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Nochmal neu anfangen? Ein neues Leben?

10. August 2011 um 14:18

Hallo ihr Lieben

Ich brauche DRINGEND einen Rat von außen. Mein Leben befindet sich in einer Umbruchsphase und noch dazu in einem Chaos.

Wie fange ich an? Ich versuche mich kurz zu fassen, was schwer werden wird.
Als erstes zu meiner privaten Situation...

Ich bin 23 und wohne mit meinem Freund seit einem Jahr zusammen, es ist zwischen uns leider so gut wie aus. Er hat sich sehr stark zum negativen verändert. Wir haben seit über einem halben Jahr keinerlei Zärtlichkeiten ausgetauscht. Darunter habe ich Monate lang gelitten.
Es kam wie es kommen musste, dass ich vor etwa zwei Monaten einen anderen Mann kennenlernte mit dem ich auch öfters romantische Stunden erlebte, was ich sehr schön fand. Er äußerte dass er sich mit mir eine Bezieung vorstellen könnte, ich mag ihn sehr gerne.

Nun zu meiner beruflichen Situation...

Ich habe eine Ausbildung zur examinierten Altenpflegerin gemacht und bin bereits in der Ausbildung an diesem Beruf förmlich zerbrochen. Ich hasste diesen Beruf aufgrund der wenigen Zeit für die Bewohner und für diesen belastenden Druck und dessen Verantwortung die auf meiner Schulter lagen. Im Oktober 2010 war ich fertig und dachte, es wird schon irgendwie weitergehen. Nach einem halben Jahr Arbeit, bin ich daran fast zu grunde gegangen. Ich wollte (besonders den dementiell- erkrankten Bewohnern) helfen und wurde von meinen Kollgegen aufgrund meiner Langsamkeit nur gemobbt. Ich gab mein letztes Hemd, so kam es dass ich oft bis tief in die Nacht an Dokumentationen saß und täglich mehrere Überstunden machte um zu zeigen, dass ich zwar langsam bin aber meine Arbeit nicht vernachlässige. Meine Pflege war top und auch das Zwischenmenschliche zu den Bewohnern. Da konnte mir keiner was. Doch ich merkte immer mehr und mehr wie slbst einfache Hifskräfte gemeine Gerüchte über mich verbreiteten und mir nachstellten.
Für mich war es egal, ob ich nach Hause ging oder auf der Arbeit war, ich fühlte mich nirgends wohl.

Eines Tages brach ich vor meiner Hausärztin zusammen. Sie schrieb mich wochenlang krank mit der Diagnose "Burn-out" und Verdacht auf "Depressionen". Kurz darauf wurde ich schon gekündigt. Meine Mutter wollte mich unterstützen indem ich meinem eigentlichen Berufswunsch (Ergotherapeutin) nachgehe. Doch das ist aufgrund der hohen Ausbildungskosten kaum möglich.

Es ergab sich eins zum anderen und meine Hausärztin wollte mich gerne in eine Reha schicken. Ich hätte dort die Chance von der Rentenversicherung eine Umschulung für nächstes Jahr (Oktober) zu bekommen. Doch dieser Weg ist so steinig und hart wie kaum ein anderer. Denn die Fragen sind jene, ob ich überhaupt eine Kur bewilligt bekomme und wie geht es weiter, könnte ich danach evtl eine Ausbildung zur Ergotherapeutin bekommen, denn wenn ich überhaupt eine Umschulung bekomme ist es fraglich welche. Die Ergotherapie gleicht ja auch der Altenpflege. Und was ist wenn ich, sagen wir mal Ende Dezember weiß dass ich alles genehmigt bekomme; muss ich mich bis Oktober (und das ist ja verdammt lange) arbeitsunfähig-krank schreiben lassen. Immer und immer wieder... Das schlaucht!!!
Theoretisch würde ich dann ausziehen und mir eine kleine Wohnung hier im Sauerland suchen.

Das war der erste Weg.
Nun gäbe es noch eine zweite Möchlichkeit. Ich könnte nach Stadthagen umziehen (was sehr weit weg vom Sauerland liegt). Dort werden Ausbildungsplätze zur Ergo recht günstig angeboten. Auch in schuleigenen WGs kann man dann günstig wohnen. Meine Mutter hat mir angeboten diesen Weg zu gehen und mich zu unterstützen. Ich müsste dann aber mein Auto abgeben und sozusagen von der Hand in den Mund leben. Die Ausbildung würde jetzt am 25. August beginnen und es sind noch Plätze frei. Ich müssste also so gesehen jetzt noch schnell umziehen innerhalb der nächsten Tage.

Das was mir wiederstrebt ist der Umzug in eine fremde Stadt. Meine Freunde würde ich alle verlassen und auch den Mann den ich jetzt frisch kennen gelernt habe. Ich habe deshalb Scheu umzuziehen, weil ich das ganze Theater in der Kindheit schon zich mal mitgemacht habe. Im Sauerland selbst wohne ich erst 5 Jahre und habe mich recht gut eingelebt, was sehr lange gedauert hat!!!

Meinem Freund habe ich bereits gesagt dass ich ausziehen möchte und wie aus dem Nichts, fleht er aufeinmal mit Blumen und Brief um Verzeihung.

Ich bin am Ende meine Kräfte und weiß weder ein noch aus. Bitte gebt mir einen Rat. Als Außenstehender kann man das manchmal besser,als wenn man selber in der Situation steckt.

Vielen lieben Dank im Voraus,
Saphirherz

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10. August 2011 um 14:43

Hey
dein Text ist sehr mitreisen verfasst, ich bin selber erst 19 Jahre alt und somit jünger und vll auch nicht der richtige um dir WIRKLICH zu helfen, aber....ich weis das es gut tut zu reden mit einem aussenstehenden, also werd ichs versuchen.

DU musst dir als erstes kla machen, was du an erster Stelle stellst....

Beruf oder Liebe.....

es ist ratsamer deiner Karriere nachzugehen, da mann dort das andere Problem mit der Liebe eigentlich von selbst löst, besonders wenn du weiter weg ziehst, da man sehr sehr viele neue Menschen kennenlernt.

und wenn du diesen Weg gehen willst, wenn das dein Traumberuf ist, dann hör auf den ersten gedanken deines Herzens, und dann LEBE danach. LEBE

mehr ist nicht zu sagen....halt dich an folgenden satz

" Ohne Opfer, gibt es keinen Sieg "


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11. August 2011 um 7:07

Hm
das sind ja gleich mehrere Probleme auf einmal!
1.zu Deiner Beziehung: mit der hast Du ja wohl schon abgeschlossen, aber warum bist Du nicht ehrlich zu Deinem Freund und trennst Dich? zu bequem? wäre wohl wichtig, zu klären, wie es mit euch weitergeht, wenn überhaupt!
2. zu Deiner Ausbildung: ich bin seit 26 jahren Altenpflegerin und ich frage mich: wie kann man, entschuldige, so dumm sein, und eine Ausbildung machen, wenn man merkt, man kann den Job nicht machen? Du hast Zeit verloren und Dich psychisch fertig gemacht.
3. wenn Du was anderes lernen willst, mußt Du eben Abstriche machen! wenn Du Dir eine Ausbildung in der Nähe nicht leisten kannst, bleibt eigentl. nur ein Umzug?!
Gruß

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