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Forum / Job & Karriere

Niemand sagt, dass es einfach wird... aber nie hat es sich so gut und richtig angefühlt, wie jetzt...

Letzte Nachricht: 25. Juli 2022 um 15:03
mdwellnessbeautymore
mdwellnessbeautymore
15.07.22 um 16:03

Das Posting hier soll einfach nur Mut machen. Mut machen, um den ersten Schritt in eine ganz andere Richtung zu gehen, Mut machen, um mal aus der Komfortzone rauszukommen... Mut machen, um es einfach zu wagen, etwas ganz anderes zu machen.

Mein Rat an dieser Stelle... wartet nicht zu lange, sondern handelt sofort, sobald die Stimme in euch hörbar wird, dass sich etwas ändern muss. Ich habe zu lange gewartet. Erst ein Burnout hat mich wachgerüttelt.

Obwohl es schon vor 2 Jahren klar war, dass ich mich in unserem Leistungssystem nicht mehr zurechtfinden werde, weil alles nur noch gewinn/profitorientiert ausgelegt ist, der Mensch nur noch eine Nummer in der Buchhaltung ist über den man verfügen kann, wie man will und gemessen an dem Gehalt, deine Arbeit nicht wirklich einen Wert hat.... hatte ich nicht den Mut auszubrechen. Zu sehr war ich gefangen in den Richtlinien, die uns die Gesellschaft auch noch auferlegt. Es schickt sich halt nicht dem Staat auf der Tasche zu liegen und kann ja auch nicht angehen, dass der Mann zum Alleinverdiener wird. Und überhaupt, was sollen denn die Nachbarn denken... die Freunde, die Familie??? Ich habe mir also eingeredet, dass ich zu funktionieren habe und dass es halt mein Schicksal ist, immer irgendwie auf der Verliererseite zu stehen.

Und dann kam der Tag X jetzt im Mai... eine bitter böse Email hatte ich bekommen. Zum wiederholten Male hätte ich die Kalkulation zerschossen, man wäre bald nicht mehr bereit dies mitzutragen. Zwei Tage später war ich wieder die beste, wurde in den Himmel gelobt. Das einzige was nicht dazu passte war das Telefongespräch mit dem Chef, welches ich in der letzten Woche hatte. Er wollte mich nur daran erinnern, dass mein Vertrag ggfls auch nicht verlängert wird, und ich mich doch vorsichtshalber arbeitssuchend melden sollte. Vorgestern erfuhr ich dann via Mail, dass ich ab sofort Urlaub habe bis der Vertrag dann offiziell endet.

Also wieder raus aus dem System und dieses mal werde ich nicht wieder schwach werden. Denn dieses Mal habe ich auch gar nicht mehr die Kraft, um wieder Teil dieses Systems zu werden. Fortsetzung folgt...

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F
frei_28199912
17.07.22 um 12:27

Danke für dein Posting. Ich kann dich sehr gut verstehen. Ich finde unser System mit dem "funktionieren müssen" auch furchtbar. Dem Job wird ein zu hoher Stellenwert beigemessen.

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mdwellnessbeautymore
mdwellnessbeautymore
21.07.22 um 9:32

Fortsetzung...

Der aller, aller erste Schritt war nicht der zum Rechner, einloggen ins Jobcenter und sofort panisch die Stellenangebote durchforsten... sondern der erst einmal durch zu atmen und zu sagen "Hey, du bist FREI!!! Mach was draus!"

Meinen Ausstieg hatte ich bereits im April diesen Jahres beschlossen und die ersten Weichen hierfür gestellt. Zum allerersten mal jedoch stellte ich mich selbst in den Mittelpunkt und legte fest, dass ich mich erst einmal um mein Wohlbefinden kümmerte und entschloß mich dazu eine innere Reinigungskur zu machen, danach die Ernährung umzustellen und von Anfang an mir jede Menge Zeit frei zu schaufeln, die ich nur mit mir, meinem Körper und meinem Geist verbrachte.

An diese Reinigungskur ging ich ohne Erwartungen. Geschrieben wird viel und viel wird behauptet und am Ende hat man manchmal nur das schlechte Gewissen beruhigt... man hat es ja versucht. So ging ich an diese Reinigungskur heran... eigentlich mit einer ganz negativ behafteten Einstellung... und nach Tag 1, wo es mir zugegeben dann gar nicht mehr gut ging, wollte ich schon wieder einknicken und mich selber bestätigen, nach dem Motto... war klar... jede Menge Geld ausgegeben für ganz wenig bis gar keine Wirkung. Tag 2 schwebte so an mir vorbei... mir ging es nicht mehr ganz so bescheiden und ab Tag 3 nahm ich alle Zweifel zurück und behauptete stolz das Gegenteil.

Es bewegte sich was, es tat sich ganz gewaltig was in mir und es war wirklich wie eine Wiedergeburt. Mein Kopf, mein Denken waren noch nie so klar. Ich konnte mir eine Strategie zurecht legen, welchen Schritt ich als nächsten tun werde und parallel dazu formte sich auch der Gedanke klar und deutlich, was ich wollte und was nicht. Aber erst einmal wollte ich wissen, was es denn war, was mich da so voller Power gecashed hatte und was mir so irre gut tat und das schon nach 3 Tagen. Also begann ich zu recherieren.

Ich gelangte zu etlichen Erkenntnissen, die ich ab sofort in meinen Alltag einbauen wollte. Ich begann zu verstehen, welche Hebel da umgelegt worden sind... Mechanismen die wieder zu funktionieren begannen und die in vielen...sehr vielen Jahren einfach nur vernachlässigt worden sind, weil sie nicht mehr in unseren Alltag hineinpassen, zumindest wenn man Teil unserer Leistungsgesellschaft ist. Da hat die Mittagspause nur 30 Minuten, obwohl der Körper gut und gerne noch weitere 30 Minuten hätte zur Regeneration und zum Füllen und Hochfahren der Energiespeicher. Das ganze Thema zog mich so in den Bann, spannender wie ein Krimi... als sich dann vor dem inneren Auge ein großes Tor öffnete. Es offenbarte sich mir die Möglichkeit mein neu erworbenes Wissen zu vertiefen, anzuwenden und sogar so zu arbeiten, damit also mit dem ganzen Potential zu arbeiten, dass all diese Aspekte zu einem gesünderen Leben berücksichtigt blieben.

Sofort verfasste ich eine Mail und bekam auch sofort Antwort... Fortsetzung folgt...

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mdwellnessbeautymore
mdwellnessbeautymore
21.07.22 um 9:35
In Antwort auf frei_28199912

Danke für dein Posting. Ich kann dich sehr gut verstehen. Ich finde unser System mit dem "funktionieren müssen" auch furchtbar. Dem Job wird ein zu hoher Stellenwert beigemessen.

Grüße dich und vielen Dank für deine Reaktion. Hast du den Ausgang aus dem Hamsterrad für dich schon gefunden oder bist du noch nicht so weit, den ersten Schritt zu wagen?
 

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nice-to-be-here
nice-to-be-here
23.07.22 um 18:01
In Antwort auf mdwellnessbeautymore

Fortsetzung...

Der aller, aller erste Schritt war nicht der zum Rechner, einloggen ins Jobcenter und sofort panisch die Stellenangebote durchforsten... sondern der erst einmal durch zu atmen und zu sagen "Hey, du bist FREI!!! Mach was draus!"

Meinen Ausstieg hatte ich bereits im April diesen Jahres beschlossen und die ersten Weichen hierfür gestellt. Zum allerersten mal jedoch stellte ich mich selbst in den Mittelpunkt und legte fest, dass ich mich erst einmal um mein Wohlbefinden kümmerte und entschloß mich dazu eine innere Reinigungskur zu machen, danach die Ernährung umzustellen und von Anfang an mir jede Menge Zeit frei zu schaufeln, die ich nur mit mir, meinem Körper und meinem Geist verbrachte.

An diese Reinigungskur ging ich ohne Erwartungen. Geschrieben wird viel und viel wird behauptet und am Ende hat man manchmal nur das schlechte Gewissen beruhigt... man hat es ja versucht. So ging ich an diese Reinigungskur heran... eigentlich mit einer ganz negativ behafteten Einstellung... und nach Tag 1, wo es mir zugegeben dann gar nicht mehr gut ging, wollte ich schon wieder einknicken und mich selber bestätigen, nach dem Motto... war klar... jede Menge Geld ausgegeben für ganz wenig bis gar keine Wirkung. Tag 2 schwebte so an mir vorbei... mir ging es nicht mehr ganz so bescheiden und ab Tag 3 nahm ich alle Zweifel zurück und behauptete stolz das Gegenteil.

Es bewegte sich was, es tat sich ganz gewaltig was in mir und es war wirklich wie eine Wiedergeburt. Mein Kopf, mein Denken waren noch nie so klar. Ich konnte mir eine Strategie zurecht legen, welchen Schritt ich als nächsten tun werde und parallel dazu formte sich auch der Gedanke klar und deutlich, was ich wollte und was nicht. Aber erst einmal wollte ich wissen, was es denn war, was mich da so voller Power gecashed hatte und was mir so irre gut tat und das schon nach 3 Tagen. Also begann ich zu recherieren.

Ich gelangte zu etlichen Erkenntnissen, die ich ab sofort in meinen Alltag einbauen wollte. Ich begann zu verstehen, welche Hebel da umgelegt worden sind... Mechanismen die wieder zu funktionieren begannen und die in vielen...sehr vielen Jahren einfach nur vernachlässigt worden sind, weil sie nicht mehr in unseren Alltag hineinpassen, zumindest wenn man Teil unserer Leistungsgesellschaft ist. Da hat die Mittagspause nur 30 Minuten, obwohl der Körper gut und gerne noch weitere 30 Minuten hätte zur Regeneration und zum Füllen und Hochfahren der Energiespeicher. Das ganze Thema zog mich so in den Bann, spannender wie ein Krimi... als sich dann vor dem inneren Auge ein großes Tor öffnete. Es offenbarte sich mir die Möglichkeit mein neu erworbenes Wissen zu vertiefen, anzuwenden und sogar so zu arbeiten, damit also mit dem ganzen Potential zu arbeiten, dass all diese Aspekte zu einem gesünderen Leben berücksichtigt blieben.

Sofort verfasste ich eine Mail und bekam auch sofort Antwort... Fortsetzung folgt...

Hallo,

du wirkst auf mich, als möchtest du Werbung für ein Produkt machen, das du verkaufen möchtest.

Ich habe es schon immer so gehalten, dass ich meine Arbeitszeiten meinem Privatleben, meiner Familie und meinem Wohlbefinden angepasst habe. Es gab eine Karrierezeit mit viel Arbeit. Dann kam die Familienzeit mit weniger Arbeitsstunden. Als die Kinder erwachsen waren, habe ich die Arbeitszeiten meinem Wohlbefinden angepasst, sodass genügend Zeit für mich und meine Hobbys blieb.
Wenn ein Arbeitgeber nicht bereit war auf meine Wünsche, oder auf eine Veränderung in ein anderes Arbeitszeitmodell einzugehen, habe ich den Job gewechselt. 
Bis zur Rente sind es noch ein paar Jahre. Mal sehen wie es weitergeht.
Vielleicht brauche ich bald mehr Zeit für die Pflege meiner Mutter?

Aber eines ist sicher. Ich bin mir wichtig und ich achte auf mich.
 

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mdwellnessbeautymore
mdwellnessbeautymore
25.07.22 um 15:03
In Antwort auf nice-to-be-here

Hallo,

du wirkst auf mich, als möchtest du Werbung für ein Produkt machen, das du verkaufen möchtest.

Ich habe es schon immer so gehalten, dass ich meine Arbeitszeiten meinem Privatleben, meiner Familie und meinem Wohlbefinden angepasst habe. Es gab eine Karrierezeit mit viel Arbeit. Dann kam die Familienzeit mit weniger Arbeitsstunden. Als die Kinder erwachsen waren, habe ich die Arbeitszeiten meinem Wohlbefinden angepasst, sodass genügend Zeit für mich und meine Hobbys blieb.
Wenn ein Arbeitgeber nicht bereit war auf meine Wünsche, oder auf eine Veränderung in ein anderes Arbeitszeitmodell einzugehen, habe ich den Job gewechselt. 
Bis zur Rente sind es noch ein paar Jahre. Mal sehen wie es weitergeht.
Vielleicht brauche ich bald mehr Zeit für die Pflege meiner Mutter?

Aber eines ist sicher. Ich bin mir wichtig und ich achte auf mich.
 

Grüße dich,

um Werbung zu machen für irgendetwas ist hier nicht die richtige Plattform. Das Posting wird ja schon gelöscht, wenn man kundtut, dass man zum Austausch eine Whatsapp-Gruppe eröffnen möchte und nach Leuten sucht, die vielleicht mitmachen möchten.

Was ich beabsichtige ist eigentlich nur Mut zu machen. Mut dafür zu machen, den gewohnten Weg mal zu verlassen, auch um sich selbst mehr wertzuschätzen. Das ist etwas, was ich vollkommen vergessen und verdrängt hatte oder wo ich festen Glaubens war, dass es so sein müsste, egal ob es mir gut tut oder nicht.

Ja ich bin da auf etwas aufmerksam geworden, was mir irre gut getan hat und was die Sicht auf manche Dinge verändert hat. Ich hatte aber nicht vor, detailiert darauf einzugehen.

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