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Neuer Job, Chef erst nett und nun ständig unzufrieden

31. August 2011 um 23:17

Hallo, ich mache mir ziemlich Sorgen wie es weitergehen soll. Ich bin jetzt 4 Monate in einer neuen Firma mit 4 Angestellten. Seit neusten kritisiert mich mein Chef ständig und redet all meine Ergebnisse schlecht: z.B. wenn ich ein Papier ausgearbeitet habe, dann kommen so Sprüche wie: "von jemanden der studiert hat, kann man etwas besseres erwarten" oder "Sie führen mit mir einen Machtkampf und schieben mir ständig das Papier zu, können Sie das nicht eigenständig erledigen?"

Ich wurde nicht eingearbeitet, der Chef ist ständig weg und kaum ansprechbar/erreichbar, die Kollegen sind nicht involviert in das Thema und können mir auch nicht helfen und ich bekomme ein paar Wortbrocken zugeworfen und soll daraus mal eben einen Businessplan erstellen. Ich finde es ja toll, dass er mich eigenständig arbeiten lassen möchte, aber ohne Info, kann ich auch nur vermuten und schreiben was ich weiß und denke wie er sich das Ganze vorstellt.

Ein weiteres Problem: heute sagt er so, und morgen wieder anders - er ändert ständig seine Meinung und Zielvorstellungen - ich bin nur noch verunsichert.

Dann zerreißt er meine Texte, löscht sie um dann den gleichen Satz etwas anders wieder hinzuschreiben. Im Endeffekt ändert er inhaltlich nichts und wirft mir vor, das wäre alles nicht brauchbar, was ich da formuliert habe.

Dann versuche ich die Dinge anzupacken und telefoniere und informiere mich, mache Kontakte - ist ihm auch nicht Recht - im nächsten Moment wirft er mir wieder vor - "Sie machen nichts - rufen sie doch da und da mal an"

Ich beschäftige mich mit 5 komplett verschiedenen Themen und soll permanent erstklassige Ergebnisse ohne Hintergrundinformation abliefern. - dann ständig diese Sticheleien und kein einziges Lob. Zweifele schon an mir selbst, meinen Fähigkeiten und habe schon jeden Morgen ein mulmiges Gefühl ins Büro zu gehen. War eigentlich im Job immer selbstbewusst und zielstrebig und werde jetzt zum kleinen Mäuschen runtergebuttert. Wie soll es nur weitergehen?

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2. September 2011 um 21:53


Hallo,
das hört sich ja unheimlich demotivierend an. Ich kenne das, habe 6 Monate in so einer Firma ausgehalten, Familienbetrieb und das, was Du mit einem Chef erlebst x 6.

Das nagt am Selbstwertgefühl. Ich hätte ständig das Gefühl, alles falsch zu machen, jeder hat mir was anderes gesagt, jeder "Chef" seine Prioritäten und Dringlichkeiten festgesetzt. Nach ein paar Monaten war ich dermaßen kaputt.....

Versuche es nicht zu persönlich zu nehmen, so, wie Du die Sachlage schilderst, kannst du es ihm gar nicht Recht machen. Die Kollegen können nicht helfen, oder leiden ähnlich. Jeder hat Angst um seinen Job.

Auf Dauer ist das unbefriedigend und außerdem machst Du dich damit kaputt. Ich habe Monate gebraucht um wieder an meine Fähigkeiten zu glauben. Diese Mensch ist selber mit seinem Leben nicht im Reinen und er läßt es an dir aus.

Ruhe bewahren, evtl.mal komplett anders reagieren, als er erwartet....und ganz schnell einen neuen Job suchen!!!! Ich weiß....es ist nicht leicht, aber mit Magenschmerzen jeden Tag aufzustehen?? Never!!!

Wünsche Dir alles Gute, glaub an dich und deine Fähigkeiten, suche Dir einen tollen, neuen Job und knall dem Kerl persönlich deine Kündigung auf den Tisch!!

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5. September 2011 um 15:46

Danke Sternenstaub
für deine aufmunternden Worte. Weißt du, ich bin vielleicht etwas sensibel und dünnhäutig, meine Kollegen stecken das viel besser weg: sie sind auch per Du dem Chef und sehr freundschaftlich, während ich halt "die Neue" bin.

Ich bin von meinen vorherigen Job weg, weil es da absolut keine Entwicklungsmöglichkeiten mehr gab. - aber dafür hatte ich einen Chef der immer mit mir zufrieden war, immer gelobt hat, seine Kritik selten, aber immer freundlich und unmissverständlich geäußert hat. - und nun das ganze Gegenteil.

Ich habe ja nichts gegen Kritik: aber ständiges Rumgenörgel um nichts macht mich einfach krank. Es geht auch um so viel Unnötiges wie: da liegt ein Papierschnipsel auf dem Boden und wie schlimm das doch sei und wie unseriös das ist, wenn Geschäftspartner kommen (was eh selten ist).

Insgeheim habe ich das Gefühl, dass er Geldsorgen hat mit der Firma und hofft, dass ich evtl. in der Probezeit noch kündige oder kürzer trete (Teilzeit). Alle seine Angestellten sind Teilzeitbeschäftigte. Ein ganz große Projekt ist geplatzt (nicht meinetwegen) und nun gibt es Geldprobleme: das höre ich immer an den Telefonaten mit Buchhaltung und Banken heraus. Auch seine ständigen Kommentare, wenn ich z.B. einem Kunden eine wichtige Info schicke, dann kommt: "machen Sie doch nicht so viel Unnötiges Zeug, das bringt uns kein Geld ein"

Hach keine Ahnung: Jedenfalls habe ich mich noch nie so mies gefühlt in einem Job.

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5. September 2011 um 16:12
In Antwort auf vida_12364658

Danke Sternenstaub
für deine aufmunternden Worte. Weißt du, ich bin vielleicht etwas sensibel und dünnhäutig, meine Kollegen stecken das viel besser weg: sie sind auch per Du dem Chef und sehr freundschaftlich, während ich halt "die Neue" bin.

Ich bin von meinen vorherigen Job weg, weil es da absolut keine Entwicklungsmöglichkeiten mehr gab. - aber dafür hatte ich einen Chef der immer mit mir zufrieden war, immer gelobt hat, seine Kritik selten, aber immer freundlich und unmissverständlich geäußert hat. - und nun das ganze Gegenteil.

Ich habe ja nichts gegen Kritik: aber ständiges Rumgenörgel um nichts macht mich einfach krank. Es geht auch um so viel Unnötiges wie: da liegt ein Papierschnipsel auf dem Boden und wie schlimm das doch sei und wie unseriös das ist, wenn Geschäftspartner kommen (was eh selten ist).

Insgeheim habe ich das Gefühl, dass er Geldsorgen hat mit der Firma und hofft, dass ich evtl. in der Probezeit noch kündige oder kürzer trete (Teilzeit). Alle seine Angestellten sind Teilzeitbeschäftigte. Ein ganz große Projekt ist geplatzt (nicht meinetwegen) und nun gibt es Geldprobleme: das höre ich immer an den Telefonaten mit Buchhaltung und Banken heraus. Auch seine ständigen Kommentare, wenn ich z.B. einem Kunden eine wichtige Info schicke, dann kommt: "machen Sie doch nicht so viel Unnötiges Zeug, das bringt uns kein Geld ein"

Hach keine Ahnung: Jedenfalls habe ich mich noch nie so mies gefühlt in einem Job.


Huhu...
ich kenne das. Habe auch erst vor kurzem neu angefangen, macht mir null Spaß. Suche weiterhin, aber ist nun auch nicht so leicht einen neuen Job zu finden. Und dann als alleinerziehende Mama.....

Es geht so viel Lebensqualität flöten, wenn man einen Job hat und dort unglücklich ist. Du liegst sicher richtig mit deiner Einschätzung. Das hört sich so an, als ob er doch seine Sorgen an dir auslässt.

Was heißt dünnhäutig....ich denke, das ist eher Intuition. Deine Alarmglocken klingeln halt

Gibt es nicht so einen neuen Film, wo sich drei Typen zusammentun um ihre Chefs zu killen???

Ich glaube, den schaue ich mir auch einmal an!!

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6. September 2011 um 22:05
In Antwort auf kerrie_12574849


Huhu...
ich kenne das. Habe auch erst vor kurzem neu angefangen, macht mir null Spaß. Suche weiterhin, aber ist nun auch nicht so leicht einen neuen Job zu finden. Und dann als alleinerziehende Mama.....

Es geht so viel Lebensqualität flöten, wenn man einen Job hat und dort unglücklich ist. Du liegst sicher richtig mit deiner Einschätzung. Das hört sich so an, als ob er doch seine Sorgen an dir auslässt.

Was heißt dünnhäutig....ich denke, das ist eher Intuition. Deine Alarmglocken klingeln halt

Gibt es nicht so einen neuen Film, wo sich drei Typen zusammentun um ihre Chefs zu killen???

Ich glaube, den schaue ich mir auch einmal an!!

Aus und vorbei
Hallo Sternenstaub. Mein Chef hat mir nun gekündigt und irgendwie fühle ich mich total befreit (und vor den Kopf getreten). Auch wenn alles super war (außer dem Chef). Nun steht mir wieder alles offen - hoffe nur, dass mir die kurze Zeit die ich dort verbracht habe auf dem Lebenslauf nicht blöd aussieht. Finanziell ist es momentan auch nicht so gut, kostet die Betreuung für meine Kinder doch so viel, und die jetzt wieder rausholen wäre auch suboptimal und überhaupt - wenn ich dann wieder einen Job habe sie wieder hineinzubekommen.
Naja morgen gleich zum Arbeitsamt und dann schauen wir mal weiter.
Wünsche dir bei deiner Suche alles Gute! Gib nicht auf!

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7. September 2011 um 16:05
In Antwort auf vida_12364658

Aus und vorbei
Hallo Sternenstaub. Mein Chef hat mir nun gekündigt und irgendwie fühle ich mich total befreit (und vor den Kopf getreten). Auch wenn alles super war (außer dem Chef). Nun steht mir wieder alles offen - hoffe nur, dass mir die kurze Zeit die ich dort verbracht habe auf dem Lebenslauf nicht blöd aussieht. Finanziell ist es momentan auch nicht so gut, kostet die Betreuung für meine Kinder doch so viel, und die jetzt wieder rausholen wäre auch suboptimal und überhaupt - wenn ich dann wieder einen Job habe sie wieder hineinzubekommen.
Naja morgen gleich zum Arbeitsamt und dann schauen wir mal weiter.
Wünsche dir bei deiner Suche alles Gute! Gib nicht auf!


Hallo,

vielen Dank,wünsche ich Dir auch!! Habe nächste Woche bereits wieder ein Vorstellungsgespräch und mache mir auch Sorgen über den Lebenslauf,-)))

Muß man irgendwie formulieren, aber die Fragen werden natürlich kommen und die kurze Zeit muss man dann angemessen erklären können.

Wird schon!! Also...bitte, wer, wenn nicht wir Beide haben nun Spitzenjobs verdient?????

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Ewig lang krank, in der Ausbildung-.-' echt verzweifelt!
Von: shari_12966516
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6. September 2011 um 22:59
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