg unzufrieden vom Klima, vom Gehalt und vom Arbeitsumfeld. Aber so richtig sagen tut auch nie jemand etwas und der Chef ist ja ein bißchen cleverer und hat das auch schon mitbekommen. Am Anfang hab ich das mitgemacht, aber mittlerweile wehre ich mich. Stehe damit aber allein da. Ich bin die einzige, die auf die Überstunden bestanden hat. D.H. im Arbeitsvertrag steht, dass diese auszugleichen sind. Ich musste den Chef ca. 4 Mal ansprechen, aber am Ende habe ich alle Überstunden abfeiern können. Meine Kollegen fragen zum Teil nach dieser vertraglich festgelegten Klausel gar nicht oder wenn doch setzen sie es nicht bis zum Letzten durch.

Irgendwie hänge ich dort jetzt fest und arbeite mich kaputt (Ende letzten Jahres war die Arbeitsbelastung so hoch, dass ich mitunter mehr als 50 Stunden/Woche gearbeitet habe). Es ist keine Aussicht auf Besserung. Es bringt auch nichts zu sagen, dass man unzufrieden ist. Der Chef hört sich das an, aber ich glaube auch nur, damit er einem Glauben machen kann, dass man nicht ungehört dasteht. Dann ändert sich aber nichts. Wenn man mal frei haben möchte, ist das jedesmal ein Riesenproblem. Auf Termine wird keine Rücksicht genommen. Ungezählte Male habe ich Termine verschoben. Wenn halt noch Arbeit ist, die fristgerecht abgegeben werden muss, ist es normal, dass man länger macht (teilweise schreiben die Leute die ÜStunden nicht auf). Termine werden abgemacht, ohne vorher zu schauen, ob der Mitarbeiter Termine hat.

Es ist so, dass ich der Ersatz für meinen Kollegen bin und er für mich. Wenn ich jetzt weggehe, haben die ein richtiges Problem, weil ca. 4 Wochen nach meinem Weggang mein Kollege im Urlaub ist und keiner da, der ihn vertritt

Jetzt habe ich endlich ne neue Anstellung gefunden, habe am Freitag den Vertrag bekommen (Gleitzeit, mehr Urlaub, mehr Geld - ist für mich aber zweitrangig - besseres Klima ...) ... jetzt bin ich aber unsicher, ob ich das machen soll. Ich traue mir mittlerweile durch meine jetztige Arbeit und den Umgang dort nichts mehr zu. Ich habe einfach Angst, vom Regen in die Traufe zu kommen.
Ich hatte zwei Vorstellungsgespräche in der neuen Firma. Beim ersten waren der Personaler und der Leiter des Geschäftsfeldes anwesend. Habe dann in derselben Woche von der Personalerin Bescheid bekommen, dass ich zu einem zweiten Gespräch kommen soll und dort dann auch den Vertrag bekommen. Beim zweiten Gespräch waren die Leiterin meiner zukünftigen Abteilung und der technsiche Leiter dieser Abteilung anwesend, damit wir uns kennenlernen und die sehen, wo sie mich einsetzen können. Ich bin jetzt aber unsicher, weil die mich nicht kannten, es aber schon vorher fest stand (wie durch den Personaler am Telefon gesagt), dass ich den Vertrag bekomme. Was nun wenn ich bei diesen beiden (Leier Abteilung und technischer Leiter) am Freitag nicht überzeugen konnte, es aber auch für die kein Vetorecht gab? Ich bin echt unsicher und will nicht wechseln und dann besteht da echte Antipathie und ich muss nach 2 Wochen schon wieder gehen. Ich hatte schon ein gutes Gefühl beim zweiten Gespräch, mache mir halt aber über die Tatsache Gedanken, dass dennen ja vorgeschrieben wurde, mir den Vetrag zu geben. Was wenn ich bei denen nicht überzeugen konnte, sie aber gar nichts mehr machen können, weil vom Personaler festgelegt wurde, dass ich einzustellen sei ...

Dann mein zweites Problem ... ich möchte, wenn ich den Vertrag dann unterschrieben, weggeschickt und die Bestätigung habe, dass er in der neuene Firma angekommen ist, kündigen. Da bin ich aber dadurch, dass ich weiß, dass meine alte Firma ein echtes Problem hat, wenn ich gehe und wahrscheinlich nciht so schnell jemanden Neues bekommt, unsicher, wie der Chef reagiert und habe die Befürchtung, dass er mir Steine in den Weg legt.

Ich wollte mit der Kündigung und nem Duplikat um einen persönlichen Termin bitten, es ihm mitteilen und mir die Kündigung auf dem Duplikat gegenzeichnen lassen. Nun ja, machen kann er ja nichts. Ich möchte ihm auch nicht sagen, wo ich hingehe. Es ist dort so ne bsch... Stimmung und ich bin einfach nur froh, wenn ich gehen kann. Womöglich ruft der noch in der neuen Firma an und versucht, dass ich erst gehe, wenn er adaquaten Ersatz hat. Ich will ihm NICHT sagen, wo ich hingehe. Meine aktuelle Firma ist einfach nur besch... und ich bin froh, wenn ich weg bin!!! Ich würde dort sonst vor die Hunde gehen.

Was kann ich bzgl. des Zeugnisses machen. Ich wollte in der Kündigung um ein qualifiziertes Zeugnis bitten. Kann ich das vorher einsehen und Änderunsgwünsche anbringen? Weiß nicht, wie es ausffällt ... nicht weil ich schlecht bin, sondern weil jeder als schlecht hingestellt wird, sie keinen Entscheidungen fällen lassen, alles mit jedem absprechen, 100 Mal ändern und kontrollieren/kontrollieren/kontrollieren ... Emails, die auf dem eigenen Konto eingehen, gehen noch zu einem anderen Konto ... bin einfach froh, wenn ich weg bin. Ich habe mich auch diverse Mal über meinen einen Kollegen beschwert, weil der ein Platzhirsch ist, alles aufgebaut hat und eigendlich nicht möchte (oder am besten nur in Absprache), dass etwas geändert wird. Mein letztes Gespräch ist ca. 4 Wochen her (und damals kam es mir so vor, dass man mich nur noch anhört, aber gemacht wird nichts - es ändert sich dort nichts) und jetzt die Kündigung. Damit rechnet der wohl nicht.

Wäre über Hilfe sehr dankbar, Jade

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22. Oktober 2009 um 17:17

Neuer ARbeitsplatz,
Hallo Jade,
habe gesehen, dass dein BEitrag schon lange her ist, dennoch möchte ich dir ein paar Zeilen schreiben.

Was du von deiner alten Firma beschreibst, ist wohl eher der Alltag. Was mich da eher wundert, ist deine EInstellung dazu. Natürlich gibt es einen Vertrag mit Übertsundneregelung usw. Aber sieh es doch mal von der Seite:
Du kannst dort lernen. Du hast ja gerade mal vor 2 Jahren dein Studium abgeschlossen und hast eigentlich noch gar keine richtige Ahnung, was so abgeht. Dein Chef hat vielleicht auch gar keine Möglichkeit, all das so ohne weiteres zu machen, da auch er einen Chef hat, dem er Rede und ANtwort stehen muß.

Also ist mein Vorshclag: Nimm es wie es ist. So ist das Leben in der Wirtschaft. Und wer harte Bedinungen überlebt, hat es bei normalen Bedingungen einfacher.
Allerdings gebe ich dir sehr wohl Recht, wenn du sagst, dass dazu 2 gehören. Vielleicht solltest du dir generell (wenn du e snicht schon getan hast) über diene persönliche Prioritäten im klaren sein: Gehalt, Arbeitszeit, Fahrtstrecke, Betriebsklime, Perspektiven, Weiterbildung usw. Wenn du die für dich wichtigen Punkte in eine Liste schreibst und nach Wichtigkeit ordnest, wird ein Punkt oben stehen. Und dieser Punkt ist zumindest im MOment derjenige, dem isch alle anderen Punkte unterordenen sollten. Beispiel: Wenn dir Freizeit sehr wichtig ist, solltest du nicht in eine Firma gehen, in der ständig Überstunden geschoben werden. Das kann man durch geschicktes Nachfragen beim Bewerbunsggespräch ganz einfach herausfinden (sage aber bloß nicht, dass keine Überstunden machen willst).

Bezüglich deiner Kollegen, die du "im Stich" lässt", mache dir mal keine Sorgen. Die werden vermutlich eher neidisch sein, dass du den Sprung gewagt hast. Und schließlich muß dein Chef, der ja keine große Hilfe war, damit klar kommen. Wenn du deine Kündigungsfrist einhältst, kann erd ir im Grunde gar nichts. Die Frage ist eher, wie du das dem Chef beibringst: Ich würde ihn ncoh einmal auf die Problempounkte hinweisen und ihm mitteilen, dass du über seine sehr schleppende Art iund Weise sehr enttäuscht bist. Und dann würde ich ihm mitteilen, dass zu jedem Spiel mindestens zwei SPieler gehören, und du für deinen Teil hier keinerlei Besserung in *unkten siehst, die dir sehr wichtig sind. Deshalb wirst du zum 13.xx. kündigen. Frage ihn aber noch, wie du ihn in den verbleibenden Wochen unterstützen kannst (du köntest z.B. noch einmal besonders viele Überstunden anbieten ...) Solch ein Verhalten wirkt sich in der Regel positiv auf das Zeugnis aus, dass du dringed brauchst,w enn du diech von der neuen Firma wegbewerben willst.

Wenn du noch Fragen hast, maile mich einfach an: Guido63(at)Gmx.de

Sonniger Gruß aus der Pfalz

Guido

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